Monatsarchive: November 2017

Guido Dwersteg beendet erfolgreich seine „Tigerrunde“

Die Runden scheinen es ihm angetan zu haben. 3 Jahre nach seiner „Atlantikrunde“ hat Guido Dwersteg nach rund 4100 sm am 21.10.17 im Yachthafen Burgtiefe auf Fehmarn seine „Tigerrunde“ beendet.

Diesmal ging es gemeinsam mit Mitsegler Viktor Taube quer durch Russland und als Einhandsegler entlang der norwegischen Küste zurück nach Fehmarn. Seine Rückkehr war für viele Seglerinnen und Segler Anlass seine Ankunft auf Fehmarn gemeinsam mit Guido zu feiern. Für uns auch. Gemeinsam mit Viktor und Guido blicken wir zurück auf diesen ungewöhnlichen Törn.

Mittlerweile sind die ersten Folgen und der Staffelpass zu Guidos Doku-Serie übrigens auch erhältlich.

SV Falkor – Sherrie McCarthy, Steffen Kalisch UK-GER

EIN SCHIFF ALS DEJA VU? – IST MIR GERADE PASSIERT

Im Verlauf der vielen Jahre, die ich meinen Stuhl vor dem MAC durchsitze, mir die Pfoten an der Tastatur durchschwitze, bei An- oder Verkauf von Schiffen, ob gefragt oder nicht, schon mal gern meinen Senf dazu gebe. Dabei gibt es deja vu Erlebnisse, die mich erheitern, die meinen Horizont erweitern, und ich immer wieder realisiere, dass in meinem Mikrokosmos ungewöhnlich viele Segler leben, die sich noch nicht als Beratungs resistent verschlossen haben. Gestern war wieder so ein Tag:

Hallo lieber Herr Peter Förthmann,
Ich schreibe Ihnen von Bord er SY Falkor (Ex. Heavy Metal von Uwe Berger). Wir liegen in der Marina Santa Cruz auf Teneriffa und starten demnächst Richtung Kapverden, um dann nach Barbardos zu segeln.
Vielleicht können Sie mir bei der Beurteilung der Windpilotanlage helfen. Anbei sende ich Ihnen ein Video wo die Servoruderaufnahme zu sehen ist. Diese hat ein bisschen Spiel. Können Sie mir sagen ob das Normal ist?
Ganz liebe Grüße
Steffen und die gesamte Falkor Crew

Die Bandwurm Geschichte dahinter ist schnell erzählt: Die HEAVY METAL, ein Schiff, dessen Name die Bauart ohne Worte spiegelt, hatte ihrem Voreigner Uwe Berger viele Jahre treu gedient, hat ihn ohne Beulen an Leib oder Seele weltweit transportiert, hat ihn dabei auch auf See stets ruhig schlafen lassen, derweil der Gustaf am Heck jahrzehntelang den Sklavenjob still erledigt.

Es kam der Tag, dass Uwe seinen Lebens Kurs verändern wollte, und er mich in Hamburg unter meinem Dach besuchte. Schnacken und Kaffeetrinken lässt Stunden schnell verfliessen … Uwe jedenfalls wollte die Scheidung … von seinem Schiff … und da dieser Blog als TINDER für Schiffe seit Jahren bewährt ist – jedenfalls für bestimmte Schiffe – ergab sich der Rest fasts wie von selbst. Denn auch Steffen Kalisch hatte in der TINDER DATEI FÜR SCHIFFE bereits seinen Fingerprint in meiner Datenbank hinterlassen: er hatte dort eine CONTEST 33 jagen wollen, ist allerdings bei der Witwe des Eigners in Holland, nicht in offene Türen reingekommen … zumal dort noch andere Segler Schlange gestanden hatten.

Kurz: es wurde ein Dreier draus … ein DREIFACH TREFFER, Uwe, Steffen haben sich gefunden … und auch für mich hat sich ein BINGO daraus ergeben, dass ich nämlich seit jenen Tagen wundervolle Handbücher in die Hände bekommen habe … denn wie Uwe anfangs so trocken bemerkte: „Deine Handbücher könnten auch mal ein Refit vertragen“ – nach immerhin ca 25 Jahren … woraufhin Uwe sich dann in die Materie vertiefte, in der er beruflich sein Geld zuvor verdiente: Herstellung von Druckerzeugnissen. Quid pro quo – Schiffs Tinder ebenso!

