Monatsarchive: August 2018

Wohnen in der Dehler 34, Diva 34 SC, J/97 und der Elan S4

Vergleichstest Performance Cruiser

Welche der Performance-Cruiser punkten in Sachen Komfort, Wohnlichkeit und Stauraumangebote? Teil 2 des großen Vergleichstests, jetzt im PDF-Download

Wärmebildkameras: Sehen im Dunkeln

Aufmacher (c)OS

Skippers Traum für den Nachttörn wird jetzt tatsächlich bezahlbar. Wir haben zwei Lösungen auf der Basis von Infrarot-Kameras ausprobiert. Jetzt im PDF-Download

36. Schiffahrtsregatta: Mehr als 1.000 Teilnehmer segeln auf 113 Yachten – “Outsider” vorne

Schiffahrtsregatta

36. Peter Gast Schiffahrtsregatta von Schleimünde nach Ærøskøbing bei besten Segelbedingungen in der dänischen Südsee. TP 52 „Outsider“ ist „First ship home“ Weiterlesen

Einreise in die Region Kaliningrad – so geht’s

  • Als einziger Hafen mit Grenzkontrolle und Zollabfertigung für internationale Boote ist Baltijsk bei Reisen in die Region Kaliningrad der erste und letzte Anlaufhafen für deutsche Segler. Anzusteuern ist er von der Ostsee aus, also ausschließlich über die Danziger Bucht und nicht über das Frische oder das Kurische Haff.
  • Wenn Sie russische Gewässer erreichen und sich Baltijsk nähern, sollten Sie UKW-Kanal 74 abhören. Für die Einreiseerlaubnis ist es erforderlich, einen Anruf mit dem Rufzeichen „Baltijsk Traffic“ auf UKW-Kanal 74 zu tätigen.
  • Der Grenzkontrollpunkt, an dem die Grenzkontrollen und Zollabfertigungen durchgeführt werden, liegt in der Nähe des Containerterminals (Liegeplatz Nr. 81). Das Ein- und Ausklarieren dauert normalerweise nicht länger als 30 bis 60 Minuten pro Boot, sofern alle nötigen Dokumente vorhanden sind.
  • Es ist nicht erlaubt, sich länger in Baltijsk aufzuhalten. Für die Weiterfahrt durch den Seekanal zu den nächstgelegenen Yachthäfen sollten mindestens drei bis vier Stunden eingeplant werden. Der Kanal kann nur unter Motor und mit einer maximalen Geschwindigkeit von 25 km/h befahren werden. Zudem dürfen Sportboote ihn nur tagsüber (d.h. zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang) nutzen.
  • Bitte beachten: Auch auf der EU-Seite müssen Sie vor bzw. nach dem Aufenthalt in Russland aus- bzw. einklarieren. Dafür müssen Sie sich vor der Aus- bzw. Einreise bei den zuständigen Stellen, z.B. in Danzig oder Klaipėda, melden. Die Hafenmeister helfen dabei gerne weiter und geben Auskünfte zum Ablauf und zu Ansprechpartnern.

Erforderliche Dokumente:

  • Reisepässe mit gültigem Visum (Originale und jeweils eine Kopie der Foto- und der Visumsseite des Passes)
  • Internationaler Bootsschein oder Flaggenzertifikat (Original und Kopie), z.B. über den DSV erhältlich
  • Crewlisten (mindestens fünf Exemplare für die Ein- und Ausreise)
  • Für Charterboote: Chartervertrag (Original und Kopie)

Beschaffung eines russischen Visums:

