Monatsarchive: Mai 2014

Segel Bundesliga Starnberg


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Dänischer Boden unter den Füßen, dänisches Bier an den Lippen

Nach 13 Stunden hart am Wind, die sich anfühlten wie 13 Stunden „Breakdancer“ auf dem Dom, bin ich nun endlich auf Bornholm angekommen….
Prost…das Bier ist irgendwie auch nur halb da..geht mir genauso

Auf nach Saaremaa!

15.05
In Estland darf ein Ziel nicht fehlen. Kuressaare, im Süden der Insel Saaremaa, und so stand das nächste Ziel von Abruka aus fest. Man erreicht Kuressaare durch eine ganz interessante Baggerrinne, an deren Seite sich kleine Dämme befinden. Voll mit brütenden Vögeln. Im Hafen selbst wurde ich dann noch während des Anlegens von Oskar begrüßt: „Welcome to the Capital of Saaremaa“. Oskar gehört ganz sicher zu den nettesten Hafenmeistern der Ostsee. Auch die Amira treffe ich hier wieder. Wir beschließen, meinen Geburtstag am Samstag zusammen mit dem ersten Grillen der Saison zu feiern und suchen uns nette Plätze in Westland dafür raus. Oskar ist dabei ebenfalls behilflich und empfiehlt uns einen neuen Hafen im Osten der Insel – Lounaranna.

Oskars Reich.

Oskars Reich.

Erstmal wird aber Kuressaare ausgekundschaftet. Kuressaare (dt. Arensburg) ist bereits seit mehreren hundert Jahren ein Kurort, und man merkt schnell warum. Der Strand ist traumhaft und es gibt viel zu entdecken. Überall befinden sich tolle alte Gebäude aus den Kurzeiten, und die ganze Stadt wirkt wie ein interaktives Museum. Die Stadt selber wird überragt wird von der alten Bischofsburg, gebaut anno dunnemals als Residenz für den selben Kollegen aus Riga. Kuressaare ist also irgendwie Privatkurresidenz für Cuxhavener :-P . In der Burg, der besterhaltensten mittelalterlichen Burg in ganz Europa, ist über die ganze Burg verstreut das Regionalmuseum der Insel Saaremaa mit seinen verschiedenen Ausstellungen eingerichtet. Ich habe es tatsächlich mehr als einmal geschafft mich darin zu verlaufen. Die gesamte Geschichte der Insel von prähistorischer Zeit bis zur Besatzung durch die Sowjets wird sehr anschaulich präsentiert. Auch ungewöhnliche Eindrücke gab es zum Mitnehmen: Dass der deutsche Einmarsch 1941 als Befreiung angesehen wurde mag aus estnischer Sicht vielleicht Sinn machen, ist aus deutscher Sicht aber dennoch ungewöhnlich.

Die Bischofsburg.
Die Bischofsburg.

Das Sightseeing verbinde ich dann gleich mit dem Einkaufen für die Geburtstaggrillparty. Nicht nur das Lebensgefühl und die Freundlichkeit der Menschen hier in Estland, sondern auch die Preise muten schon eher skandinavisch als baltisch an. Interessant war übrigens auch die Erkenntnis, dass ein Rentnerklappbike besser als jeder Hackenporsche funktioniert. Was durchaus zu amüsierten Blicken in der Stadt geführt hat.

Besser als jeder Hackenporsche!
Besser als jeder Hackenporsche!

