Monatsarchive: August 2018

Laser Radial Jugend-WM: Mit Überblick in Front

Spätstart in Kiel. Bis 15 Uhr musste der Segelnachwuchs in Kiel warten, bevor es für die 365 Aktiven aus 44 Nationen auf die Bahnen ging. Der Wind hatte nach der morgendlichen Flaute aufgefrischt und so konnten am zweiten Tag der Laser Radial Jugend-Weltmeisterschaft vor Kiel-Schilksee verspätet zwei Wettfahrten gestartet werden. „Faire Bedingungen“, lautete das Fazit von Julian Hoffmanns (Allgäu), der nach vier Wettfahrten hinter dem Italiener Francesco Viel und vor dem Schweden Ludvig Hoffmann auf Platz zwei liegt.

 

„Wir hatten wohl so zwischen 6 und 10 Knoten und das passte sehr gut da draußen“, sagte er. In beiden Rennen platzierte er sich unter den ersten Fünf. „Außer im ersten Rennen, in dem der Franzose Matisse Pacaud weit vorne lag, war das Feld ziemlich nah beieinander.“ Julian Hoffmann hatte sich vorgenommen, frei zu starten sowie Speed und Dreher mitzunehmen. Das habe gut geklappt. „Ich wollte wenig Risiko gehen“, erklärte der Obersdorfer.

„Ich mag die wechselnden Winde“, erklärte Ludvig Lindqvist. Der Schwede hatte sich am Montag auf die Führungsposition gesegelt. „Die Rennen gestern waren besser, aber ich bin sehr zufrieden mit den heutigen.“

Zufrieden zeigte sich auch Julia Büsselberg (Berlin). „Die Bedingungen waren schwierig, aber wer schnell war, war gut dabei.“ Gute Starts, viel Speed und den Überblick behalten, lautete ihre Strategie, die erfolgreich aufging. Nach zwei vierten Plätzen am Vortag segelte sie am zweiten Wettfahrttag einen ersten und dritten und liegt im Gesamtklassement vorne. Hinter ihr haben sich die Italienerin Matilda Talluri und die Spanierin Ana Moncada Sanchez eingereiht. „Ich komme immer besser in die Regatta rein“, so Büsselberg nach vier Wettfahrten.

Während am Montag noch die Dreher schnell kamen, konnte die Berlinerin am Dienstag mit Gefühl in die Dreher hineinfahren. Dafür gab es keinen zusätzlichen Schwung durch die Welle. Wer es verstand, die Welle zu reiten, der hatte am Vortag einen Vorteil. Das war am Montag die Stärke von Laura Schewe (Kiel). Von der Welle war allerdings am Dienstag nicht mehr viel übrig geblieben. Nun will die Altenholzerin weiterhin konstant segeln und schauen, was am Ende dabei rauskommt. Schewe konnte ihre Resultate vom Vortag nicht wiederholen und fiel auf den neunten Platz zurück. Carlotta Sophie Crüsemann (Kiel) liegt auf dem 20. Rang.

 

Laser Radial Youth World Championships

Teilnahme für Nachwuchssegler/innen zwischen 15 und 18 Jahren (Jhg: 2000 bis 2003)

Vier WM-Titel sind zu vergeben: Seglerinnen unter 19 Jahren, Segler unter 19 Jahren

Seglerinnen unter 17 Jahren, Segler unter 17 Jahren.

 

Das weitwere Programm:

Mittwoch, 22. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten

Donnerstag, 23. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten – Abschließend: Siegerehrung

 

Wettfahrten sind vom Montag, 20. August, bis Samstag, 25. August, angesetzt. Gesegelt werden täglich zwei Wettfahrten. Nach den Qualifikations-Rennen sind ab Donnerstag die Finalrennen in den Gruppen Gold, Silber und Bronze geplant. Dafür müssen alle Qualifikations-Gruppen vier Wettfahrten (inklusive eines Streichers) absolviert haben. Auch für die Vergabe des WM-Titels sind vier Wettfahrten das Minimum. Gesegelt wird auf zwei Bahnen. Wettfahrtleiter sind Mandus Freese und Fabian Bach.

