Monat: Februar 2018

Filous Operationstag

Filou, kurz nach dem aufwachen.

Heute hatte Filou den entscheidenden Tag. Die Zahn-OP war ja bereits lange angedacht. Letztes Jahr war Filou allerdings noch nicht zu 100% fit für den Eingriff.
Die Voruntersuchung Anfang Januar lief dann bestens. Herz und Lunge in Topform und auch die Ergebnisse des Bluttests, den wir vor wenigen Tagen bei unserer Haus-Tierärztin haben machen lassen, waren sehr gut.
Viele werden wahrscheinlich gar nicht mehr wissen, worum es bei der geplanten OP genau gehen sollte, so lange ist die Diagnose her. An einem Fangzahn war ein ziemlich großes Stück Zahnschmelz abgesplittert und ein Schneidezahn war etwa zur Hälfte abgebrochen. Um so etwas wieder in Ordnung zu bringen, muss ein Hund in Vollnarkose versetzt werden und das sollte man eben nur machen, wenn der Hund gesund ist und kein Untergewicht hat.

Jetzt standen alle Zeichen auf Grün und wir sind heute Morgen mit ihm nach Rhede gefahren. Dort gibt es eine Tierärztin, die zusätzlich auf Zahnmedizin spezialisiert ist.
Wir hatten neben den Eingriffen an den Zähnen auch eine Zahnreinigung und Röntgenaufnahmen von Hüfte und Wirbelsäule vereinbart. Denn vor einer ganzen Weile ist uns zufällig aufgefallen, dass Filou eine Fehlstellung des hinteren rechten Beins hat. Sieht man nur beim laufen, wenn man ganz genau hinschaut.
Aber sicher ist sicher, dachten wir uns. Die Hüften können nur unter Vollnarkose geröntgt werden.

Die Operation an den Zähnen verlief dann sehr gut. Es musste kein Zahn gezogen werden, der Fangzahn wurde verblendet, der Schneidezahn aufgebohrt und gefüllt. Sieht nicht nur toll aus, sondern sorgt vor allem auch dafür, dass diese Zähne keinen weiteren Schaden nehmen und keine Schmerzen verursachen.

Nachdem Filou alles gut überstanden hatte und wach war, sind wir gemeinsam mit der Ärztin die Röntgenaufnahmen durchgegangen. Wir hatten irgendwie eine leichte Befürchtung, das mit den Hüften etwas vielleicht nicht ganz ok sein könnte. Was uns die Ärztin dann gezeigt hat, damit hätten wir allerdings niemals gerechnet. Wir waren schockiert!

Die Hüften sind beide nicht ganz perfekt, aber auch nicht wirklich problematisch. Die Fehlstellung des rechten hinteren Beins kommt von einem verkürzten linken Hinterbein. Das linke Hinterbein ist verkürzt, weil der Oberschenkel gebrochen war. Auf den Aufnahmen sieht es so aus, als wäre der Oberschenkelknochen regelrecht zertrümmert worden. Diese Fraktur wurde (natürlich) nicht behandelt und ist versetzt und völlig schief zusammengewachsen. Ein Teil des Knochens ragt schräg in das umliegende Gewebe hinein.
In der Arztpraxis hat man so einen Bruch noch nie gesehen. Die Ärztin war so nett und hat die Aufnahmen einem Chirurgen geschickt und Rücksprache gehalten. Im Moment rät man uns vorsichtig zum Abwarten und regelmäßigen Kontrollen. Aktuell scheint Filou kaum Beschwerden zu haben. Aber bei so einem ungewöhnlichen Fall…

Wie das genau passiert ist, wird sich vermutlich nie klären lassen. Vielleicht wurde Filou von einem Auto erfasst?
Die Schmerzen müssen schlimm gewesen sein und mir ist es ein Rätsel, wie er so überleben konnte. Für einen Streuner ohne schwere Verletzungen ist es schon schwierig genug, sich genügend Futter zu beschaffen. Wie Filou mit zertrümmertem Bein an genug Futter kam, kann ich mir kaum vorstellen. Vielleicht war er da auch schon in dem Boatyard und wurde von den Werftarbeitern gefüttert…

Der Gedanke daran, was er durch gemacht haben muss, bricht uns das Herz.

