Monatsarchive: Februar 2016

Leinen los zur Langfahrt – Fachseminar mit Jimmy Cornell und Sönke Roever

Wer eine Langfahrt plant, hat viele Fragen zu Themen wie Schiff, Segel, Ausrüstung, Energiemanagement, Sicherheit oder Kommunikation. Mindestens genauso wichtig sind jedoch auch Themen wie Crewmanagement, Finanzen oder Vorbereitung und Planung. Im Seminar geben die beiden Blauwasserexperten Cornell und Roever einen ganzen Tag lang Anregungen und Antworten. Ziel dabei ist es, weniger die Theorie als viel mehr die Praxis zu vermitteln. Dabei kommen auch Fragen der Teilnehmer nicht zu kurz. Die Seminarsprache ist Deutsch.

Referenten

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Jimmy Cornell gibt seit Jahrzehnten äußerst erfolgreich Seminare zu allen Facetten des Langstreckensegelns. Dabei spielen neben seinen eigenen Erlebnissen vor allem die Erfahrungen aus dem Kontakt mit tausenden Seglern überall auf der Welt eine wichtige Rolle. Als Organisator unzähliger Segel-Rallyes über den ganzen Globus weiß der Fahrtensegler mit mehr als 200.000 Seemeilen im Kielwasser wie kaum ein anderer, worauf es bei der Planung einer Langfahrt ankommt. Er gilt als einer der erfahrensten Fahrtensegler weltweit und ist zudem Autor zahlreicher Bücher.

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Sönke Roever ist Weltumsegler mit 80.000 Seemeilen Erfahrung. Er arbeitet als freier Mitarbeiter und Fotograf für Europas größte Segelzeitschrift Yacht und hat mehrere Segelbücher geschrieben (u.a. das Fachbuch Blauwassersegeln kompakt). Zusammen mit seiner Frau Judith veranstaltet er erfolgreich eines der weltweit größten Blauwasserseminare, das jährlich auf der Wassersportmesse boot in Düsseldorf stattfindet. Zudem sind seine unterhaltsamen Fachvorträge zu verschiedenen Blauwasserthemen ein Publikumsmagnet.

Termine

Samstag, 09. April 2016 – Zürich/Schweiz

Holiday Inn Zürich-Messe | Wallisellenstrasse 48 | 8050 Zürich

Samstag, 30. April 2016 – Hamburg/Deutschland

Hamburger Segel-Club e.V. | An der Alster 47 a | 20099 Hamburg

Programm

09.00 Uhr – Teilnehmerregistrierung

09.30 Uhr – Begrüßung

Jimmy Cornell und Sönke Roever

09.45 Uhr – Erfolg und Misserfolg einer Reise – Was ist wichtig?

Jimmy Cornell

Worauf kommt es bei der Wahl des Schiffes und der Ausrüstung an? Welche wichtigen finanziellen Aspekte sind von Bedeutung? Welche Fähigkeiten der Crew sind erforderlich und wie sollte die Crew mental eingestellt sein?

11.15 Uhr – Kaffeepause

11.30 Uhr – Kommunikation und Wetter auf See

Sönke Roever

Satellitentelefonie, Funk (UKW, SSB und Ham/Amateurfunk), Navtex, Wetterfax, Gribdaten, Internet und Email. Wie kommuniziere ich mit anderen Yachten oder Personen in der Heimat? Wie bekomme ich Wetterinformationen fernab der Küste und wie lese ich diese?

12.30 Uhr – Mittagspause mit Imbiss

13.30 Uhr – Hochsee-Routine

Jimmy Cornell

Sicherheitskontrollen (Schiff, Rigg, Segel, Motor), Segelführung, Sturmtaktik, Proviantierung und Ernährung, Angeln, Nachtwachen und Schlafmanagement, Einfluss des Klimawandels und Umgang mit Kriminalität

14.30 Uhr – Kaffeepause

14.45 Uhr – Energiemanagement auf See

Sönke Roever

Wie gelingt es, energietechnisch unabhängig zu sein? Physikalische Grundlagen, Lichtmaschine, Windgenerator, Schleppgenerator, Solarzelle, Generatoren, Brennstoffzellen, Batterietypen, Management.

15.45 Uhr – Kaffeepause

16.00 Uhr – Reiseplanung – von Europa zum Mittelmeer, den Kanaren, den Kapverden, der Karibik oder weiter…

Jimmy Cornell

Informationen zu Zielen und Reisezeiten mit Routenvorschlägen und Hinweisen zur Planung

17.00 Uhr – Fragerunde

Jimmy Cornell und Sönke Roever

Teilnehmer-Fragen an die Referenten zu allen Themen

17.30 Uhr – Ende

Teilnahme und Anmeldung

Die Teilnahme am eintägigen Seminar kostet 95,- Euro pro Person. Eine Begleitperson zahlt 50,- Euro. Darin enthalten sind ein Mittagsimbiss und Seminarunterlagen zu den Vortragsthemen.

Eine Voranmeldung ist zwingend erforderlich!

