Monatsarchive: Januar 2015

Der Kreis schliesst sich

Es geht nun heute wieder nach Atlanta und morgen zurück nach Deutschland. Auf dem Tacho stehen 3.000 Meilen mehr. Rund 4.800 Kilometer durch den Südosten der USA liegen hinter uns. Weihnachten und Sylvester haben wir hier erlebt. Schön wars und zu kurz.

SV Tara – Roel van Schaik NED

SEGELN UND REISEN – HAPPY NEW YEAR aus EDEN CHILE
Koopmans41Peter,
the attached photo shows Tara in Canal Smith/Patagonia. This is our favourite way of sailing: the windpilot doing the work while we enjoy the views and the sun.
Best regards,
Roel
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VIDEO: Memphis #1 – The Ghost of Elvis

Memphis war so vielseitig, das ich davon zwei Videos zusammenstellen werde. Die Nummer 1 widmet sich dabei ausschliesslich Elvis Presley und zeigt Bilder von Graceland, den Privatjets und Autos und weitere für Fans eventuell interessante Dinge. Auf Graceland selbst wird das Verbot von Videoaufnahmen recht streng kontrolliert, daher gibt es hiervon nur Fotos. Und die Musik von John Barron „I owe you one“. Das passt perfekt!

Time for new Adventures

20150101

Dicke Freunde

Wir haben uns die ganzen verrückten Flensburger Pyromanen von der Förde aus angeschaut. Mit einer handvoll enger Freunde und drei Jungen Damen. Das mit dem Feuerwerk ab 00:00 Uhr verstehen die Flensburger Pyromanen noch nicht so. Ab 16 Uhr hat man schon das Gefühl gehabt, dass das neue Jahr schon da ist. Dann aber ab Mitternacht legen sie erst richtig los. Man hat so dass Gefühl, dass wir mit unserer roten MARLIN von beiden Seiten ins Kreuzfeuer genommen werden, also tuckern wir mit der Wasserschutzpolizei zusammen etwas weiter raus. Im Übrigen sind wir die ein zigsten Schiffe, auf der Förde die die Leinen losgeworfen haben. Hatten wir uns ja anders vorgestellt. Kurz vor Mitternacht ist Lena durch. „Kann nicht mehr!“ Mit einer Decke legt sie sich zu Lars unter den Salontisch und schläft zwei Minuten später ein. Ein Arm um den großen Lars, dieser legt eine Pfote auf Lenas Bauch und bewegt sich keine Stück mehr weg von seiner geliebten Lena weg.

Um Eins ist der Spuck vorbei. Jetzt darf der Skipper auch endlich einen Rum und das neue Jahr ist eröffnet. Abenteuerspielplatz MARLIN: Kurs Norwegen ist schon mal abgesteckt.

7 Tipps, wie Sie es 2015 schaffen, 7 Wochen Segeln zu gehen.

Blick aus Monemvasia auf den östlichen Peloponnes. Ein Ort und eine Landschaft, die es wert sind, ein paar Mühen auf sich zu nehmen. Und aus dem Alltag auszubrechen. Siehe dazu auch das letzte Foto dieses Beitrages.
Gute Vorsätze. Ich konnte nie ohne. Ich kann nicht ohne. Und heute ist es Zeit, ein paar davon zu fassen. Neujahr ist auch Neustart. Ein bisschen jedenfalls immer. Die Chance, einfach mal neu anzufangen. 
Und deshalb: 7 Tipps, wie Sie es in 2015 schaffen, 7 Wochen Segeln zu gehen.
Familie. Und Beziehung. 
Will einer Segeln gehen, gehören meistens zwei dazu. Oder mehrere. Einer der segelt. Und einer, der „mitmacht“, die Entscheidung mitträgt, damit einverstanden ist. Egal, wie viele es sind: Hier hilft nur reden. Reden Sie frühzeitig über Ihrem Traum, einfach mal länger Segeln zu gehen. Setzen Sie Ihren Traum in die Welt, indem Sie ihn aussprechen. Beobachten Sie sich selber dabei, wie Sie Ihren Traum formulieren, und was Ihnen an diesem Traum wichtig ist.
Egal, ob man allein segeln geht oder zu zweit: Der Partner, die Partnerin müssen bei dieser Entscheidung „im Boot sein“, die Entscheidung mittragen. Hier hilft nur: reden. Wie beim nächsten Punkt auch.
Der liebe Job.


