Monatsarchive: März 2014

Windpilot – die englischen Wurzeln

B. 6 John Adam 1968 KopieWindpilot Historie Mk II
Die Geschichte der Firma Windpilot seit dem Eigentümerwechsel im Jahre 1976 ist hinlänglich bekannt, auch weil die Umstände ungewöhnlich gewesen sind, denn der kurzentschlossene Tausch einer veritablen Segelyacht bei einem Segeltörn, gegen den Inhalt einer dunklen Werkstatt auf einem Reiterhof in der Waldstadt Mölln, hat erheblichen Unglauben hervorgerufen, vor allem an meinem Geisteszustand. Wenn eine ängstliche Ehefrau den Mut des Angetrauten in Zweifel zieht, weil ihr ein weniger aufregendes Leben mit mehr Sicherheiten wichtiger gewesen wäre, tun sich Gräben auf, die am Ende nicht mehr zuzuschütten sind. Die Dinge nahmen also ihren stringenten Lauf. Manchmal genügt im Leben eine Weichenstellung, um eine Entscheidung zu fällen deren Eigendynamik sprachlos macht – weil es plötzlich nix mehr zu tun gibt, weil der Erdrutsch bereits im Gange ist. WEITERLESEN …

hiking – until …

Arbeit über Arbeit über Arbeit über Arbeit

Die Zeit rennt mir immer mehr davon, in ein paar Tagen ist der Krantermin und bis dahin muss mein Deck wieder wasserdicht und begehbar sein. Auf diesen Fotos sieht man den Umfang der Arbeiten. Das fast die Hälfte des Backbordvordecks war angegriffen. Ich habe hier die obere Deckschicht ausgesägt und den nassen und torfigen Holzkern komplett bis auf die untere Schicht entfernt. Dann 2 Glasfasermatten einlaminiert und in dieses Bett zurechtgesägte Platten aus Hartschaum eingesetzt, die nun quasi das Holz ersetzen. Darauf wieder 2 Glasfasermatten laminiert und die ausgesägte Deckschicht obendrauf geklebt. Da mir die Sägeschnitte immer noch gefährdet erschienen habe ich nun noch einmal 2 Lagen Matte mit je 5cm Überlappung auf die intakte Deckschicht drüberlaminiert. Zwischendurch immer wieder Unebenheiten ausgeglichen und geschliffen. Eine echte Drecksarbeit, vor allem im Liegen unter der Plane oder alternativ mit abgezogener Plane im strammen Wind. Daher ist jetzt erst einmal Erholung in der Türkei angesagt. Im Moment sieht das alles noch richtig hässlich aus, fühlt sich aber endlich wieder stabil an. Nun kommt als nächstes ein komplett neuer Decksanstrich mit spezieller rutschfester Farbe, des alles wieder versiegeln soll. Dafür habe ich nun aber nur noch 3 Tage Zeit nach meiner Rückkehr aus der Türkei, so das ich wohl zunächst nur das Backborddeck und den Mastbereich streichen werde; das intakte Steuerborddeck folgt dann bei passendem Wetter. So kann ich mich dann auf dem Deck bewegen und nass auf nass malen, sonst müsste ich warten bis die Farbe getrocknet ist und jedesmal anschleifen.

Im Mastbereich bin ich anders vorgegangen um die Struktur der Deckschicht nicht zu sehr zu schwächen. Ich habe hier die Bereiche abgeklopft, die ebenfalls nasses Holz hatten. Hier dann mit 6mm in ca. 5cm Abständen hineingebohrt und den Bereich etwas trocknen lassen (schwierig!!). Dann mit einer großen Spritze angedicktes Harz in die Löcher gepumpt, bis es aus den umliegenden Löchern oben wieder ausgetreten ist. An den meisten Stellen ging das sehr gut, es gab aber auch Bereiche, in denen viel Harz nötig war. Hier musste ich teils 2x pumpen. Eine Stelle hat sich dabei aufgrund der Reaktionstemperatur des Harzes und der verwendeten Menge so extrem erhitzt, das es aus den Löchern blubberte und dampfte. Es können dabei ja sogar Brände entstehen, so das ich doch sehr nervös wurde; nach 20 Minuten hat sich der Zauber dann beruhigt, und ich konnte aufatmen….Auf die durch Bohrung geschwächten Bereiche habe ich dann ebenfalls 2-3 Lagen Matte auflaminiert. Das Foto zeigt noch eine Vorstufe. Nun ist hier auch wieder alles zu, fest und sehr stabil. Ich hoffe das hält nun erst einmal wieder und ist nicht zu spröde. Auch hier kommt dann noch Decksfarbe drüber, so das kein weiteres Wasser mehr eindringen sollte.