Kartenreservierung unter info@blauwasser.de

Änderungen vorbehalten – Stand 02. März 2016

Der Beitrag Leinen los zur Langfahrt – Fachseminar mit Jimmy Cornell und Sönke Roever erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Angekommen in der Heimat

SchauIn’sLand Reise von der Kälte in die Hitze

“Is Dir heiß Micha? Du schwitzt ja.“ Lisa sitzt vor mir und schwitzt nicht. Sie ist ja auch schon seit November in der Karibik und kitet und reist herum. Mexiko, Panama, Tobago Trinidad. „Ja ich schwitze!“, grunze ich heiser. Irgendwie hat mich ein trockener Husten aus der Flensburger Goethe- oder Waldschule erwischt, der mir auch noch die Stimmer geraubt hat. Samstag am Abend setze ich mich in den Zug in Flensburg. Montag am Abend komme ich in Trinidad an. Ich verzichte mal auf die üblichen Reisebeschreibungen mit karibischen Beamten. Auf jeden Fall sitze ich mit dem ersten meiner vier neuen Crewmitglieder schon im selben Flieger. Martin aus der Schweiz gehört auch für die nächsten 14 Tagen dazu. Ronja taucht auch noch in der gleichen Nacht auf und Johannes erwarten wir am nächsten Morgen. Na, dass scheint ja alles wie am Schnürchen zu klappen

Jetzt aber erst mal in die Koje. Morgen mehr.


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Erfahrungsbericht: Ozeanüberquerung mit Kind

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von Daniel, Eva und Piet Müller (SY VENGA)

Seit etlichen Jahren spielten wir immer mal wieder mit dem Gedanken, einen Ozean zu überqueren. Dabei haben wir uns viele Fragen gestellt. Wie ist es, so lange auf See zu sein, kein Land zu sehen? Werden wir seekrank? Geht das mit Kind? Fragen über Fragen. Jetzt, da unsere erste Atlantiküberquerung hinter uns liegt, möchten wir unsere Erfahrungen weitergeben.

Acht Jahre lang haben wir uns auf einen großen einjährigen Törn im Rahmen einer Elternzeit vorbereitet. Von Lübeck an der Ostsee führte unser Weg zunächst nach Lanzarote und wir stellten uns der Frage: „Auf den Kanaren überwintern oder aber über den großen Teich in die Karibik segeln?“. Natürlich waren wir neugierig auf den Ozean, aber wir hatten auch immer wieder Zweifel, ob wir das schaffen können. Am Ende siegte die Ozeanüberquerung. Zu lange hatten wir schon auf die Idee hingearbeitet. Zudem waren wir uns sicher, dass wir das richtige Schiff und die richtige Ausrüstung haben. Und nicht zuletzt hatten die vielen Meilen seit Lübeck unsere dreiköpfige Familie zu einer praxiserprobten Crew zusammengeschweißt.

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Die Segelyacht der Müllers inmitten der blauen Weite des Atlantischen Ozeans

Im November 2015 warfen wir schließlich die Leinen los. Eine unspektakuläre Abfahrt von Arrecife auf Lanzarote. Es folgte noch ein kurzer Tankstopp in Puerto Calero und dann ging es los. Und trotzdem hatten wir immer noch nicht so recht verinnerlicht, was wir da eigentlich machten. Die ersten Tage hatten wir mäßige, später leichte Winde und sogar einen Tag Flaute. Perfekt, um rein zu kommen.

In den mehrtägigen Schlägen auf dem Weg von Lübeck zu den Kanaren hatten wir es nie geschafft, genug zu schlafen. Dies war immer eine besondere Herausforderung. Daher hielten wir uns diesmal möglichst strikt an unser dreistündiges Wachsystem. Daniel als Frühaufsteher schlief von 21 bis 0 Uhr und von 3 bis 6 Uhr, Eva von 0 bis 3 und von 6 bis 9 Uhr. Tagsüber gönnten wir uns jeder 1 bis 2 Nickerchen und kamen so auf täglich zwischen 5 und 8 Stunden Schlaf. Das reichte.

Dadurch, dass die ersten Tage angenehm anfingen, konnten wir uns langsam eingewöhnen. Dabei brauchten wir alle noch etwas Medizin gegen Seekrankheit (kleine Dosis Dimenhydrinat). Nach fünf Tagen nahmen wir nichts mehr ein, obwohl sich mit der Zeit langsam mehr Wind und Wellen aufbauten. Dennoch: Wir waren eingeschaukelt. Maximal erlebten wir konstante 25 bis 28 Knoten Wind bei drei Meter hohen Wellen. Dabei hatten wir nicht selten eine Kreuzsee. Die Wellenhöhe reichte von 0,5 bis drei Metern geschätzter Wellenhöhe. Teilweise bestimmten die Wellen den Kurs mehr als der Wind. Wir versuchten, einen möglichst angenehmen Winkel zu den Wellen zu finden. Auf dem Ozean hat man den Platz dafür.

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Kaffee kochen und Teig kneten werden im Takt der Wellen zum Balanceakt

Insgesamt haben wir so unangenehmen Schwell mit den entsprechenden Schiffsbewegungen in der Intensität nicht erwartet. Genauso erstaunt waren wir aber über das Maß, in dem wir uns daran gewöhnten. Es war anstrengend, ständig Ausgleichsbewegungen zu machen, aber wir waren frei von Seekrankheit und konnten täglich eine warme Mahlzeit kochen, unter Deck lesen, E-Mails schreiben und SSB funken. Seglerisch gab es keine diffizilen Entscheidungen zu treffen. Mal ein bisschen mehr Süd oder West um Schwachwinden zu entgehen, das war alles.

