Monatsarchive: Februar 2018

Nike Steiger „Untie the Lines – Zwischen Windstärken und Willenskraft“ – Trailer

Die Lüneburgerin Berenike Steiger, Nike genannt, dürfte insbesondere den Seglern, die viel Zeit auf youtube verbringen nicht ganz unbekannt sein. Nike ist Seglerin und das meist einhand. Auf ihrem englischsprachigen Videoblog „Untie the Lines“ hat sie mittlerweile über 48 000 Follower. Bei uns in Deutschland hat sie ihren Videoblog in Zusammenarbeit mit der Yacht auch auf Deutsch veröffentlicht. Aus diesen vielen Stunden selbst gedrehtem Material – ergänzt durch Interviews mit Nike, Freunden und Familie, Erläuterungen zu Hintergründen, Kartenmaterial etc. – ist nun ein 100 Minuten langer Film entstanden. Auch Zuschauer, die regelmäßig ihren Youtube Kanal verfolgen, kommen auf ihre Kosten, denn der Film „Untie the Lines“ zeigt andere und neue Aspekte des seglerischen Werdegangs von Nike. Er inspiriert, sich selbst auf den Weg zu machen und die eigenen Träume in die Wirklichkeit umzusetzen.

Als etablierte Maketingexpertin kündigte sie mit 32 ihre Wohnung, verkauft und verschenkt alles Überflüssige, packt ihre Sachen und erwirbt in Panama ein altes Segelboot. Sie tauft ihr Boot „Karl“ und obwohl sie kaum Segelerfahrung hat, träumt sie davon, alleine in See zu stechen. Schon der Start ist eine Herausforderung. Das Boot ist in einem deutlich schlechteren Zustand als beim Kauf ersichtlich. Dauernd versagt der Motor und auch der Rumpf ist von Korrosion befallen. So werden aus zwei Monaten geplanter Reparaturen schnell zwölf. Nike lässt sich, auch wenn sie immer wieder an ihre Grenzen kommt und an sich und ihrem Segelboot zweifelt, nicht entmutigen und irgendwann kommt es zur ersten Ausfahrt. Sie macht ihren Traum wahr – macht die Leinen los.

Nikes Karibikumrundung ist eine aufregende Achterbahnfahrt mit vielen kleinen und größeren Abenteuer. Sie besucht mit ihrem Boot „Karl“ sieben verschiedene Länder, bastelt 2.000 Stunden an ihrem neuen schwimmenden Zuhause und legt rund 4.000 Seemeilen zurück. Der Film „Untie the Lines – Zwischen Windstärken und Willenskraft“ ist ab sofort bei uns im Shop erhältlich.

Die Nervenschlacht am Kalmengürtel

Volvo Ocean Race 2017/2018: <p>
	Etappe 6, Tag 10: Wilde Wolkenbilder, schwierige Segelbedingungen am &Auml;quator</p>

Wer kommt am besten durch die Doldrums? Regen- und Gewitterwolken, Null-Wind-Zonen und ständige Positionswechsel halten die Teams auf Etappe 6 in Atem

Hoch über Helsinki

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Finnland ist Trendland für Boote. Einer davon sind Alu-Boote.

Der Beitrag Hoch über Helsinki erschien zuerst auf Float Magazin.

Videobloggerin Nike Steiger (Untie The Lines) bringt einen Segelfilm heraus

Zwischen Windstärken und Willenskraft

Viele Segler kennen die wöchentliche YouTube-Serie „Untie The Lines“ der Videobloggerin Nike Steiger. Darin teilt die Lüneburger Marketingexpertin mit den Zuschauern ihren gelebten Traum als Einhand-Seglerin in der Karibik.

Nike kündigt mit 32 Jahren ihre Wohnung, verkauft und verschenkt alles Überflüssige, packt ihre Sachen und erwirbt in Panama ein altes Segelboot. Sie tauft ihr Boot „Karl“ und, obwohl sie kaum Segelerfahrung hat, träumt sie davon, alleine in See zu stechen.

Die 37 Fuß lange Reinke Super 10 KARL von Nike Steiger

Der Start ist eine große Herausforderung: Das Boot – eine 37 Fuß lange Reinke Super 10 aus Aluminium – ist in einem deutlich schlechteren Zustand als beim Kauf ersichtlich, immer wieder versagt der Motor und auch der Rumpf ist von Korrosion befallen. So werden aus zwei Monaten geplanter Reparaturen plötzlich zwölf. Und auch wenn Nike dabei immer wieder an ihre Grenzen kommt und an sich und ihrem Segelboot zweifelt, lässt sie sich nicht entmutigen. Schritt für Schritt geht es beharrlich weiter, bis sie schließlich die Leinen löst.

