Monatsarchive: Juni 2016

Geschlechter Kampf hinter verschlossenen Türen

MÄNNER UNTER SICH – EINE UNDURCHSCHAUBARE RASSE

Peterchen quer

Als Morphy auf dem Bananen Dampfer war ich als Blitz verschrien, was mir keinesfalls ein Vorteil schien, obgleich ich mit blauen Augen jeder Volte immer nur das Positive abgewinnen wollte. Ich war der Blitz auf allen Deck´s, wenn´s Ärger gab, war ich am schnellsten weg. Unter Deck hingegen, auf engen Gängen lief ich dem Feind immer wieder in die Fänge, gleichwohl ich eigentlich bass erstaunt, weil ich ehrlich daran glaubte, dass man einen aufgeweckt fröhlichen Fritzen – mich – eigentlich doch gar nicht sein Herz hätte verweigern dürfen. Cognitive Dissonanz war schon damals für mich ein Tanz, den ich nicht gewinnen konnte, weil ich als Menschenzufriedensteller unter Wölfen noch heute eine Fehlbesetzung bin, wohingegen ist als Wortblitz glänzend konnte, was mir damals nur rückwärts half, da ich unverstanden am unteren Hierarchie Zipfel angesiedelt, ständig um mein Leben rannte. WEITERLESEN

Uli gibt Gas

Sprung nach Freeport / Bahamas

Es ist viel passiert und ich war zu faul um zu schreiben. Heute Mittag lag dann endlich das FedEx Paket von Darryl, EchoTec Trinidad, auf dem Counter von Tasha. Die runde Schwarze, unnett wie die Bewohner von den Bahamas sein können, war dann doch nett, als ich ihr eine zwanzig Dollar Note über den Tisch geschoben habe. Plötzlich war sie sogar super nett, auch wenn wir es vorgezogen haben eine halbe Meile draußen vor der Marina zu ankern anstatt noch eine Nacht für 160 USD in der Marina zu bleiben. Über Funk hat sie mich dann redlich über die Aktivitäten des Zollagenten informiert, der das Paket quasi persönlich vorbeigebracht hat. Neue Locks für unsere zweite Wassermachermembreane, die schrecklich geleckt hatte. Von EchoTec aus Kulanz geschickt, ein paar O-Ringe, ein paar Hochdruckanschlüsse, auf denen wir Electrolyse gefunden hatte. Nun. 1.000 Stunden hat alles gehalten, drei Jahre und bereits 120.000 Liter Wasser hat die Anlage schon geliefert. Is doch schon ganz ordentlich.

Marina am vergangenen Samstag gab es aber auch, weil Nadja mit ihrem 11 Monate Sohn Jonas von Bord gegangen ist. Nein, nicht vorzeitig und auch nicht unglücklich. Eher sehr glücklich. Ehemann Michael fährt weiter mit bis zu den Azoren. Es war eine schöne Zeit und der Gesang von Jonas wird uns fehlen. Und so bin ich in den Genuss einer Einladung zum Essen gekommen. Meine Crew weiß was sich gehört und wir landen am besten Platz am Ort. Danke! Ich hätte nicht besser kochen können. Als ich nach Hause wollte, meinte dann Uli: „Lasss uns doch noch einen heben. Die Beiden wollen bestimmt noch mal alleine sein mit Jonas. Grins.“ Ach so. Ja dann. Und stille Wasser sind tief, denn mit Uli bin ich dann bis in die frühen Morgenstunden versackt. Dort wo auf den Tischen getanzt wurde und die Freunde der Nacht sich zum Wochenendfeiern zusammenfanden. Danke Uli. Vielleicht war das auch der Grund weil ich dann ein, zwei Tage so schreibfaul war und mich von den Folgen des Umzugs erholen musste.

Nach der Erholung geht es am Montag zum Alltag über. Boot für den Schlag zu den Bermudas vorbereiten. Es hat sich was angesammelt. Bootsjunge Michael muss nun ordentlich ran. Die ToDo Liste hat zwei Seiten, nein, drei Seiten. Dazu kommen die täglichen Aufgaben. Putzen, putzen, putzen. Radsteuerung nachstellen, Motorraum aufräumen und wieder putzen. Tausende von Kleinigkeiten stehen an. Ich bin mit Orga am Rechner beschäftigt, kniee immer wieder um das Wetter für das kommende Wochenende in die richtige Richtung zu beten. Da fällt der Generator aus. Verstopfung unter den Diodenblöcken im Kühlsystem. Das mache ich dann doch lieber selber.

Mitsegler Uli lässt sich nicht lumpen und verschränkt nicht alias Dagoberts Art die Arme, bringt fortlaufende dumme Sprüche, sondern packt das Projekt: „Undichtes Portlight“ an. Das macht er erstaunlich gut. Nach ein paar Stunden, ich hätte es nicht besser machen können, ist das Portlight wieder drin und dicht für die Ewigkeit. Ich erkenne ungeahnte Fähigkeiten, locke mit dem Angebot von frisch gebratenen Steaks (Wer stellt sich schon gerne bei 30 Grad in die Küche und brät Steaks?) Ulli, kannst Du bitte das Schothorn der Genua reparieren? Michael putzt derweilen die ganzen Ventilatoren. Acht Stück, die noch nie einer geputzt hat. Mist Arbeit. Dann werkeln sie zusammen am Segel. Unter Segeln, denn zwischenzeitlich sind wir ausgelaufen und segeln bei wenig Wind gegen den Strom aus West nach West End. Wir essen fürstlich. Danke Uli. Danke Micha. Es macht Spass mit euch zu schaffen. Wir loben uns gegenseitig und segeln in die Nacht hinein. Ab West End soll es übermorgen nach Norden gehen. Dann nach Bermudas. Die Prognosen für den Wind sind noch gut. Hoffentlich bleibt das so.

 


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