Den Grund für die Feuchtigkeit im Deck konnte ich leider bisher nicht feststellen. Es gab ein paar kleine Macken im Laminat, aber ob die dafür verantwortlich waren? Jedem Bootsbauer würde vor meiner Arbeit sicher grauen, aber aufgrund Zeit- und Geldmangels blieb mir keine andere Option. Ich hoffe mit der neuen Farbe sieht das dann wieder einigermassen OK aus…denn ganz glatt bekomme ich es nicht mehr : ( Aber am Ende ist es mir egal, Hauptsache der Kram hält!!
Die letzte Baustelle war das Ruder, das ist nun auch endlich wieder dran…erst ein Loch gebuddelt, dann rein damit. Sitzt bombenfest, aber nach oben hin leider etwas zu stramm, so das es am Rumpf schabt…hier muss ich nun noch mit Unterlegscheiben etwas ausgleichen um es ca. 1-2mm tiefer zu bekommen, damit sich das Antifouling bzw. die Gelcoatschicht nicht abreibt.

Die neue Tablethalterung im Cockpit ist ganz nett geworden und vor allem fertig.
Nun muss noch der Rumpf und Mast poliert werden, eine neue UKW Antenne in den Mast, der neue Impeller in den Diesel und die Batterien eingebaut werden. Dann das Boot gekrant und der Mast gestellt, die Segel abgeholt und angschlagen werden. Wenn dann alles funktioniert kann ich mich auf die Reise konzentrieren, zur Zeit bin ich gedanklich einfach noch nicht so weit bei der Menge an Arbeit….

Andererseits will ich nicht jammern, ich bereite mich auf etwas ganz Großes vor, sitze in der Sonne und niemand hetzt mich. Wenn ich da an meinen Kumpel Mike von klassisch-am-wind.de denke; der hat 3 noch Folkeboote in gewohnter Perfektion fertig zu machen und die Chartersaison steht vor der Tür…na da bestell ich doch noch mal nen Cafe!!

chinese gybe

luscious friday

finding freedom

swatch girls

Swatch Girls Pro Wrap Up Clip from LACHLAN MCKINNON on Vimeo.

Vindö 50 MS Ketsch – zu verkaufen – for sale € 48.000

Am Steg in AN

Vindö 50 MS, Baujahr 1976,
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Soto workout


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Leuchttürme und ihr Nutzen

Das Video habe ich vor ein paar Tagen aufgenommen. Eigentlich mehr wegen der Atmosphäre, nun fiel mir auf das man zwei von Fehmarns wichtigen Leuchttürmen sehr gut erkennen kann, und zwar Flügge und Strukkamphuk. Leuchttürme sind im Zeitalter von GPS nicht mehr so wichtig, wie sie mal waren. Ich liebe allerdings ihr sehr weit tragendes Licht und fühle mich Nachts auf dem Wasser stets geborgen, wenn man in ihre Nähe kommt. Leuchttürme leuchten nicht einfach nur, sondern haben alle ein bestimmtes Muster, einen eigenen Rhythmus, an dem man sie erkennen kann. Dazu kann man auf dieser Website alle Infos finden.

http://www.leuchtturmseiten.de/home.htm?4998

Die Kennung von Flügge ist nun  Oc (4) W 20 sec (+ FW)
In 20 Sekunden wird das weisse Licht also 4x unterbrochen  (und in einem bestimmten Sektor sieht man eine festes weisses Licht)…leider habe ich vorher nicht nachgesehen und nur 17 Sekunden Video gemacht, so sieht man nur 3 Unterbrechungen.

Die Kennung von Strukkamphuk lautet Iso WR 3 sec 
Das weisse Licht ist also 1,5 Sekunden an und 1,5 Sekunden aus, das kann man gut sehen (in einem bestimmten Sektor wird das Licht dann Rot).

Anhand dieser Leuchtfeuer kann man sich im Dunkeln sehr gut orientieren, sonst hat man ja auf dem dunklen Wasser nicht viele Fixpunkte.