  • Ein Touristenvisum für Russland ist maximal vier Wochen gültig und ermöglicht bis zu zwei Einreisen nach Russland. Da sich auf Segeltörns (z.B. wetterbedingt) leicht Änderungen ergeben können, wird empfohlen, den Reisezeitraum großzügig anzugeben und die Möglichkeit einer zweimaligen Einreise auszuschöpfen.
  • Für die Beantragung eines Visums sind folgende Unterlagen erforderlich: Reisepass (mindestens 6 Monate über den Visumszeitraum hinaus gültig und mit freien Seiten für das Visum), Nachweis über eine Auslandskrankenversicherung für Russland (wird durch Versicherung ausgestellt), aktuelles biometrisches Passfoto in Farbe, Einladung aus Kaliningrad bzw. Russland.
  • Eine solche Einladung kann nur von bestimmten Stellen (z.B. Behörden, Reiseveranstaltern etc.) und in der Regel nicht von den Marinas in Kaliningrad ausgestellt werden. Es wird deshalb empfohlen, das Visum über eine Agentur zu beziehen, die die Einladung beschaffen kann und zugleich detaillierte Auskünfte sowie umfangreiche Hilfestellungen zur Antragstellung (einschließlich des Ausfüllens des Online-Antrags beim Konsulat) gibt. Zudem müssen Sie das Konsulat mit eine Agentur nicht persönlich aufsuchen: Der gesamte Prozess kann telefonisch, online bzw. per E-Mail und postalisch erfolgen.
  • Die Kosten für die Beantragung eines Visums über eine Agentur betragen ca. 100-150 Euro – je nach Dringlichkeit. Der Prozess dauert ca. vier bis fünf Wochen, mit Expresszuschlägen ist auch eine schnellere Bearbeitung innerhalb von ein bis zwei Wochen möglich.
  • Einige Agenturen sind sogar auf Visa für Segler und Bootsfahrer spezialisiert, z.B.: „Passport-Hamburg“ und „Toureast“.

Weitere Infos zur Region und ihren Häfen unter: www.southcoastbaltic.eu

Trans Ocean: Mini-Yacht für Offshore-Rookies – 5 von 15 Bewerbern ausgewählt

Mini transat,

Trans Ocean, der Verein zur Förderung des Hochseesegelns, wird eigentlich als Langfahrt-Cruiser-Club wahrgenommen. Nun will er eine deutsche Mini-Transat-Kampagne unterstützen. Weiterlesen

Aufwachen an den Ufern der Loire. Atlantiksegeln.

Seit Mitte Mai bin ich von Sizilien aus einhand unterwegs, um 
für mein neues Buchprojekt um die Westküste Europas zu segeln. 
Nach den Balearen, Gibraltar und Portugal erreichte ich  
von der Küste Nordspaniens aus die französische Atlantikküste, die ich
ihren Inseln folgend nach Norden segle.

Eben geht die Sonne auf. Ein leuchtend roter Punkt, der hinter dem Horizont erscheint und durch die Heckfenster meine Koje in tiefes Orange taucht. Ein leises Geplätscher vorbeifließender Wellen wie von einem Bachlauf. Ein gemächliches Klappern vom Mast her. Ein Schweben, ein Eintauchen. Ein Neigen. Wieder das leise Murmeln in Orange unter Levjes Bauch entlang.

Als ich den Kopf aus dem Niedergang stecke, sind das Festland und die Mündung der Loire nichts als ein zarter waagrechter Strich in der Weite. Die breite Mündung wirkt verloren im unendlichen Blau zwischen Wasser und Himmel. Levje wiegt sich sacht auf der spiegelglatten Fläche des Wassers.

Ich habe gestern Abend weit draußen, inmitten des an diesem Morgen in allen Schattierungen leuchtenden Blaus Levjes Anker fallen lassen. Die aufgehende Sonne sieht von hier so ganz anders als in meinem kleinen Iffeldorf, wo ich im Winter lebe. Dort scheint sie mächtig hinter den Bäumen. Hier draußen scheint mir oft alles so zerbrechlich, obwohl es doch eigentlich ich sein müsste, der sich klein fühlt in der Weite des Meeres. Zerbrechlich scheint mir der zarte Strich am Ufer, der Europa ist. Fragil erscheint mir aber auch das Meer, trotz seiner Wildheit, seiner Größe, seiner Gefährlichkeit, auf dem ich seit vier Monaten segle. Es sollte mir wegen seiner Größe, seiner Wildheit doch alles andere als fragil erscheinen, doch das tut es nicht.

