Monatsarchive: April 2013

SV Blue Sky, Grisel+Tino Schumann GER

mg_0508Marina Riviera Sens, Guadeloupe
An beiden Kaps kam es heute wieder zu Fallböen bis 35 Knoten Wind und unruhiger See. Auf offener See war es ein zügiges aber weitgehend gleichmäßiges Segeln. Im Hafen ging es dann sehr eng zu. Es war ziemlich flach und voll besetzt. In die wenigen freien Nischen wollte ich mich bei dem stark böigem Seitenwind und minimalen Raum zum Manövrieren nicht reinwürgen. Wir haben uns dann zu den Booten außerhalb der Kaimauer gesellt. Sicherheitshalber haben wir zwei Buganker gesetzt. WEITERLESEN>

Trofeo Princesa Sofia – Medal Races

DesTopNews 2013-14

Die ideale Yacht – Theorie und Praxis

Ankerplatz auf Tahiti lowLebenserfahrungen der Familie Wöhl
Im BLOG TREND SETTERSwurde untersucht, welchen Einfluss die Berichterstattung nationaler Segelmagazine auf die Entscheidung der Segler für oder gegen bestimmte Schiffe / Schiffstypen zu nehmen in der Lage sind. Die Vorlieben der Segler sind beeinflussbar und wir kennen natürlich die Gründe, warum Schiffe in Bezug auf ihre Größe, dem umbauten Raum, der Geschwindigkeit oder der gefälligen Linie wegen auserkoren – gekauft werden, um mit ihnen unbeschwerte Zeiten auf See zu verbringen. WEITERLESEN>

luscious friday

Südamerika – wir sind da!

Am 4.4. nach 44 Tagen auf See sind wir nun endlich gesund und munter auf dem 4ten Kontinent in der 15ten Stadt unserer Reise angekommen – Rio de Janeiro! Es ist jetzt schon mehr als zwei Jahre her, dass wir das erste Mal die Segel auf der anderen Seite des Erdballs gesetzt haben, 30.000 km von Rio entfernt. (Der Erdumfang beträgt 40.000 km).
Wir sind müde und haben Muskelschwund vom vielen sitzen, doch dafür können wir uns nicht daran erinnern, jemals in unserem Leben eine bessere Pizza oder ein kühleres Bier gehabt zu haben…

The Sailing Conductors in Rio de Janeiro

Endlich, nach genau 44 Tagen sind wir hier!

flattr this!

those were the days

thx Dan

Sun and Fun


Trofeo Princesa Sofia

perspectives

NZL Sailing Team’s Paul Snow-Hansen and Dan Willcox
via: http://www.juanpanews.com

Gebrauchtpreise und der Keller

Windpilot - 017 KopieWas ist nur mit den Gebraucht Preisen los?
Die kurze Antwort: das gleiche wie bei allen anderen Marken! Der Markt regelt sich über die Preise – oder über die Zeitläufte – bis ein Verkäufer weiche Knie bekommt – er von seinem Weib Kloppe angedroht erhält – und er am Ende jeden Preis akzeptiert – solange sein Ego, sein Image oder gar der Stolz ohne Beulen an der Seele oder dem Konto, seinen sozialen Lebensbegleitern den Schiffs Wechsel noch als positiv verkaufen kann!
SCHMERZEN wird heute jeder Schiffsverkauf verursachen, auch wenn sie hernach gern als Phantom Schmerz verniedlicht werden.

Bei der Vernichtung geschlossener schwimmender Fonds – genannt Yachten – werden seit Jahren riesige Vermögen vernichtet – ohne Aussicht, dies dem Steuerzahler jemals zur Rettung unterschieben zu können, weil derartige Vermögen stets individualisiert vernichtet werden – und die Scham im übrigen hilft – die wahren Vermögensschäden frei und offen zu kolportieren.

Unwiderruflich vorbei die Chance, beim Segeln sogar Geld zu verdienen, weil man sein Schiff jahrzehntelang hatte mit erklecklichem Gewinn verkaufen können.