Steffen samt Familie werden diesen Winter den Atlantik in Angriff nehmen. WEITERLESEN

Ergebnisse einer Zielgruppenbefragung

Faurby 424 DeluxeIm Rahmen seiner Bachelorarbeit und in Zusammenarbeit mit der ADAC Sportschifffahrt führte ein Student der Hochschule Rosenheim im Juni dieses Jahres eine Online-Befragung von Bootsfahrern und Interessenten am Einstieg in den Bootssport durch, Zielsetzung der Arbeit ist die Erstellung eines Marketingkonzeptes.

In der Zwischenzeit wurde die Erhebung ausgewertet und analysiert. Ein Überblick über die Ergebnisse der Befragung kann hier heruntergeladen werden! Die Ergebnisse werden auch dazu genutzt, das Marina-Portal und weitere Serviceangebote der ADAC Sportschifffahrt noch weiter zu verbessern.

Außerdem wurde heute der Gewinner des Navigationsgeräts von Garmin, das unter allen Umfrageteilnehmern verlost wurde, ermittelt und benachrichtigt.

Die ADAC Sportschifffahrt und der Bachelorand, Herr Florian Loh, bedanken sich nochmals bei allen Teilnehmern für die tolle Unterstützung!

STURM im Fernsehen: Das Studio. Der STREAM. Und die kluge Maskenbildnerin.

Manchmal wünschte ich: Ich wäre ein Buch. Einfach ein Teil, das reglos, emotionslos und eben nicht lampenfiebernd Teil dieser Welt ist. Gestern, vor dem Auftritt in HR FERNSEHEN hätte ich gerne mit meinem Buch tauschen mögen: Denn das Warten auf den Auftritt vor der Kamera ist wie das Warten auf den Moment, in dem man in den Operationssaal geschoben wird. Man ist einfach nur nervös. Sitzt in einem kleinen Warteraum. Und erwartet den Moment, in dem einer um die Ecke kommt und unabänderlich sagt: „Es geht los“. Und irgendwas mit einem gemacht wird.
Dabei lief alles ganz rund. Es geht trotz des Riesengeländes des HR in Frankfurt gemütlich zu und familiär. Die familiäre Atmosphäre beginnt bei der Maskenbildnerin, die mein Gesicht für die Sendung vorbereitet, pudert. Ja, sie liebe Bücher, sagt sie, während ihr Pinsel leicht über meine Nase gleitet, sie würde sich immer vorher im Internet ansehen, wer zu ihr käme. Ob sie denn mal einen echten Promi getroffen hätte, der sie so richtig verblüfft hätte, im persönlichen Gespräch während der „Maske“. Sie denkt kurz nach. Nein. Was ihr geblieben sei von den Gesprächen, die sie in 17 Jahren beim HR als Maskenbildnerin mit ihren Kunden geführt hätte, wären vor allem einfache Leute gewesen. Solche, die ein ungewöhnliches Leben führten. Ich kann nicht anders, als sie reflexartig fragen, ob sie Lust hätte, ein Buch über diese Begegnungen zu schreiben. Verlegerkrankheit. Sie lacht, als hätte ich etwas ausgesprochen, was sie schon lange mit sich trüge. 
Das zweite, was an „Operationssaal“ erinnert, ist die Innenausstattung des Studios. Was man auf dem obersten Foto sieht, die Hintergründe, die Frankfurter Skyline bei Nacht, die gibt es nicht. Das wird alles computerisiert eingespielt. Der Raum ist in Wahrheit OP-grün rundum, in ihm ist wenig mehr echt als der Tisch, an dem ich stehe. Und die Markierungen im Boden, die den Sprechenden signalisieren, wo sie zu stehen haben.
Dann kommt der Moderator vom Dach des Studios, auf dem die erste Szene gedreht wurde. „Eine Minute zehn“ ruft jemand im Hintergrund. Noch eine Minute zehn, während der Filmbeitrag über die Schlossgärten läuft, bis zum Live-Auftritt. Das Warten auf den Moment ist wie das Warten auf einer Autobahnbrücke auf den Augenblick, in dem man kopfüber in die Tiefe springt und nur auf das Gummiband um die Füße hofft, das schon dafür sorgen wird, dass man unten nicht zerschellt. 
Dann steht der Moderator vor mir. Die Stimme im Hintergrund zählt. Was, wenn ich jetzt kein Wort rausbringe? Ich liebe diesen Moment, und ich hasse und fürchte ihn, seit ich zum ersten Mal an der Uni Referate hielt. Der Moment des ersten Wortes. Ich weiß: Ich muss es jetzt nur schaffen, zwei gerade Sätze rauszubringen. Wenn ich das schaffe: Dann wird auch der Rest laufen.
Ob ich tatsächlich die ersten beiden geraden Sätze herausbrachte? Schauen Sie einfach nach: Zum Livestream der Sendung: Hier. 

