Monatsarchive: Juli 2017

SV Fly – Klaus Menzel GER

ZWISCHEN GALEEREN UND SCHMUCK MÖVEN

Klaus und Crew sind nach Süden unterwegs, wobei „Foerthi“ das Schiff fast auf eine Tonne steuert, weil er am Schiff am falschen Ende angeschraubt, ergo vorne ja nix sehen kann. In Dunkerque passiert dann das Mistgeschick, wobei das Schiff von achtern angetickt und die rote Kappe ihr Gesicht verliert. Sinnspruch: kernig gerammt ist besser als lahm angelegt.
Gute Reise – die Rote Kappe kommt geflogen …
Peter Foerthmann WEITERLESEN

SV Tringa – Christian Perret CH

EIN SCHWEIZER FOTOGRAF IM NORDEN UNTERWEGS

Hallo Peter,
Gratulation zum Windpilot. Bin beeindruckt von diesem System! Übertrifft meine Erwartungen! Auf Kreuz ist er nach 4 Std. schneller als wenn ich steure! Von Kalmar nach Stockholm segelten wir unter Spi, da bin ich aber besser, beim Surfen funktioniert er nicht mehr, oder hast du da einen Trick? Wir sind nun auf dem Rückweg von Mariahavn Richtung Kopenhagen, viel Wind, kalt! Umso schöner, nicht selber steuern zu müssen.
Die Kombination Sailing Gen – Windpilot funktioniert sehr gut, ein perfektes Team. Habe die beiden Systeme währen dem Einsatz dokumentiert.
Windige Grüsse von der Insel Sejerö
Christian WEITERLESEN

Funkloch

Hallo, wir sind hinter Schleuse 8 wegen starkem Nordenwind eingeweht. Es gibt nichts, auch kein Handy. Sind gerade auf dem ansonsten abgeriegelten schleusengelände im funknetz. Hoffe morgen geht’s weiter. All good.

Von meinem iPhone gesendet

Pos N 55°18´E 001° 21´

Moin. Hier ein kurzes Update: Kommen gut voran und haben die Doggerbank überquert. Gestern sehr snstrengeder Tag mit ständig wechselndem Wetter und zwischztl. viel Wind. Nordsee hat ihr erstes Opfer gefordert: Unser Topf hat das einweichen in der Nordsee nicht überlebt. Heute etwas ruhiger, erwarten aber Winddreher nach W. Vor 10 Min ersten Delfin gesehen! Hafen je nach Wetter am SA wohl entweder Peterhead, Arbroath oder Eyemouth. So long, bis bald!
SV Nonsuch, Pascal und Max

Getting new friends

Finnisch Saunen in Schweden

Der Tag beginnt mit guten Nachrichten. Platsch! Ich springe ins Wasser, die Schnorchelbrille auf. Wie zu erwarten ist an der Steuerbordseite eine Handbreit Farbe ab am Kiel. Just in case habe ich schon eine Schadensmeldung bei Wehring & Wolfes, unserer Versicherung, gemacht. Prompt kommt ein Mail, dass wir am besten Kranen sollen um den Schaden genauer zu untersuchen. Die Kosten übernimmt die Versicherung ohne Selbstbeteiligung. Das hilft natürlich. Ich schreibe drei Marinas an und finde prompt eine, die uns kurzfristig aus dem Wasser heben wollen. Für unsere Crew 29 ist morgen eh der letzte Tag. Danach wollen wir uns eh eine Woche um MARLIN kümmern. Der nächste Schlag nach St. Petersburg beginnt erst am 29 July. „Passt!“ Danke an Rainer von der Versicherung Wehring & Wolfes für die schnelle und unkomplizierte Hilfe. Die Sonne ist am Horizont aufgegangen und wir verlegen für den letzten Abend nach Storoen. Jan hat mit dem Finger auf der Karte draufgetippt. „Da ist es bestimmt schön.“