Was wir jetzt machen, wissen wir auch noch nicht so richtig. Wir wollen erst mal möglichst mehrere unabhängige Meinungen von Fachleuten hören.
Unbehandelt könnte diese Fehlstellung zu weiteren Problemen führen. Man sieht jetzt schon als Laie auf den Röntgenbildern, dass die Hüften leiden. Das Becken steht schief und die Wirbelsäule leidet dadurch vielleicht langfristig auch.
Ob eine Operation möglich und sinnvoll ist? Keine Ahnung. Jede OP birgt ja auch wieder Risiken.

Sollte hier jemand lesen, der uns mit mit einer Einschätzung helfen kann, wir würden uns sehr über eine Nachricht freuen.
Die Röntgenaufnahmen haben wir hier und könnten sie zur Verfügung stellen.

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„DIE ROUTE DER WIKINGER – SALZ UND ERDE“

Die ersten 1.000 Euro sind geschafft! Ich danke euch von ganzem Herzen für eure Motivation und das Vertrauen in mein Filmprojekt. Und auch für das viele Lob zum Trailer. Als Dankeschön gibt es den Film nun auch limitiert in einer preisreduzierten „Early Bird Variante“ mit oder ohne Tickets zur Premierenfeier. Neugierig? Hier gibt es alle Infos zu Film und Crowdfunding!

https://www.startnext.com/segelfilm-salz-und-erde

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SV Mr.John IV – John Wolstenholme UK

PROUD WINDPILOT OWNER WELL NORTH OF 100.000 MILES

Hi Peter,
You may remember me, you brought my Pacific unit down to me on the Maersk Hamburg (DAL Kalahari) in the Port of Hamburg way back in 1996…

Well, I was a proud owner after all this time and well north of 100,000 miles!

It was a great gear and sailed a lot of miles on two very different boats; unfortunately I sold SV Mr.John ( a Bristol 35.5 ) in Thailand recently and the gear went with it.

After a short period in remission the madness struck again and I went out and bought another boat … a Bavaria 35 Cruiser, so I will need another windpilot of course.

Best Regards
John Wolstenholme – SV Blue Monday

SV Moonlighting – Will Davies + family, Cornwall UK

KIDS IN THE COCKPIT – BOAT SCHOOL – 5 YEARS ADVENTURE

Ein Vater und vier Damen, von denen drei die Lebensschule auf See erfahren und im Verlauf von 5 Jahren die Welt von der Wasserseite kennen lernen werden. Die Familie ist im Sommer 2017 in der Heimat aufgebrochen, ist über die Kanaren, die Kapverden in Grenada eingetroffen und wird voraussichtlich bald den Panama Canal in Angriff nehmen. WEITERLESEN

Die Axt im Schiff ersetzt den Tischler

Do., 01.Feb.2018, Panama/Shelter Bay, Tag 1342, 12.404 sm von HH

Achims Achilles-Sehne ist getroffen: Tischlerarbeiten.
Das liebt er nicht.

Die neuen Geräte (die ja bestimmt bald kommen) haben andere Maße als die alten Dinger.
Also passen die ursprünglichen Löcher in unserer hölzernen Navi-Ecke natürlich nicht mehr.
Größer sägen, kein Problem. Blöd, wenn die neuen Geräte erheblich kleiner sind. Das Loch muss zu, soll dabei aber optisch auch noch was hermachen.

In Panama City soll es Handwerker für alle Gewerke geben, erzählt man uns. Allerdings will ein Kühlschrankfritze allein für die Anfahrt 120 USD haben. Da wird ein Tischler nicht weniger nehmen. Dann muss der mindestens zweimal kommen und schon kostet eine neue Holzblende 400 USD. Irgendwo hört es ja auch mal auf.
Außerdem hat Achim nicht die Geduld auf einen Mañana-Handwerker zu warten, er möchte alles fertig haben, wenn die Geräte (die ja bestimmt bald kommen) geliefert werden.

