Monatsarchive: März 2014

Quantum Racing wins in Miami


Results

Imponderabilien der Seeschiffahrt

Die Gommiers von Martinique

G #5DIE UNBEKANNTE SEITE VON MARTINIQUE
Martinique ist jedem Segler ein Begriff. Begehrenswertes Ziel nach der Atlantik Überquerung oder Ausgangspunkt für Charter Törns in der karibischen Inselwelt. Segler finden in den französischen Antillen alles, was sie wünschen oder träumen: ruhiges Segeln in Lee den Inseln oder anspruchsvolle Passagen in der dem Atlantik zugewandten Seite. WEITERLESEN

Light air in Miami

SV Kira von Celle – Beate+Detlev Schmandt GER

Detlev2WINSCHLOS UNGLÜCKLICH – EINE ODYSSEE
Ein Wortspiel, dass nur schwer zu verstehen ist, wenn man die Geschichte dahinter nicht entschlüsseln kann, z.B. diese:
Für Menschen an Land mag es viele Wichtigkeiten im Leben geben, die jede für sich, oder alle zusammen, einem Menschen helfen können, sein Leben zu meistern. Für Segler auf den Weltmeeren liegt die Gemengelage anders, denn dort gibt es Prioritäten, denen man sich fügen muss, will man nicht, im wahrsten Sinne des Wortes, untergehen.

Seventy IslandsKörperliche und geistige Gesundheit sowie ein soliden Schiff vorausgesetzt, bekommen Zusammenhänge auf See plötzlich Wichtigkeiten, die an Land vollkommen nebensächlich sind. Das Wetter zum Beispiel, vor dem man sich an Land verstecken kann oder das Bett garnicht erst verläßt, wenn es draussen pisst.

Das Leben auf See unterliegt Naturgesetzen, die ebenso zu befolgen sind, wie die Spielregeln für die Zeiten, wenn die Gardinen unten sind, ich meine natürlich die Segel. Denn Blauwasserseglers Hafen ist meist der Ankerplatz, der im Verlauf der Jahre nur von Zeit zu Zeit gewechselt wird.

So wird dann schnell verständlich, warum ein solides Ankergeschirr für jede Fahrtenyacht von so elementarer Bedeutung ist.

Was also tun, wenn das Ankergeschirr kaputt? Eine veritable Katastrophe – so geschehen Anfang Februar 2014 auf der SV Kira von Celle in Palau Micronesien.

Seventy Islands1
WAS IST ÜBERHAUPT PASSIERT?
SV Kira von Celle, eine HR42 aus Baujahr 1983, grundlegend überholt durch seine jetzigen Eigner Beate und Detlev Schmandt und seit 9 Jahren weltweit unterwegs, konnte plötzlich den Anker nicht mehr aus dem Grund bekommen. Die Ankerwinsch hatte Getriebeschaden. Nun sind Ankermanöver von Hand bei Schiffen dieser Gewichtsklasse schlicht unmöglich. Örtliche Reparaturversuche erwiesen sich als undurchführbar. Die weltweite Suche nach einer identischen, gebrauchten Winsch verlief erfolglos. Der Italienische Hersteller LOFRANS hatte neuere Typen mit differentem Lochmuster im Programm. Was also tun, denn die Zeit drängte, die Cyclon Saison in Micronesien rückte bedrohlich nahe, der sichere Zielort LANKAWI Malaysia war noch in weiter Ferne. Ohne funktionierendes Ankergeschirr „ geiht dat nich“. Eine Yacht ohne Ankergeschirr inmitten eines Seegebiets voller Riffen und Atolle, das ist wie Autofahren ohne Lenkrad und Bremse inmitten des Pariser Stadtverkehrs: da kann schon mal Segeln tödlich sein.

Auch die Alternativen waren wenig Hoffnung erweckend:
– die Bitte um technisches Asyl beim Insel Kommandanten, verbunden mit monatelanger Wartezeit inmitten der Cyclon Zone an kommunaler Mooringtonne, deren Mooring Geschirr man sein Schicksal anzuvertrauen hätte.
– Transport als Decksfracht nach Singapore, für Liveaboards gleichbedeutend mit einem veritablen Rundgriff in die auf die wohlgehütete Bordkasse.

Die Lösung: eine neue Winsch sollte es also sein, möglichst aus dem gleichen Stall, damit die Umbauarbeiten auf dem Vorschiff im Rahmen bleiben. Gesagt getan: SVB in Bremen, als Vertreter der italienischen Firma LOFRANS erwies sich als kundiger Berater, eine LOFRANS TIGRIS wurde auserkoren, eine schnelle Flugreise nach Mikronesien zu unternehmen.

Den Unterschied zwischen Theorie und Praxis however, sollten wir alsbald kennen lernen:

Als Versender wurde DHL vorgeschlagen, wahrscheinlich für SVB ein Standard Versender. WORLD PREMIUM PAKET 30 kg für € 250,00, Laufzeit 10-12 Tage, so der Plan. Geflügelte Vorschläge, die das zeitliche Problem zu lösen schienen, denn die SV Kira sollte Palau zwingend im Februar verlassen. Der Startschuss wurde am 7.2.2014 gegeben. Der DHL tracking Report meldet am 13.2.2014: Im Zielland eingetroffen. Was der Track allerdings nicht vermekrt: das Paket war lediglich in NEW YORK eingetroffen, wo es im Zoll schlafen gegangen ist und nicht weiter transportiert wurde. Laut Auskunft der Fachleute seien 4 Wochen im Zoll durchaus normal. Eine mittlere Katastrophe für die Familie Schmandt, denen die Zeit unter den Fusssohlen brannte.