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Die VENGA ist ein Stagsegelschoner mit zwei gleichhohen Masten

Unser Schiff ist ein Stagsegelschoner. Das heißt wir haben zwei gleichhohe Masten und an jedem eine identische Genua. Das Großsegel haben wir nicht gesetzt. Die vordere Genua wurde nach Luv, die hintere nach Lee ausgebaumt. Ganz platt vorm Laken konnten wir so nicht segeln, aber fast. In etwa alle zwei bis drei Tage mussten wir halsen und gemeinsam die Bäume schiften. Das gelegentliche Anpassen der Segelfläche an den Wind und die Stärke durch Trimmen und Ein- oder Ausrollen der Segel konnte stets einer von uns beiden alleine erledigen – auch in ausgebaumtem Zustand.

Wir waren froh, das Großsegel nicht zu benutzen, denn bei dem Gerolle war die Gefahr einer Patenthalse durchaus relevant. Wie wichtig ein gutes Konzept für das Vorwindsegeln ist, wurde uns klar, als uns ein Segler bei Schwachwind begegnete. Er musste motoren, weil keine passenden Spinnakerbäume vorhanden waren, während wir noch 4 Knoten Fahrt machten ohne schlagende Segel.

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Immer wieder ein Höhepunkt. Der Fang eines großen Fisches.

Sternschnuppen, fliegende Fische, und der Fang von drei großen und sehr leckeren Goldmakrelen (Mahi Mahi) waren Höhepunkte der Überquerung. Dabei ist das Fangen eines großen Fisches echt Arbeit. Anlanden, Töten, Ausnehmen, Filetieren, Cockpit sauber spülen. Schnell vergehen zwei Stunden, in denen Schwell und Starkwind in Vergessenheit geraten können. Aber auch die Stunden in der Nacht allein auf Wache mit einem Milchkaffee im Cockpit waren schön. Außerdem hatten wir während der Passage regelmäßig im AIS andere Segler gesichtet und per UKW-Funk einige Freundschaften geschlossen und uns auf Grenada verabredet.

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Ein kleiner fliegender Fisch ist an Deck gelandet

Unser sechsjähriger Sohn Piet hat die Reise wunderbar gemeistert. Im Vorwege hatte er sich auf 3 Wochen tägliches Fernsehen gefreut. An Land darf er nämlich nur alle drei Tage einen Film gucken, auf See täglich. Er hat Spaß daran gehabt, die Wellen zu bestaunen, die fliegenden Fische, die Sternschnuppen. Sein CD-Player war Gold wert. Abends hat unser Piet oft laut Musik gespielt und mitgesungen, tagsüber waren Hörbücher gefragt. Auch haben wir hin und wieder ein bisschen Vorschulaufgaben gemacht. Unterm Strich haben wir Piet täglich nur ein bis zwei Stunden „bespaßen“ müssen in Form von Vorlesen, Mensch-ärgere-Dich-nicht spielen oder ähnlichem. Hilfreich war auch der Adventskalender. Wir hatten mal ein Hörbuch, mal ein Überraschungsei, Aufkleber oder mehrere Tage hintereinander verteilt ein Lego-Auto eingepackt. So gab es täglich eine Kleinigkeit oder neues Spielzeug.

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Kindliche Logik: Bauklötze werden zwischen Matratze und Schott eingeklemmt, damit sie im Seegang nicht umkippen

Bewegungsmangel war kein Thema. Täglich hüpfte und rollte unser Sohn wild auf dem großen  Doppelbett im Salon herum und spielte Kaninchen, um seinen Bewegungsdrang auszuleben. Mehr fehlte nicht. Wir hörten von anderen Crews, dass auch deren bewegungsfreudige Kinder kein Problem hatten. Wir denken, das liegt daran, dass die Schiffsbewegungen, die ständig Ausgleichsbewegungen erfordern, den Bewegungsdrang ausreichend befriedigen. Was wir Erwachsene als anstrengend erleben, ist für vier- bis achtjährige Kinder vermutlich der Minimalbedarf an Bewegung.

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Selbstgemachte Eiscreme aus Orangensaft sorgt für Abwechslung und Abkühlung

Andere Familien bestätigten uns, dass gerade ihre jüngeren Kinder die mehrwöchige Passage sehr selbstverständlich angingen. Wo die Familie ist, ist der richtige Ort. Unser Sohn fragte nach 14 Tagen erstmals, wann wir denn ankommen würden.

Also ging es uns dreien gut. Mit dem Schiff, einer 15,30 Meter langen Stahlyacht mit Langkiel, fühlten wir uns wohl. Dennoch schwelte immer die Sorge im Hinterkopf, ob auch alle Systeme durchhalten. Vor allem Autopilot, Motor, Rigg, Energieversorgung und Kommunikationssysteme. Wir hatten keine größeren technischen Probleme, trotzdem lastete auf uns die ständige Sorge und das Wissen darum, auf uns allein gestellt zu sein.

Von Seglern mit mehr Ozeanerfahrung, die zur gleichen Zeit den Atlantik überquerten, hörten wir, dass unsere Atlantiküberquerung von vergleichsweise unangenehmem Schwell gekennzeichnet war. Dennoch denken wir, dass wir mit dem Wetter Glück hatten. Ein Viertel Starkwind, die Hälfte frische Winde, ein Viertel schwache Winde. Das fanden wir sehr in Ordnung. Die berüchtigten Squalls – in unserem Fall mit bis zu 39 Knoten Wind – erwischten uns nur am letzten Tag der 22-tägigen Passage.