Sie sind angestellt. Sie sind sehr gut in Ihrem Job. Die Firma kann nicht auf Sie verzichten. Das ist ausgezeichnet! (Vorausgesetzt, Sie sind nicht so dumm und halten sich für nicht ersetzbar. Glauben Sie mir: das ist JEDER.)
Keine Firma kann es sich leisten, einen wichtigen Mitarbeiter zu frustrieren. Gehen Sie in mehreren Schritten vor:
1. Zeigen Sie Ihrem Chef über einen längeren Zeitraum, dass die Dinge dann gut laufen, wenn Sie im Urlaub sind. Aufträge kommen rein, obwohl sie nicht da sind. Die Abteilung läuft, wenn sie weg sind. Die Kunden machen keinen Radau, obwohl sie nicht im Haus sind.
2. Nähren Sie in Ihrer Firma das Gerücht: „Es läuft, wenn ich nicht da bin.“
3. Müssen Kollegen mit ins Boot, sprechen Sie frühzeitig mit ihnen. Erarbeiten Sie fertige Lösungen für Ihre Firma, wie das in Ihrer Abwesenheit klappen könnte. Unter guten Kollegen ist „dieses Jahr Du, nächstes Jahr ich“ immer möglich. Wichtig ist nur: dass Sie Ihrem Chef ein fertiges Konzept präsentieren. Eine Lösung, zu der er nicht nein sagen kann. Chefs sind Menschen, die froh sind um jedes Problem, das sie nicht zu lösen haben.
Erst, wenn Sie für jeden Punkt eine fertige Lösung haben, zünden Sie Stufe Drei:
Verhandeln Sie mit Ihrem Chef eine Auszeit von acht bis zehn Wochen. Platzen Sie damit nicht einfach in sein Büro. Sondern vereinbaren Sie mit ihm einen Gesprächstermin über die grundsätzliche Beurteilung Ihrer Arbeit. So etwas macht man nicht im Vorbeigehen. 
Die zehn Wochen wird er Ihnen nicht geben. Die acht Wochen vielleicht. Sechs mit Hartnäckigkeit immer. 
Fazit: Man muss drüber reden. Aber nicht „Holter-die-Polter“, sondern nach Plan. Und gründlicher Vorbereitung.
Das übliche türkische Transportmittel: ein Dolmus (gesprochen: Dolmusch). Klein, günstig, einfach. Und dank hervorragenden türkischen Handynetzes überall an den Küsten mit bester und schneller Internet-Verbindung.
Noch etwas:
Internet machts möglich: Niemals vorher in der Geschichte der Arbeit war der Zeitpunkt so günstig fürs „ortsungebundene Arbeiten“. In den fünf Monaten meines Törns fand ich als Segelnder, der kreuz und quer Küsten und Länder Slowenien, Italien, Griechenland und Türkei bereiste, dort beste Internet-Abdeckung vor. 5 oder 10 Gigabyte schnelles Netz für weit weniger, als ein vergleichbarer deutscher Handyvertrag kostet.
Jedes dieser Länder verfügt über bessere Handy-Netze und Internet-Anbindung als Deutschland. Auf dem Meer. An Land. Auf dem Meer, weil Handy-Netze überall die alte Seekommunikation ersetzen.
Es ist leider so: Wer mit dem türkischen Kleinbuch, dem Dolmus, von Marmaris zweieinhalb Stunden durchs türkische Hinterland an den Golfen entlang nach Bodrum fährt, hat durchgehend schnelle Internet-Verbindung. Und kann vom rumpelnden Bus aus ohne weiteres seine Kommunikation erledigen. 
Wer mit dem ICE von München nach Hannover fährt, fliegt wenige Kilometer nach München aus dem Netz. Oder zahlt für „Bord WLAN“ extra.
Das liebe Geld.

Denken Sie am Anfang daran: jeder Törn hat ein Ende. Und wie geht es danach weiter? Falls Sie nicht sofort in ein/in Ihr berufliches Verhältnis zurückkehren können, schaden ein paar Gedanken nicht: 

Wie lang werde ich brauchen, wieder etwas zu verdienen? 
Was brauche ich an monatlichen Rücklagen, bis wieder etwas reinkommt? 
Für einen Törn selber ist die Kostenrechnung nicht schwer. Denn SIE haben es selbst in der Hand, wie teuer Ihr Törn wird.
Mit der Wahl Ihres Schiffes. 
Mit der Wahl des Segelreviers.

