Monatsarchive: Dezember 2012

Trans-Ocean e.V. – Retrospektive

Wer hätte vor 12 Monaten geglaubt, dass die Turbulenzen um einen Vorstands Wechsel, statt des ersehnten Neuanfangs zu einem Rückschritt geraten und die desolaten Folgen den Trans Ocean nun komplett zu lähmen im Stande sind? Die Relevanz des alten TO ist einem Sprachunvermögen gewichen – die heute offenbar nur noch durch Gerichte überbrückbar scheint, weil jeder Versuch einer einvernehmlichen Lösung, durch Nichtagieren von Vorstandsseite unmöglich geworden ist. WEITERLESEN>

Happy New Year!

Aufregung was passieren wird

Lena, Maya, Nathalie und ich wünschen unserer Familie, all unseren Freunden, Lesern, Mitseglern, Geschäftspartnern und Kunden, allen, die uns irgendwie kennen, einen total schönen und feuchten Absprung und Rutsch ins neue Jahr. Auf das allen, so wie uns selbst die Wünsche und Hoffnungen, im nächsten Jahr erfüllt werden und Ziele erreichbar werden. Vor allen Dingen wünschen wir uns gegenseitig und euch allen das Wichtigste zum Leben: Die Gesundheit.

Die Crew der LADY schaut auf einen aufregenden Jahresanfang hin. Jeder weiß warum. Das neue Heim wird für uns große Veränderungen mit sich bringen, Probleme werden sicherlich bleiben, die Namen werden sich verändern, aber auch der Fun wird bleiben und ich bin mir sicher, dass wir in 2013 mindestens eine große Oceanüberquerung mit Maya und Lena in tropischen Gewässern segeln werden. Und das ist gut so, dafür ist es jetzt Zeit, genauso, dass die beiden endlich vernünftig Schwimmen und Schnorcheln lernen. Eins ist garantiert, langweilig wird es auf keinen Fall werden

Chile verabschiedete uns gestern und an dem Tag davor noch mal ordentlich mit einer kalten Dusche, damit die LADY auch immer schön sauber bleibt. Ich muss zugeben, dass ich schon oft darüber nachgedacht habe hier sesshaft zu werden, ein Haus zu kaufen, einen normales Leben anzufangen. Nathalie geht es genauso. Wir lieben Puerto Montt und unsere Insel Tenglo inzwischen wirklich von Herzen, doch die anhaltenden Regenperioden mit Mengen von Regen, die sogar einen Niederrheiner immer wieder erstaunen lassen, welche Mengen von Wasser aus dem Himmel kommen können, das Gefühl Moses auf der Arche Noah zu sein, bringt uns wieder auf den richtigen Weg, unserem Weg auf der Suche nach dem gelobten Land. Ob wir dieses im nächsten Jahr finden werden, wer weiß es schon, wir wohl am wenigsten.

Trans-Ocean e.V. Kommentare

Hallo Peter,
Ganz so würde ich an eurer Stelle den Kopf nicht in den Sand stecken.
Wenn ich richtig informiert bin stellt sich die Sache doch so da, korrigiert mich wenn ich falsch liege.
Ich habe mal rumrecherchiert.
Nach der gängigen Rechtsprechung des BGH ist die neue Satzung angenommen, zur Not muss diese eben eingeklagt werden, die Aussichten sind mehr als hervorragend.
Dann kann die MV eine Online-Wahl zulassen.
Sollte sie dies nicht tun, was ja denkbar wäre, aber doch einem Putsch der anwesenden Mitglieder gegen den Rest des Vereins gleichkommen würde, o.k. dann ist Hopfen und Malz verloren.
Aber davon gehe ich nicht aus, und wenn dann ein Antrag vorliegt, in etwa so…
Die Mitgliederversammlung erkennt die Haftung unter Verzicht auf die Einrede der Verjährung im Falle Lelijveld an und beschließt die Familie Lelijveld für den ihr durch den Verein entstandenen Schaden in nachzuweisender voller Höhe zu entschädigen.
Dann warten wir mal das Ergebnis der Online-Wahl ab.
Ich bin zuversichtlich, daß eine Mehrheit zusammenkommt.
LG
Rainer Hasse watermaker.jimdo.com/   Kommentare WEITERLESEN

Vendée Globe – Week 7 Highlights

Life at Cruising Speed

Maximum an Entschleunigung

Weihnachten ist vorbei und so laufen heute vier andere Boote ein. Darunter Jeremy unser Vermieter des kleinen Hauses auf der Insel Tenglo. Der ist allerdings ganz ungewöhnlich für Vermieter, sehr nett und unser Freund, so werden wir morgen an den Thermen wohl nicht mehr alleine sein, nicht mehr alle nackig baden. Na ja. Zumindest hat keiner neben uns geankert. Dort, wo wir liegen kann nur ein Boot liegen.