Sloepen, die holländischen Ikonen

Das Allround-Boot für Kanäle, Seen, Flüsse und Meere. float zeigt die Vielfalt dieses Bootstyps.

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millemari.s STURM gestern im TV. Zum Stream der Sendung.

Gestern Abend war STURM über Frankfurt. Nein, kein neuer „Herwart“, erst recht keine „Irma“. Aber millemari.’s 19. Buch ging bei ALLE WETTER! mit Thomas Ranft auf Sendung. Heute Dienstag 7.11. ab 19.15, in HR FERNSEHEN. Hier gehts zum LiveStream der Sendung (auf 6.45 vorspulen).
Ich? War nervös, während ich diese Zeilen im B&B Hotel Frankfurt schrieb. Hoffentlich fände ich die richtigen Worte. Hoffentlich erzähle ich jede Geschichte richtig. Und ich weiß: die 35 Autoren, die Sturm-Abenteuer aus allen Ozeanen beisteuerten, würden mitbibbern. Mit einer eigenen Geschichte in einem Buch, ist für die meisten ein tolles Erlebnis. Aber damit jetzt auch noch im TV?  
Auch die Freude unserer Autoren ist für Susanne und mich ein guter Grund, dass wir stolz sind, dieses Buchprojekt ins Leben gerufen zu haben. Wenn Sie also Lust haben: Dann schauen Sie einfach in den Livestream. Bei ALLE WETTER!  Wenn es STURM gibt über Frankfurt:

Klassiker-Freunde warten auf neue Bleibe

Das Zentrum Klassischer Yachtsport kommt. Wären da nicht noch Hürden zu nehmen.

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Golden Globe Race 2018 – Longueroute 2018

DER FRÜHE VOGEL UND DER WURM

Die Zeit saust vorbei – wer nicht aufpasst – ist nicht dabei – wird sozial ggf. schon mal isoliert – oder vom Zeit Mobil scharf rasiert, denn dabei sein ist Vielen heute alles, vermutlich, weil sie sich dann weniger einsam fühlen.

GGR – Longueroute

Die besten Reiseboote 2017

Vier Langfahrtboote für Binnen und Küste stehen im BOB-Finale.

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In inniger Umarmung und tiefer Liebe

Mastkontrolle vor dem nächsten großen Schlag

Wnuk im Masttop. Wer hätte das vor einem Jahr gedacht? Wnuk wieder auf Fahrt. Am Morgen um 8:00 habe ich mit der aufgehenden Sonne den Anker gelichtet. Jan hat den Bug der MARLIN durch die Einfahrt der Faro Lagune Richtung Kanaren gedreht und die Crew, bestehend aus Karin, Björn, Martin, Martin und Martin haben die Segel gehisst. Ich, dass siebte Rad am Wagen habe meinen Skipperenergiebeutel in Tarifa wieder aufgetankt, schaue nach vorne am Bug stehend ins Blau. Viel Blau. Wir verlassen Culatra, wo ich doch eigentlich so gerne fahrtenseglerisch ein paar Wochen hier geblieben wäre und nicht nur einen einzigen Tag und eine einzige Nacht, in der der ROCNA mal wieder verläßlich uns MARLIN am Platz gehalten hat, währen eine Handvoll anderer Schiffe um uns herum wie neu ausgewürfelt an neuen Ankerplätzen und trocken liegen. War doch gar nicht so viel Wind, denke ich mir. Na so was.

