Monatsarchive: Oktober 2014

The Sailing Bassman – Episode 28 – Abschied


Lars, the coming hunter

20141015

Mein Hundeblog

Erst Hundekacke, jetzt hunter and Herrchen, das wird wohl langsam ein Hundeblog. Aber keine Angst. Ist nur vorübergehend. Mit Lars raus zu gehen sind noch die entspannten Stunden am Tag. Unser Labi wird langsam groß und entwickelt sich prächtig. Keiner sagt mehr: “Ach wie süß!“ Nebenher muss er auch jeden Tag richtig raus und seine überschüssige Energie loswerden. An Bord ist er eher der „Eh fauler Hund. Steh auf. Wir gehen Gassi!“ Er frisst, typisch Labrador alles was irgendwie reingeht. Playmobil, Muscheln, Entenkacke und alles was organisch ist und nach Verwesung riecht sowieso. Das Tier in ihm kommt manchmal schon erschreckend raus. Auf der anderen Seite legen Maya und Lena sich auf ihn und lesen ein ganzes Buch. Ich bin dann eher gestresst, wenn er Kindern am Strand einen Ball klaut und damit abhaut. Bin ja nicht mehr ganz so schnell, so wie er schon mal gar nicht. Gut dass ich Lena hab, die fängt ihn wieder ein.

Ansonsten Flensburger Regen und morgen muss ich den Tankwagen bestellen. Der Zoll hat grünes Licht gegeben, der Steuerbordtank darf mit Heizöl gefüllt werden zu Heizungszwecken. Dieseln dürfen wir damit aber nicht. Dumm nur, dass wir noch eine Leitung bauen müssen bis in den Motorraum.

Meet & Greet

Hallo Leute,
als erstes mal die erfreuliche Nachricht, dass ich nach 19 anstrengenden Stunden gut in Ijmuiden angekommen bin. Ich befinde mich bereits auf dem Weg Richtung Ijsselmeer. Unserem Meet & Greet sollte also nichts mehr im Wege stehen. Ich freue mich schon sehr. Ich plane, um etwa 17 Uhr im alten Stadthafen von Stavoren einzulaufen. Dort hoffe ich dann natürlich, möglichst viele von euch anzutreffen. Es folgt ein lockerer Schnack bevor wir anschließend weiter ins „Posthoorn“ ziehen, wo ich euch beim Biere gerne Frage & Antwort stehe.

Der GPS-Tracker läuft ab heute übrigens nicht mehr. Also nicht wundern, wenn sich die Position auf der Karte nicht mehr verändert. Ich pirsche mich quasi auf geheimen Wege an euch ran ,-)).

Was nicht so erfeulich ist, ist die Tatsache, dass Törn.de offenbar umfangreich gehackt worden ist. Ich komme seit heute weder in die Admin noch in sonst irgendwelche Funktionen von Törn.de rein. Ich kann also weder auf Kommentare reagieren noch irgendwelche Kontaktnachrichten lesen oder beantworten. Der Support meines Server-Betreibers arbeitet schon an dem Peroblem. Ist aber scheinbar alles nicht so einfach. Diesen Bietrag hier tippe ich gerade direkt in die Datenbank von Törn.de, was ziemlich umständlich ist aber Gott sei Dank wenigstens noch klappt.

Also dann .. ich werde wohl erst mal nichts weiter hier schreiben können. Wir sehen uns am Samstag um 17 Uhr in Stavroen. Auf bald und … AHOI !!!

Fazit

Kurz und knapp:

Der beste Sommer. Ever.
Die tollste Frau.
Die großartigsten Freunde.
Eine super Familie.
Ein braves Boot.

Besser hätte es nicht sein können

SV Andori – Doris Zulauf+Andreas Bitterli CH

20141014_143416SECHS RICHTIGE IM PACIFIC
Eine kleine Geschichte aus dem Jahre 2011, die Doris und Andreas im Verlauf ihrer 6 jährigen Weltumsegelung erlebt haben:
Der Panama Kanal lag hinter uns, die Insel Contador und ein bezaubernder Besuch bei Panama Günter auf der Insel Contadora war zu Ende gegangen, wir hatten Kurs auf Galapagos abgesetzt. Tagelange Flaute, viele Gewitter, schwerer Regen, unser Treibstoff war zur Neige gegangen, mitlaufende Segler Freunde ( SV Double Moon und SV Elan ) waren hinter dem Horizont entschwunden, und wir lagen mit unserer kleinen SV Andori mit schlaffen Segeln in bleierner See.