Gestern bin ich von der Ile d’Yeu heraufgesegelt. Der Wetterbericht verhieß alles andere als einen idealen Segeltag. Wind aus Nord, genau von dort, wo ich hinwollte. Mit 15 bis 20 Knoten, am Spätnachmittag darüber. Bis Mittag leichter Strom ebenfalls aus Nord – beides zusammen würde meine Reise verlangsamen, sagte mein Kopf, ich würde 15 Stunden brauchen für das Stück hinauf bis zur Loire-Mündung, bis zur Insel Noirmoutier. Vielleicht doch lieber den Tag in einer der felsigen Buchten hier auf der Ile d’Yeu ankern und dort faulenzen? Es war meine bretonische Bootsnachbarin mit dem unvergleichlichen Vornamen Siseguine, die am Morgen mit ihrem Mann hinauf nach Noirmoutier wollte und sagte: „Weisst Du, hier bei uns weht immer Nordwest. Jeden Tag. Davon darfst Du Dich nicht abhalten lassen. Es ist einfach so.“ Siseguine. Sie brachte mich auf den Weg wie die weise Sigune den Parzival. Ich beschloss, die Nase aus dem Hafen zu stecken und mal zu versuchen, wie es sich anfühlte, gegen Wind und Strom nach Norden zu segeln.

Nach all den Jahren des Segelns fühle ich mich oft immer noch wie ein Anfänger. Ich wollte immer perfekt sein in dem, wie ich mein Schiff handhabe und fühle mich doch jeden Tag meilenweit davon entfernt. Das ist gut so, aus vielerlei Gründen, aber als Lebensgefühl nicht eben angenehm. Wir alle wären gern smart, souverän. Die Balance zwischen beidem zu finden, die richtige Haltung zwischen „perfekt“ und „imperfekt“: Das könnte eine lebenslange Aufgabe sein.

Ich mache jeden Tag Fehler. Ich lerne jeden Tag Neues. Das Meer überrascht mich jeden Tag neu. Noch im engen Hafenbecken kreisend, hatte ich voller Erwartung Levjes Großsegel gesetzt. Doch kaum draußen, fand ich nichts als nur wirres Wellendurcheinander und ein bisschen Wind, mal von hier, mal von da. Die Segel zogen nicht. Levje eierte wild hin und her, ich taumelte im schwankenden Cockpit. Einen kurzen Moment dachte ich daran, ob ich jetzt nicht doch lieber morgens um sechs eingeklemmt zwischen grauen Anzügen in eiskalten Ledersitzen im Businessflieger München-Hamburg säße. Nein, keine zehn Pferde brächten mich jemals dorthin zurück. Lieber hier draußen. „Jammer nicht rum. Tu was. Du siehst doch, dass Segeln hier nicht geht, weil der Grund vor der Insel ansteigt und alle möglichen Wellen erzeugt.“ Also erstmal raus aus dem Gewirr, dahin, wo der Wind ist und wo die Wellen Segeln erlauben. Zweieinhalb Meilen weiter nördlich war er da, der Wind. Aus Nord. Die Wellen nahmen ein gleichmässiges Muster an. Levjes Segel begannen zu ziehen. Ich konnte immerhin nun schon nach Westen segeln. Levje lief, das war doch schon was. Wir mussten jetzt nur noch irgendwie den richtigen Dreh nach Norden finden. Gegen den Wind.

Ich versuchte mein Glück mit einer Wende. Immerhin schon Kurs nach Nordost. Wenn ich jetzt noch die Segel richtig einstellen würde. Hier flatterte etwas. Dort war eine Beule im Tuch, wo keine sein sollte. Ich begann, an den Segeln zu zupfen. Zog hier am Vorsegel. Dort am Großsegel. Entrollte hier etwas. Nahm dort etwas enger. Levje wurde schneller und drehte gleichzeitig fast auf nördlichen Kurs. Na bitte. Geht doch. Nimm Deinen Verstand zusammen. Beobachte, was nicht stimmt. Und tu Dein Möglichstes, um das zu bessern. Das ist die Lektion, die ich jeden Tag lerne. Und die mir das Meer vermittelt.