16.05.
Eingentlich war heute noch ein Hafentag zur Besichtigung der Stadt angesagt, aber irgendwie animiert der Wind zum Weiterfahren. Man könnte dann auf dem Weg nach Lounaranna noch eine andere Bucht anlaufen, welche auf der Karte sehr idyllisch aussieht. Eigentlich wollte ich doch aber noch Bastian heute in Kuressaare treffen, da er ganz zufällig hier unterwegs ist… So legt die Amira um 13 Uhr bereits ab, und ich warte noch auf meinen Besuch. Bastian schafft es nicht nur sich aus seinem engen Programm zu stehlen, sondern hat gleich seine gesamte Gruppe im Gepäck. Ich habe mich über den Besuch sehr gefreut, zumal man ja nun nicht alltäglich Freunde in irgendeinem kleinen Flecken in Osteuropa trifft.
Der Wind hat leider mittlerweile stark nachgelassen, trotzdem lege ich noch ab und fahre der Amira nach Koiguste hinterher. Am Anfang noch unter Segeln, später, wie so häufig bisher, unter Motor. Egal, heute macht mir das nichts aus. Der die Flaute begleitende strahlende Sonnenschein, der spontane Kurzbesuch eines Freundes, ein kaltes estnisches Bier und die Aussicht auf die erste Nacht der Reise vor Anker, lassen meine Laune in ungeahnte Höhen schnellen.
Das Einlaufen in Koiguste schließlich ist spannend. Die eigentlich so detaillierte estnische Papierkarte beschreibt das Umfeld der Bucht überhaupt nicht. Die elektronische Karte weisst eine Barre (Sandbank) in der Einfahrt von 0,6m Tiefe aus. Nur der eigentlich schon überholte Heinrich-Revierführer von 2005 enthält eine detaillierte Karte für die Ansteuerung. Und die stimmt dann auch noch exakt, obwohl der sich dort ehemals befindliche Hafen leider gar nicht mehr existiert. Da frage ich mich, warum man einen Haufen Geld für detaillierte Seekarten ausgibt, die dann entweder keine Informationen enthalten oder sogar schlicht falsch sind, wenn ein 9 Jahre alter Törnführer die richtigen Informationen parat hat…

Die erste weiße Nacht.
Die erste weiße Nacht.

Anyway, die Bucht von Koiguste ist ein Traum. Ich mache neben der Amira an den Resten der Steganlage vor Heckanker fest, und wir genießen gemeinsam einen traumhaften Abend in dieser menschenleeren Idylle. Keiner hat eine Uhr um und so fällt uns erst spät das erste Mal auf dieser Reise gegen halb 12 auf, dass es gar nicht mehr richtig dunkel wird. Der nordische Sommer ist also angekommen. Es geht mir prächtig.

Die Ansteuerung nach Kuressaare führt durch einen spannenden Kanal. Auf beiden finden sich Baggergutinseln mit brütenden Möwen...
...Und im Hintergrund ist bereits die alles überragende Bischofsburg zu sehen.
Der Kanal vom Hafen aus.
Oskars Reich.
Jachthafen Kuressaare.
Das Konversationshaus von Kuressaare.
Kuressaare.
Der Burgeingang. Nur das Datum stimmt nicht ganz.
Die Bischofsburg.
Die Bischofsburg.
Mittelalterlicher Lokus mit Aussicht.
Da werden Päckchenverweigerer geparkt.
Stundenlang kann man durch die wahnsinnig guterhaltenen Gemäuern streunern.
In der Burg.
Im Inselmuseum. Die Herrschaften kenne ich doch bereits aus Königsberg.
Im Inselmuseum.
Eine weitaus größere Ausstellung beschäftigt sich mit der deutschen Rolle auf Saaremaa.
Die Einstellung verwundert dann schon....
Deutsche Name von Kuressaare: Arensburg.
Ausstellung über die Schifffahrt um Saremaa.
In der Burg.
Noch eine Austellung: Diesmal über Fischerei.
Habe ich endlich den Ausgang gefunden...?
Nein, eine Austellung über Flora und Fauna der Insel!
Irgendwann finde ich dann aber doch raus und den Weg in die Innenstadt...
Kuressaare Zentrum.
Besser als jeder Hackenporsche!
Vollmond in Kuressaare.
Abendstimmung im Hafen.
Was ist hier wohl das Highlight?
G-181
Leider am nächsten Tag nix mit segeln.
Tonnen der Ostsee.
Ansteuerung auf die Bucht von Koiguste. Wo ist die EInfahrt? Und gibts die Überhaupt noch?
Die erste weiße Nacht.