Mit letzterem entscheidet man, wie teuer das Ganze wird. Ein Beispiel: Italien ist wunderschön. Hat aber wenig Inseln und noch weniger Buchten. Also muss man fast jeden Abend in den Hafen. Das kostet Liegegebühren. Und schon die alten Fahrensleute wußten: „Hafen meiden! Die Kohle ist weg!“. Aber nicht nur die Liegegebühren hauen rein. Als Freund guten Essens und guter Weine bleibe ich in Italien nur selten Abends auf Levje. Die Stadt ruft: Demgemäß kostet ein vierwöchiger Italientörn mit einem 31 Fuß Boot für eine Person schnell mal 3.000 Euro aufwärts, Treibstoff und Liegegebühren eingerechnet. 
Anders Griechenland: Viele Buchten. Kaum Häfen. Und wenn: dann kosten sie wenig. Hier hat man bereits unter 1.000 Euro im Monat ein herrliches Leben. In Kroatien und der Türkei wirds – aufgrund teurer Häfen – etwas teurer. Aber man hat es als Segler ja selber in der Hand, ob man ankert oder jede Nacht im Hafen verbringt. Im Schnitt, so habe ich in einem früheren Beitrag einmal geschrieben und die Kosten zusammengetragen, kostet mich Segeln um die 1.600 € bis 1.800 € monatlich.
Frankreich sicherlich teurer, Spanien ebenfalls. Nord- und Ostsee: je nachdem. Karibik: Kann man so oder so machen: Anreise teuer. Kann aber meist gut buchteln. Essen gehen? Überwiegend verzichtbar.
Fazit: Man hat es selbst in der Hand, wie teuer die Reise wird.

„Ein Schiff! Ein Schiff!“

   Auf Milos: Die Bucht Agiou Dimitri ein paar Seemeilen nordwestlich der Hauptstadt.
Man muss nicht immer gleich eins kaufen. Denn eine Segelyacht zu besitzen, ist unter rationalen Gesichtspunkten eigentlich kaum vertretbar: 
Es ist nicht billig in der Anschaffung. 
Es verschlingt viel Zeit, man muss sich darum kümmern. 
Es verschlingt viel Geld für Liegeplatz und Unterhalt. Es liegt die meiste Zeit ungenutzt rum.
Und wer an einem Neujahrstag in irgendeiner Marina offen Auges spazierengeht, kann schnell abzählen, wie oft der Traum vom großen Törn geträumt, wie selten er gelebt wird.
Trotzdem: für mich ist auf dem eigenen Schiff Reisen das Schönste. Und: der Gebrauchtboot-Markt für Segelyachten bietet große Möglichkeiten: so günstig wie jetzt kam man lange Zeit an kein Schiff.
Ein zweiter Weg ist die Eigner-Gemeinschaft. Ein Schiff zu mehreren: das spart Kosten. Mit technischen Problemen ist man nie allein, zu Dritt löst sich etwas immer leichter. Und schöne Strecken kann man auch zurücklegen, wenn man gut koordiniert und nacheinander im Sommer zum Beispiel von Istrien in die Ägäis oder von der Türkei auf die toskanischen Inseln überführt. Verhandeln Sie aber schon bei Ihrem Einstieg in die Eigner-Gemeinschaft das Recht, einmalig das Schiff für drei Monate zu nutzen. Denn Gerangel gibts in Eigner-Gemeinschaften mit schulpflichtigen Kindern naturgemäß beim Thema „Wer darf wie lang in welchen Ferien“.
Leo hingegen hat’s ganz anders gemacht: Er hat sich als Selbständiger seinen Traum von einem sechswöchigen Ägäis-Törn erfüllt, indem er mit dem Vercharterer redete, bei dem er immer buchte. Er bekam sein Schiff, das er von vorangegangenen Törns gut kannte, von seinem Vercharterer für sechs Wochen zu Sonderkonditionen.
Zum Schluß das Allerwichtigste: 
Was immer ihr Traum ist, ob ein Segeltörn oder was immer ist: 
Warten Sie nicht, bis Sie sechzig sind. Dann machen Sie’s garantiert nicht mehr. 
Leben ist JETZT.
    Felsen und Stadt von Monemvasia auf dem Ostpeloponnes.
                                                               Weiterlesen bei: Wieviel Dinghi braucht der Mensch? Hier.
                                                               Weiterlesen bei: Der Traum vom großen Schiff. Hier.
                                                                    Weiterlesen bei: Monemvasia. Hier.
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