20141014_103944

Plötzlich erschien ein gewaltiger equadorianischer Fisch Trawler, der uns offenbar am Radar bemerkt, aufmerksam geworden war und wohl nachsehen wollte, ob hier etwas nicht stimmte. Donnerwetter, unsere Angst, hier einem Fischer in die Quere gekommen zu sein, wich großem Erstaunen, als wir bemerkten, dass drüben ein Beiboot zu Wasser gelassen wurde, ein Boot, dass erheblich größer als unsere kleine ANDORI gewesen ist. Wir wurden freundlich gefragt, ob man uns helfen könne. So etwas hatten wir noch nicht erlebt! So haben wir geschwind die letzten 15 Liter Diesel aus dem Kanister in den Tank umgefüllt und 2 leere Kanister übergeben. Doris hat derweil Smalltalk mit den Fischern gemacht und so haben wir erfahren, dass die Flaute wohl noch weitere Tage dauern würde – wohlgemerkt: ohne Wind und ohne Diesel liegt Galapagos obwohl in nur 270 Meilen Entfernung … also fast auf dem Mond.

20141014_141631

Als dann das Beiboot nach einigen Minuten wieder längsseits geht, haben die Jungs zu unserer Verwunderung und grossen Freude, neben unseren beiden 15 ltr, weitere 4 x 20 ltr Kanister Diesel an Bord. Unser Tank wurde damit randvoll, aber das Beiboot kommt wenig später ein weiteres Mal mit nochmals vollen Kanistern – als Geschenk vom Kapitän – ebenso wie ein halber Thunfisch sowie Konserven. Auf unser Angebot, für diese Grosszügigkeit zu bezahlen, wurde uns verklart, dass der Kapitän dies ausdrücklich verboten habe …. und er durch seinen Feldstecher von der Brücke seine Leute genauestens beobachten werde, dass seine Befehl auch eingehalten werden… Tja, da war nix zu machen, wir haben uns freudig gefügt.

Und so sausten die Jungs mit dem gewaltigen Beiboot wieder zum Mutterschiff, der Trawler drehte noch eine Ehrenrunde, die ganze Mannschaft versammelt an Deck … und wir winken gerührt mit feuchten Augen voller Dankbarkeit über diese enorme Hilfe.

Funkruf und Dankeschön beim Kapitän, der uns Alles Gute wünschte und bemerkte, dass es ihm eine Freude gewesen sei, uns Seglern zu helfen.

An diesem Tag vermerkt unser Logbuch:

Gott segne diesen Kapitän.

Wir haben Vergleichbares im weiteren Verlauf unserer Weltumsegelung nie wieder erlebt.

Eine ganz andere, wenngleich fast skurrile Erfahrung haben wir am Ende unserer Weltumsegelung machen müssen. Nach 15 Jahren Mitgliedschaft im Trans Ocean e.V. hatten wir unseren Verein Anfang Juli 2014 stolz von unserer erfolgreichen Weltumsegelung informiert:

Guten Tag,
Weltumsegelung beendet. Praia de Jakare ( Cabedelo ).
Nach 6 Jahren und 21 Tagen haben wir nach 39457 Seemeilen unseren Kurs gekreuzt und mit unserer Andori ( Wibo 930 ) die Welt umrundet, wir grüßen alle Freunde und Yachten, die wir unterwegs getroffen haben.
Andi und Doris
SY-ANDORI@gmx.ch

Wir haben viele Wochen später aus Cuxhaven eine Mail erhalten mit einer beigefügten Weltkarte – und der Aufforderung, in der Karte bitte schön den Kursverlauf unserer Reise einzuzeichnen ( ? ) – die Karte anschließend zu scannen und nach Cuxhaven zurückzusenden.