Aber woher Holz nehmen, was optisch zur Navi-Ecke passt? Um uns herum ist Tropenwald, da wird sich doch wohl irgendwo ein Teak-Baum finden.
Es fügt sich einfacher. Das neue Ladegerät fällt ebenfalls größer als das alte aus. Damit es überhaupt an seinen angestammten Platz im Schrank verschraubt werden kann, muss in den Einlegeboden ein großes Loch geschnitten werden. Zufällig haben die Einlegeböden im besagten Schrank ein perfektes Teak-Funier. Zwar schon etwas schrabbelig und mit Bohrloch, aber es passt farblich perfekt zur Navi-Ecke.
Aber hallo, Glück muss die Sau haben.

Das untere Loch muss kleiner werden

Das untere Loch muss kleiner werden

Jetzt braucht der Tischler-Meister nur noch ( :lol: ) ein passendes Stück aus dem Einlegeboden heraus, nun, nennen wir es operieren.
Abends muss ich ihm den Mund mit Seife auswaschen, da er zu viele schmutzige Wörter benutzt.
Trotz Schablone will das Puzzle-Stück nicht richtig passen: „Mein Teil ist perfekt gesägt. Es liegt am Loch. Das Loch hat Schuld.“
In der Tat ist das Loch vorne etwas größer als hinten, da die Loch-Wand schräg ausgesägt wurde.

jetzt nur noch das Loch für das neue Gerät (was ja sicher bald kommt) hinein sägen

jetzt nur noch das Loch für das neue Gerät (was ja sicher bald kommt) hinein sägen

Und nun mit Loch für das neue Gerät

Und nun mit Loch für das neue Gerät

 

Final kann sich das Ergebnis aber sehen lassen. Wird das neue Gerät eingepasst, dann ist nicht mehr viel vom neuen Puzzle-Teil zu sehen.

Und Morgen sind die Löcher für die Navigation im Cockpit dran. Hart-Kunststoff diesmal. Die Lochsägen an Bord passen grad eben auf den Millimeter genau. :-)

Die toten Augen von London müssen größer

Die toten Augen von London müssen größer

Folge 1 – Der IKEA-Besuch oder wie kommt man auf die Idee zu einem Reisefilm wie "Die Wikinger Route – Salz und Erde"?

Seit zwei Jahren will ich wieder auf große Tour, nur fehlte mir immer noch die zündende Idee für einen Film. Einfach nur wieder eine Auszeit zu machen, wäre mir dieses Mal zu wenig. Ich wollte mehr. Und dann stand ich bei IKEA und blätterte in der Deko, während die Familie nach Möbeln suchte. Und fand einen Bildband über die Schären. Genau mein Thema. Und irgendwie wusste ich ja bereits, das mich diese felsige Landschaft für immer gepackt hat. Ja, geradezu süchtig gemacht hat. Irgendwo in dem englischen Text stand etwas von „King Valdemars Sailing Route“. Ich merkte mir das im Hinterkopf und bemühte dann ein paar Tage später Google. Und schon nach den ersten Einträgen wusste ich, das ich meine Reise gefunden hatte. Im 13. Jhdt. hatte der damalige dänische König Valdemar ein von Mönchen handgeschriebenes Buch anfertigen lassen um Informationen über sein damals riesiges Reich festzuhalten. Grenzen, Bewohner, Steuern und eben auch dieser Seeweg durch die Schären bis nach Estland; übrigens direkt nach einer Wegbeschreibung von Ribe nach Akkum, weit im Orient. Der schwedische Tourismusverband hatte in den 90ern jedenfalls versucht, König Valdemars Reiseroute touristisch zu vermarkten. Aber der Zugang ist von Land oft schwierig und von See nur mit kleinen Booten sinnvoll und so geriet das Projekt dann wieder in Vergessenheit. Auch fand ich in der Übersetzung der Route einige Ungereimtheiten und beschloss mehr Informationen einzuholen.  Zunächst schrieb ich an mehrere schwedische Tourismusverbände und an das dänische Nationalarchiv in dessen Besitz sich das alte Buch befindet. Aus Schweden erhielt ich eine Menge an nützlichen Informationen und aus Kopenhagen sogar eine Einladung zum Besuch des Archivs, samt einer Drehgenehmigung. Die interessanteste Information war aber wohl, das dieser Seeweg schon viel länger existiert, aber hier das erste Mal überhaupt aufgeschrieben wurde. Und damit war die Brücke zu den Wikingern geschlagen, die noch gute 200 Jahre vor dem Eintrag im Buch hier ebenfalls unterwegs waren. Jetzt wurde es richtig spannend. Sollte es wirklich möglich sein mit meinem Segelschiff auf alten Wikingerrouten zu reisen. Der nächste Schritt war daher eine deutliche Verbesserung meines Videoequipments – ich wollte dort ja nicht als Amateur erscheinen – und vor allem dessen Bedienung. Stundenlang schaute ich Videotutorials und probierte herum, bis ich mich sicher genug für den Dreh fühlte. Und schon 3 Wochen später nahm ich die Fähre in den Norden. Doch davon mehr in der nächsten Folge.