Was folgt, ist eine dreijährige Karibikumrundung, die Nike als „eine aufregende Achterbahnfahrt durch viele kleine und größere Abenteuer“ beschreibt. Mit ihrem Boot KARL besucht sie sieben verschiedene Länder und legt 4.000 Seemeilen zurück. Dabei hält sie ihre Erlebnisse stets mit der Videokamera fest. Sie begeistert über 50.000 Follower weltweit, die sie und KARL auf der großen Reise via Youtube begleiten.

Nike Steiger in der Karibik beim Schnorcheln

Aus vielen Stunden selbstgedrehtem Videoblog-Material ist ein sehenswerter 100 Minuten langer Film entstanden, indem in Interviews auch Nikes Familie und ihre Freunde zu Wort kommen. Es ist ein Film, der inspiriert, aus dem Alltag auszubrechen und sich selbst auf den Weg zu machen, um die eigenen Träume umzusetzen. Fernweh ist garantiert!

Production: BJENA Film
Director: Patrice Lange
Cinematography: Berenike Steiger, Patrice Lange
Editor: Timo Hartwig

Der Film kann für 17,50 Euro unter www.untiethelines.de oder www.segel-filme.de erworben werden.

Trailer zum Film

Mehr Infos: Interview mit Nike Steiger

Video-Interview: Seglerin Nike Steiger von A bis Z

Interview mit der Video-Bloggerin Nike Steiger (UNTIE THE LINES). Seit drei Jahren ist Nike in der Karibik unterwegs. Im Blauwasser-Gespräch mit Weltumsegler Sönke Roever steht sie Rede und Antwort.

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Gespenstisch: 6 unheimliche Geisterschiffe

Die verlasene Stahl-Ketsch "Troll"

Seenot, Havarie, Rettungsaktion: Die Crews werden häufig geborgen, doch was passiert mit den Yachten? Sechs Geisterschiffe und ihre schaurigen Geschichten

CNB 66

CNB66 Segeln 2017 PR_NCZ6075_A3

Die CNB 66 ist die drittgrößte Segelyacht, die auf der boot zu sehen war – und will doch keine Megayacht sein. Das Porträt einer neuen Klasse im PDF-Download

Segeln bei 8 Windstärken

Die Nase vorn

Mit 20 Knoten Wind wäre ich eigentlich auch glücklich gewesen. Gegen Neun Uhr am Morgen lichten wir den Anker. Blauer Himmel, kristallklares 28 Grad warmes karibisches Wasser, türkises Farbenspiel unter den steilen Felsen verabschieden uns. “T´schüss Curacao! Bis zum nächsten Mal!”, verabschiede ich mich von der sympathischen Insel. Eins habe ich hier nicht in der etwas kurzen Woche: Gefroren. Der Blick auf die Flensburger Windfinder Seite verursacht Gänsehaut. Gruselig.

Abfahrt steht auf dem Programm. Begrüßt werden wir von einem dicken Squall, kaum sind wir auf dem offenen Meer. Das mit der ausgebaumten Genua hätten wir getrost sein lassen können. Viel zu viel Segel. Innerhalb Minuten schlägt die romantische Wetterlage in einen ausgewachsenen tropischen Sturm mit Tonnen von Wasser um. Es regnet nicht. Es schüttet in Eimern. Dazu 40 Knoten Wind in Böen, die unsere MARLIN in den Wind gieren läßt. Das Groß verliert seinen Winddruck. Ich übernehme, aber das Schiff macht eh alles von ganz alleine. Kurze Zeit später wieder blauer Himmel. Dann der nächste Squall. Das ganze entwickelt sich über den Tag zu einem ausgewachsenen Sturm ohne blaue Löcher. Drittes Reff ist schon längst gesetzt und die Fock wird beängstigend klein. Gut, das der raumschote Wind den ganzen Mist von achtern kommen lässt.

Florian und Dietmar sind zwischenzeitlich angekommen. Obligatorisch stürmen wir den Supermarkt. Ausklarieren und Sicherheitseinweisung. Für mich inzwischen Routine, für den SIP Stefanie schon eine Aufgabe. Am Sonntag dann letzte Reparaturen. Unsere Gäste hauen ordentlich mit rein. Dietmar glänzt mit handwerklichem Geschick beim Lederbezug des Steuerrades, der Kompassbeleuchtung und dem Servicen der Winschen. Florian, auch kurz Flo genannt, bringt mit meiner Hilfe den Ersatzantrieb des Autopiloten wieder zum Leben, serviced die Lager der Ruderanlage und vieles anderes. Bei der aktuellen Wettervorhersage ist mir das besonders wichtig. Beide sind uns eine große Hilfe, erledigen ihre Aufgaben eigenständig. Alles gut. Ich zaubere dafür aus meiner Küchentrickkiste. Es schmeckt. Es ist heiß und zum Abschluss des Tages springen wir alle in Wasser.

