Monatsarchive: Februar 2018

***breaking news***

Do., 08.02.2018, Panama/Shelter Bay, Tag 1349, 12.404 sm von HH

FedEx hat geliefert.
Kaum hatte ich gestern geschrieben, dass bald geliefert werden soll, klopft es am Schiff.
Aber wohin jetzt mit dem ganzen Kram? Auf sechs riesige Kartons verteilt sich die Lieferung. Die passen gar nicht durch die Tür. Also auspacken.
Die Geräte-Kartons und Kabel stehen nun aufgereiht im Gang nach hinten. Wohin auch sonst? Dass man dort jetzt kaum gehen kann, verwundert wohl niemanden.

besser als dreimal Weihnachten

besser als dreimal Weihnachten

 

Der Skipper freut sich. Es scheint alles geliefert worden zu sein. Gut gemacht, Defender.

Ich freue mich auch, aber verhaltener. Ich weiß, was gleich passiert. Und richtig, nach der ersten Bestandsaufnahme dauert es keine zwei Stunden und wir sind im Durcheinander versunken. Sitzpolster zur Seite, Bodenbretter hoch und Werkzeugkästen aufgeklappt.
Nun ist auch im Salon ist kein Umdrehen mehr möglich.
Und das ist erst die erste Lieferung. Weitere 40 kg warten in Deutschland noch auf ihren Versand.  :shock:

Da freut sich aber einer

Da freut sich aber einer

90 Minuten später

90 Minuten später

SV Mariposa – Michael Leppert GER

WHATSAPP FUTSCH – VERLOREN IM NIRWANA


Viele besorgte Nachfragen wurden monatelang nicht beantwortet. Nun ist Michael über eine Rundmail wieder aufgetaucht. Hier sein Bericht:

Nach 9 Monate Philippinen nun in Palau dem Tauchparadies. Vor einigen Tagen hat sich mein Handy verabschiedet.

Auf dem nun Neuen habe ich keine Daten von Whatsapp mehr da die Nummer bei whats app schon lange nicht mehr existiert und sie mir dahin den Freischaltcode senden. Also Ihr findet mich unter Michael Leppert mit telefon nummer von Palau.+680 701764 Wenn Ihr mir ein Whatsapp sendet habe ich Euch wieder gespeichert. Auch mein Satellitenanbieter habe ich gewechselt. Nun lautet meine Neue sateliten mail: cat-mariposa(ät)onsatmail.com keine Bilder. Werde nach 100ten von Anfragen versuchen, meine Webseite bald zu aktualisieren. Gebe dann Nachricht.
LG Michael

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Schiffsfernsehen

Wer gern Schiffe in Aktion sieht, wird Shipping-TV lieben.

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FedEx Panama

Mi., 07.02.2018, Panama/Shelter Bay, Tag 1348, 12.404 sm von HH

Seit über einer Woche ist FedEx Panama jetzt überfällig. Das Tracking bekommt jeden Tag einen anderen Status. Kreativ sind sie ja bei FedEx: ‚Ware wartet auf Import Freigabe‘, ‚Zoll-Verspätung‘ und jetzt ‚Verschiffungs-Ausnahme‘.
Das ist sozusagen der Joker bei FedEx, der ‚Ben Gurion‘ unter den Ausreden. Der sticht alles.
In der FedEx Welt kann das von ‚Paket ist von Laster gefallen‘ bis zu ‚Lager ist abgebrannt‘ alles bedeuten.

Wir haben uns sagen lassen, dass FedEx in Panama City keine Lust hat, wegen eines Paketes hier raus zu fahren. Da wird schön gesammelt bis es sich lohnt.
Ich bin fest überzeugt, genau so ist das!

Wir haben beim Lieferanten nachgefragt, ob der nicht FedEx USA beauftragen könnte bei FedEx Panama nachzuforschen – prompt ändert sich der Status: ‚Lieferung Morgen‘.

