Monatsarchive: April 2014

Xp33 speed


via: www.blur.se

Soto 40 speed


via: www.juanpanews.com

Schnupperangebot: Einsteigen, ablegen und Spaß haben

Bei den Bootsevents 2014 des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft haben die Besucher die Möglichkeit, den Bootssport im Rahmen kostenloser Testfahrten kennenzulernen, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und sich den Wind so richtig um die Nase wehen zu lassen.

Ohne Führerschein in den Bootssport schnuppernMöglich macht dies die neue Führerscheinregelung. Boote bis 15 PS dürfen auf allen Bundeswasserstraßen in Deutschland (binnen- und seewärts) mit Ausnahme des Rheins ohne Führerschein gefahren werden. Eine Motorisierung, die viel Fahrspaß verspricht und echtes Bootsfeeling aufkommen lässt. 15 Boote stehen für die kostenlosen Testfahrten zur Verfügung. Boot fahren ist ganz leicht. Wie man es richtig macht, zeigen die Instruktoren vor Ort. Ein einmaliges Erlebnis gemeinsam mit Familie oder Freunden.

Unterstützt werden die Veranstaltungen von den örtlichen Regionalclubs des ADAC.
Ausbildungstechnische und Führerschein-Fragen beantworten kompetent die Mitarbeiter der ADAC Yachtschule Möhnesee (www.adac-yachtschule.de) .

Folgende Termine stehen bereits fest:

31. Mai/1. Juni 2014, Hafenfest Münster, www.ms-hafenfest.de

7./8. Juni 2014, Hafenfest Bergkamen, Marina Rünthe

20./21. September 2014, Maritime Woche in Bremen an der Weser

Weitere Termine und Informationen unter www.entdecke-wassersport.de

Logbuch – Sonntag, den 13. April 2014

Standort: Grossenbrode
Position 54° 19,1″ N 011° 04,2″ O
Datum: 13.4.2014 21:39h
Wind: 6 Bft, W
10°C, klar

– Eine der anstrengendsten Wochen der Reisevorbereitungen geht nun zu Ende. Die Arbeit am Deck war doch deutlich zeitintensiver als geplant. Von daher musste ich den Krantermin verschieben und komme nun am Dienstag ins Wasser. Die letzten Tage war ich daher eigentlich immer am Boot arbeiten…kriechend unter der Plane, mit kaputten Knien, aufgeschlagenem Kopf, von Kopf bis Fuss eingesaut mit Schleifstaub oder Farbe und die Abende dann in der Dorfpension. So hatte ich mir die Zeit vor der Abreise nicht vorgestellt. Nun ist aber eben der letzte Anstrich erfolgt (bei Windstärke sieben, Loriots Nudelsketch lässt grüßen) und das Deck sollte morgen wieder dicht sein. Morgen kommt dann die Plane ab und alles wird für das Kranen vorbereitet…also noch 1 langer Tag an Land. Dienstag dann ins Wasser und alles montieren.
– Über Ostern würde ich schon gerne nach Travemünde verholen, damit die elende Fahrerei ein Ende hat.
– Gestern habe ich mit Bigsby Sonic in Husum gespielt. Geiler Gitarrist, Super Drummer…musikalisch ein Traum…aber 5 Sets a 50 Minuten, direkt nacheinander auf den Kontrabass eingeprügelt. Das tut weh und gibt dicke Arme. Um 5 Uhr zuhause, um 10 Uhr ab nach Grossenbrode, jawoll!!
– Ich muss mich gerade an mein luvgier Motto halten…wenns schwierig wird, dann erst recht. Bloss nicht nachgeben…habe schon zeitweise das Gefühl, alles hat sich zur Zeit gegen mich und meine Abfahrt verschworen. Habe darüber auch schon viel gejammert, aber jetzt bin ich im Trotzmodus. Das wollen wir doch mal sehen, wer hier wen von etwas abhält. 
– Sehr positiv war ein Treffen mit Jochen von
Wir haben uns lange unterhalten, er hat das Gespräch teilweise auf Video mitgeschnitten und wir haben festgestellt, das wir ähnlich Wurzeln haben. Beide Musiker und spät zum Segeln gekommen…Er mehr jedoch im Dance Bereich, dafür hat sein Boot die gleiche Größe. www.segel-filme.de ist für mich eigentlich immer die erste Anlaufstelle für alle Videos rund ums Segeln, daher hatte ich bei Jochen nach einer Kooperation angefragt. Wir lassen uns da auf jeden Fall etwas einfallen!! Und er hatte auch gleich noch die Idee für ein gemeinsames Videoprojekt. Dazu mal später mehr..auf jeden Fall ist es toll einmal Feedback von aussen zu bekommen. Ich bin ja zur Zeit Darsteller, Regisseur, Produzent, Kameramann, Cutter, Tontechniker, Handwerker u.s.w. in Personalunion. Umso schöner war es daher jemand Gleichgesinnten mit super Ideen zu treffen..mein Highlight der Woche!!