Detlev1Die Praxis zwang uns, eine zweite Winsch auf den Weg zu bringen, diesmal mit der Firma RED-LINE International in Hamburg, dem Versender Partner der Firma WINDPILOT. Dies Paket wurde innerhalb von 4 Tagen in Palau zugestellt, der Preis für den Transport betrug € 580,00. Ein teurer Spass, aber die Kostendifferenz wird schnell erträglich, wenn man die teuren Alternativen vor Augen hat: Seetransport oder langes Verbleiben bis zur nächsten Saison. Zudem war der Transport nur € 330,00 teurer als ein Paket, dass nie angekommen ist…. So kann man die Relativitätstheorie und sich selbst überlisten.

Detlev3So liegt nun seit 4.März die Winsch an Deck, der Eigner ist nicht mehr winschlos unglücklich, sondern mit neuer Winsch glücklich und bereit am Montag den 10.März auszuklarieren. Richtung Langkawi ist die nächsten Etappe, ein Ziel, das man innerhalb von 2 Monaten erreichen will.

Epilog: die Firma SVB wurde gebeten, die in New York verstaubende Winsch „heim ins SVB Reich“ zurückzuholen, weil der US Zoll damit sicher nix anfangen kann. Alle gemeinsam wissen wir nun, quasi als HAND ON INFO, was die Lieferzusage DHL PREMIUM WELTPAKET eben auch bedeuten kann: ein blumiges Versandversprechen, das trotz happiger Preise eine vorgegaukelte Leistung mitnichten garantiert. Besonders ärgerlich für Segler, denen es besonders pressiert. Eine Lehre, die wir uns hinter die Ohren tätowiert.

Peter Foerthmann

sunday solo session


TCS – Robot Heart: Heart-Shaped Box – Nirvana (covered by Kawehi) from Kawehi on Vimeo.

SV Bestevaer II – Gerard Dykstra NED

dykstra-5STAND DER TECHNIK EINER IDEALEN BLAUWASSERYACHT
Wer sich mit der Thematik einer Idealen Blauwasseryacht ein wenig auseinandersetzt, wird unweigerlich irgendwann einmal auf die BESTEVAER Yachten stossen. Wenn finanzielle Überlegungen hinter dem Enthusiasmus für ein perfektes Schiff verblassen, wenn also Resourcen und Neugierde genug vorhanden sind, dann rücken diese Schiffe, von denen zwischenzeitlich etliche gebaut worden sind, unausweichlich in den Fokus. Hier der Link zur Bauwerft KOOI Makkum

ERDMANN BRASCHOS hat in SEGELREPORTER kürzlich einen wunderschönen Bericht über GERARD DYKSTRA – SEGLER IM UNRUHESTAND veröffentlicht, den Konstrukteur der Bestevaer Yachten, einen Mann, der weltweit einen legendären Ruf erlangt, weil er in der Szenerie für besondere und einmalige Yachten und auch als Segler lebenslang immer wieder neue Grenzen setzt.
Bestevaer-53ST-sailing-yacht-Bestevaer-I-owned-by-Gerard-DijkstraVielleicht weniger bekannt und darum hier erwähnt: Gerard Dykstra ist der Autor des ersten in den Niederlanden und Deutschland publizierten Buches über Windselbststeueranlagen, das 1979 von DELIUS KLASING herausgegeben wurde. Es konnte nicht ausbleiben, dass sich unsere Wege dereinst kreuzten und so vermag es nicht zu wundern, warum ein Grossteil der in Makkum ausgelieferten Bestevaer Yachten verschiedener Grössen, stets mit einer Windpilot Pacific ausgeliefert wurden. Als Fachmann der ersten Stunde hat Gerard explizit für diese Yachten eine ungewöhnliche und einzigartige Pinnensteuerung realisiert, weil er, wie kaum ein anderer weiss, dass eine Pinne für eine Pendelruderanlage der ideale Arbeitsplatz ist. Die Pinne ist nicht im Verhältnis 1 : 1 übersetzt, hingegen bewegt sie das Ruder progressiv, d.h. um die Mittelstellung extrem sensibel und bei Manöver zunehmend progressiv, sodass bei Manöver mit geringer Pinnendrehung das Ruder erheblicher gedreht werden kann.

Gerard segelt seine BESTEVAER II seit vielen Jahren mit einer Windpilot Pacific, das Titelfoto der ersten Stunde des Windpilot Blogs ist eine Referenz nach Holland, es wurde mir von Gerard vor vielen Jahren zur Verfügung gestellt.
Peter Foerthmann

Onboard Vesper at full speed – until…

Onboard Interlodge in Miami


Results

the real boss

Azzurra take the lead in Miami


52superseries

luscious friday