Achim wird noch bekloppt durch die Warterei. Aber er nutzt die Zeit. Er schuftet jeden Tag sechs, sieben Stunden mit seinen Kabeln rum. „Schlimmer als arbeiten“, ist sein neuer Lieblings-Satz. Atanga hat bestimmt schon fünf Zentimeter weniger Tiefgang, weil er so viele Kabel-Leichen geborgen hat.

Alle Kabel, die ‚viel Strom durch den Blitz gesehen haben‘, sind raus. Alle nutzlosen Kabel sind gefunden und gezogen.

Allein den „Positions-Leuchten-Überwachung“ wieder in Ordnung zu bringen, dauert endlos.
Am Schaltkasten außen ist ein kleines Segelboot abgebildet. Wenn das Top-Licht eingeschaltet ist, leuchtet auf dem kleinen Schiffchen eine kleine Diode am Top des Schiffes. Total praktisch, man sieht sofort, auch bei gleißendem Sonnenlicht, ob und wenn ja, welche Lampe angeschaltet ist.
Diese Dioden in dem Schiffchen hat es durch den Blitz weg gebrannt. Dreizehn Kabel führen in den „Positions-Leuchten-Überwacher“. Mit nur drei verschiedenen Farben (liebe Elektro-Industrie – jeder Tuschkasten kann da mehr) und sind nicht beschriftet.
Jedes Kabel wird abgeklemmt, durchgemessen und ermittelt, wo es hinführt.

Im Grunde gilt das für jedes einzelne Kabel, was sich nun noch im Schaltkasten befindet.
Die sind jetzt organisiert und beschriftet. Was noch fehlt, ist eine Bündelung und Fixierung im Schaltkasten (Anm. der Red.: Auf diesen Satz hat Achim bestanden).

Die Arbeiten kommen langsam zum Ende, er ist bereit für das neue Zeug.
Für Morgen hat er sich schon mal nichts vorgenommen, da kommt ja die Lieferung. :lol:

Schaltkasten - jetzt aufgeräumt und mit beschrifteten Kabeln

Schaltkasten – jetzt aufgeräumt und mit beschrifteten Kabeln

Schaltkasten von außen mit Schiffchen

Schaltkasten von außen mit Schiffchen

 

P.S.: Es gibt auch was Positives: Das Wetter ist besser, deutlich gut, um genau zu sein. Die Sonne schein, kein Regen mehr und ein dauerhafter Passat-Wind fegt durchs Schiff. Wir liegen mit dem Hintern nach Osten, so dass 24 Stunden ein kräftiger Zug den ganzen Schimmel zum Schweigen zwingt.

Das Leid der Vercharterer

Alles, was schief gehen kann, geht schief – besonders beim Chartern.

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Folge 3 – Mit dem Kajak durch die Schären

Filmtrailer
 
Ich erwache frühmorgens in meinem Zimmer in Loftahammar, Schweden. Die Sonne scheint durch das Fenster. Es ist warm. In einer halben Stunde kommt der Nachbar, der mir ein Kajak vermieten will. Zeit für ein schnelles Frühstück. Praktisch, wenn man direkt über einer Bäckerei wohnt. Ich habe ordentlich Muskelkater in den Beinen von meiner gestrigen Tour. Heute sind die Arme dran. Ich habe in den letzten Tagen viel über die alte Segelroute gelernt; ihre Herkunft, ihren Verlauf. Und das Teile davon heute noch benutzt werden. 800 Jahre nach der Niederschrift, und wer weiß, wie viele Jahre bereits davor. Heute will ich testen, wie sich das Kajakfahren in den Schären anfühlt. Meine letzten Fahrten liegen doch einige Jahre zurück. Der Nachbar erscheint mit einem elektronischen Kartenlesegerät in Kleinformat. Barzahlung möchte er nicht. Es soll alles seine Ordnung haben und er zahle gerne Steuern. Schließlich gäbe Schweden so viel davon an seine Bewohner zurück. Ein Satz, den man so in Deutschland eher nicht hören würde. Das Kajak wäre aber nicht hier, sondern einige Kilometer entfernt. Dafür wäre man recht schnell in den Schären. Der Schuppen sei offen, dort fände ich Spritzdecke, Paddel und Schwimmweste. Das Kajak selbst liegt am Wasser. Ich soll mir einfach alles nehmen und nachher wieder sauber zurückstellen. Wäre so in Deutschland auch nicht üblich.