Wieder Platsch! Mit dem Paddelboard fahre ich gegen den Steg des Hauses am Waldesrand und falle vorn über ins Wasser. Hmm. Natürlich in Jeans und Pullover, großkotzig, der Superheld. Ich setzte mich auf den Steg und warte auf Jan der grade versucht mit seinem Bord vom Schiff abzulegen. Das Bord ist aber noch angebunden. Wir sind zwei Helden! Da geht eine Tür am Haus auf. Knusper knusper Knäuschen wer knuspert an meinem Häuschen? Über 20 Meter kommuniziere ich mit dem Besitzer des Häuschens. „Ich bin ins Wasser gefallen.“ Wie ich später erfahre ist es Johann der runter zum Steg kommt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Auch Jan hat es inzwischen geschafft sich von der MARLIN zu trennen. „Na. Ins Wasser gefallen?“ Jep. Nur so zum Spaß frage ich Johann ob er eine Sauna hat. Was für eine Frage. Natürlich hat Johann eine Sauna. Ich lade uns prompt ein. „Aber wir sind noch ein paar mehr.“ „Wieviele?“ „Ahm. Sechs.“ „Is ok. Um 9 Uhr?“ „Goal!“

Hinter der Insel erstreckt sich ein See den man mit dem Paddelbord prima erreichen kann. Wir sitzen in der Sonne auf einem anderen Steg und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. „So hatte ich mir das vorgestellt Jan. Das ist Schweden. So schön kann es hier sein.“ Auf dem Rückweg zur MARLIN versucht Jan die Leine zu catchen die er hinter sich herzieht. Platsch. „Ich lache. Na ins Wasser gefallen?“ Alter Schwede. Heute sind wir ja nicht besonders standfest.

“Für den letzten Abend haben wir uns etwas ganz besonderes ausgedacht für euch. Das kostet aber extra. Ist euch das jedem 15 Euro wert?“ Alle nicken, gespannt auf was kommt. „Mein Freund Johann wohnt dort auf der Insel und heute Abend gehen wir dort gemeinsam saunen. Alle Mann“, prahle ich, als wenn ich Johann schon seit Jahren kennen würde. Alle Mann und Frau sind begeistert und gemeinsam sitzen wir wie die Hühner um neun Uhr in der kleinen gemütlichen Sauna mit echtem Holzofen. Inzwischen sind wir ja schon Profischwitzer. Gut angewärmt, nach 15 Minuten geht die Tür auf und Johann kommt rein, reicht jedem eine große Büchse eiskaltes Bier und schüttet einen Liter Wasser über die heißen Steine. Nach fünf Minuten springen wir in seinen großen Pool vorm Haus. Was für eine Gastfreundschaft! Ein ganz spezieller letzter Abend der sich da zufällig ergeben hat. Das Bier zeigt seine Wirkung nach 20 Minuten. „In Finnland saunt man so. Finnische Sauna nennen wir das.“ An viel mehr kann ich mich nur verschwommen erinnern. Nächstes Mal werde ich kein Bier mehr in der Sauna trinken.

 


 

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SeaHelp stellt zwei neue Einsatzboote in Dienst

Schiffstaufe in Punat, die SeaHelp-Flotte hat Verstärkung bekommen! Kürzlich wurden im Stadthafen von Punat zwei neue Einsatzboote getauft und in Dienst gestellt. SeaHelp-Chef Wolfgang Dauser: „Mit den stetig steigenden Mitgliederzahlen steigen natürlich auch die Anforderungen an unsere Flotte, deshalb haben wir schon vor Jahren die Entscheidung getroffen, unsere Einsatzboote sukzessive zu erneuern. Diese Maßgabe setzen wir nun planmäßig weiter um, damit SeaHelp künftig noch schneller und noch effizienter Hilfe leisten kann.“

Die neuen SeaHelp-Einsatzboote konnten schon mal vor Punat ihre Performance unter Beweis stellen.

Die neuen SeaHelp-Einsatzboote konnten schon mal vor Punat ihre außerordentliche Performance unter Beweis stellen.