Wir laufen jetzt auf die Ile de Noirmoutier in der Loiremündung zu und machen rasche Fahrt. Wie dankbar bin ich, jetzt hier draußen zu sein, den Hafen verlassen zu haben und zu segeln. Wieder einmal möchte ich alles in mich aufsaugen, könnte ich es doch in mir speichern, wie auf einer Festplatte, was ich alles hier sehe. Ich verlasse meinen Platz im Cockpit. Hangle mich nach vorne bis zu den Wanten, halte mich dort fest, wo ich jetzt, wo Levje stark auf der Seite liegt, den besten Überblick habe. Da liegt die große Brücke, die die flache Ile de Noirmoutier mit dem Festland verbindet. Ich sehe die Wassertürme in der Ferne. Sonst ist die Insel nur ein Strich, rechts und vor mir.

Dann die Untiefen vor der Nordwestküste. Wie so oft vor dieser Küste ziehen sich Flachstellen und Untiefen bis weit weit hinaus vor die Küste. Mit bloßem Auge sieht alles wie eine einfach zu befahrende Wasseroberfläche aus, doch die Seekarte erzählt mit den dutzendweise eingezeichneten Wracks eine andere Geschichte. Kaum habe ich hier vor der Küste eine Sandbank passiert, erreiche ich die nächste Untiefe. „Les boeufs“, „die Rinder“ heißen sie, vielleicht weil ihre unter Wasser liegenden und für mich unsichtbaren Erhebungen spitz wie Hörner aufragen? Um sie zu umfahren, folge ich ein Stück einem Kurs, der in meiner Seekarte als „Chemin des boeufs“ beschrieben ist, dem Weg der Rinder, der an ihnen entlangführt. Kein Zweifel. Hier haben sich segelnde Seeleute, die sich schon immer bei Nordwind hier durchhangeln mussten, ihre Erfahrungen mitgeteilt.

Kaum sind wir zwischen den „Boeufs“ durch, dreht der Wind wie Nachmittags üblich auf West und frischt auf. Levje schießt nun mit sieben Knoten hoch am Wind dahin, es geht nicht mit rechten Dingen zu, es ist wohl auch der Strom, der uns nun in rascher Fahrt entlang an den Felsen von Noirmoutier nach Norden zur Mündung der Loire trägt. Es ist 17 Uhr. Eigentlich könnte ich jetzt in den Hafen an der Nordspitze der Insel einlaufen. Doch die freundliche Dame sagt mir, dass der Hafen schon recht voll sei wegen des langen Wochenendes und es nur noch einen Platz im Päckchen für mich gäbe. Nein, das hatte ich gerade auf der Ile d’Yeu. Mir steht der Sinn mehr nach einer Bucht, in der ich ankern kann, und sei sie auch noch so voller Schwell und unbequem. Ich segle weiter nach Norden, da ist die Loire, ich sehe es an der Färbung des Wassers, das jetzt tiefgrün ist wie im Fluss flutender Hahnenfuß, die langen grünen Schlingpflanzen, die im Flusswasser wehen. Ein eigenartiges leuchtendes Grün, ich denke an die Augenfarbe einer Geschäftspartnerin vor vielen Jahren, deren Augenfarbe nicht nur die männlichen Kollegen ins Grübeln brachte, ob bei dieser Augenfarbe denn nun wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen wäre.

Die Mündung der Loire: Sie ist auch Weg und Liegeplatz für die Großschiffahrt. Weit draußen sehe ich Frachter liegen, während von rechts ein Tanker aus der Mündung auf uns zukommt. Der Wind ist gut, fast zu viel, ich sollte eigentlich reffen, doch nur jetzt nicht die rasche Fahrt nach Norden unterbrechen, die Sonne steht schon tief, gleich haben wir die rote Tone erreicht, die das nördliche Ende des Schiffahrtsweges markiert. Da liegt die Bucht, in der ich ankern will.