Schnell mache ich das Boot fertig und gebe die Koordinaten in mein Handy samt Navionics-Software ein. Ich denke hier geht man noch schneller verloren, als im gestrigen Wald. Nur Wasser und Felsen hier, und alles sieht ähnlich aus. Ich fahre los und probiere einen Rhythmus zu finden. Das dauert wie immer etwas. Es drückt hier, schmerzt das, quetscht dort, aber nach gut 20 Minuten fliege ich über das Wasser. Und auch das kleine Ruder samt Fußbedienung tut was es soll. Es ist immer wieder beeindruckend, wie schnell so ein Kajak ist. Auf meinem Segelboot wurde ich schon des Öfteren paddelnd überholt. Was fahre ich? Ich schätze so 4-5 Knoten können es schon sein. Aber ich bin ja nicht nur zum Fahren hier. Als die ersten schönen Schären in Sicht kommen, beginne ich zu filmen. Mit der GoPro auf dem Wasser, mit der großen Kamera an Land. Tolle Bilder wohin man schaut. 
Die Zeit verfliegt, aber ich will ja noch weiter in die äußeren Schären. Es ist toll. Vier Jahre nachdem ich hier mit dem Segelboot durchgefahren bin, voller Sorge vor Steinen, Wassertiefen und Routenverlauf, paddle ich hier arglos dahin. Felsen dicht unter der Wasseroberfläche erkennt man rechtzeitig an den Algen oder sieht sie mit bloßem Auge durch das klare Wasser. Ich sehe eine kleine Schäre, die sehr geeignet zum Anlegen ist. Und fahre einfach heran und steige aus dem Boot. Wenn das mit dem Segelboot doch auch so einfach wäre. Die Kombination aus beiden scheint mir einfach ideal. Und ich halte es kaum aus nun noch einen langen Winter abwarten zu müssen, bis es endlich losgeht. Lange bleibe ich auf der kleinen Schäre, genieße die Einsamkeit und drehe einmalige Szenen. Wasser, marmorierter Felsen, bunte Blumen. Kinobilder wohin man schaut. Und zum ersten Male fühle ich mich als Kameramann auf Expedition. Um solche Bilder zu erhalten, muss man raus. Das kann man nicht faken oder virtuell erstellen. Reisen, paddeln & filmen. Das ist ehrlich, echt und herausfordernd. Ich merke, dass ich etwas gefunden habe, was zu einer Lebensaufgabe werden könnte.
Doch bevor ich zu rührselig werde, fällt mir zuerst mein Handy ins Wasser und beim Rettungsversuch fast noch die teure Kamera, die über das Mikrokabel ja an mir befestigt ist und wackelig auf einem Stativ steht. Und umkippt. Ich opfere Handy für Kamera und verhindere Schlimmes. Das muss 2018 definitiv besser werden. Dann drehe ich um. Es geht noch einmal zwei Stunden zurück und auf den langen Heimweg über Trelleborg und die Fähre nach Rostock bis nach Hamburg. Ein Trip der sich gelohnt hat. Jetzt muss ich nur noch ein Kajak finden, was an Bord zu verstauen und aufzubauen ist um wirklich flexibel zu sein. Doch dafür habe ich ja nun noch einige Monate lang Zeit. 