Nach der Taufe, zu der sich neben den lokalen Polit-Größen viele weitere bekannte Gesichter der Wassersportszene und ein Heer an Pressevertretern versammelt hatten, ging es nahtlos zum zweitwichtigsten Event des Tages über: Die Taufparty. Bei ausreichend Bier, Wein und Sekt und Spezialitäten vom Grill nutzten mehr als 400 SeaHelp-Mitglieder und Freunde die Gelegenheit, sich über die Leistungen des nautischen Pannendienstes weitergehend zu informieren. Einige von ihnen konnten auch einen Platz an Bord der neuen Einsatzboote ergattern und sich direkt von der Leistungsfähigkeit überzeugen. Trotz der beeindruckenden Performance, von der sich die Mitglieder einmal „live“ überzeugen konnten, war es ihnen dennoch verständlicherweise lieber, auf eigenem Schiffsrumpf wieder in die Marina einzufahren. Ein Mitglied brachte es dabei auf den Punkt: „SeaHelp ist wie ein Regenschirm. Man ist froh, eine Mitgliedschaft zu besitzen aber noch mehr freut man sich, wenn man sie nicht braucht.“ Dann hoffen wir mal, dass das seine einzige Fahrt auf einem Einsatzboot bleiben wird.

Das neue SeaHelp-Arbeitsgerät hat es dennoch im wahrsten Sinne des Wortes in sich: Die überaus soliden Ribs wurden in den polnischen Werft Technomarine nach SeaHelp-Vorgaben gefertigt. Mit einer Länge von 10,25 Metern und einer Breite von 3,08 Metern bieten sie ausreichend Staumöglichkeiten für die umfangreiche Ausstattung an Bord, die über diverse Werkzeuge, Pumpen, gängige Ersatzteile für die schnelle Hilfe vor Ort sowie in Einzelfällen bis hin zu Bergeballons reicht. Angetrieben werden die beiden Boote von je zwei 300-PS-Außenbordern im Heck, mit denen jedes Schiff im Notfall eine Höchstgeschwindigkeit von 48 Knoten erreicht, die Arbeitsgeschwindigkeit liegt im Normalfall bei 30 Knoten. Die Wahl fiel nach SeaHelp-Angaben auf die Yamaha-Motorisierung (F300), weil sich die V6-Aggregate als äußerst robust erwiesen und im harten Arbeitsalltag unter den besonderen „SeaHelp Einsatzbedingungen“ keinerlei Elektronik- bzw. Sensorikschwächen zeigen. Die zusammen 600 PS reichen aus, um Schiffe mit einem Gesamtgewicht von bis zu 150 Tonnen sicher zu ziehen. An Bord dürfen darüber hinaus bis zu 24 Personen oder 1950 Kilogramm Last befördert werden.

Damit die Einsatzboote ihr Ziel schnell und sicher erreichen, sorgen elektronische Hilfsmittel wie Multifunktionsplotter, Radar, Autopilot und Nachtsichtgeräte für den sicheren Kurs beziehungsweise den nötigen Durchblick auch unter widrigen Bedingungen. Mit dem 530 Liter-Tank an Bord können Distanzen von bis zu 350 NM mühelos überbrückt werden, die geräumige Kabine und das bequeme Gestühl trägt selbst bei rauer See Gewähr dafür, dass die Einsatzkräfte ohne nennenswerte Einbußen ihrer Leistungsfähigkeit das Ziel erreichen.