Na so was! Da fliegen wir schon durch die Nacht mit funkelnden Sternen über uns, das Heckwasser gurgelt, die Crew bekommt Seebeine, die Meilen purzeln auf dem GPS. Es ist mal wieder unmöglich schön, unglaublich romantisch, so wie gestern, als ich den Mast der MARLIN ganz weit oben, himmelhoch jauchzend fest, innig und in tiefer Liebe umarmt habe. Den Blick über Culatra schweifend habe ich das stehende Gut der MARLIN überprüft, nichts gefunden was wirklich zu bemängeln sei. MARLIN hat mir das GO! gegeben. Ich ihr mein Vertrauen. „Segel mich. Jetzt! Fest!“ Es hat ganz schön gewummst bei der diesjährigen Biskayaüberquerung. Das ich da in den Masttop gegangen bin hatte schon seinen Grund gehabt. Sicher, das nichts ist, war ich mir nicht. Doch alles gut. Johann dagegen hat Schnupfen, es tropft an der Kühlwasserpumpe. Korrosion. Wir ignorieren das jetzt mal, die Wettervorhersage für die nächsten Tage sieht kein Stück nach Leichtwind und Motorstunden aus. Ganz i m Gegenteil: Windig wird es aus Nord. Endlich mal wieder Wind von hinten. Dazu steht drei bis vier Meter Welle von der Seite, typisch für das Seegebiet.

Die Zeit ist vorangeschritten. Aus Madeira nichts geworden. Am Donnerstag um 12 Uhr wollen wir im Hafen von Las Palmas sein, den Geruch des Marktes, der Früchte und der Gewürze kann ich bis hierher riechen. Dort warten hunderte von Schiffen, machen sich klar für die ARC, bei dem die MARLIN nun auch dabei sein soll. Jan darf sie fahren, ich werde MARLIN im Januar ab Saint Lucia übernehmen. Bis kurz vor dem Start werde ich dabei sein. Hat auch seinen Grund. Denn eigentlich wollte ich doch mit meiner Familie nach der Weltumsegelung 2007 Las Palmerianer werden. Zu viele Gründe gab es, die dagegen sprachen. Ich bin gespannt wie es diesmal wird.

 


Atlantiküberquerung mit der MARLIN im Rahmen der ARC

Zwei Plätze sind kurzfristig frei geworden. Für Last Minute Bucher haben wir den Preis runtergesetzt. Du bist dabei. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

Lag der schon die ganze Zeit da?

Winddrift

Es ist schon Mitternacht, der Vollmond steht hoch am Himmel und wir sitzen im Pilothouse und unterhalten uns über dies und das während der Wind mit 20-25 kn bläst und die MARLIN an der Ankerkette hin und her pendelt. Zwischen uns und dem Fischereihafen liegt schon seit unserer Ankunft das ‘Weihnachtschiff’, das wir so getauft hatten, weil man durch das Kajütenfenster schon eine Lichterkette ausmachen konnte. “Der lag doch vorhin viel weiter hinten!”

Das Schiff, das unser Interesse geweckt hatte, lag jetzt zwischen uns und dem Weihnachtsschiff, und während wir uns noch wunderten, driftete es weiter mit dem Wind, den Anker hinter sich herziehend. Das Wasser in der Lagune sei sehr flach und das Schiff würde an der nächsten Sandbank hängen bleiben, meinten unsere beiden Skipper relativ entspannt. Das änderte sich jedoch, als sich abzeichnete, dass das treibende Schiff auf ein weiteres Schiff treffen könnte. Unser Horn und eine starke Mag-Light taten ihr Bestes, die Besatzung, die offenbar noch schlief, auf das bevorstehende Malheur aufmerksam zu machen. Ein weiteres Schiff schloss sich dem Hupkonzert an und kurz darauf wurde auch die Besatzung des potentiellen Ziels nervös und hupte kräftig mit. Zwischen die beiden Schiffe passte inzwischen nur noch gerade mal ein Fender. Warum reagierte niemand auf dem Schiff? Krank? Verletzt? Unsere Skipper machten das Beiboot klar um nachzusehen.

Notfalls wollten sie das Dingi als grossen Fender zwischen die beiden Schiffe steuern. Dazu kam es aber nicht mehr, die Besatzung war inzwischen aus den Kojen gekrochen und konnte sich selbst um ihr treibendes Schiff kümmern. Ziemlich durchnässt kamen unsere Skipper, Micha und Jan, kopfschüttelnd wieder zurück an Bord. Die Amerikaner mit ihrem gecharterten Schiff hatten die Brisanz der Situation wohl immer noch nicht begriffen.

Martin


Atlantiküberquerung mit der MARLIN im Rahmen der ARC

Zwei Plätze sind kurzfristig frei geworden. Für Last Minute Bucher haben wir den Preis runtergesetzt. Du bist dabei. Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com