Aber auch das ist eine Lektion, die das Meer mir jeden Tag verpasst: Das Leben ist kein Ponyhof, auf Wunsch geht hier gar nichts. Der Wind frischt wie vorhergesagt am Abend auf und dreht zurück auf Nord. Ich muss aufkreuzen, mich in weitem Zickzack-Kurs gegen den Wind annähern. Und die Bucht selber ist, obwohl zum Greifen nah, wie durch eine Bojenkette durch einen Kranz von Riffen und Untiefen abgeschirmt, durch den es nur zwei markierte Einfahrten gibt. Die Ebbe ist zwar lang vorbei, aber ich möchte in dem mir unbekannten Gewässer nichts riskieren. Also noch eine Stunde mühsames Aufkreuzen vor den Untiefen, dann habe ich die mit zwei dünnen Bojen markierte Einfahrt vor mir. Ich suche mir, während die Sonne untergeht, meinen Ankerplatz, noch wirft der Wind beträchtlich Wellen in die Bucht, aber das macht nichts. Jetzt mag Levje noch wild am Anker schaukeln. Doch in zwei Stunden soll der Wind vorbei sein – aber da schlafe ich ganz sicher tief und fest.

Und Siseguine: Die hatte Recht.

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Manövrierunfähig

Der Flug nach Faro war kurzweilig. Caro ist alles andere als kommunikationsgestört. Flensburg hat sich mit Kälte und Regen verabschiedet und Culatra hat uns mit Wolken und dem ersten Regen nach acht Wochen empfangen. Mit an Bord nun Julian, Jan und Caroline. Konzept: Work & Fun. Halber Tag Arbeit und halber Tag Fun. Der erste Tag vergeht mit Ankommen und Akklimatisieren. Julian und Jan erwarten uns mit einem kalten Bier an der Tankstelle in Olaho. Prima. Das geht. Ich habe 40 kg Gepäck mit. Drei Jeans, fünf Unterhosen. Der Rest sind Ersatzteile. Die To Do Liste ist elend lang. Ganz oben steht wer wohl? Erika. Der Generator. Das einfachste Fix ist schnell gelöst. Ein Kabel hat sich in einem Kabelschuh gelöst. Mit Auffüllen des Kühlwassers ist der Schaden schnell behoben. Weit größer ist das Problem mit Johann. Der Starterschalter, key switch, hat einen Wackelkontakt. Hört sich einfach an, ist aber schwieriger als gedacht. Zeitfresser. Unklar ist, ob es der keyswitch ist oder einen vergammelte Zuleitung. Mit Julian zusammen schwitze ich im Motorraum. Ein Notstart gelingt. Der Anlasser ist in Ordnung. Zu einer Lösung des Problems kommen wir aber nicht. Bisschen doof wenn um einen herum Hobbysegler ankern, die im nächtlichen Sturm mit Böen und die 33 Knoten umherdriften wie Spielzeugsegelboot in der Badewanne. Gott sei Dank haben wir unseren ROCNA Anker und 80 Meter Wälderkette, die uns sicher an unserem Ankerplatz halten. Julian und Jan, die sich bisher noch nicht kannten, passen zusammen, wie die Faust auf’s Auge. Sie sind wirklich eine große Hilfe und bewältigen schnell und effizient die Aufgaben, die wir im Morgenmeeting besprechen. Julian’s und meine Freundin Caro hat andere Sorgen. Sie muss büffeln für ihre nächsten Klausuren. Das die Jungs und ich den halben Tag eh keine Zeit für sie haben, motiviert sie eher sich mit ihrem Lernberg zu beschäftigen. Das sie das im Bikini an Deck macht, wenn die Sonne grade scheint, habe ich denn erst mal grübelnd registriert. Die Jungs sind aber aus dem Alter schon raus, dass sie sich deshalb von ihren Aufgaben ablenken lassen. Meine Sorge erübrigt sich und am Nachmittag trollen wir vier uns, in zumindest meine Wunschheimat Culatra Village. Es gibt das kälteste Bier und den schönsten Strand und einen guter Vibe zwischen uns vieren. Zwei große Doraden im Ofen, etwas zu viel Wein und am Abend fallen wir alle in die Kojen. Morgen: Neuer Tag. Neues Glück mit den weiteren Aufgaben.