luscious friday

another day at the office

DesTopNews 2014-15

wet interview

Farr25 Downwind


Farr25 Downwind in Big Breeze from Raoul K on Vimeo.

Ein Mix aus den 70ern, 80er und dem Besten von heute

Eigentlich sind wir schon in Miami angekommen, aber nach dem wir noch ohne einen Fuß an Land gesetzt zu haben schon von einem Polizeiofficer angebrüllt worden sind und danach dann auch noch auf einer Sandbank stecken blieben, schwelgen wir lieber noch eine Weile in einem Kuba im Jahre zweitausendvierzehn, dass sich anfühlt wie ein Mix aus den Siebzigern, Achtzigern und dem Besten von heute.

Wir bleiben auf einer Sandbank im Hafen von Miami stecken

Wir bleiben auf einer Sandbank im Hafen von Miami stecken

Die Sonne steht im Zenit und ich stehe seit Stunden auf einem Dach in Santiago de Cuba. Vermutlich werde ich morgen den Sonnenbrand meines Lebens haben, aber das ist mir egal. Es sieht einfach so großartig aus und ich filme, so viel ich kann. Egal wo ich die Kamera hinrichte, entdecke ich großartige Szenen. Ein Mann im weißen Unterhemd raucht eine Zigarre auf dem Balkon. Zwei Bauarbeiter mit Schnäuzern auf dem Nachbardach machen Pause und essen ihre selbstgeschmierten Brote. Eine junge Schwangere hängt bunte Wäsche auf ihren grauen Balkon.

Über den Dächern Santiago de Cuba

Über den Dächern Santiago de Cuba

Der Pfarrer, auf dessen Dach ich stehe, zeigt mir in der Ferne die original Bacardi-Fabrik, das Wasserwerk, die private Tanzschule und wenn er nicht recht weiter weiß, was er mir noch zeigen soll, dann streichelt er in Kreisen über seinen dicken Bauch. Er spricht sehr gut Englisch, obwohl er in seinem sechzig Jahre andauernden Leben noch nie im Ausland war. Vorbereitet wurde er zwar darauf, bei einem Austauschprojekt zu helfen in einem armen Land, einem ärmeren als Kuba, aber das ist lange her. Damals war er Arzt, jetzt ist er Pfarrer und heute hat er uns sein Dach zur Verfügung gestellt, damit wir Musiker aufnehmen können.

Der typische kubanische Balkon

Der typische kubanische Balkon

Er besitzt eine eigene eMailadresse und hat sogar einen Computer zu Hause. Das mag schon was heißen, hier in Kuba. Ich frage ihn, ob das nicht verboten ist, doch er meint nur, so richtig legal sei das zwar nicht, aber so richtig verboten eben auch nicht. Erinnert mich irgendwie an meine Helden aus der Jugend. Damals sang ich in meinem Kinderzimmer mit den Punkern von Slime im Chor: Legal, illegal, scheißegal!