Kochen an Bord: Schnelle Fleisch-Gemüsepfanne

So, jetzt gehts in dieser Kategorie auch mal endlich weiter. Heute möchte ich kein besonders anspruchsvolles, aber sehr schnelles und einfaches Gericht für den Bordgebrauch vorstellen. Eine ganz schnell zubereitete Fleisch-Gemüspfanne. Ich hab oft das Problem, das an Bord noch so einige Reste an Gemüse und/oder Fleisch rumliegen, meine Fantasie nach einem langen Schlag aber nicht mehr ausreicht um mir ein passendes Rezept dafür vor Augen zu führen. Und hier kommt eben jene Pfanne ins Spiel. Der Clou darin liegt eben auch darin, dass bis auf wenige Grundzutaten alles austauschbar ist und man nur 1 Pfanne braucht. Ich habe mich hier für eine Kombination aus Schweinefleisch mit Sellerie, Tomaten, Paprika und Möhren entschieden. Ich hab auch noch einige andere Kombinationen schon mal ausgetestet, eurer Fantasie sind aber keine Grenzen gesetzt, Schmeisst einfach alles rein was die Schapps so hergeben. Vielleicht trägt dieses Rezept ja auf dem ein oder anderen Männertörn zur Resteverwertung bei. ;-)

Zubereitung: Ca. 30 min. an Bord, inklusive alles

Zutaten, für 2 Personen:

Grundrezept:

  • 1/2 Gemüsezwiebel
  • etwas Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300g Gewürfeltes Fleisch
  • Salz/Pfeffer
  • Gewürzmischung (z.B. Grillfleischwürze)
  • 1 Dose Knorr Boullion Pur

Knorr Boullion Pur sind Brühwürfel in Gelatine Form. Diese in Bord vor allem auch deswegen gut geeignet weil sie im Gegensatz zu normalen Brühwürfeln keine Feuchtigkeit ziehen. Sie können aber auch perfekt zur Würzung eines Gerichts ohne viel zugegebene Flüssigkeit dienen. Ohne also einen halben Liter Brühe dazuzukippen. Das macht sie so variabel und gut geeignet für den Bordgebrauch.

Die Zutaten

Die Zutaten

Zutaten für meine Variation:

  • 1 Möhre
  • 2 Paprikas
  • 2 Tomaten
  • 3 Stangen Staudensellerie
  • Mariniertes Schweinefleisch – War ein Rest… (Siehe oben)

Andere Mögliche Kombinationen:

  • Möhren, Kartoffelwürfel, Poree, Sellerie, Senf, mit Schwein, Kalb oder Rind
  • Tomaten, Auberginen, Paprika, Pilze, mit Hack
  • Spitzkohl, Möhren, Frühlingszwiebeln mit Pute oder Huhn, ggf. leicht chinesisch gewürzt
  • Tomaten, Rote Bohnen (z.B. Restdose), Paprika, Mais, mit Huhn

Zubereitung:

1. Die Zwiebel mit Gewürzen und Fleisch in etwas Butter anbraten, das Fleisch danach schmoren lassen.

Fleisch und Zwiebel mit Gewürzen anbraten.

Fleisch und Zwiebel mit Gewürzen anbraten.

2. Die Brühpaste mit etwas Wasser (nur 2-3 EL) und das Gemüse zugeben. Alles bis zum Garpunkt (ca. 10-15 min) schmoren lassen.

Brühpaste und Gemüse dazugeben und schmoren lassen.

Brühpaste und Gemüse dazugeben und schmoren lassen.

Fertige Gemüse-Fleisch Pfanne

Fertige Gemüse-Fleisch Pfanne

Das wars dann auch schon. Perfekt nach einem langen Tag auf See!

Die Zutaten
Gemüse schneiden.
Fleisch und Zwiebel mit Gewürzen anbraten.
Brühpaste und Gemüse dazugeben und schmoren lassen.
Fertige Gemüse-Fleisch Pfanne

 

freestyle surfin´

pitchpole

DesTopNews 2014-20

outboard out of control

thx Lutz

Photo 5 Dollar!

20140517

Bootsflucht.