Weltkarte

Tja: nun haben wir nur ein kleines Schiff und kein schwimmendes Büro, und schon gar keinen Drucker oder Scanner, selbst unsere Fotoausrüstung ist nicht neuesten Datums. Von einem Verein wie diesem, sollte man doch wohl annehmen, dass man dort die Welt kennt, oder?

20141014_142900Aber, da haben wir uns offenbar geirrt – jedenfalls sind wir verwirrt und irritiert und fragen uns, ob wir hier 15 Jahre im falschen Verein gewesen sind.
Doris Zulauf
Andreas Bitterli SV Andori CH

Schlaflos

Irgendwie aufgewühlt und voller Vorfreude auf die morgige Rückkehr. Die Kerze habe ich von Louisa Bonatz mit auf die Reise bekommen für Momente der Not oder Hilflosigkeit…und habe sie nicht benötigt. Nun brennt sie zum Dank für die sichere Heimkehr und zum Gedenken für alle auf See gebliebenen. Ankunft nun Kiel Düsternbrook am 14.10. um 1615h

"Ist es gefährlich, im Gewitter zu Segeln?" Sieben Tipps fürs richtige Verhalten.


Diese Frage stellte ein Leser der Redaktion der ZEIT am vergangenen Wochenende. Eine gute Frage. Und die Antwort der sonst kompetenten ZEIT-Redaktion zeigt, wie ratlos nicht nur Segler, sondern auch Redakteure dem Phänomen Gewitter gegenüberstehen.
Zum einen: Gewitter ist nicht gleich Gewitter. Was nach schwerem Unwetter aussieht, entlädt sich manchmal in einem heftigen Platzregen. Manchmal sind es schwere Böen, die dem Segler zu schaffen machen. Wieder andere Unwetter bescheren dem Reisenden auf See stundenlanges Fahren unter Blitz und Donner – keine schöne Erfahrung.

Hinzu kommt, dass Naturgewalten auf dem Meer unmittelbarer, beeindruckender wirken als in den eigenen vier Wänden oder im Auto. Und selbst ein Gewitter auf freiem Feld ist oft kein Vergleich zu dem, was derjenige auf See erlebt, dem ein Gewitter begegnet. Lediglich das, was Bergsteiger über Gewitterphänomene in den Bergen berichten, gleicht den vielfältigen Eindrücken und Herausforderungen, vor die ein Gewitter denjenigen stellt, der sich segelnd auf dem Meer herumtreibt.

    Kommt was? Oder kommt nix? Die Regenfahnen voraus und links verraten, dass zumindest der Regen bald einsetzen 
     wird.


1. Vor dem Sturm: Gewitter erkennen.
Erkennen, wann es gewittrig wird, ist im Umgang mit Unwettern schon die dreiviertel Miete. Bis eine Yacht ganz allein auf der Gewitterreichen Nordadria – wie im Bild oben – einer Gewitterfront ohne Chance auf Entkommen gegenüber steht, vergeht etwas Zeit. Selten kommt ein Gewitter überraschend. Kaum eine Gewitterfront, die von den Wetterdiensten nicht Tage vorher angekündigt wird. Aber vor allen technischen Hilfsmitteln kommt es auf das eigene Beobachten an. Denn meist gibt das Wolkenbild rundherum stundenlang vorher schon guten Aufschluss, ob etwas vor sich geht. 

Meine einfache Faustregel – und sie gilt für Stadt, Land, Meer:

„Sind die Wolken höher als breit:
Schau rundrum. Und sei bereit.“ 

    Wolken in Korfu am späten Vormittag: Sie sind unscheinbar, aber ihre Entwicklung ist eindeutig „höher als breit“. Am 
     frühen Nachmittag desselben Tages hat sich dann dies daraus entwickelt:


    Zwei Gewitterzellen. Jetzt heißt es: beobachten. Die rechte der beiden ist bereits im Begriff, nach oben nach links 
    „auszuwehen“: Das sieht nach „Entwarnung“ aus, ihre Ränder sind nicht mehr „pilzartig“ scharf konturiert wie am rechten  
    Rand der linken Zelle.