Die Effizienz, mit der SeaHelp seine Einsätze erledigt, blieb natürlich auch dem kroatischen Marineministerium nicht verborgen. Minister Siniša Orlic in seiner Rede anlässlich der Schiffstaufe: „Mit der ständig wachsenden Zahl an Gästen und Nautikern wächst leider auch die Anzahl der Unfälle auf hoher See. Auch wenn wir (das Ministerium, Anm. d. Red.) uns ständig bemühen, allen Verkehrsbeteiligten ein sicheres Umfeld anzubieten, sind wir auf die Unterstützung von Privatunternehmen wie SeaHelp angewiesen. Der Rettung auf See (195) steht eine begrenzte Anzahl an Booten zur Verfügung, und auch wenn wir demnächst unsere Flotte erweitern werden, ist die enge Zusammenarbeit mit SeaHelp ein guter Schritt in eine sichere Zukunft. Im Namen des Ministeriums möchte ich mich für die jahrelange gute Zusammenarbeit bedanken und ich hoffe, dass es auch in Zukunft so weitergehen wird!“

In  das gleiche Horn stieß auch Punats Bürgermeister, Marinko Žic: „Die Gemeinde Punat bemüht sich immer, bürgernah zu handeln und Firmen, die in Punat ihre Niederlassung haben, tatkräftig zu unterstützen. Auch mit SeaHelp ist diese Zusammenarbeit in den vielen Jahren immer sehr erfolgreich gewesen. Es ist mir eine Freude, dass die Firma SeaHelp schon so viele Jahre in Punat ihren Stützpunkt hat, denn nicht zuletzt nahm SeaHelp hier auch seinen Anfang. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass Punat zusätzlich zu der großen Marina auch über einen verlässlichen Partner in jeder Notlage verfügt. Ich wünsche SeaHelp auch mit den neuen Einsatzbooten viel Erfolg und mögen sie weiterhin wachsen.“

Diesen Wunsch erfüllt SeaHelp dem Bürgermeister natürlich gern. Mit Stützpunkten in Pula, Mali Losinj, Zadar, Tribunj, Solta, Orebic und natürlich auf Punat/Krk (Hauptsitz) verfügt der nautische Pannendienst mittlerweile über ein Netzwerk, das in dieser Form europaweit einmalig sein dürfte. 80 % der Einsatzboote allein in Kroatien sind nicht älter als drei Jahre, weisen 600 bis 700 PS auf können dementsprechend schnell eingreifen, wenn Not am Mann ist. Weitere Stützpunkte in Portoroz sowie in Lignano und Grado runden die Adria-Präsenz ab. In Deutschland (Ostsee) und auf den mallorquinischen Inseln ist SeaHelp ebenfalls vertreten.

SeaHelp hat sich inzwischen vom reinen nautischen Pannendienst hin zu einer Institution gewandelt, die die Interessen der Wassersportler im Adriaraum vertritt und deren Argumente bis hin in Regierungskreise Gehör finden, wie es sich in den Reden der Offiziellen anlässlich der Taufe widerspiegelte. Die Nähe zu den Wassersportlern in der Region mit all ihren alltäglichen kleinen und großen Problemen und den direkten Draht zu den politischen Institutionen, zu Marinabetreibern sowie Hilfsorganisationen wie beispielsweise SAR haben den einstigen reinen Pannendienst zu einem wichtigen, notwendigen Bindeglied im Wassersport wachsen lassen. Oder, um es kurz zu sagen: Die Gelben Engel des Wassersports, seit Jahren Stützpunkt und Vorteilspartner der ADAC Sportschifffahrt, gehören mittlerweile zur Adria wie Sonne, Strand und Meer.

SeaHelp stellt zwei neue Einsatzboote in Dienst

Schiffstaufe in Punat, die SeaHelp-Flotte hat Verstärkung bekommen! Kürzlich wurden im Stadthafen von Punat zwei neue Einsatzboote getauft und in Dienst gestellt. SeaHelp-Chef Wolfgang Dauser: „Mit den stetig steigenden Mitgliederzahlen steigen natürlich auch die Anforderungen an unsere Flotte, deshalb haben wir schon vor Jahren die Entscheidung getroffen, unsere Einsatzboote sukzessive zu erneuern. Diese Maßgabe setzen wir nun planmäßig weiter um, damit SeaHelp künftig noch schneller und noch effizienter Hilfe leisten kann.“

Die neuen SeaHelp-Einsatzboote konnten schon mal vor Punat ihre Performance unter Beweis stellen.