Windvane politics

ES WAR EINE SÜNDE WERT

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Segel-Bundesliga: Olympionike Gerz für den Touring Yacht-Club – Drei Erstliga-Steuerfrauen

Zur Halbzeit der Deutschen Segel-Bundesliga nach drei von sechs Spieltagen trennt sich in Berlin die Spreu vom Weizen. Ab Freitag starten 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga beim Verein Seglerhaus am Wannsee. Weiterlesen

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Gestorben: Hilary Lister – eine der inspirierendsten Solo-Seglerinnen der Welt

Die Britin Hilary Lister gilt als Vorbild in Sachen Lebensmut, positives Denken und Durchhaltewillen. Und vielleicht ist sie ein Beispiel dafür, was einem der Segelsport geben kann. Nun ist sie im Alter von 46 Jahren gestorben. Weiterlesen

Interboot: Mono- und Multi-Hulls für Neulinge

Segeln lernen leicht gemacht, das ist das Ziel aller Interessenvertreter des Wassersports am Wind, um den Nachwuchs zu begeistern. Aber längst nicht nur Kinder und Jugendliche starten in den Segelsport. Auch Erwachsene suchen den idealen Einstieg. Dabei begegnen sie sehr schnell der Frage: Einrumpf- oder Mehrrumpfboot? Jollen und kleine Kielschwerter auf der einen sowie Katamarane und Trimarane auf der anderen Seite bietet die internationale Wassersport-Ausstellung Interboot bei ihrer 57. Auflage vom 22. bis 30. September 2018 in Friedrichshafen am Bodensee.

Segelschulen weltweit unterrichten Anfänger sowohl auf Jollen als auch auf Kats. Oft ist es abhängig von den örtlichen Begebenheiten, die der Segelinteressierte bei der späteren eigenen, selbstständigen Ausübung berücksichtigen sollte. Ein Revier mit Steganlage und unzugänglichem Uferstreifen spricht für einen Einrümpfer. Am offenen Strand kann dagegen der Katamaran gut zu Wasser gelassen werden. Eine Slipanlage (Rampe) genügt beiden. Ein Pluspunkt der klassischen Einrumpfboote ist die deutlich geringere Breite, die bei der Liegeplatzsuche schlicht genügsamer ist, aber auch bei Manövern zum Beispiel in engen Hafenausfahrten das Gefühl von mehr Sicherheit vermittelt. Der Trumpf der Multihulls ist das höhere Geschwindigkeitspotential. Schon bei leichten bis mittleren Winden entfalten sie eine Faszination für Speed, der nicht nur Youngster im Wettbewerb mit anderen Funsportarten erliegen.

Ein innovatives Konzept aus Frankreich präsentiert Johannes Ersing Boot & Zubehör mit dem Segelboot ePoh. Es sieht nur auf den ersten Blick aus wie ein Trimaran, ist aber genaugenommen eine Jolle mit zwei Auslegern, die wie seitliche Stützen wirken, wenn die ePoh aus dem Gleichgewicht kommt und zu viel Krängung aufweist. Damit zielen die Konstrukteure auf sportliche Einsteiger, die sich durchaus von Beginn an eine Gleitjolle (Skiff) zutrauen, aber das typisch Wacklige noch aussparen wollen.

Eine Lanze für Mehrrumpfboote bricht Deutschlands größter Kathersteller Topcat aus Inning am Ammersee. Er zeigt die Interboot-Premiere K3X. Die Rumpfform des 4,92 Meter langen und 2,44 Meter breiten Boots wurde mithilfe von Computersimulationen (CFD) komplett neu entwickelt. Es ist zwar auf Solosegler zugeschnitten, bietet aber für Zweimann-Crews in Segelschulen und Bootsvermietungen das Modell Streamcut. „Wir spüren einen Trend zum Einhandsegeln, dem wir mit der bekannten wie beliebten Einfachheit unserer schwertlosen Boote nun mit dem K3X gerecht werden“, sagt Geschäftsführer Pablo Walden. „Für Familien und Einsteiger eignet sich aber auch der etwas kleinere K4X, den wir im Vorjahr neu konzipiert haben.“

Deutschlands meistverbreitete Erwachsenenjolle Ixylon ist in allen drei Ausstattungsvarianten Family, Fun und Regatta in Rothaushalle A1 zu sehen.  Die 5,10 Meter lange und 1,80 breite Kimmschwertjolle hat keinen Mittelschwertkasten und somit viel Bewegungsfreiraum im Cockpit, was Familien mit Kindern und Wasserwanderer zu schätzen wissen. Dazu gibt es auf der Messe noch die Ixybox zu sehen, eine Art Wohnwagen zum Transport nicht nur des Boots.

Eine feste Größe in puncto Schlauchbootkatamarane ist die Firma Grabner aus Haag in Österreich schon seit 60 Jahren. Nach Friedrichshafen bringt sie den neuesten Happy Cat Evolution, dessen Segeleigenschaften in einem wissenschaftlichen, hydrodynamischen Forschungsprojekt und intensiven Versuchsreihen optimiert wurden. Zwei Geübte brauchen keine halbe Stunde, bis das Boot aus dem Kofferraum segelfertig auf 4,65 Meter Länge und 2,20 Meter Breite aufgebaut ist. Außerdem kann man einen kleinen Außenborder anhängen.