Diese Faustregel sagt einfach: sobald sich die Wolkenentwicklung „in die Höhe“ richtet, Wolken „quellen“, sollte man Wetter und Wolken ständig beobachten. Und ständig rundum Ausschau halten. Wo entsteht etwas? Wo bilden sich Quellwolken? Und: entstehen aus einfachen Quellwolken großräumige Gewitterzellen? Und wo bewegen sie sich hin?

Hat sich tatsächlich eine Gewitterzelle gebildet: Zugbahn beobachten: Kommt mir das Ding in die Quere? Und: wenn es meinen Kurs voraussichtlich kreuzt: wird es auf seiner Zugbahn noch stärker („größer“, „dunkler“, „bedrohlicher“)? Oder weht es aus?


2. Gewitter voraus
Hat sich ein Gewitter entwickelt und liegt es auf meinem Kurs, gibt es drei denkbare Verhaltensweisen:

1. „Drum-herum Segeln“.
Immer wieder gerne in solchen Situationen diskutiert. Hat aber noch nie funktioniert. Scheidet als Möglichkeit aus. Gewitter sehen aus Distanz aus wie „lokale Gebilde“, ähnlich Möbelwagen. Sind sie aber nicht. Sondern großräumige Vorgänge in riesigen Dimensionen. Möbelwagen kann man umfahren. Bewegliche Alpen-Bergmassive nicht.

2. Ankern. Abwarten. Vorbei ziehen lassen.
Schon besser. Ist das Gewitter voraus und seine Zugrichtung quer zum Kurs und nicht geradewegs auf das Schiff zu: kann das klappen. Halbwegs geschützte Bucht suchen. Noch besser: Hafen. Anker fallen lassen. Gewitter den Vortritt lassen. Wetter beobachten. Nach zwei, drei Stunden weitersegeln. 
Der Haken: wo ein Gewitter entsteht, entsteht manchmal auch gleich ein zweites. Und: Für dieses Verfahren muss die Zugrichtung ausgeprägt klar erkennbar sein. Und da lehrt ein gewitterreiches Gebiet wie die Nordadria gelegentlich anderes. Erst Gewitterfront von Nord nach Süd. Dann unmittelbar mit dem Schiff mitziehendes Gewitter von Süd nach Nord.
Also: für dieses Verfahren: muss glasklar die Zugrichtung des Gewitters erkennbar sein.

    In diesem Fall funktionierte die Methode „vorbei ziehen lassen“. Aber nur deshalb, weil die Zugbahn des Unwetters klar 
     erkennbar war. Und eindeutig 90 Grad zum eigenen Kurs betrug.


3. „Da fahren wir jetzt einfach durch“.


Irgendwann kommt für den, der sich einem Gewitter nähert, der Punkt, wo man den Dingen ins Auge schauen muss. Und unabänderlich erkennt: 
„Es wird größer. 
Es kommt genau auf uns zu. 
Es ist unabänderlich.
Wir müssen da jetzt durch.“ 


Ich war früher ein großer Verfechter der Methode „Durchfahren“. Segel runter. Alles festbändseln. Schwimmwesten und Lifebelts an. Letzte Position in Seekarte eintragen. Motor an. Geradewegs durch. Manchmal kommt man damit buchstäblich „gut durch“: Ein paar Momente heftige Böen. Ein gewaltiger Guss. Und in 20 Minuten ist alles vorbei. 
Die Unwetterfront auf dem allerersten Bild hat mich da aber anderes gelehrt. Demut, vor allem. Gewitter ist nicht gleich Gewitter. Und Gewitter ist keineswegs nur „hoffentlich schlägt der Blitz nicht in den Mast“. Anderes ist da mindestens ebenso bedrohlich:

– Sicht: Das Juli-Unwetter auf dem allerersten sowie den beiden letzten Fotos währte über eine Stunde. Über eine Stunde „Sicht null“ im dichten Regen. Zeitweise Hagel. Zwei Yachten, vorher auf Parallelkurs zur Küste, waren nicht mehr erkennbar. Bis eine, mitten im Starkregen, ungefähr 20, 30 Meter vor meinem Bug vorbei schoss. Nicht gut.

– Wind: Die Front brachte enorme Windböen mit sich. Sie drehten immer wieder Levjes Bug aus dem Wind – und einfach in die Gegenrichtung, trotz starkem Motor. Ein „Kreise fahren in unsichtigem Wetter“. Nicht gut.