Möchtest du diese Dokumentation unterstützen? Dann beteilige dich hier am Crowdfunding für den Film  

IKEA-Besuch – Wie kommt man auf die Idee zu einem Reisefilm wie "Salz und Erde"?

Seit zwei Jahren will ich wieder auf große Tour, nur fehlte mir immer noch die zündende Idee für einen Film. Einfach nur wieder eine Auszeit zu machen, wäre mir dieses Mal zu wenig. Ich wollte mehr. Und dann stand ich bei IKEA und blätterte in der Deko, während die Familie nach Möbeln suchte. Und fand einen Bildband über die Schären. Genau mein Thema. Und irgendwie wusste ich ja bereits, das mich diese felsige Landschaft für immer gepackt hat. Ja, geradezu süchtig gemacht hat. Irgendwo in dem englischen Text stand etwas von „King Valdemars Sailing Route“. Ich merkte mir das im Hinterkopf und bemühte dann ein paar Tage später Google. Und schon nach den ersten Einträgen wusste ich, das ich meine Reise gefunden hatte. Im 13. Jhdt. hatte der damalige dänische König Valdemar ein von Mönchen handgeschriebenes Buch anfertigen lassen um Informationen über sein damals riesiges Reich festzuhalten. Grenzen, Bewohner, Steuern und eben auch dieser Seeweg durch die Schären bis nach Estland; übrigens direkt nach einer Wegbeschreibung von Ribe nach Akkum, weit im Orient. Der schwedische Tourismusverband hatte in den 90ern jedenfalls versucht, König Valdemars Reiseroute touristisch zu vermarkten. Aber der Zugang ist von Land oft schwierig und von See nur mit kleinen Booten sinnvoll und so geriet das Projekt dann wieder in Vergessenheit. Auch fand ich in der Übersetzung der Route einige Ungereimtheiten und beschloss mehr Informationen einzuholen.  Zunächst schrieb ich an mehrere schwedische Tourismusverbände und an das dänische Nationalarchiv in dessen Besitz sich das alte Buch befindet. Aus Schweden erhielt ich eine Menge an nützlichen Informationen und aus Kopenhagen sogar eine Einladung zum Besuch des Archivs, samt einer Drehgenehmigung. Die interessanteste Information war aber wohl, das dieser Seeweg schon viel länger existiert, aber hier das erste Mal überhaupt aufgeschrieben wurde. Und damit war die Brücke zu den Wikingern geschlagen, die noch gute 200 Jahre vor dem Eintrag im Buch hier ebenfalls unterwegs waren. Jetzt wurde es richtig spannend. Sollte es wirklich möglich sein mit meinem Segelschiff auf alten Wikingerrouten zu reisen. Der nächste Schritt war daher eine deutliche Verbesserung meines Videoequipments – ich wollte dort ja nicht als Amateur erscheinen – und vor allem dessen Bedienung. Stundenlang schaute ich Videotutorials und probierte herum, bis ich mich sicher genug für den Dreh fühlte. Und schon 3 Wochen später nahm ich die Fähre in den Norden. Doch davon mehr in der nächsten Folge.

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