Die neuen SeaHelp-Einsatzboote konnten schon mal vor Punat ihre außerordentliche Performance unter Beweis stellen.

Nach der Taufe, zu der sich neben den lokalen Polit-Größen viele weitere bekannte Gesichter der Wassersportszene und ein Heer an Pressevertretern versammelt hatten, ging es nahtlos zum zweitwichtigsten Event des Tages über: Die Taufparty. Bei ausreichend Bier, Wein und Sekt und Spezialitäten vom Grill nutzten mehr als 400 SeaHelp-Mitglieder und Freunde die Gelegenheit, sich über die Leistungen des nautischen Pannendienstes weitergehend zu informieren. Einige von ihnen konnten auch einen Platz an Bord der neuen Einsatzboote ergattern und sich direkt von der Leistungsfähigkeit überzeugen. Trotz der beeindruckenden Performance, von der sich die Mitglieder einmal „live“ überzeugen konnten, war es ihnen dennoch verständlicherweise lieber, auf eigenem Schiffsrumpf wieder in die Marina einzufahren. Ein Mitglied brachte es dabei auf den Punkt: „SeaHelp ist wie ein Regenschirm. Man ist froh, eine Mitgliedschaft zu besitzen aber noch mehr freut man sich, wenn man sie nicht braucht.“ Dann hoffen wir mal, dass das seine einzige Fahrt auf einem Einsatzboot bleiben wird.

Das neue SeaHelp-Arbeitsgerät hat es dennoch im wahrsten Sinne des Wortes in sich: Die überaus soliden Ribs wurden in den polnischen Werft Technomarine nach SeaHelp-Vorgaben gefertigt. Mit einer Länge von 10,25 Metern und einer Breite von 3,08 Metern bieten sie ausreichend Staumöglichkeiten für die umfangreiche Ausstattung an Bord, die über diverse Werkzeuge, Pumpen, gängige Ersatzteile für die schnelle Hilfe vor Ort sowie in Einzelfällen bis hin zu Bergeballons reicht. Angetrieben werden die beiden Boote von je zwei 300-PS-Außenbordern im Heck, mit denen jedes Schiff im Notfall eine Höchstgeschwindigkeit von 48 Knoten erreicht, die Arbeitsgeschwindigkeit liegt im Normalfall bei 30 Knoten. Die Wahl fiel nach SeaHelp-Angaben auf die Yamaha-Motorisierung (F300), weil sich die V6-Aggregate als äußerst robust erwiesen und im harten Arbeitsalltag unter den besonderen „SeaHelp Einsatzbedingungen“ keinerlei Elektronik- bzw. Sensorikschwächen zeigen. Die zusammen 600 PS reichen aus, um Schiffe mit einem Gesamtgewicht von bis zu 150 Tonnen sicher zu ziehen. An Bord dürfen darüber hinaus bis zu 24 Personen oder 1950 Kilogramm Last befördert werden.

Damit die Einsatzboote ihr Ziel schnell und sicher erreichen, sorgen elektronische Hilfsmittel wie Multifunktionsplotter, Radar, Autopilot und Nachtsichtgeräte für den sicheren Kurs beziehungsweise den nötigen Durchblick auch unter widrigen Bedingungen. Mit dem 530 Liter-Tank an Bord können Distanzen von bis zu 350 NM mühelos überbrückt werden, die geräumige Kabine und das bequeme Gestühl trägt selbst bei rauer See Gewähr dafür, dass die Einsatzkräfte ohne nennenswerte Einbußen ihrer Leistungsfähigkeit das Ziel erreichen.