Gefällt dir die Idee zum Film? Dann würde ich mich sehr über deine Unterstützung als Crowdfunder freuen. Denn nur mit eurer Hilfe werde ich das Projekt umsetzen können.


https://www.startnext.com/segelfilm-salz-und-erde

Die Unterstützer des Filmprojektes "Die Route der Wikinger – Salz und Erde"

Ich möchte mich hier bei allen bedanken, die mein Filmprojekt so großzügig unterstützen. Ohne euch wäre es so nicht zu realisieren. Danke!!
http://www.istec.ag/de/startseite.html
https://millemari.de/http://www.oleu.de/

https://www.segel-filme.de/
http://www.weilandt-winterlager.de/

  • Wolf Bonatz
  • Sebastian Fröbel
  • Hannes Opunkt
  • Heike Senff
  • Glüxpiraten
  • Ulrich Jäger
  • Karin Jacobsen
  • Ralf Wessels
  • Detlef Höpfner
  • Dr. Paul Matzke
  • Guido Dwersteg
  • dein-ferienhaus.online

ADAC lädt zum Mittelmeerskipper-Treffen auf die f.re.e

 

Die ADAC Sportschifffahrt lädt auch 2018 im Rahmen der f.re.e am 24.02.2018 zum beliebten ADAC Mittelmeerskipper-Treffen auf die Messe nach München ein.
Das etablierte Mittelmeerskipper-Treffen findet in diesem Jahr wieder im Rahmen der Reise- und Freizeitmesse f.re.e am Samstag, dem 24. Februar 2018 um 16.00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die Messe München, Raum B 52 (über Halle B5).

Der ADAC hat kompetente Referenten mit interessanten Themen rund ums Mittelmeer eingeladen. Neben Tipps zur Sicherheit auf See wird das Revier Friaul-Julisch-Venetien mit seinen Besonderheiten vorgestellt. Interessierte Skipper konnten bereits auf der boot in Düsseldorf die neue App „Marinaführer – HelloPort“ testen, mit der bereits unterwegs ein Hafenplatz verbindlich gebucht und auch bezahlt werden kann. Alles Wissenswerte erfahren Sie direkt vom Redaktionsleiter der ADAC Sportschifffahrt.
Über die Neuigkeiten aus Kroatien, wird ebenfalls berichtet. So wird zusätzlich zum Marina-Report Kroatien auch das Thema Kurtaxe & Co., das die Gemüter der Bootfahrer in Kroaten sehr bewegt, beleuchtet.ADAC Stützpunktmarina Sant Andrea ist Teil des Hafennetzwerks Friaul-Julisch Venetien

Folgende Vorträge stehen unter Moderation von Dr. Steffen Häbich (Leiter ADAC Wassertouristik & Sportschifffahrt) auf dem Programm:

Sicherheit auf See – Tipps für die Crew
Referentin: Simone StaudacherJOJO Wassersport, München
Vortragsdauer: ca. 30 Minuten + anschließende Fragerunde/Diskussion

Das Revier Frial-Julisch-Venetien – ein unentdecktes Kleinod
Referentin: Dr. Giorgio Ardito, FVG Marinas & Marina Uno
Vortragsdauer: ca. 20 Minuten + anschließende Fragerunde und Diskussion

Online-Liegeplatzbuchung – aktuelle Trends
Referent: Axel Brinkmann, Redaktionsleiter ADAC Marinaführer.
Vortragsdauer: ca. 10 Minuten + anschließende Fragerunde/Diskussion

Marina-Report Kroatien und aktuelle Infos zur Kurtaxe & Co.
Referent: Thomas Käsbohrer, Autor und Blogger
Vortragsdauer: ca. 20 Minuten + anschließende Fragerunde/Diskussion

Nach den Vorträgen gibt es jeweils ausreichend Möglichkeiten für Fragen und Diskussionen, eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich. Das Veranstaltungsende wird voraussichtlich um 18 Uhr sein.

Die Messe München und die ADAC Sportschifffahrt freuen sich auf zahlreiche Beteiligung.