Einen sehr ähnlichen Ansatz haben die niederländischen DinghyGo-Boote. Von den aufblasbaren Jollen sind alle drei Modelle auf der Messe zu bestaunen. Die kompakte Nomad S ist nur 2,30 Meter lang, die Nomad 3 mit 2,75 Meter ist die Nachfolgerin des Ursprungsmodells Beach 2. Als sportliche Version präsentiert DinghyGo die Orca mit einer Länge von 3,25 Meter, auf der sogar bis zu fünf Personen mitsegeln können. Auch hier ist ein Außenborder möglich, und das Prinzip lautet, aus der Tasche im Auto in rund 20 Minuten auf dem Wasser.

Die Interboot ist von Samstag, 22. September, bis Sonntag, 30. September, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

Kuttersegeln für Jedermann

Der Norddeutsche Regatta Verein lädt der alle Neugierigen und Interessierten am Freitag, den 24. August, ab 14 Uhr zum Segeln ein.

Zwischen den vielen Jubiläumsregatten anlässlich des 150. Geburtstags kann der NRV anders:  Am Freitag sollen nicht nur Profis, Leistungsseglern und Mitgliedern segeln, sondern alle, die Lust haben, die Alster von einem anderen Blickwinkel aus zu erleben. Alle Hamburger, Zugereisten und Besucher sind herzlich dazu eingeladen, mitzufeiern und die Alster auf traditionellen Jugendwanderkuttern zu erkunden. An zwei Stationen an der Außenalster kann nach Belieben an Bord gegangen werden. Die Kutter, die von erfahrenen Skippern gesteuert werden, drehen den Nachmittag über ihre Runden und machen ihre Stops beim Norddeutschen Regatta Verein sowie beim Hamburger Segel-Club.

Der Jugendwanderkutter ist ein traditionelles Segelboot, das insbesondere in der Jugendarbeit von Segelvereinen Verwendung fand  und zum Teil noch findet. Mit einer Länge von 8,50 m und einer Breite von 2,10 m können bis zu zehn Personen bequem darauf Platz finden. Bevor der Jugendwanderkutter in den 1960ern vom Deutschen Segler-Verband als eigene Bootsklasse anerkannt wurde, waren die Boote mit ihrer traditionellen Rumpfbauweise insbesondere bei der kaiserlichen Marine als Rettungsboote um 1900 im Einsatz. Nur wenige Jugendwanderkutter sind noch auf der Elbe rund um Hamburg und auf der Alster aktiv, einige weitere gibt es auf Nord- und Ostsee und im Weser-Ems-Gebiet.

„Es ist eine wunderbare Möglichkeit für nicht Segler, auf traditionellen Booten unseren tollen Sport kennenzulernen.“, sagt NRV Clubmanager Klaus Lahme.

Ohne Jimmy, aber mit „Pistol Pete“

52 Super Series 2018: <p>
	Offizielles Trainingsrennen: Tony Langleys &quot;Gladitor&quot; greift mit Segel-Superstar Peter Burling an</p>

Die 52 Super Series zieht immer mehr America’s-Cup-Stars an. Nun ist auch Peter Burling im Spiel, während sich Cup-Rivale Jimmy Spithill krank melden musste