Die Effizienz, mit der SeaHelp seine Einsätze erledigt, blieb natürlich auch dem kroatischen Marineministerium nicht verborgen. Minister Siniša Orlic in seiner Rede anlässlich der Schiffstaufe: „Mit der ständig wachsenden Zahl an Gästen und Nautikern wächst leider auch die Anzahl der Unfälle auf hoher See. Auch wenn wir (das Ministerium, Anm. d. Red.) uns ständig bemühen, allen Verkehrsbeteiligten ein sicheres Umfeld anzubieten, sind wir auf die Unterstützung von Privatunternehmen wie SeaHelp angewiesen. Der Rettung auf See (195) steht eine begrenzte Anzahl an Booten zur Verfügung, und auch wenn wir demnächst unsere Flotte erweitern werden, ist die enge Zusammenarbeit mit SeaHelp ein guter Schritt in eine sichere Zukunft. Im Namen des Ministeriums möchte ich mich für die jahrelange gute Zusammenarbeit bedanken und ich hoffe, dass es auch in Zukunft so weitergehen wird!“

In  das gleiche Horn stieß auch Punats Bürgermeister, Marinko Žic: „Die Gemeinde Punat bemüht sich immer, bürgernah zu handeln und Firmen, die in Punat ihre Niederlassung haben, tatkräftig zu unterstützen. Auch mit SeaHelp ist diese Zusammenarbeit in den vielen Jahren immer sehr erfolgreich gewesen. Es ist mir eine Freude, dass die Firma SeaHelp schon so viele Jahre in Punat ihren Stützpunkt hat, denn nicht zuletzt nahm SeaHelp hier auch seinen Anfang. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass Punat zusätzlich zu der großen Marina auch über einen verlässlichen Partner in jeder Notlage verfügt. Ich wünsche SeaHelp auch mit den neuen Einsatzbooten viel Erfolg und mögen sie weiterhin wachsen.“

Diesen Wunsch erfüllt SeaHelp dem Bürgermeister natürlich gern. Mit Stützpunkten in Pula, Mali Losinj, Zadar, Tribunj, Solta, Orebic und natürlich auf Punat/Krk (Hauptsitz) verfügt der nautische Pannendienst mittlerweile über ein Netzwerk, das in dieser Form europaweit einmalig sein dürfte. 80 % der Einsatzboote allein in Kroatien sind nicht älter als drei Jahre, weisen 600 bis 700 PS auf können dementsprechend schnell eingreifen, wenn Not am Mann ist. Weitere Stützpunkte in Portoroz sowie in Lignano und Grado runden die Adria-Präsenz ab. In Deutschland (Ostsee) und auf den mallorquinischen Inseln ist SeaHelp ebenfalls vertreten.

SeaHelp hat sich inzwischen vom reinen nautischen Pannendienst hin zu einer Institution gewandelt, die die Interessen der Wassersportler im Adriaraum vertritt und deren Argumente bis hin in Regierungskreise Gehör finden, wie es sich in den Reden der Offiziellen anlässlich der Taufe widerspiegelte. Die Nähe zu den Wassersportlern in der Region mit all ihren alltäglichen kleinen und großen Problemen und den direkten Draht zu den politischen Institutionen, zu Marinabetreibern sowie Hilfsorganisationen wie beispielsweise SAR haben den einstigen reinen Pannendienst zu einem wichtigen, notwendigen Bindeglied im Wassersport wachsen lassen. Oder, um es kurz zu sagen: Die Gelben Engel des Wassersports, seit Jahren Stützpunkt und Vorteilspartner der ADAC Sportschifffahrt, gehören mittlerweile zur Adria wie Sonne, Strand und Meer.

Povenets

Ui. Hat dann doch 13 Stunden bis Povenets gebraucht. Jetzt liegen wir unmittelbar vor der ersten Schleuse in den Belomorkanal. Ein weiteres großes Ziel ist ereicht. Wir sind trotzdem ganz schön Banane. Gerade wurde noch Diesel von den Hafenarbeitern gekauft und tagsüber Wasser aus dem See in Carpes Tank gefüllt. Wir sind bereit für den Trip nach Norden. All good. Ahoi.
P’S.: Danke für die Spenden in Carpes Bordkasse. Das freut uns wirklich sehr. Und an die Neunmalklugen die fleißig meckern und auf YouTube Dislikes geben: Have a nice day :-).