Während ich bei dem gemütlichen Pfarrer auf Toilette sitze, höre ich eine entfernt vertraute Musik. Aber es ist definitiv nichts aus dem Radio, ohne Gesang, eher so klimpernd, düdelnd. Als ich mir den Eimer schnappe, um zu spülen, ihn noch mal nachfülle, weil ich einen sehr großen Haufen in die Toilette gemacht habe und der erste Eimer nicht gereicht hat, fällt es mir auf ein Mal ein. Da spielt jemand Sims 2! Ein vorsichtiger Blick um die Ecke bestätigt, dass in ihrem eigenen Zimmer die Tochter des Pfarrers an einem Laptop sitzt und zockt. Vor zehn Jahren, allerdings an einem Desktopcomputer mit zwanzig Gigabyte Festplattenspeicher muss ich bei dem selben Spiel genauso vertieft gewesen sein, dass ich eine Kubanerin, die in mein Zimmer luscherte gar nicht bemerkt hätte.

Ich bin neugierig und würde gerne wissen, wie sie ihren Charakter konzipiert hat, muss aber wieder die Kamera schnappen und die Ankunft unserer Musiker filmen. Miguell hat seinen Kontrabass dabei und schaut stutzig die schmale Wendeltreppe aus den zwanziger Jahren an, die zum Dach führt. Das große Instrument ist in keinem Koffer, oder einer Tasche, er hat es einfach so in der Hand gehabt, der Aufkleber von der deutschen Brause „bizzl auf der Zunge lacht“ für jedermann sichtbar. Ob er mit dem Kontrabass auch Motorrad-Taxi gefahren ist? Mit einem dieser alten Dinger aus dem Motorenwerk Zschopau, das letztes Jahr in Deutschland in Insolvenz gegangen ist?

Ein Kontrabass auf der Straße

Ein Kontrabass auf der Straße

Wie lange der Aufkleber da wohl schon dran klebt?

Wie lange der Aufkleber da wohl schon dran klebt?

Mario ist bestimmt auf dem Sozius einer MZ mitgefahren, er hat nämlich nur eine Trompete und spielt sie sehr oft. Seine Lippe ist vom vielen Spielen punktuell geschwollen, es sieht sogar aus, als hätte er Hornhaut an einer Stelle. Mario geht schon mal vor und nimmt den Bass auf halber Höhe entgegen, schiebt ihn noch ein wenig weiter und schon kann Benni von der obersten Etage den Hals greifen und das Ding zu sich ziehen. Das wäre also geschafft.

Seine Lippe vom vielen Spielen schon ganz geschwollen

Seine Lippe vom vielen Spielen schon ganz geschwollen

Der Kontrabass wird die Wendeltreppe hinunter bugsiert

Der Kontrabass wird die Wendeltreppe hinunter bugsiert

Nach den Aufnahmen wollen wir beide noch interviewen. Dazu stelle ich einen Stuhl so hin, dass im Hintergrund möglichst viel von Santiago zu sehen ist, dass die Sonne aus dem richtigen Winkel kommt und bedeute Miguell Platz zu nehmen. Doch er will nicht recht und ich blicke Hilfe suchend den Pfarrer an, der uns beim Übersetzen hilft und die ganze Recordingsession über im Hintergrund seinen Bauch gekrault hat. Er versucht einen Witz zu machen, fragt ob ich Adolf hieße. Es rattert in meinem Kopf, so witzig hatte ich ihn gar nicht eingeschätzt, deshalb dauert es einen Moment, bis ich verstehe. Er vergleicht meine Interviewpraxis mit den Konzentrationslagern unseres damaligen Führers. Ja, was soll man da denn sagen? Okay, die Sonne steht immer noch ziemlich hoch, doch so heiß ist es nun wirklich nicht, dass man sich da jetzt fünf Minuten in der Sonne nicht auch noch interviewen lassen könnte…

"Was soll ich bloß sagen?"

“Was soll ich bloß sagen?”

Schon in Indien wurde ich mal angesprochen, dass Hitler ja voll toll war. Aber ich bin doch der Anti-Nazi, da darf man die Diskussion mit mir dann erst wieder verlassen, wenn man zugibt sich geirrt zu haben und mindestens drei Mal laut „Fuck the Nazis, I hate Hitler!“ gesagt hat.