Der Landfall in Grenada setzte weniger Emotionen frei als gedacht. Das Grün und die Geräusche des Regenwaldes waren irre. Statt eines totalen Hochgefühls hatten wir aber eher das tiefe Empfinden, wie gut es war, dort zu sein. Söhnchen stapfte genauso selbstverständlich an Land los wie er vorher drei Wochen an Bord war.

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„Hart und schön!“ – Die Atlantiküberquerung von Daniel, Eva und Piet Müller

Zusammenfassend hat unser Sohn die Atlantiküberquerung perfekt beschrieben. Auf die Frage mitten auf dem Atlantik, wie er es finde, antwortete er: „Hart und schön!“ Dem haben wir wenig hinzuzufügen. Wir vertrauen unserem Schiff, alles hat gut funktioniert, nichts ist kaputt gegangen inclusive der Crew, das Erlebnis war einmalig.

Das war unsere erste Atlantiküberquerung, in drei Monaten steht die zweite Atlantiküberquerung in östlicher Richtung an. Wir sind gespannt, wie wir die Rückreise via Bahamas, Bermuda und Azoren empfinden werden und ob sich unsere Eindrücke und Erfahrungen mit denen der ersten Überfahrt decken werden.

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Hafenleben und Dingitrips

Liebe Leser, Die wichtigsten Sachen zuerst: Cati ist wieder vollkommen fit. Herzlichen Dank für alle Emails mit guten Wünschen! Das hat uns moralisch gewaltig geholfen, denn wir mussten uns ja hier auf Great Harbour Cay gezwungenerweise zweieinhalb Wochen lang in Geduld üben….

Mare Più. 2016-02-07 00:31:00

Im Nachhinein und Hinterher klingt alles wie erfunden. Und doch ist jedes Wort wahr: Mein Film entstand wahrscheinlich genau in dem Moment, in dem mich zum ersten Mal die Faszination des „Auf dem Meer unterwegs seins“ voll erwischt hatte.

Es war 1998. Die Eltern meiner damaligen Freundin – Segler, Abenteuer-Urlauber alter Couleur mit drei Kindern – hatten mich eingeladen, doch mit ihnen in der südlichen Türkei segeln zu gehen. Ich willigte ein, nichtsahnend, was auf mich zukäme. Wir legten ab, und kaum hatten wir die Hafenmole von Marmaris erreicht, entfuhr mir ein Schrei, so wie ich am Vortag stand. Ein Jubel. Irgendwie war es um mich geschehen.

Was es war: Dem versuche ich bis heute auf die Spur zu kommen. Seither bin ich segelnd auf dem Meer unterwegs. Zuerst knappste ich die Zeit neben meinem Beruf ab. Von meinen sechs Wochen Urlaub habe ich jedes Jahr sieben Wochen auf dem Meer verbracht. Mindestens. Nach meinem zweiten oder dritten Törn trabte ich los und kaufte eine Kamera. Ich wollte einen Film machen, was dieses Segeln für mich ist. Nichts von alledem, was Sportgazetten und Webseiten beherrscht, das „Schneller! Höher!! Weiter!!!“ des Regattasports oder des VOLVO OCEAN RACE. Nichts vom Kick, den „Speed“ vermitteln kann. Nichts über Beschleunigung.

„Freunde der Fünf-Meter-Wellen-Action,
Fans rauschender Gleitfahrten mit überspülten Decks,
Liebhaber hektischer Filmschnitte:
Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein:
Dies ist kein Film für Euch!“
DIE SEGELREPORTER im Dezember 2015
über meinen Film.

Nein. Mein Film sollte über etwas anderes gehen: Über das langsame. Über die Ruhe, die man findet, wenn man die Nacht allein in einer einsamen Bucht verbringt. Über den Frieden, der sich an unwirtlichen Orten einstellt, wo man niemals vermutet hätte, ihn finden zu können. Zehn, zwanzig Seemeilen von der Küste entfernt, weit weit weg, wenn Land am Horizont verblasst. Irgendwo auf einer Ägäisinsel, wenn man hoch über dem Meer den Grat im Wind entlang wandert. Im Laden des lachenden, 92jährigen Herrn Michelakis auf Amorgos, der ähnlich wie das Haus meiner Großmutter mehr mit einer vergessenen Galaxie gemein hat als einem „Shop“.

Allesamt sind dies scheinbar unwirtliche Orte. Und doch auch Reiseziele, die man in keinem Ferienprospekt fände. Und auch nicht für noch so viel Geld buchen könnte.

„… eröffnet dem Weltenbummler ganz wunderbare Traumziele,
auf die man bei üblicher Herangehensweise
schwerlich gekommen wäre.“
DIE YACHT über EINMAL MÜNCHEN – ANTALYA, BITTE. 

Der Film ist da. Und jetzt?
Habe ich natürlich Angst, dass Leute ihn nicht gut finden. Mein Alptraum geht so: Am kommenden Sonntag, wenn der Film vorbei ist und das Licht im Saal wieder angeht, schaue ich in die Gesichter der Zuschauer – und schaue in verhärtete, zu Stein gewordene Gesichter. Köpfe, die verneinend hin und hergehen. Es ist nicht auszuschließen. Es wäre mir arg. Denn: Mit seinen Kunden darf man alles machen, alles. Nur eines nicht: Sie langweilen.