– Hagel: Ruder gehen war zeitweise wegen der Größe der Hagelkörner, die den Verklicker zerstörten, nicht mehr möglich.

– Regen: Starkregen führte zum Ausfall meines Autopiloten: Der Wartungstechniker von RAYMARINE stellte später einen „starken Wassereinbruch“ fest, der die Platine sofort zerstörte.


Spätestens diese Beispiele eines heftigen Unwetters führen vor Augen: Wenn es grell blitzt und laut donnert: Gefahren drohen von ganz unterschiedlicher Seite. Ich spare es mir hier, die guten alten Regeln aus der Segelschule zu wiederholen, die heißen: Keine Eisenteile anfassen.

4. „Ab in den Hafen.“
Am besten: gar nicht erst rausgehen! Schon richtig. Aber: wer chartert, der will seine 14 Tage segeln. Wer sich mühsam eine Woche Urlaub erkämpft hat, auch. Und nicht womöglich aus einem Hafentag drei werden lassen. Oft ist die Situation nicht so eindeutig. Zwischen „Das geht schon!“ und „Wir bleiben lieber im Hafen“ liegen oft nur „Millimeter“. 

    Eine 60-Knoten-Böe: Sie legte selbst große Zweimaster flach aufs Wasser, verdrehte Rollgenuas in Sekundenbruchteilen 
     zu „Sanduhren“. Sie hinterließ: zerfetzte Vorsegel, abgedeckte Hausdächer, im Hafenbecken treibende Dinghis und  
     Cockpitpolster: Die Bilanz des Juli-Unwetters 2010, das sich mit der Wolkenfront auf dem ersten Foto ankündigte und   
     dessen zweite Hälfte wir im vermeintlich sicheren Hafen von Umag an der Boje abwetterten.


5. Gewitter nachts, vor Anker.
Meistens beschränkt sich meine Aktivität aufs „Auszählen“: Kommt das Gewitter näher – oder zieht es vorbei? Die gute, alte Methode des „Wieviele Sekunden vergehen zwischen Blitz und nachfolgendem Donner?“ hat seit den Kindertagen nichts an Wirksamkeit und Effektivität verloren. Und ist ein untrüglicher Warner. Danach: sehen, was kommt.

6. Technische Hilfsmittel und Wetterberichte
Der kroatische Seewetterbericht hats. DWD oder Poseidon habens nicht: Warnungen vor regionalen Gewittern. Meist ist der Blick in „Wald- und Wiesen“-Wetterberichte wie Wetteronline da schon ganz hilfreich.
Besondere Hilfsmittel sind die Satellitenaufnahmen, wie sie zum Beispiel sat24.com anbieten. Hier eine Satellitenaufnahme mit Blitzhäufigkeit über Südeuropa am heutigen Nachmittag:


Klar erkennbar die beiden „Unwetterzentren“ Norditalien und vor allem: türkische Südküste. Nachteil an Sat24.com: Die Bilder zeigen rückwirkend, wo es geblitzt HAT. Sie zeigen aber nicht, wo es blitzen WIRD. Ein Anhaltspunkt aber ist das schon mal.


Planänderung

image

Nach mehr als einer Woche in Dartmouth ist immer noch kein Wetterfenster für den Sprung nach Spanien in Sicht, dashalb legen wir heute ab, um zwischen zwei Tiefdruckgebieten nach Frankreich zu huschen. 145 Seemeilen und eine Nachtfahrt liegen vor uns. Von dort sind es dann nur noch knapp über dreihundert Meilen nach Spanien.

Im Moment regnet es in Strömen. Merde! ; )

Vielen Dank an alle mitmachenden Mails zum letzten Blogpost – und auch für euern Beitrag in die Kaffeekasse! Ihr habt uns da echt über eine Durststrecke hinweg geholfen. In Spanien wird alles besser (und billiger) … Wir haben uns auf jeden Fall sehr gefreut und werden auf alle Mails antworten. Bisher hat es die Internetverbindung nur nicht möglich gemacht, weil England WLAN-technisch noch im vergangenen Jahrhundert steckt ; )

Wir melden uns aus Frankreich!