Nach dem wir das also geklärt hätten, können wir irgendwann doch noch unsere Musiker interviewen, den Kontrabass wieder die Wendeltreppe hinunter bugsieren und nach diesem erfolgreichen Tag alle zusammen Essen gehen. Das ist immer ein ganz besonderes Erlebnis in Kuba. Man öffnet die Tür zu einem Lokal und denkt als armer Seemann zunächst, dass man erstens „back in the eighties“ ist und dass das jetzt aber ein bisschen zu teuer aussieht. Mindestens fünf Kellnerinnen stehen sich um fünfzehn freie Tische die in Netzstrumpfhosen verpackten Beine in den Bauch. Auf der Karte sind hinter den Gerichten die genauen Grammanzahlen gedruckt. Nudeln mit Putenstreifen – zweihundertzweiundfünfzig Gramm. Bunter Salat – hundertachtundzwanzig Gramm.

Prost!

Prost!

Ein alter Mann im Anzug kümmert sich um einen anderen Bereich des Lokals. Er arbeitet seit fünfundzwanzig Jahren hier, immer im gleichen Anzug, wie sich Vladimir unser Freund und Tourguide erinnert, mit einem schicken Schlips und polierten Schuhen. Mit Haltung nimmt er Bestellungen entgegen, räumt ab und achtet auf saubere Tischdecken, ganz wie in einem 5-Sterne Restaurant. Sollte eine Decke doch ein mal mit dem dickflüssigen Käse der Pizzen bekleckert sein, der nach geschmolzenem Schablettenkäse schmeckt, nimmt er sich ein Messer und schabt die eingetrocknete Käsekruste professionell und fast rückstandslos ab. Dann lächelt er der dienstältesten Kellnerin zu, die trotz, dass sie das Rentenalter schon längst erreicht hat noch immer in dem gleichen Lokal arbeitet, in dem sie vor langer Zeit ihre berufliche Karriere begonnen hat und an einem anderen Tisch Käsekrusten entfernt.

Am Ende wird uns die Rechnung überreicht. Für jeden von uns fünf ein füllendes Mahl, zwei Bier und Wasser für insgesamt zwanzig Euro. Da lädt man doch gerne zum Essen ein!

Einen Tag später heißt es dann für uns verproviantieren für die Überfahrt auf die Bahamas. Mit Lauren, unserem Besuch aus Südafrika und wie immer Vladi, unserem Freund und Tourguide klappern wir die vielen kleinen Stände ab. Mal gibt es Tomaten, Bananen und Kartoffeln, woanders dann Orangen, irgendwo gibt es Salat und Ananas.

Wir sind noch unsicher, wieviel wir einkaufen wollen

Wir sind noch unsicher, wieviel wir einkaufen wollen

Wir stellen uns die Bahamas so vor, dass es dort im Prinzip nichts gibt. Nur fast unbewohnte Inseln, weiße Strände und Menschen, die sich von Kokosnüssen ernähren. Das hilft uns zu rechtfertigen, dass wir unbedingt unendlich viel Rum, Wodka und Wein noch einkaufen müssen, denn damit könnten wir auf den Bahamas dann handeln. Unsere erste Flasche Rum wollen wir auf alle Fälle gegen eine Machete eintauschen, sodass wir die Kokosnüsse öffnen können, die an den unzähligen Palmen nur darauf warten, von uns geknackt zu werden. Dass die Bahamas dann ganz anders sind, das konnten wir ja nun wirklich nicht ahnen…

Ein wenig bewegtes Bild gibt es von uns auch in der In.Puncto Sendung auf EinsPlus vom 07. April:

relegation


Ergebnisse

The Sailing Bassman – Episode 6 – Ich kaufe mir ein Boot

In dem neuen Video geht es um die Dinge die man beim Kauf seines ersten Bootes beachten sollte, ob man sich ein Boot im Internet kaufen kann und was es alles zu prüfen gibt, bevor man den Kaufvertrag unterschreibt. Ich habe hierbei jede Menge Fehler gemacht  und ich hoffe mit diesem Video andere davor bewahren zu können. Fazit: Internetkauf ist möglich, aber nur mit einem Fachmann an der Seite!!
Das ist dann vorraussichtlich eines der  letzten Videos vom Trockenen, die nächsten Filme kommen dann live aus dem Boot.