„… ein Sehnsuchtsbuch par excellence.
Und ein echtes sinnliches Erlebnis.“
MÄRKISCHE ZEITUNG im Oktober 2015
über das Buch EINMAL MÜNCHEN – ANTALYA, BITTE.

Aber lassen wir uns einfach überraschen, was da kommt. Denn schließlich gilt: „Ein Boot im Hafen ist sicher. Aber dafür ist ein Boot nicht gemacht.“ So lautet das Schlusswort meines Films. Und das gilt auch für einen Film, an den man immer gedacht, ihn nie gemacht oder gezeigt hat.

„Absolut empfehlenswert!
Für Reisebegeisterte ist ‚Einmal München-Antalya, bitte!‘ definitiv zu empfehlen.“
RATGEBER.REISE. im Juni 2015


Und auch wenn dieser Film vordergründig ein Segelfilm ist, auch wenn mein heimlicher Held in diesem Film das Meer ist und jeder Moment im Film sich um die Sehnsucht nach dem Meer dreht: Es ist ein Reisefilm. Ein Film darüber, was passiert, wenn wir uns aufmachen.

„Die Besonderheit des einstündigen Streifens
ist seine Ruhe. Eine Ruhe, die der Film
mit poetisch angehauchter Sprache und sinnlichen Bildern 

von Szene zu Szene eingehender vermittelt.“

SEGELREPORTER im Dezember 2015

EINMAL MÜNCHEN – ANTALYA läuft zunächst in folgenden Kinos – ich hoffe, es werden noch mehr:

Sonntag, 14.2.2016    11.00 und 13.00 Kino P, Penzberg
Sonntag, 21.2.2016    10.30 Kino im Griesbräu, Murnau
Sonntag, 21.2.2016    13.00 KurTheater, Tutzing

sowie in Ausschnitten auf folgenden Veranstaltungen

Samstag, 13.2.2016    15.00 F.R.E.E. München auf dem MITTELMEER SKIPPER-TREFFEN.
Donnerstag, 31.3.16   19.00 URANIA Berlin

Zum Trailer des Films? Gehts hier lang!

Special Thanks an die vielen Menschen, 
ohne die EINMAL MÜNCHEN – ANTALYA, BITTE
nie entstanden wäre. Und an
Susanne Guidera, www.concepts4u.de 
für ihre perfekte Pressearbeit 
für Buch und Film.

Hellau!

Jungweiber im Chaos in Flensburg.

Lena hat sich entschlossen als Obelix zum Karneval zu gehen. Mama Nathalie hilft wie immer mit vollem Elan und am Samstag steigt bei uns die Party zum Fest. Gleichzeitig werde ich versuchen meinen ganzen Kram in Taschen und Seesack unterzubringen.

Meine Vorträge beim CCS in Zürich und in Basel waren der Hit. Ich und die insgesamt wohl an die hundertfünfzig Zuschauer sind voll auf ihre Kosten gekommen. Besonders in Basel ist es mir gelungen eine Stimmung zu schaffen, die Zeit und Raum vergessen ließ. Nach meiner eigentlichen Bilderflut vom Kap Hoorn über Spitzbergen und erneuter Atlantiküberquerung folgte eine lange Fragestunde und Diskussion. Insgesamt hat mir der Besuch, mal abgesehen davon, dass ich damit meinen Flug nach Deutschland finanziert habe, einen guten Motivationsschub gegeben weiter zu machen, mehr zu fotografieren, weiter zu schreiben und vielleicht sogar mal eine längere Vortragsreise durchzuführen. Es hat einfach Spaß gemacht und das Selbstwertgefühl gestärkt. Es tut gut die Anerkennung anderer Segler zu spüren und zu bekommen. Einen dicken Dank an den CCS Crusing Club der Schweiz.


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Jetzt im Kino: Einmal München – Antalya, bitte

Cover München-AntalyaDarf man das? Seine Arbeit, die Frau, die man liebt, sein Zuhause einfach hinter sich lassen, um segeln zu gehen? Darf man einem Traum folgen, nur, weil er immer wiederkehrt? Fünf Monate unterwegs mit einem kleinen Boot entlang der Küsten des Mittelmeeres. Ein sinnlich-poetischer Film, inspiriert vom Meer. Und von den Menschen, die dort leben.

Nach dem abrupten Ende seiner beruflichen Karriere beschließt Thomas Käsbohrer, seinem Traum zu folgen und auf einem kleinen Boot durch das Mittelmeer zu segeln. Er entscheidet sich für die langsame Route. Er fährt mit dem Bus von München ins slowenische Izola und besteigt dort sein kleines Segelboot LEVJE, mit dem er aufbricht, um einer Jahrtausende alten Route fünf Monate bis nach Antalya zu folgen. Entlang der Küsten des Mittelmeers folgt Thomas Käsbohrer den Spuren von Händlern und Heiligen, Eroberern und Lebenskünstlern und segelt zwischen den Inseln, wohin der Meltemi ihn treibt.

 

Ein Film über Scheitern und Neuanfang, über die Sehnsucht nach dem Meer und die Suche nach dem, was man ein „glückliches Leben“ nennen kann.