Bayerns größte Freizeit- und Reisemesse f.re.e. lädt Sie vom 21. bis 25. Februar 2017 (je 10 bis 18 Uhr) auf dem Messegelände München ein, Urlaubstrends und Neuheiten zum Thema Freizeit zu entdecken. Sichern Sie sich schon jetzt Ihre vergünstigten Tickets:
Für ADAC Mitglieder und eine Begleitperson gibt es die f.re.e inkl. der MÜNCHENER AUTOTAGE und Golftage  im ADAC Vorverkauf zum Vorteilspreis von 8 € (pro Person) statt 11,50 €Nur bei den ADAC Vorverkaufsstellen, nicht an der Messekasse erhältlich!

 

Irgendwie heimatlich und doch so anders

Wieder Zoll, Immigration und so weiter…

“What’s App SIP?“ Das wir intern auf der MARLIN nicht auch schon über What’s App kommunizieren ist alles. Ich habe mich ja nun laaaaange gegen dieses Tool gewehrt, aber seit dem es eine Desktop Version davon gibt, gab es auch für mich kein „NoGoWA!“ mehr. Auf meinem iPhone Nachrichten einzutippen ist so ziemlich das allerletzte wonach ich Begierde empfinde. Für die Verwaltung mit meinen Kunden, Mitseglern und Staff allerdings ist WA ein inzwischen unabdingliches Tool. Zusätzlich muss ich hier für Weltreisende schreiben, dass WA die beste Telefonqualität mit dem geringsten Datenverbrauch hat. Im Übrigen hat mich meine Segelfreundin Nike drauf gebracht. Da kann Skype sich hinter verstecken. Vor allen Dingen seit das Unternehmen von Microsoft übernommen worden ist.

Hier drängt sich nun die Frage auf: Was ist ein SIP? Stefanie ist ein SIP. Skipper im Praktikum. Sie durchläuft grade ein Praktikum auf der MARLIN, mit dem Ziel die Position von Jan zu erreichen und selbstständig mit Gästen zu segeln. Wie der Fortschritt ist werden wir sehen. Das das kein Zuckerschlecken ist, dürfte jedem klar sein. Für den SIP braucht es auch Mitsegler. Mit zwei Häuptlingen, also Stefanie und ich, ohne Indianer, also Mitsegler, die MARLIN nach Cuba zu bringen, ist mehr oder weniger die Pflicht und nichts besonderes. Die Kür allerdings ist Mitsegler zu motivieren, zu führen und den ganzen Kahn sicher und mit Erfolg auf der ganzen Linie zum Ziel zu bringen. Im Moment ist Stefanie noch ohne Mitsegler auf der MARLIN. Nur mit mir. Was ja auch eine Challenge ist. Hihi.

Angekommen in Curacao heißt es erst mal Platz im Ankerfeld zu finden. So übt Stefanie Reanchoring. Drei mal müssen wir den ROCNA Anker neu schmeissen, damit die MARLIN danach am richtigen Platz liegt. Einfahren mit Vollgas und beruhigt können wir in die Stadt fahren um das etwas aufwendige Einklarierungsverfahren in Angriff zu nehmen. Erst mal heißt es ein Auto zu mieten, denn Curacao ohne Auto geht nur im Fahrtenseglermodus, nicht aber mit Gästen. Der Bus fährt wieder mal nicht, so halte ich einfach ein lokales Auto an und frage ob der 81 jäige Gärtner uns nicht eben zur Autovermietung bringen kann. Kann er. Total nett. Ich drücke ihm 3 $US in die Hand. Er ist glücklich, wir sind glücklich. Alles gut! Das wichtigste Tool des Profiskippers in der Karibik. Ein Bündel Eindollarscheine in der Tasche.