Mitsegeln auf der Marlin!

CREW 49 Faro – La Palma (Kanarische Inseln) 29.09.18 – 18.10.18CREW 50 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18CREW 52 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19 Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

Golden Globe: Norweger in Nöten – Are Wiigs Olle Enderlein 32 vor Kapstadt entmastet

Der Golden Globe Race Skipper Are Wiig aus Norwegen hat der Wettfahrtleitung per Satellitenanruf berichtet, dass er auf seiner 32 Fuß Olle Enderlein „Olleanna“ 400 Meilen vor Kapstadt das Rigg verloren hat. Weiterlesen

Enger Spitzenkampf in Cardiff

Der Triumph von Cardiff war die Krönung einer spannenden Auseinandersetzung von drei Teams, an deren Ende die Mannschaften von Alinghi, SAP Extreme Sailing (Dänemark) und Oman Air (Oman) lediglich durch vier Punkte getrennt waren.

An einem packenden Finaltag hatte sich „Alinghi“ mit Steuermann Arnaud Psarofaghis vor dem entscheidenden letzten Rennen einen minimalen Vorsprung von einem Zähler vor ihren dänischen Konkurrenten erarbeitet. Oman Air lag noch in Lauerstellung. Doch mit einem dritten Platz in der letzten Wettfahrt machten die Schweizer den Gesamtsieg klar. Der Sieg im finalen Rennen reichte Oman Air nicht mehr, um noch an die Spitze zu kommen. Und die Dänen mussten sich zum Abschluss als Vierte hinter Alinghi einreihen. Damit siegten die Schweizer vor den Dänen und dem Team aus dem Oman.

„Der vierte Sieg in dieser Saison fühlt sich wirklich gut an“, sagte Psarofaghis. „Wir sind in Cardiff eigentlich nicht sehr gut gestartet, da unser Vorsegeltrimmer Nils Frei am ersten Tag eine Verletzung erlitten hatte. Wir haben uns aber aufgerappelt, und es ist toll, hier zum ersten Mal zu gewinnen.“

Für das viel versprechend gestartete SAP Extreme Sailing Team war Platz zwei am Ende eine bittere Enttäuschung. Die Dänen hatten vom ersten Tag an geführt und mit dem Sieg schon geliebäugelt. Ein Frühstart in der letzten Wettfahrt warf sie dann aber weit zurück. Den größten Teil des Rennens verbrachten sie anschließend am Ende des Feldes, konnten sich bis zum Zieldurchgang immerhin noch auf Rang vier vorarbeiten, was Rang zwei in der Gesamtwertung bedeutete.

„Die Stimmung war natürlich ziemlich mies, als wir als Frühstarter identifiziert wurden“, gab der enttäuschte Steuermann des Teams, Adam Minoprio, zu Protokoll. „Wir haben noch einmal alles gegeben, aber am Ende hatte Alinghi die Nase vorn. In der Saisonwertung liegen wir allerdings nur zwei Punkte hinter ihnen, und es stehen noch die beiden Events in San Diego und Los Cabos an. In Mexiko wird die doppelte Punktezahl vergeben. Jetzt gilt es, Stärke zu demonstrieren.”

Das SAP Extreme Sailing Team gewann immerhin die Zhik Speed Machine Trophy für die höchste erzielte Geschwindigkeit. Laut Messung durch SAP lag diese bei 34,3 Knoten.

Einen Platz auf dem Podium sicherten sich auch Phil Robertson und seine Crew von Oman Air. Das Team segelte am letzten Tag gleich viermal unter die Top-Drei. „Es war toll, dieses Event so abzuschließen“, sagte der begeisterte Skipper. „Wir verbessern uns von Act zu Act.“ Nach seiner Kenterung am Vortag ging das omanische Team am Montag mit dem britischen Segler Adam Pigott als Ersatz für den verletzten Großsegeltrimmer Peter Greenhalgh an den Start.