Egal ob Thomas Käsbohrer unterwegs die Einsamkeit der Tremiti-Inseln entdeckt, die griechische Inselwelt und ihre Mythen erkundet oder die Menschen und ihre Schicksale entlang der Route liebevoll beschreibt: Stets ist das Meer in seiner ganzen Schönheit der heimliche Hauptdarsteller dieses Films. Und doch sucht der Film nach einer Antwort auf die Frage: Darf man einem Traum folgen – nur, weil er immer wiederkehrt? Ein Film über die Kunst, langsam zu reisen, um zu sich selbst zu finden. Kommt ins Kino! millemari. zeigt diesen Film nun im Kino. Reservierungen erbeten!

14.2.2016, 11.00 und 18.00 Uhr: Kino P,
Penzberg. Ab 10 Uhr mit Weißwurstfrühstück!
Fraunhoferstr. 8, 82377 Penzberg
Tel./Fax: +49 8856 80 20 882

21.2.2016, 10.30 Uhr: Kino im Griesbräu, Murnau
Obermarkt 37, 82418 Murnau am Staffelsee
Tel. +49 8841 5175

21.2.2016, 13.00 Uhr: Kurtheater,Tutzing
Kirchenstraße 3, 82327 Tutzing
Tel. +49 8158 6380

Der Film: Einmal München – Antalya, bitte. – 60 Min. HD. 24,99 €
Das Buch: Einmal München – Antalya, bitte. – 320 Seiten, eBook 9,99 €, Buch, 24,95 €

Thomas Käsbohrer: Nach dem abrupten Ende seiner beruflichen Karriere im Frühsommer 2014
beschließt Thomas Käsbohrer, nach Antalya zu reisen. Doch statt den dreistündigen Flug zu wählen, entscheidet er sich für die langsame Route. Er fährt mit dem Bus von München ins slowenische Izola und besteigt dort sein kleines Segelboot LEVJE. Und segelt fünf Monate von Slowenien über Italien und Griechenland ins südtürkische Antalya. Während dieser Reise entsteht der Blog www.marepiu.blogspot.de – einer der meistgelesenen Blogs in der Segelszene mit 140.000 Klicks in 16 Monaten.

Weitere Informationen und Voranmeldung zum Kinobesuch bei millemari, Susanne Guidera, Nymphenburgerstr. 101, 80636 München, Tel. +49 89 54809902, gui@millemari.de, www.millemari.de

f.re.e 2016: ADAC lädt zum Mittelmeerskipper-Treffen

DruckAnlässlich der Reise- und Freizeitmesse f.re.e. lädt die ADAC Sportschifffahrt am 13.02.2015 zum ADAC Mittelmeerskipper-Treffen ein.  

Das seit Jahrzehnten etablierte Mittelmeerskipper-Treffen findet auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der Reise- und Freizeitmesse f.re.e (ehemals C-B-R) am Samstag, dem 13. Februar 2016 um 16.00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist traditionell die Messe München, Raum B 61 (1. Stock Halle B6).

ACI Marina Slano

Sicherlich auch ein Programmpunkt: die neue ACI Marina Slano, Eröffnung im Mai 2016.

Die Themenauswahl ist wieder äußerst vielfältig und verspricht spannende und informationsreiche Vorträge für Mittelmeer-Skipper. Neben den Themenfeldern Bootsversicherung, Gewittersegeln und Revierinformationen aus Griechenland und der Türkei, wird sich ein Referat mit den Neuigkeiten aus Kroatien befassen. Nicht nur wegen der räumlichen Nähe zu Kroatien genießt dieses Wassersportrevier auf Bayerns größter Reise- und Freizeitmesse stets besonders großes Interesse, zumal für dieses Revier Erfahrungsgemäß auch der größte Informationsbedarf wegen Neuregelungen und Änderungen besteht – auch diese Informationslücke wird ein Referent zu schließen wissen.

Folgende Referate stehen unter Moderation von Dr. Steffen Häbich (Leiter ADAC Wassertouristik & Sportschifffahrt) auf dem Programm:

Wassersport-Versicherungen – Typische Schadensfälle und welche Versicherungen das Risiko abdecken

Referent: Torsten Rust, Boots-Sachverständiger und Versicherungsexperte Vortragsdauer: ca. 20 Minuten + anschließende Fragerunde/Diskussion 2)

Griechenland und Türkei – aktuelle Besonderheiten und das Revier

Referent: Thomas Käsbohrer, Autor und Blogger Vortragsdauer: ca. 20 Minuten + anschließende Fragerunde/Diskussion

Gewittersegeln (Auszüge aus dem gleichnamigen Buch, erschienen im millemari Verlag)

Referent: Susanne Guidera, Verlagsleiterin millemari Vortragsdauer: ca. 20 Minuten + anschließende Fragerunde und Diskussion

Kroatien und Mittelmeerraum: Neuigkeiten und Regelungen für Skipper 2016

Referent: NN, Vortragsdauer: ca. 20 Minuten + anschließende Fragerunde und Diskussion

Nach den Vorträgen gibt es jeweils ausreichend Möglichkeiten für Fragen und Diskussionen, eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich. Das Veranstaltungsende wird voraussichtlich um 18 Uhr sein.

