Monatsarchive: Mai 2013

flying overseas

Jimmy Cornell – Atlantic Odyssey – Transatlantic Rally 2013

KittyCat-Jimmy-Ivan

 

 

 

 

 

JIMMY CORNELL WIEDER AM START
Der Vater der ARC geht wieder an den Start. Mit ihm kommt der ursprüngliche Geist einer Veranstaltung zurück, in der gemeinsames Segeln und kameradschaftliches Miteinander wichtig und sportliche Erfolge zur Nebensache geraten.

Damit schließt sich eine Lücke, die sich seit der Übergabe der ARC an einen englischen Veranstalter im Jahre 2000 zunehmend aufgetan, weil die Rally zu einem kommerziellen Grossereignis mutierte und dem Diktat von Sponsoren unterworfen wurde. Die ARC ist zur Zubringer Veranstaltung zum Saison Start des karibischen Chartergeschäftes mutiert, mit der Folge, dass viele Charterschiffe bis zur letzten Koje belegt, in Las Palmas an den Start gegangen sind.

Familien Crews haben sich nicht immer wohl gefühlt, weil der Geist der Veranstaltung – Family Cruising mit Jimmy Cornells – verloren gegangen ist – gone with the wind!

Das zu ändern ist Cornell angetreten – er wird, wie zu alten Zeiten als Guter Geist sein Regiment auf den Stegen und Schiffen wieder zum Leben erwecken – Segeln und sozialen Umgang unter Seglern ohne den Zeitdruck eines Saisonstarts zu Weihnachten.

ATLANTIC ODYSSEY startet an Zwei Terminen im Herbst / Winter 2013:

ATLANTIC ODYSSEY I ,
17.Nov. 2013 von ARRECIFE / LANZAROTE nach LE MARIN / MARTINIQUE

ATLANTIC ODYSSEY II :
12.Jan. 2014 von SANTA CRUZ DE LA PALMA nach ST.GEORGE / GRENADA W.I.

Neu auch die Preisgestaltung: € 500,– pro Schiff / Crew, unabhängig von der Größe oder Anzahl
Dazu Leistungen wie Gratis Liegeplatz am Start und Zielhafen, Sonderpreise bei örtlichen Dienstleistern.

Einzige Bedingung: das Vorhandensein einer Satellitenanlage um die Positionsanzeige zu gewährleisten.

Weitere Informationen zur Atlantic Odyssey: Cornell Sailing info@atlanticodyssey.org

Buchung unter

Franzen | von der Lippe – Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Wir haben den Pazifik besegelt, den Indischen Ozean und den Atlantik überquert, Stürme und haushohe Wellen überlebt, waren im Busch von Australien und im Dschungel von Papua Neu-Guinea, haben mit Pennern gesoffen und mit Fürsten gespeist. Man könnte sagen, wir haben uns genug Gefahren ausgesetzt und sind immer mit einer heilen Haut davon gekommen, denn wir wussten intuitiv, was zu tun war.

Während wir uns jedoch von Kontinent zu Kontinent vorgewagt haben, braute sich von uns unbemerkt ein Unheil bringendes Gewitter zusammen. Ausgerechnet ein harmloses Stück Papier – ein Brief aus Deutschland – brachte uns dann vor kurzem fast zum Kentern. Das Finanzamt stand vor der Tür und hatte unsere Steuereinnahmen geschätzt. „Welche Einnahmen?“ haben wir uns gefragt, doch monatelanges Nichtbeachten des Fiskus kann unangenehme Folgen haben. Wir schuldeten dem Staat anscheinend Geld – und das gar nicht mal so wenig.

Auf Kanal 16 schickten wir einen letzten Notruf und wurden tatsächlich erhört: Das Rettungsboot Mark Franzen von den Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern franzen | von der Lippe aus Hamburg kam uns zur Hilfe und beseitigte im Nu alle Unklarheiten. Das war gerade noch mal gut gegangen.

Wie ein Bullenstander auf Vorwind-Kursen ist nun Mark Franzen unsere Sicherungsleine für finanzielle Patenthalsen und gehört zur Sicherheitsausrüstung, einer jeden Expedition. Tausend Dank und willkommen an Bord!