Den Rest des Tages verbringen wir beim Zoll und der Immigration. Stefanie darf auch schon Papiere ausfüllen. Falsch. Muss. Denn ich bin gleichzeitig damit beschäftigt die restlichen Kojenplätze bis Portugal zu füllen. Und das klappt heute richtig gut. Wir sind ausgebucht bis Faro. Alles geht glatt vonstatten. Mit platten Füßen und nassgeschwitzt ist alles erledigt. Danach git es zur Belohnung eine Pina Colada an der Waterfront. Stefanie staunt über die Preise im Albert Hein Supermarkt und ist total fertig als wir endlich bei Dunkelheit wieder auf der MARLIN sind. Entschleunigungsfaktor 3 ist erreicht. Es geht früh in die Koje und ein guter Schluck schafft die die notwendige Bettschwere.

Oyster am seidenen Faden

Aus für die Segelwerft aus Southampton?

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Entspannungswochenende

Navigationsfehler machen wir ja alle mal.

Dieser Segler hat wohl einen etwas gravierenden gemacht. Das Schiff liegt an der Ostseite von Klein Curacao. Ein Weg führt zum Wrack. Direkt daneben ein alter verrosteter KüMo. Jeden Tag bringen drei Ausflugsdampfer um 10 Uhr Scharen von Touristen von Spanish Waters nach Klein Curacao. Die werden versorgt, schnorcheln, essen und trinken. Um 16 Uhr sind alle wieder weg. Neu ist, dass es jetzt eine Handvoll sicherer Mouring Tonnen gibt an denen man festmachen kann.

Stefanie war noch nie in den Tropen, hat noch nie einen tropischen Strand gesehen. Ein Boot hat sie schon und ihr Ziel ist die Ferne. Fernweh. Als Bootsjunge auf der MARLIN in karibischen Gewässern ist eine große Chance für sie. Große Augen bekommt sie als wir Klein Curracao erreichen. Aber auch ich bekomme große Augen. Schon einer der schöneren Plätze auf dem Weg nach Cuba. Ich hole meine langen Apnoe Flossen raus, schnalle mir 3kg Blei um die Hüfte und springe in das nasse Blau. Direkt unter der MARLIN fällt ab 10 Meter Tiefe eine Steilwand senkrecht auf 30 und mehr Meter ab. 10 Meter sind genug. Meine Freitauchkondition ist ziemlich hinüber. Wie auch? In Deutschland und der Ostsee macht man das ja nicht so oft. Aus der Tiefe sehe ich wie ein Fisch, wie es an der Wasseroberfläche regnet und stürmt. Ein Squall zieht durch. MARLIN zieht ordentlich an der Ankerkette. Ein Kofferfisch such im kristallklaren Wasser die Freundschaft zu mir. Schön ist es. Ich fühle mich wie zu Hause angekommen.

Wie viele will auch Stefanie das Kiten lernen. Ich drücke ihr einfach mal das 2qm Trainingskitekissen in die Hand. Als Vorbereitung für ein paar Stunden in der Kite Schule von Curracao. Das Kite Material der MARLIN trockne ich an Deck und entferne den ganzen Sand. Unwahrscheinlich, dass wir das vor Cuba auspacken werden. Mit dem ganzen Sand an Deck ist vielleicht nicht so eine gute Idee gewesen. Mit dem Besen mache ich die selbstgemachte Sauerei wieder weg.

Es ist „nur“ ein Tagesaufenthalt auf der Insel den wir machen. Es ist trotzdem schön. Ein bisschen Energie tanken. In Curacao erwartet uns eine ganze Liste an Arbeit. Reparaturen, Verproviantierung, aber auch Freunde wie Serena besuchen und am Donnerstag mit den vornehmlich holländischen Seglern ein Bier trinken. Am Samstag kommen dann die anderen Mitsegler und schwupps wind wir auf dem Weg nach Cuba.

 

Schiff wird Riesenkrake

Wie das Tankboot „Kodiak Queen“ zu einem künstlichen Riff wurde

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