Revierprofil: Nördliche Ägäis

Charterfirma: Albatross Yachting, Frangon 26str, Thessaloniki, Griechenland, Internet: www.albatros-yachting.gr. Vertreten durch: Master Yachting, Yachtcharter 1a, 97286 Sommerhausen, Deutschland, Internet: www.master-yachting.de.
Schiffe und Preise: Angeboten werden Schiffe von 34 bis 52 Fuß zu Preisen von 1.500 bis 4.400 Euro sowie ein 40-Fuß-Katamaran von 3.500 bis 6.990 Euro.
Revier: Lange Tagesetappen und Meltemi können Skipper und Crew schon mal fordern.
Seekarten: Imray G21 & G22.
Nautische Literatur: Rod Heikell: Greek Waters Pilot (Englisch). Gerd Radspieler: Griechenland 4 – Nordgriechische Küste, Nördliche Sporaden, Thásos, Límnos, Lesvos.
Wind und Wetter: Vorherrschender Wind zwischen Juni und September ist der Meltemi. Selbst bei bestem Sommerwetter kann er stürmisch aus Nordost blasen.
Wetterberichte: Verlässliche Windprognosen bekamen wir über www.accuweather.com.
Leuchtfeuer und Seezeichen: Das Revier ist gut betonnt und befeuert. Nicht jede Bucht kann man nachts ansteuern.
Gezeiten und Strom: Tidenhub bis 0,5 Meter. Gezeitenströme kann man vernachlässigen.
Navigation: Terrestrisch. Ein guter Plotter ist eine wertvolle Hilfe.
Beste Zeit: Juni bis September.
Anreise: Flug nach Thessaloniki. Transfer nach Nikíti.
Einreise und Zoll: EU- und Schengenland.
Sprache: Griechisch. Englisch wird fast immer gut verstanden.
Klima: Mediterran – subtropisch. In den Sommermonaten sind 40 Grad Celsius keine Seltenheit.
Kleidung: Leichte Baumwollkleidung, leichter Pullover und immer Ölzeug.
Sicherheit: Griechenland gilt immer noch als eines der sich­er­sten Länder der Welt.
Reiseführer: Andreas Neumeier: Chalkidiki / Antje und Gunther Schwab: Thássos & Samothráki / Ulli Grundner – Peter Einhorn: Límnos.

Windverhältnisse

Meltemi: Der Sommerwind der Ägäis weht hier aus Nordost, seltener aus Nord bis Nordnordwest. Am Nachmittag kann er bis 7 BFT auffrischen. Seine größte Stärke erreicht er zwischen Samothráki und Límnos.
Thermik: An windstillen Tagen kann sich in Landnähe, besonders aber im Golf von Ágio Óros und Kassándra, eine auflandige Thermik aufbauen, mit der sich gut segeln lässt.
Schirokko: Mit diesem Wind aus Süd bis Südost muss man in der Vor- und Nachsaison immer rechnen. Er kann eine Stärke erreichen, die Yachten in Schwierigkeiten bringen kann. Sonst sichere Ankerplätze können dabei zu einer gefährlichen Falle werden.
Fronten: Selbst in den Sommermonaten können in diesem Bereich der Ägäis Fronten durchziehen. Ein fallendes Barometer kündigt meist aus Südwest auffrischenden Wind an, der in der Folge über West auf Nordwest umspringt. Gefährlich sind die Böen beim Durchzug der Front.
Gewitter: Im Sommer bilden sich über dem Festland immer wieder Gewitter aus. In ihren Böenwalzen kann der Wind um 180° umspringen und kurzzeitig Orkanstärke erreichen. Besonders gefährlich auf exponierten Ankerplätzen!

14 Footer WM: Start-Ziel-Sieg in Frisco – “Jungs vom Wittensee” übernehmen die Führung

14-Footer WM, Borkenstein

„Das ist wirklich aufregend. Wir haben unser erstes Rennen bei einer 14-Footer-WM gewonnen.“ Georg Borkenstein freut sich über einen historischen Erfolg gegen die klassischen Skiff-Nationen. Weiterlesen

Das Boot der Zukunft

Anspruchsvolle Welle und schöne Bedingungen

Wellen und 15 bis 17 Knoten Wind ließen die Jollen zum Auftakt der Laser Radial Youth World Championships vor Kiel Schilksee hin und her tanzen und verlangten den Aktiven konzentrierte Tonnenmanöver ab.  Wer anderen Vorfahrt gewähren musste, kämpfte, um nicht baden zu gehen. Am besten meisterten die Bedingungen Laura Schewe (Kiel), Josh Armit (NZL) und Ludvig Lindqvist (SWE), die nach dem ersten Tag in Führung liegen.

Konnte im ersten Rennen die Niederländerin Emma Savlon noch Laura Schewe auf Distanz halten und das Rennen vor der Deutschen gewinnen, so musste sie sich mit einer Disqualifikation im zweiten Rennen auf einem Gesamtrang 47 nach dem ersten Tag einreihen. Laura Schewe hingegen machte keine Fehler und verbesserte im zweiten Rennen das Resultat, gewann dieses und ging auch im Gesamtklassement in Führung. „Viel besser hätte es nicht laufen können. Die Bedingungen waren richtig schön. Die Welle war anspruchsvoll“, fasste die Kielerin den Tag zusammen. Bisher kenne sie die Situation noch nicht, bei so einem Event als Führende in den nächsten Tag zu starten. Aber sie versuche, sich einfach darauf zu konzentrieren, dass morgen ein neuer Tag mit zwei neuen Rennen und anderen Bedingungen sei, so Schewe.