Diese beiden Leuchtfeuer erfüllen aber noch eine Aufgabe, wie man hier in der Navionics App gut erkennen kann…die Leuchttürme habe ich mit einem roten Pfeil markiert.


Auf dem Video sieht man ja sehr gut die Fehmarnsundbrücke. Auf dem Foto habe ich sie grün markiert. Angenommen ich möchte nun unter der Brücke Richtung West hindurchfahren (z.B.: von Travemünde nach Kiel). Dann gibt es ein betonntes Fahrwasser (rosa Pfeil), in dem ich bleiben muss, da es ausserhalb des Fahrwassers schnell zu flach wird!! Wenn ich genau in der Mitte des Fahrwassers bin, liegen die Leuchtfeuer genau in einer Linie und da sie verschieden hoch sind, genau übereinander. Daran kann ich mich dann im Dunkeln sehr schön orientieren damit ich nicht mit dem Mast an der Brücke hängenbleibe, wie es den Kollegen im Buch „Zwei Männer und viel Meer“ passiert ist. Nach der Brücke muss man sich dann an anderen Zeichen Richtung Kiel orientieren, damit nicht das Folgende passiert:


Logbuch – Montag, den 24. März

Ab heute werde ich nun ein wöchentliches Logbuch anlegen um neben den Videos, Erlebnissen und Gedanken auch etwas geordnete Berichtsstruktur zu haben. Das macht während der Reise auf jeden Fall Sinn, aber auch jetzt gibt es bereits vieles zu berichten

– Ich habe meinem täglichen Verbrauch nun mit €25.- festgesetzt und mein Erspartes entsprechend umgeschichtet, bei 180 Tagen sind das €4.500.-. Dazu kommen noch weitere Kosten für Reparaturen vorab, etwas Ausrüstung und den ersten großen Einkauf, von ca. €1.500.-. Ausserdem noch eine Reserve von €2.000.- für unvorgesehene Ereignisse. Dann muss ich auch hier noch genug auf das Girokonto packen für alle laufenden Abbuchungen in den 6 Monaten, das sind dann nochmal €2.000.-.
Zusammen also rund eine Summe von €10.000.-, die ich ziemlich genau so lange zusammengespart habe, umso Schöner das es nun genau passt!!
– Meine VISA Card PIN habe ich auch neu beantragt, da diese in Skandinavien stets gebraucht wird.
– Die Problematik einer günstigen Kranken- und Rentenversicherung hat sich mit Eintritt in die Künstlersozialkasse gelöst
– Dank dem Ostseestammtisch habe ich nun eine Lösung für Internet unterwegs
– Ich habe auch gerade angefangen, die ersten Packlisten zu schreiben..das geht ja von Bordapotheke und Geschirr, über Waschmittel, Bettwäsche, Handtücher, Schuhen bis zu Ersatzteilen, Elektronik und Werkzeug, das sollte besser genau überlegt sein!!
– Die Suche nach Sponsoren für ein paar Instrumente dauert auch noch an
– Mittwoch und Donnerstag wird das Ruder wieder eingebaut und weiter an dem Wiederaufbau des Decks gearbeitet. Die Ruderlager sind nun neu!! In den zwei Tagen bekommt nun das Deck seine Stabilität mit Hilfe von Harz und Glasfasermatten zurück, zwei Wochen später wird es neu gestrichen und versiegelt. Es wird nun auch Zeit, am 10.4. ist Krantermin
– Ein paar Arzttermine habe ich auch noch gemacht, damit mich das nicht unterwegs einholt…vor allem die Zähne.
– Morgen fahr ich zu John Barron, der mir einige meiner Songs singen wird. Wir haben da ja große Pläne. John wird mich auch auf der Reise besuchen, die Planung des Besuchskalenders steht ja auch noch an…
– Ach ja und jeden Tag kommen Stück für Stück Gegenstände für die Reise an…Sonnenbrille, Angel mit Zubehör, Festplatte für Videos, Handbücher, Karten etc.etc.

Im Augenblick ist das alles sehr viel Arbeit, aber sobald das Boot schwimmt, wird sich hoffentlich das richtige Feeling einstellen…ich frage mich, an welchem Tag nach der Abreise ich wirklich begreife, was ich tue. Im Moment ist dafür schlicht keine Zeit!

DesTopNews 2014-13