Am 13ten segel ich nicht los. “Is doch kein Freitag”, meint Nathalie. Mir ist es egal. Ein Tag mehr macht auch nix. Ich verliere in Phase 10. UNO! Klappt besser. Eric ruft an. Er ist der Meister der Insel, wenn es um Kite Reparaturen geht. Den 11er 2015er North Rebell habe ich günstig bei E-Bay Kleinanzeigen geschossen. “Ich habe den Kite vorm Versand aufgepumpt. Hält Luft!”. Nix hält. Aus der Reparatur eines Ventils werden sechs Ventile. Eric meint, es würde sich trotzdem noch lohnen. Zu warm gelagert. Das ist das Problem hier in der Karibik. Aus 30 Euro Reparatur werden 130 Euro. Trotzdem. Ein Kite mit Bar für insgesamt 400 Tacken ist ja immer noch ein Deal.

Zwischenzeitlich ist es Nacht geworden. Gut 10 Stunden ein Squall nach dem anderen mit bis zu 40 Knoten Wind. 4-5 Meter Welle. Auch gerne mal die Breitseite und komplett übers Schiff. No so was. Endlich hat sich der sternklare Himmel eingestellt. Wir rasen wie wild durch die Nacht. Beschleunigung, statt Entschleunigung. Die Schwerkraft drückt uns in die Polster des komfortablen Pilothauses. Mitsegler Stefan sitzt derweilen bestimmt in Hannover in der Küche über der Karte und zeichnet unseren Kurs mit. 2016 hat er dieselbe Strecke mit mir und Crew Hand gegangen. Diesmal sind wir nur vier Leute und steuern tut der Autopilot. Die Bedingungen sind ähnlich. Ruhig Blut Stefan. Ich werde berichten wie unser Etmal aussieht. Noch 717 Meilen to Go!

Wer richtig zeigt bei dem Wind, was er kann, ist der Superwind 350. Kaum hörbar, lädt er unsere Batterien so ganz nebenbei zum Betrieb des Kühlschrank, Freezers und Autopilot. Saubere Sache. Bin froh, dass ich ihn habe.

 

SV Gitte Kik – Mikael Aggebrand SE

IM SPAEKHUGGER 24 – ÜBER DEN ATLANTIK

SV Mr.John IV – John Wolstenholme UK

ANSTEUERUNG NOUMEA VON JOHN WOLSTENHOLME DARGESTELLT


Wenn der Kapitän eines Containerriesen Segeln als Hobby hat, kann man darauf vertrauen, dass er seine berufliche Akribie auf sein Hobby überträgt.

New Caledonia

SV Sauvage – Christine + Marc Locher CH

HANSE 505 – MIT WINDPILOT ÜBER DEN ATLANTIK

Manchmal dauern die Dinge ein wenig länger. Mit Marc Locher habe ich während seiner Vorbereitungszeit zur Atlantik Überquerung ca 16 Mails gewechselt, bevor die Montageoptionen und generelle Aspekte ausdiskutiert und das System klar zur Montage auf dem Ponton in Las Palmas lag.

Sogar während der Installation haben wir online darüber kommuniziert, ob die Inspektionsluke in der Badeplattform von innen oder von aussen gebohrt werden sollte. Wir entschieden uns für aussen. Am Ende haben wir uns beide den Schweiss von der Stirn gewischt … und die SV Sauvage dann im November auf See entlassen.

Die folgende Mail erhielt ich vor wenigen Tagen, begleitet von schönen Fotos, die die ganze Geschichte ohne Worte erzählen:

Lieber Peter Förthmann,
es etwas gedauert, bis ich soweit war, doch hier nun die gewünschten Fotos unserer Installation. Der Windpilot lief absolut einwandfrei auf dem Transatlantik von Las Palmas über die Cap Verden nach St. Lucia. Insgesamt sind wir sehr zufrieden und danken Ihnen für die rasche Lieferung und zuverlässige Unterstützung.

Ganz herzliche Grüsse aus St. Martin
Marc Locher, SY Sauvage

Vassilingalou aus Papeete

NATUR UND SCHÖNHEIT – FRANZÖSISCH POLYNESIEN

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