Die Messe München und die ADAC Sportschifffahrt freuen sich auf zahlreiche Beteiligung.

Bayerns größte Freizeit- und Reisemesse lädt Sie vom 10. bis 14. Februar 2016 (je 10 bis 18 Uhr) auf dem Messegelände München ein, die neuesten Reise- und Freizeitmöglichkeiten zu erleben. Sichern Sie sich schon jetzt Ihre vergünstigten Tickets. Für Mitglieder und eine Begleitperson gibt es die f.re.e inkl. der AUTOTAGE im ADAC Vorverkauf zum Vorteilspreis von 7 € (pro Person) statt 10 €Nur bei den ADAC Vorverkaufsstellen, nicht an der Messekasse erhältlich!

Ich bin ein Flensburger

Überflieger

Muss doch mal gesagt werden. Düsseldorf ist für mich Vergangenheit. Der Hafen unserer MARLIN ist Flensburg und ich bin, genau wie Nathalie und unsere Kinder Flensburger. Nordischer Patriotismus. Maya meint zu mir, ich soll doch mit der MARLIN Hafentörns anbieten. Oder vielleicht einmal um die Ochseninseln. „Prima Idee Maya!“, Papa ist total begeistert. Das wollte ich immer schon. Grins.

Immer noch in Zürich, sitze ich in einem einsamen asiatischen Restaurant und bereite mich auf die nächste Präsentation vor. Noch ein paar Bilder auf dem Keynote Leuchttisch rumschieben. Ein paar Moderator Notizen. Ein paar Erinnerungen. Mir bleibt nicht mehr viel Zeit. Am Freitag muss ich hektisch packen und dann wie üblich mit viel zu viel Gepäck am Sonntag Richtung Frankfurt durchstarten. Rosenmontag werde ich in der Luft verbringen. Am Dienstag schon wieder auf der frischpolierten MARLIN sein. Tja. Überflieger, Vielflieger. Flensburg sieht mich erst im Sommer wieder. Die restlichen Mitsegeltrips um Kuba und über den Atlantik füllen sich stetig. Gut so.


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Micha präsentiert bei IBM in Zürich

On Stage

Geht das überhaupt? Micha alleine und ohne Nathalie auf der Bühne? Am 2.2.16 bin ich beim CCS in Zürich eingeladen und am 3.2.16 noch mal in Basel. „Chris, ich komm Dich besuchen. Hast Du Zeit?“ Mein Mitsegler und Co Skipper der letzten Atlantikrunde, wohnt in Züruch und ist direkt am Ball. „Ach, dann kannst Du ja bestimmt vor ein paar Leuten bei mir in der Firma auch den Vortrag halten. Geld gibt es zwar keins, aber ein Abendessen.“ Ich kann Chris die Bitte nicht abschlagen und bin dabei. Heute komme ich mit dem Flieger aus Hamburg an, schlage mich durch nach Altenstetten und da steht Chris: „Sind nen paar mehr Teilnehmer geworden. So um die fünfzig haben zugesagt.“ Upps, denke ich mir. Dann sehen wir das mal als Probe an.“ Das Problem beginnt. Das neue MacBook Air unterstützt meinen Remote Control nicht. IBM hilft aus. Cool. Sch… Apple. Manchmal haben die ja nicht alle Tassen im Schrank.

Der Vortrag über 2 Stunden ist der volle Erfolg. Nach der Pause fehlt nur ein Zuhörer. Cooles Feeling. Super Zuhörer. Kann ich wohl doch noch. Am Ausgang steht eine Spendenbox und die füllt sich redlich. Also hat es sich auch dieser Vortrag doch gelohnt. Danke Chris. Danke IBM. Vielleicht meldet sich ja sogar noch ein Mitsegler. Morgen geht es nach Affoltern im Hotel Kronenhof um 19:00. Also. Wer noch will, der kommt dahin.


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Neuer Blogeintrag auf YACHT-Online

Während Cati’s Medikamente einen tollen Job machen und es ihr Tag um Tag besser geht, habe ich ein paar Zeilen zu Sinn und Unsinn von Zeitplänen geschrieben. Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir von irgendwelchen Zwischenfällen ausgebremst werden….

boot Düsseldorf 2016: Super Stimmung in vollen Messehallen

Neun tolle Tage für alle Wassersportfans. Ein Fest des Wassersports.

boot Düsseldorf

 

Die boot Düsseldorf ging am Sonntag nach neun tollen Tagen, an denen sie ein Fest des Wassersports bot, zu Ende. In allen 17 Messehallen herrschte eine super Stimmung und die 1.800 Aussteller berichteten von einem äußerst interessierten und kauffreudigen Publikum. Aussagen von Ausstellersprechern wie „Düsseldorf rechnet sich immer!“ beschreiben den Erfolg der boot 2016 mit einem Satz.