Logo_franzen I vd lippeWP
Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer
franzen | von der Lippe
Meßberg 1
20095 Hamburg
Tel.: +49 (40) 398035-0
Fax: +49 (40)-398035-29
www.franzenvonderlippe.de

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DesTopNews 2013-18

505 worlds

tahitian playground


Durch die Nacht mit der Trupe dos Errantes

Komplett durchgeschwitzt vom steilen Anstieg in den engen Gassen von Santa Teresa, stehen wir Punkt 9 Uhr vor einer vergitterten Tür. Sind wir hier richtig? Was mir allerdings mehr Sorgen macht, ist, dass man uns mit normalen Backpackern verwechseln könnte, wie wir so suchend um uns blicken und mit tonnenschweren Rucksäcken voller Equipment vor dem Hostel warten, in dem Juan noch nebenbei arbeitet, um sich das nächste Schlaginstrument finanzieren zu können. Hier wollen wir den Rest der Jungs und Mädels von der „Trupe dos Errantes“ (Truppe des Wanderns) treffen und dann um 11 Uhr irgendwo aufnehmen gehen.
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Nur eine Stunde zu spät wandern wir mit Juan, Fernando, Arthur, Jean und Nina musizierend durch Santa Teresa und können trotz des ständigen Auf- und Ab kaum die Augen von den Häusern der unzähligen europäischen Einwanderer lassen. Umhüllt von Gesang, Geigen-, Querflöten und Akkordeonklängen – sogar einer Trommel in einer Dienstagnacht(!) – lassen schiefe Dächer über von Ranken bewachsenen Balkonen mit üppig verzierten Geländern und dorischen Säulen neben überfüllten Bars, voll trunkener Touristen, den Charme Friedrichshains, auf das Niveau einer Plattenbausiedlung in Rostock-Dierkow sinken. Ich bin so glücklich, dass jetzt noch ein 50 Cent Sterni vom Späti in der Hand mich vergessen lassn würde, warum ich noch weiter nach Hause segeln sollte.
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Nach unzähligen Biegungen, die nicht nur meinen Orientierungssinn vollkommen überfordern, erreichen wir den Platz „Largo das Neves“ und treffen – ungefähr anderthalb Stunden zu spät – dort noch Sänger und Tänzer Caio mit Tanz- und Gesangspartnerin Thais. Auf den Bänken um den Platz herum, sitzen Schaulustige und prosten sich mit Caipirinha zu, den sie aus dem Kofferraum eines alten VW Passat beziehen, während wir die Rucksäcke entladen, Mikrofone aufbauen, uns Bier aus dem Kofferraum reichen lassen und das Gewusel aus Musikern und Tänzern versuchen so zu organisieren, dass wir zusammen ein paar Lieder aufnehmen können.
Gegen zwei Uhr hat die örtliche Polizei dann tatsächlich den Nerv unsere Aufnahme-Session zu unterbrechen und uns um Ruhe zu bitten – macht aber den Fehler, uns ihr Vertrauen zu schenken, dass wir in 5 Minuten aufhören würden und fährt von dannen. So ist es schließlich die unfassbare Macht eines erschöpften Kamera Akkus, die uns Wandersleut‘ viel später als versprochen wieder zum Einpacken bewegen kann.
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Mit „Bella Ciao“ in den Ohren kommt es mir auf dem Rückweg kommt so vor, als hätten die Straßen noch um ein paar Biegungen und mein Rucksack ein paar Kilo zugenommen. Kann ja eigentlich nicht sein, aber ich hätte schwören können, dass der Hinweg größtenteils bergauf ging und es jetzt demzufolge bergab gehen müsste. An dieser Illusion muss das überteuerte wässrige Bier dran schuld sein, das einfach nicht richtig betrunken macht – nur den Kopf kaputt und die Zunge pelzig. Und wenn es nicht mehr eisgekühlt ist – die Kühlschränke zeigen hier immer -3,5°C an – sollte man es eigentlich gleich bleiben lassen.

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Gegen fünf erreichen wir schließlich die Marianne und in der Koje fällt mir dann ein, dass wohl aus genau diesem Grund Caipirinha und Joints auf den vorderen Plätzen der brasilianischen Genussmittel-Charts liegen müssen. Bei mir aber nicht und deshalb beschließe ich im Halbschlaf doch, die Pfanne nicht an den Nagel zu hängen und meine Anstellung als Smutje erst mal zu behalten…
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