Immer nur auf dem Boot. Wer will das schon. Uns frustumflossene, ich soll nicht immer so selbstmitleidig sein meint Natale, ist nach etwas Frischluft. Noch haben wir grade einen Mietwagen, also was liegt näher als es auszunutzen, wenn es endlich mal grade nicht regnet. Ausflugstour. Stadt, Land, Fluss ist uns vollkommen egal. Wir fahren einfach los Richtung Ost, entern Falmouth, einen Platz der mit dem Boot so gut wie nicht anlaufbar ist und landen dort auf dem Markt.

20140517a

Markt ist immer gut. Sohn und Bootsjunge Julian ist gut mit der Kamera und jetzt bekommt er das was er braucht: Die Motive. Jamaika, dort wo wir die einzigen Touristen auf weiter Flur sind. Touristen sind zum Melken da finden die Rastas. Entweder Du kaufst was oder machst ein Foto. Kaufen kann man Früchte, Gemüse und Kräuter. Fotografieren darf man alles. Kosten tut beides was, aber beim Fotografieren entsteht die Diskussion immer erst im Nachhinein und vor allen Dingen mit den Rastas. „Give me five Dollar“ Alles kostet five Dollar, also, warum nicht auch ein Foto. Manchmal zücke ich zwei Dollar, manchmal ein, manchmal kein. Entwicklungshilfe.

20140517b

Wir fahren in die Berge, stoppen hier und da. Wir fahren so weit, bis die Straßen zu eng und zu schlecht werden. Wir haben ja keinen Ersatzreifen mehr, den haben wir schon verbraucht. Also besser nach Hause? Wir ergattern noch Flusskrebse, einen frischen Pulpo an ein paar Hütten am Strand. Wieder kostet alles fünf Dollar. Ach, wenn unsere Rigg Reparatur doch auch fünf Dollar kosten würde. Aber da kommen wohl doch eher mal drei Nullen dran und ob es bei der Fünf davor bleibt? Wer weiß das schon. Ist auch grade Wochenende und Sorgen, die wollen wir jetzt bis Montag Morgen auch nicht haben.

20140517c

Das Großsegel steht. Ist dran und passt. Die Segellatten, die müssen wir morgen früh noch anpassen. Dann könnten wir eigentlich lossegeln, nach Flensburg, wenn unser Mast segeln könnte.