Johannes und Cati

Kiel, Beauty of the Baltic

 Kiel Lighthouse
 Laboe
Steilküste vor Bülk
In der Kieler Förde
 Farben des Nordens

Igitt, ein Segler

In den Sanitärräumen des Yachthafens Kappeln macht das Restaurant Pierspeicher große Werbung für Segler. Diverse Frühstücke, alles ab 0730h, recht günstig etc. Da mein Bordfrühstück immer sehr ähnlich war, klang das sehr verlockend. Also gehe ich heute direkt aus der Koje die nur 15 Meter dorthin. Auf meine freundiche Begrüssung der Bedienung folgt ein sehr kritischer von oben nach unten Blick (bin ich etwas nackt? Nein…) gefolgt von der Frage, ob ich denn reserviert hätte? Nein, aber es sitzen grade mal 15 Gestalten in dem recht großen Restaurant. Ja dann, ob ich alleine wäre? Ja. Na gut, also da hinten draussen im Freien um die Ecke, wäre wohl noch ein Plätzchen frei. Danke Nein. 
Von draußen schaue ich mir dann einmal das Publikum an. Alle schick und 65+. Na gut, jedem Restaurant sein Klientel…aber warum machen die dann Werbung in den Waschräumen der Segler? Doch nicht für diese Gäste. Obwohl ich vermute mal es gibt Boote mit Schränken zum Aufhängen, Waschmaschinen, Warmwasser und Duschen an Bord, Heizung, Handtuchtrocknern, Bügelbrettern und 220V Generatoren…es gibt ja auch Boote die selber wenden können. Dann könnte man natürlich dort in passender Garderobe auflaufen, wenn die Boote nicht schon längst in beheizter Halle liegen würden.
Bei mir gibt es aber nur Kaltwasser aus der Fusspumpe, Schwalbennester zum Sachen reinknüllen und dann sieht man nach 6 Monaten auf See eben so aus, wie ich aussehe, wenn ich morgens aus der Koje komme…und das war noch nicht mal wirklich schlimm!! Bin ich deswegen jetzt weniger Segler als Mr. Musto und Mrs. Compass (sorry Gaastra)? Könnte man ja vermuten; in den Katalogen der einschlägigen Firmen kommt ja auch stets die Kleidung vor dem Zubehör. Ist vor allem auch egal, denn wohlgefühlt hätte ich mich dort eh nicht. Zwei Restaurants weiter war dann auch alles so, wie es sein sollte. Ohne komisch gucken und mit Nettsein. Da gehe ich gerne wieder hin, in den Pierspeicher nicht mal als Multimillionär. War nur irgenwie komisch nach den Monaten auf See kein Seglerfrühstück zu bekommen, da man so aussieht als, wäre man Monate auf See gewesen.
Bleibt nur die Frage, ob ich mir warme Dusche und co. auch zulegen würde, wenn ich es mir leisten könnte? Lächel ich da nur drüber, da ich es eben nicht habe? Ein klein wenig sicher schon und so habe ich die letzte Stunde überlegt, wie mein Boot wohl aussehen würde, wenn es nicht auf das Geld ankäme. Das ist wirklich nicht einfach. 
Aber eines ist gewiss: Keine dieser goldenen Plastiktütensegel, die aussehen als käme ich grad vom Einkauf im Baumarkt. Ein Segelboot ohne weisse Segel? Nie im Leben…

Blankenberge

Guude Middach ! Gruß aus dem belgischen Blankenberge. Wie schon fast gewohnt, spielt mir das Wetter mal wieder nicht in die Karten. Gerade weht ein ordentlicher Nordost und ab morgen früh hauts dann mal wieder Böen is zu 40 Knoten aus Südwest raus. Das tue ich mir dieses mal nicht an. Die Waschküche vor Boulogne reicht mir noch ,-). Also warten bis voraussichtlich Dienstag morgen und dann in einem Rutsch nach Ijmuiden. Morgen dann mal mehr .. Ahoi !

Ankunft im Blankenberge
Ankunft im Blankenberge

Sundowner

Ich denke ich habe wohl um die hundert Sonnenuntergänge gesehen…bekomme trotzdem nicht genug. Hier kommt die 101!