247.000 Besucher aus 52 Ländern, das sind 2,8 Prozent mehr als 2015, erlebten das weltweit größte Spektakel rund um den Wassersport in Messehallen. 1.800 Boote und Yachten, aktuelle Trendsportarten wie Wake-, Skimboarden sowie Kiten, Tauchen und Angeln, Kanus und Kreuzfahrten bilden ein komplettes Bild der Branche ab. Dies überzeugte die Wassersportfans und 97,5 Prozent gaben der boot Düsseldorf Bestnoten. Das erfreut die Messemacher um Chef Werner Matthias Dornscheidt: „Mit der boot ins Messejahr zu starten macht einfach Spaß. Wer einen Blick in die Hallen wagte, sah gut gelaunte Aussteller und ein tolles Publikum mit exakt der richtigen Mischung aus Fachbesuchern und privaten Wassersportfans. Die boot 2016 war eine professionelle Party, die im trüben Januar Lust auf Meer machte.“

Das Thema Segeln und Segelboote ist traditionell das beliebteste Segment der boot. An zweiter Position liegt der Motorbootbereich, gefolgt vom Tauchen sowie dem Zubehör- und Ausrüstungsbereich. boot-Chef Goetz-Ulf Jungmichel: „Sehr beeindruckend ist auch das große Interesse an Luxusyachten. Das zeigt, dass wir hier in Düsseldorf genau das richtige Publikum für das hochpreisige Segment haben.“ Beliebt war auch der „Cruise Pavilion“ mit einem breitgefächerten Angebot an Kreuzfahrten, in dem die Reisen direkt gebucht werden konnten. Junges Publikum zieht es auf der Messe in die Beachworld mit dem Aktionsbecken, auf dem es beim Wake- und Skimboarden sowie dem Kiten selbst aktiv sein kann. Wassertourismus und Charter sowie Angeln liegen ebenfalls hoch in der Gunst der boot-Besucher: „Und unsere Fans sind uns treu“, freut sich Jungmichel. Im 47. Jahr der boot kennen viele Wassersportler die Messe schon aus Kindertagen und geben diese Begeisterung an die nachwachsende Generation weiter.

Die ausstellende Branche zollt der Messe ein großes Lob für das weiter gestiegene Niveau der professionellen Besucher. Vor allem Fachleute aus der Bootsindustrie, der Touristikbranche sowie dem Dienstleistungssektor nutzten die boot 2016 zu intensiven Gesprächen und Order bei den ausstellenden Unternehmen. Über 50.000 Besucher reisten in diesem Jahr aus dem europäischen Ausland und aus Übersee zur Messe nach Düsseldorf. Für Goetz-Ulf Jungmichel ein eindeutiges Indiz für die weltweite Führungsposition der boot Düsseldorf: „Gerade für die internationalen Fachleute sind wir die Nummer 1 der Bootsmessen, da wir jedes Jahr die komplette maritime Welt abbilden. Die Aussteller sind bei uns mit Booten und Ausrüstungen am Start, dadurch kann sich der Besucher ein realistisches Bild der Angebotspalette verschaffen.“

Das vergangene erfolgreiche Jahr für die Wassersportwirtschaft hat sich auf die diesjährige Messe deutlich ausgewirkt. Sowohl private Wassersportliebhaber als auch die Fachbesucher zeigten eine hohe Investitionsbereitschaft. Jürgen Tracht, Geschäftsführer beim Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW), freut sich dementsprechend über den Verlauf der boot 2016: „Wir sind hoch zufrieden. Die boot hat unserer Branche weitere wichtige Impulse gegeben, die sich im Verlauf des Jahres positiv bemerkbar machen werden. Dies bestätigt unsere im Vorfeld genannten Prognosen eindeutig. Auch für die Zukunft der Wassersportwirtschaft gehen wir von einem Aufwärtstrend aus. Fast 90% der Unternehmen rechnen in den kommenden zwei bis drei Jahren mit einer weiter steigenden Marktentwicklung. Die stabile maritime Konjunktur mit Zuwachsraten im einstelligen Bereich zieht sich durch fast alle Marktbereiche.“

Auch die ADAC Wassersportexperten ziehen eine positive Bilanz. Die Nachfrage nach Beratung rund um den Wassersport, nach dem ADAC Marina-Portal und dem ADAC Yachtcharter Vergleichs- und Buchungsportal sowie nach den bootstouristischen Informationen (BTI) war enorm.
 

Das Steuer der boot Düsseldorf übergibt nach der Messe Goetz-Ulf Jungmichel an Petros Michelidakis. Jungmichel, der seit Mitte 2008 die Geschicke der Wassersportmesse leitet, wird die Messe Düsseldorf Ende Februar 2016 in Richtung Hamburg verlassen. Er übernimmt dort ab 1. März 2016 die Position des Generalsekretärs und Geschäftsführers des Deutschen Segler-Verbandes. Aufgrund der Rolle des DSV als einer der ideellen Träger der boot bleibt er dem Projekt weiterhin verbunden. Sein Nachfolger auf der Kommandobrücke der boot ist ein erfahrener Messemann, unter anderem seit Jahren erfolgreich für die Messe Düsseldorf im Auslandsvertreternetz für Griechenland zuständig. Beide Messemacher haben in den vergangenen Monaten, unter der Führung von Jungmichel, Seite an Seite mit ihrem Team für eine erfolgreiche boot Düsseldorf 2016 und eine gute Staffelübergabe gearbeitet. Messechef Dornscheidt: „Der neue boot-Steuermann kennt uns, kennt die boot und das Messe- und Vertriebsmanagement von der Pike auf. Er wird die marktorientierte Ausrichtung der boot weiterhin vorantreiben und dafür sorgen, dass die boot ihre Spitzenposition beibehält.“ Die nächste boot Düsseldorf öffnet vom 21. bis 29. Januar 2017 wieder ihre Tore.