Von meinem iPhone gesendet

Kurs Großbritannien liegt an!

Es geht los! Kurs Großbritannien liegt an, Helgoland liegt hinter uns. Zunächst Kurs 280° liegt an.

Bis bald!

Schärengärten

Hinterher weißt Du immer mehr

“Was machst Du mit meinem Schiff?“ Ich schaue Jan mit großen Augen an. MARLIN rumpelt mit dem Kiel über felsigen Grund. Irgendwann musste es ja nun mal passieren. Irgendwann passiert es jedem mal in den Schärengärten. So wie in den Bermudas. Die Steine unter Wasser, die weder in der Karte offensichtlich verzeichnet sind, weder noch sichtbar sind halten die MARLIN fest. Mit eigener Motorkraft kommen wir da nicht mehr raus.

Inzwischen befinden wir uns in Furusund vor Anker. Der Tag ist berechtigt sein Ende zu finden. Ich bin still. Ganz still. Ungewohnt still. Aus den letzten Vorräten zauber ich meinen Gästen ein Lamm-Stew. Beim Kochen kann ich mich am ehesten entspannen. Ein Glas Argentinscher Malbec Rotwein hilft beim Verdauen dieses Tages. „Alles ein bisschen viel was?“ führe ich ein Selbstgespräch, sitzend auf der Rettungsinsel am Heck der MARLIN. „Gut gemacht alte Dame.“ Schon als ich zum ersten Mal auf diesem Schiff war und die Entscheidung getroffen habe die nächsten Jahre diesem Schiff zu vertrauen, wusste ich, dass MARLIN das richtige Schiff ist um durch Dick und Dünn zu gehen.

Wir stecken fest und das nicht im Mud sondern auf einem Felsen. Kein Vor und kein Zurück ist mehr drin. Es rumpelt mit jeder Welle, mit jedem Versuch aus der brenzligen Situation frei zu kommen. Aluminium gegen Stein. Stein gewinnt. Baum raus. Segel hoch um genügend Schräglage zu haben. Negativ. Ein vorbeifahrendes Motorboot bietet seine Hilfe an. Das Ergebnis ist leider nur, dass wir weiter auf die Steine kommen. Die Situation ist zum Haare ausreißen. Wir haben gut 30° Schräglage. „Stabile Seitenlage. Na prima.“ Ich frage mich wie wir jemals wieder von den Steinen runter kommen sollen. „Lass das Dinghy zu Wasser und hol Dir das Handlot.“ Jan sitzt im Beiboot und lotet leewärts die Wassertiefe. Vor und unter uns 1,5 Meter. Eine Bootslänge dahinter wird es wieder tiefer. Ich sehe ein innerliches Licht am Horizont. Das sollte noch so grade eben gehen. Unser Propeller ist bereits halb aus dem Wasser, als ein finnisches SAR Schiff um die Ecke biegt. Wir haben so ziemlich genau einen dicken Felsen unter uns, den es zu überwinden gilt. Na mal gut, dass wir kein Schiff aus Kunststoff sind. Die SAR Leute kommen rüber. Das übliche. „Habt ihr Wassereinbruch? Wieviel Leute sind an Bord? Gibt es Verletzte? Wenn wir euch runter ziehen sind wir nicht für Schäden verantwortlich.“ Das die Jungs das nicht zum ersten Mal machen merkt man sofort. Das sie die Felsen anscheinend kennen, merkt man auch sofort. Mit einen Jetski versuchen sie über das Spifall den Mast weiter zu neigen um den Tiefgang zu vermindern. Negativ. Außer dem Rumpeln, dass mir in der Seele weh tut, tut sich gar nichts. Wir übergeben eine unserer hundert Meter Polypropylen Landleinen zum Hauptschiff. Die Leine ist wie eine langes Gummi. Wieder rumpelt es ordentlich, dann rutsch der Kiel der MARLIN auf der anderen Seite des Felsen wieder in tiefes Wasser. „Schwein gehabt MARLIN. Verdammtes Schwein gehabt.“