Eine Entscheidung für das „falsche“ Schiff – gerät heute schicksalshaft, weil das Schiff hernach seinen Besitzer fortan lebenslang in Haft zu nehmen in der Lage ist!

Drum prüfe, wer sich ewig bindet – das gilt bei Frauen ebenso wie bei Schiffen – denn das dicke Ende – die Registrierkasse – lauert bereits hinter der übernächsten Ecke! Falsche Entscheidungen werden stets und überall teuer bezahlt – bei der lebendigen und der schwimmenden Geliebten!

Der Markt verändert sich rasant, nicht nur Werften reduzieren ihr Stammpersonal im Sauseschritt, um der Insolvenz durch Kosten Klemme zu entfliehen, zu entrücken – auch das maritime Service Fussvolk hat an den Veränderungen schwer zu schlucken: Delivery Skipper finden weniger Arbeit, selbst HR hat für seinen jahrelang tätigen Profi Skipper kaum noch Verwendung, der Mann geht nun segeln auf eigene Rechnung.

Undenkbar heute, was noch vor wenigen Jahren für segelnde Familien das Highlight gewesen ist: ein Schiff beim Segeln von A nach B zu refitten … und am Zielort den frisch lackierten Schwan …. mit Gewinn weiter zu verkaufen.

Der Markt steht …. beinahe …. und es mutet nahezu unglaublich an, dass die maritime Fachpresse mit steter Schreibe und großformatigen Inseraten weitere neue Schiffe in den bereits übervollen Markt hinein zu promoten versucht! Da hilft es wenig, wenn man sich vergegenwärtigt, dass auch Fachzeitschriften nur ein Glied in der Nahrungskette sind – Fressen oder gefressen werden – jeder hängt an seinem Job!

Überdeutlich ist, daß
– sehr grosse Yachten kaum noch zu verkaufen sind
– Grossserienschiffe nur mit enormen Preisabschlägen gehandelt werden
– international tätige Broker immer größere Flotten anbieten
– Neukauf zunehmend nur gegen Inzahlungnahme funktioniert
– Finanzierungen in Anspruch genommen werden, um neue Träume zu realisieren
– finale Kaufpreise zunehmend zum Trostpflaster geraten – Hauptsache verkauft!

Es schält sich am Ende folgende Situation heraus: potentielle Schiffskäufer sondieren den Markt sorgfältig – werden dabei fachkundiger – und geraten in die Lage, die angebotene Ware, z.B. schöne alte Schiffe und ihre Bauqualität zu schätzen! Es zeigt sich heute bereits deutlich, dass nicht nur Klassiker zu stabilen – sogar steigenden – Preisen gehandelt werden, sondern auch die modern Classics häufig schneller neue Liebhaber finden!

So ergibt sich heute eine merkwürdige Situation am Markt der Eitelkeiten: die Neuinvestition in einen neuen Mast, eine neue Maschine oder elektronischen Equipment kann u.U. höher geraten, als der Kauf einen kompletten gebrauchten Schiffes.

Drum prüfe stets sorgfältig, wer sich ein Schiff ans Bein bindet…. denn die Folgekosten… können einen Käufer rechts überholen!

Allein in den vergangenen 12 Monaten bin ich Zeuge von Verkaufspreisen geworden, die ich früher für undenkbar gehalten hätte …. Vega im Bereich TEU 8, Cumulant 36 TEU 26, Koopmans 41 TEU 140, Koopmans 43 TEU 180, OVNI 43 TEU 120, vandeStadt 44 TEU 170, um nur ein paar zu benennen – die letzten 4 Schiffe sämtlich in Alu.

Der Markt für Segel Einsteiger könnte fertiler nicht geraten, denn ein Käufer ist heute König und Kaiser zugleich – wenn die weibliche Regierungszentrale die Ampel auf grün gestellt – das Konto flüssig oder nicht – und die Lust auf das Segeln auch vom Wetter nicht unterzukriegen ist.

Peter Foerthmann

waiting for spring

© Lutz Beister

Tonne Rostock 4 am 01.04.13 – Kein Aprilscherz!