„Ich hatte ein gutes erstes Rennen“, erklärte Emma Savlon, Zweite der Youth Worlds des Weltsegelverbandes in Corpus Christi (USA). Und obwohl sie einen guten Start im zweiten Rennen hatte, entschied sie sich auf der zweiten Kreuz für die falsche Seite und verlor Plätze. „Das war ein dummer Fehler“, fasste sie zusammen. Dazu kam noch eine Disqualifikation und so rutschte Savlon auf den 47. Platz. Konstante Rennen und Platzierungen unter den ersten Dreien hat sie sich für die beiden Rennen am morgigen Dienstag vorgenommen. „Das könnte nicht ganz so einfach werden.“ Denn in Kiel seien die Bedingungen schwieriger als in Texas vor wenigen Wochen.

Momentan auf dem zweiten Platz liegt die Russin Valeriya Lomatchenko, auf dem dritten hat sich die Spanierin Ana Moncado Sanchez eingereiht. Dicht gefolgt von Julia Büsselberg, die zwei vierte Plätze ersegelte. Unter den ersten 20 haben sich auch Vanessa Gregor (17), Carolin Müller (19) und Theresa Wierschin (20) platziert.

Josh Armit, der erst vor wenigen Wochen in Corpus Christi die Youth Worlds des Weltverbandes gewann, war nicht ganz zufrieden. Es sei ein ordentlicher, aber kein richtig guter Tag gewesen. Der stärkere Wind habe ihn gefreut, und er sei angereist, um zu lernen und sein Bestes zu geben. „Wenn ich mich in der Regatta wohl fühle, weiß ich, dass ich gut segele.“ Heute habe er einige Fehler gemacht, was für Morgen Luft nach oben lasse, so der Neuseeländer. Das Resultat kann sich aber trotzdem sehen lassen. Nach einem ersten und einem dritten Platz in den zwei Qualifikationsrennen des Tages liegt Armit nach dem ersten Tag im Gesamtklassement auf dem ersten Platz.  „Es war um einiges wärmer als noch zur Kieler Woche“, fasste er den Tag auf dem Wasser zusammen. Armit teilt sich die Führungsposition mit dem Schweden Ludvig Lindqvist, der auch einen ersten und einen dritten Platz einfuhr. Hinter ihnen hat sich Julian Hoffmann platziert. Nach einem vierten Rang im ersten Rennen, folgte ein Sieg im zweiten.

„Es ist eine Herausforderung, nur ein kleines Team zu haben, da wir nicht die Unterstützung haben, wie die großen Teams“, erklärte Arthit Mikhail Romanyk aus Thailand. Er ist zusammen mit seiner Schwester angereist – die einzigen Thailänder, die vor Kiel starten. Aber ganz ohne Unterstützung müssen sie auch nicht auskommen. Denn sie trainieren nicht nur zusammen mit dem australischen Team, sondern sind auch zusammen mit den Australiern vor Ort. Als Ziel hat sich Arthit Mikhail Romanyk die Goldfleet gesetzt. Und nach dem ersten Tag ist er auch ganz zuversichtlich, dass er es erreichen kann: „Es war heute recht windig. Das war gut für mich, da ich ein bisschen schwerer bin.“ Momentan liegt er in einer guten Position dafür, denn er hat sich nach dem ersten Tag auf dem fünften Rang eingereiht. Seine Schwester Janisara Sasha (Platz 54) strahlte über das Gesicht: „Das ist der beste Ort, an dem ich bisher gesegelt bin.“ Sie ist zum ersten Mal in Kiel, ihr Bruder zum zweiten Mal. Seit sechs Jahren segeln sie zusammen. „Es ist ein gutes Teamwork, und Mikhail ist auch mein Coach und passt auf mich auf“, so Janisara Sasha.

 

Weiteres Programm:

Dienstag, 21. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten

Mittwoch, 22. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations-Wettfahrten

Donnerstag, 23. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten

Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten – Abschließend: Siegerehrung

 

Wettfahrten sind vom Montag, 20. August, bis Samstag, 25. August, angesetzt. Gesegelt werden täglich zwei Wettfahrten. Nach den Qualifikations-Rennen sind ab Donnerstag die Finalrennen in den Gruppen Gold, Silber und Bronze geplant. Dafür müssen alle Qualifikations-Gruppen vier Wettfahrten (inklusive eines Streichers) absolviert haben. Auch für die Vergabe des WM-Titels sind vier Wettfahrten das Minimum. Gesegelt wird auf zwei Bahnen. Wettfahrtleiter sind Mandus Freese und Fabian Bach.