Logbuch – Sonntag, den 18. Mai 2014

Standort: Sassnitz
Regen
Diesmal nur Textform, da es hier nur sehr, sehr langsames WLAN gibt. Das Video dazu ist fertig und kommt sobald es hochladbar ist.
– Von Warnemünde sollte es, wie immer mit viel Wind und Welle, Richtung Klintholm in Dänemark gehen. Der Kurs war aber zu hart am Wind und nicht direkt anzulegen. Also alternativ Kurswechsel Richtung Rügen. Nur mit Genua und viel Schaukelei ging das ganz gut. Später kam dann noch die tägliche Windwarnung hinzu und zum Nachmittag hin wehte es auch wieder mit 6-7 (lt. Echtzeitmessung Windfinder Gedser). Also beschloss ich den Nothafen Darßer Ort anzulaufen.
– Bei dem starken Wind kam ich mit normaler Marschfahrt gerade mal mit 0,8kn vorwärts. Die Einfahrt war aber sowieso sehr schwer auszumachen, von daher passte das Tempo. Ich hatte über Funk schon gehört, das die Einfahrt stark versandet ist, schlich also langsam in den Hafen und kam prompt auf Grund. Mit der Sonne von vorne war nichts zu erkennen, nach achtern dafür natürlich umso besser. Hinter mir lief aber eh grad der Seenotkreuzer ein, die hätten mir schon geholfen. Aber schnell drehte der Wind das Boot um 180° und ich war wieder frei. Also neuer Anlauf, etwas mehr Steuerbord und ich war drin. Nur ein weiterer Segler lag an der großen Steganlage, also freie Platzwahl.
– Darßer Ort ist Naturschutzgebiet und von daher natürlich extrem ursprünglich und wild. Es hat mir hier sofort sehr gut gefallen und der Rest des Tages ging für Spaziergänge und Kochen drauf.
– Morgens dann Meldung und Zahlen beim Hafenmeister. Der Grund des Notfalls wurde in ein Formular eingetragen. Offensichtlich eine reine Formsache. Man sollte den Hafen also ruhig bei Gelegenheit anlaufen, es lohnt sich. Nun ging es im ZickZack wieder raus aus dem Hafen und Kurs Rügen.
– Wind und Schaukelei waren wie immer, nur wurde mir das erste Mal an Bord übel. Normalerweise werde ich bei Schaukelei eher gefrässig, doch ich hatte sowieso schon Kopfschmerzen und nach 20 Minuten liegend im Cockpit wurde mir sehr, sehr schlecht. Also selber stehend ans Ruder, ordentlich Vitamin C eingepfiffen (soll angeblich helfen), und nach 30 Minuten wurde es etwas besser, nur etwas, aber genug um durchzuhalten.
– Dann habe ich Hiddensee und Kap Arkona passiert um dann in die Tromper Wiek einzulaufen. Damit hatte ich nicht gerechnet! Karibikstrände vom allerfeinsten und ein kleiner sehr gemütlicher Fischerhafen. Wie immer war kein Segler unterwegs, also konnte ich direkt vorm Hafenbüro festmachen und hatte Imbiss, Sanitäranlagen etc. direkt gegenüber.
– Nun sollte es weiter nach Bornholm gehen, nur kam der Wind genau daher. In einer nächtlichen Windstille hätte ich hindieseln können, hatte aber keine Lust dazu. Meine Segel/Motorbilanz sieht doch so schön aus, die will ich mir nicht verderben : ) Ich blieb dann 3 Nächte in Glowe und habe Radtouren und Stadtbesichtigung Stralsund ins Programm genommen. Das Wetter wurde immer besser, so das ich dann beschloss statt nach Bornholm (der Wind kam immer noch daher), zunächst nach Sassnitz zu fahren. Und wurde mit dem schönsten Törn der Reise bisher belohnt. Mit kurzer Hose und barfuss ging dümpelte ich so dahin, als der Wind dann einschlief habe ich im Hafen von Lohme Mittagspasue gemacht. Toll gelegen, mitten in den Kreidefelsen erinnerte es  mich eher an einen griechischen Inselhafen, als an die Ostsee. Ganz, ganz toll. Für mich ein Geheimtipp auf Rügen!!
– Generell hat mir Rügen sehr gut gefallen und kann als Alternative für die dänische Südsee auf jeden Fall mithalten! Morgen früh geht es dann um 0500h endlich Richtung Bornholm, der Wind soll in der Nacht auf Südost drehen, dann ist der Weg frei. Erstmals liegen hier auch andere Segelcrews, die mit mir auf den Absprung warten.

Wo sind denn bloß alle anderen ?

Es ist doch schon Mitte Mai !

The main sail – Zweiter Tag

20140516

Gut Ding braucht Weile

Das Stimmungsbarometer auf der MARLIN bewegt sich einfach nicht nach oben. Der monsumartige Regen ab Mittag tut seinen Teil dazu. Das Großsegel liegt immer noch auf dem Deck. Nathalie muss noch Kleinigkeiten ändern. Ich fahre in die Stadt um einfach ein paar neue Edelstahlsplinte zu besorgen. Fehlanzeige. Nicht auf Jamaica. Hier gibt es keine Edelstahlsplinte, keinen „Nuts and Bolts“, wie in jeder gottverdammten Hafenstadt auf dieser Erde.

Unser Pechsträhne hält eben an. Das fängt schon damit an, dass ich mit Maya aus dem Yachtclub komme um in den Mietwagen zu steigen und wir, wie kann es anders sein, einen Plattfuß haben. Maya und Lena wechseln unter meiner Aufsicht also erst mal den Reifen. Ausschließlich das Lostreten und Anziehen der Muttern mit dem Fuß überlassen Sie mir. Sogar das Hochbocken des Toyotas macht Ihnen nicht aus.

Zu dem Regen kommt die Hitze. Mittag, wenn es einfach reicht, nehme ich Julian, Maya und Lena und wir springen in den Pool. Abkühlung pur. Dort über wir Kinderpacketweitwurf, runde Delfinblasen und Reiterkampf.