 

Endklassement Extreme Sailing Series Cardiff

  1. Alinghi (SUI) Arnaud Psarofaghis, 307 Punkte
  2. SAP Extreme Sailing Team (DEN) Adam Minoprio, 304 Punkte
  3. Oman Air (OMA) Phil Robertson, 303 Punkte
  4. INEOS Rebels UK (GBR) Will Alloway, 282 Punkte
  5. Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, 275 Punkte
  6. Team México (MEX) Erik Brockmann, 218 Punkte
  7. Team Wales (GBR) Olivia Mackay, 202 Punkte

Saisonwertung

  1. Alinghi (SUI) 57 Punkte
  2. SAP Extreme Sailing Team (DEN) 55 Punkte
  3. Oman Air (OMA) 51 Punkte
  4. INEOS Rebels UK (GBR) 46 Punkte
  5. Red Bull Sailing Team (AUT) 41 Punkte
  6. Team México (MEX) 35 Punkte

Unter Deck: GFK-Klassiker Ylva

Das flache Freibord der Ylva sorgt unter Deck dafür, dass man eher von einer Kriech- denn Stehhöhe sprechen kann. Backbords am Niedergang tut sich eine kleine Not-Pantry für das Notwendigste auf. Eine erweiternde Arbeitsfläche zum Gemüse-Schneiden lässt sich durchdacht über Scharniere aufklappen. Ihr gegenübergestellt liegt ein ausreichender Kartentisch zum Navigieren. Kochen wie Kartenlesen funktioniert sogar im Stehen – wenn das Niedergangsluk geöffnet ist.

Vorgelagert an den Rumpf angepasst wurden beidseitig jeweils drei Schalensitze (wie im 806er), die tatsächlich eine gewisse Gemütlichkeit versprühen und sich durch einfaches Verrutschen der Polster zu komfortablen Salonkojen umbauen lassen. Mittig steht normalerweise ein kleiner Salontisch, der im Segeleinsatz dankenswerterweise demontierbar ist und genauso im Cockpit funktionale Verwendung findet – wenn beispielsweise bei stilechtem Gammel Dansk oder Kaffee und Kuchen über bestandene Seeabenteuer debattiert wird.

Das Vorschiff mit einem relativ großen Stauschrank und gegenüberliegendem, kleinem Portapotti wurde durch ein Hauptschott ohne Tür separiert. Davor im Vorschiff liegt eine rumpfformbedingt recht schmale V-Koje, die aber zum bloßen Schlafen (nach besagtem Gammel Dansk) vollkommen ausreicht.

Viele der Ausbauten wurden als Kaskos zum Selbstausbau vergeben, einige von Werften wie Brandt-Møller (Frederikssund) oder Luffe-Yachts (Kolding) ausgebaut. So gibt es kleine Unterschiede im Layout und große in der Qualität. Generell kann man bei der Ylva noch nicht von ‚skandinavischer Ausbauqualität‘ sprechen, die heute synonym für einen gehobenen Standard und ein edles Finish steht. Im Gros sind die Boote einfach, aber funktional gefertigt. Was vollkommen okay ist: Designer Steen Kjølhede hatte nie ein komfortables Wohnschiff vor Augen, als er die Ylva zeichnete, sondern ein schnelles Boot mit betörenden Linien. So gesehen ist der Entwurf voll gelungen.

Unglaubliche Kollision: Segelyacht versus Flugzeugträger – Der Mast fällt

Wer kann schon sagen, er sei mit einem Flugzeuträger kollidiert und überlebt hat. Ob das allerdings die Intention der Crew in San Diego war? Ein erstaunliches Video Dokument… Weiterlesen

Dehlya-Refit: glatt, grau und gelungen

Dehlya Decksgrundierung

Deck, Aufbau und Cockpit sind grundiert, der letzte optische Makel getilgt. Nach wochenlanger Vorarbeit der Spezialisten zeigt sich die Dehlya in schickem grau