Der SAR Retter kommt im Trockentauchanzug an und fragt ob er tauchen soll um Schäden auszuschließen. „Gerne!“ Nach ein paar Malen kommt er hoch. „Ihr habt ein paar Schrammen am Kiel ganz vorne. Ruder und Propeller ohne Grundberührung. Sieht nach einem Paint Job aus.“ Geld wollen sie nicht, aber die zwei Flaschen Wein aus unserer Bilge erzeugen ein breites Grinsen auf dem Gesicht des Tauchers. „Danke. Seid vorsichtig. Die Schären haben es in sich und nicht alle Karten stimmen.“ Hab ich schon mal gehört.

Happaranda sollte nicht sein. Zwei Gäste, Stefanie und Heike wollten mitsegeln, aber das waren mir nicht genug für diesen Törn. Stattdessen schieben Jan und ich einen Heimaturlaub ein. Haben wir uns auch verdient. Nach dem heutigen Tag sowieso. Übermorgen werden wir Stockholm erreichen und kümmern uns dann mal um ein paar Tage um unser Schiff. Hat MARLIN sich ja nun auch verdient.

Zwischenzeitlich gibt es zumindest schon mal die zeitlichen Eckdaten des MARLIN Törnplans. Ab Oktober werden wir die Ostsee verlassen und durch den Englischen Kanal segeln. Mit der Zeitschrift YACHT steht ein Schwerwettertörn im Oktober durch die Biskaya auf dem Plan. Weiter soll es Richtung Kanaren gehen. Erstmalig stehen die Chancen gut das Du mit der ARC Ralley im November auf der MARLIN über den Atlantik segeln kannst. Interesse? Dann schaust Du hier. Auch die Pläne für die Karibik von Januar bis Mai stehen zumindest zeitlich schon mal fest. Bei der Planung hat auch Cuba wieder seinen Platz gefunden. Wen wundert es.

 


 

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Kizhi 2

Ein wahrhaft mystischer Ort. Weltkulturerbe Kizhi in Russland. Mitten im Onegasee liegt diese kleine verzauberte Insel mit uralten Holzkirchen, viel Geschichte und einer einzigartigen Stimmung. Bald mehr .. Ahoi !

WICHTIG! Bitte beachtet, dass ihr das 360 Grad Video nur dann richtig betrachten könnt, wenn ihr über einen aktuellen Browser verfügt bzw. die aktuelle youtube App auf dem Tablet habt. Wenn ihr nur ein verzerrtes Bild seht, wird das Video nicht ordnungsgemäß angezeigt. Die beste Qualität erhaltet ihr durch Auswahl der 4K Auflösung am PC bzw. HD in der App.

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Kizhi

Es schifft und schifft und schifft ….. Aber davon lassen wir uns die Laune nicht verderben. Auch nicht von der heute rasanten einen Windstärke, welche uns einen Tag unter Maschine abgerungen hat. Morgen solls wieder etwas pusten und wir hoffen so bis zum Eingang des Belomor-Kanals bei Povenets zu kommen, der uns ins Weisse Meer führen soll. Wir liegen derweil auf der Insel Kizhi. Einem UNSECO Weltkulturerbe und bekannt durch seine riesigen hölzernen Kirchen sowie die übrigen hier zusammengetragenen Artefakte aus früheren Zeiten. Ein wirklich faszinierender Ort. Leider wird das Wahrzeichen der Insel – nämlich die große Kuppelkirche – gerade restauriert. So sind derzeit nur Teile des imposanten Dachs zu sehen. Dafür haben uns aber die vielen anderen Sehenswürdigkeiten mehr als entschädigt. Dazu bald mehr in einem ausführlichen Blog. Wir müssen uns jetzt erst mal trocknen, die nassen Klamotten aufhängen und uns Gedanken übers Abendessen machen. Ahoi !