Meine Ringe unter den Augen vom Werftaufenthalt sind endgültig weg. Dafür habe ich auch heute morgen bis zehn Uhr geschlafen. Rückkehr zum Crusing Leben halt. Das e-mail Telefon klingelt aber auch eher selten und so bleibt mir etwas Zeit mich um die neuen Lunatronic Produkte für 2013 zu kümmern. Doch auch da bleibe ich beim Schreiben eine Konzeptes in einer Einbahnstraße stecken. Na so was. Anstatt wieder von vorne anzufangen und alles noch mal zu überlegen, mache ich etwas ganz, ganz seltsames: Ich nehme mir ein Buch, mache ein paar Rücken- und Yogaübungen auf dem Vordeck und lasse mich in den Lesemodus fallen. Schließlich haben wir einfach mal ein bisschen Entspannung nötig. Enjoy Life!

luscious friday

Privattherme

Ein Hoch aufs Hoch

Wir versöhnen uns gerade mt dem patagonischen Hochsommer und genießen die Auswirkungen des stabilen Hochs in vollen Zügen. Morgen ist die Bucht spiegelglatt und die Sonne strahlt vom Himmel. Mittags kommt zwar themikbedingt ordentlich Wind mit entsprechender Bewölkung auf, aber was soll’s. Wir liegen in unseren Spinnennetzleinen im perfektesten Winkel der Bucht, am Salontisch die Schule, am Kartentisch das Büro und müssen uns keine Sorgen machen. Später steht Maya mit Papa mit der Angel an Deck und fängt sogar was, einen kleinen Barsch. Leider bekommt er keine Gesellschaft für die Bratpfanne und so darf er weiterleben und vielleicht noch ein bisschen wachsen.

Die Thermalbäder gehören uns derzeit ganz allein. Keine anderen Boote, keine Ausflügler, noch nicht einmal Parkwächter. Unsere Lieblingsbecken haben wir gestern mittels Staudämmen vor weitem Wasserzufluss bewahrt, damit sie sich abkühlen konnten. Um zu baden, wird der Staudamm einfach geöffnet und 55 Grad heißes Wasser (haben wir heute gemessen) strömt in die Wannen um sie in Nullkommanix angenehm zu temperieren. Nur das Schließen darf man nicht vergessen, sonst ergeht es einem wie dem Hummer im Topf. Der Westwind hat auch die letzten Wolken weggepustet, abendliche Ruhe und Sonne legt sich über die Bucht. Wen stört es, dass es schon wieder fast halb elf ist, als die Kinder endlich in ihren Kojen liegen. Dunkel wird es noch viel später.

Rolex Sydney Hobart – Record

http://rolexsydneyhobart.com/news/

DesTopNews 2012-52

Jungbrunnen im Pumalin Park bei 50°

Termalbad, Wandern, Abenteuer und Segeln

Wir haben es geschafft. Wir haben durchgehalten und sind beschert worden mit Sonnenschein. Seit meinem Geburtstag Ende November hat es Regen geplästert und geschüttet. Heute endlich hat sich ein dickes Hoch durchgesetzt mit 1025 hpa, nach einem letzten Regenguss der sich gewaschen hat zum Frühstück, kommt die Sonne raus und setzt sich durch. Die IRON LADY ist eindeutig sauber, wir sind es nicht. So fahren wir schnell nach Hornopiren, gegenüber unseres Ankerplatzes, bringen unseren Müll weg und kaufen Bier, ein bisschen Brot und Mayo. Da war es auch schon und zwanzig Meilen weiter südlich liegt der Estero Cahuelmo, den wir ja schon bei Dauerregen kennengelernt haben. Jetzt ist alles anders. Quer über eine kleine Bucht ist ein dickes Tau von den Fischern gespannt, eine weitere Landleine legen wir über einen umgefallenen Baum. Wir sind allein. Ankern kann man in dem Estero quasi nicht. Er hat einen grauseligen Ruf wegen seiner Fallwinde, bösem Westwind, der die Einfahrt zum Abenteuer macht und und und… Aber nicht bei 1025 hpa.

Plan 1 ist die Eroberung des Termalbades. Irgendwo den Fluss rauf soll es sprudelnd heißes Wasser geben, was aus einem Loch in der Erde rauskommt. Dem ist auch so, aber der Weg ist beschwerlich. Ich vergessen den Anker, wir sind bei Niedrigwasser, statt bei Hochwasser im Sumpfgebiet und ich setzte die Mädels als Spähtrupp ins offene Gelände aus um die Terme zu finden, ich suche einen Baustamm weiter flussaufwärts, wo die Tide nicht hinkommt und ich eine Stek machen kann. Da winken sie auch schon von der anderen Seite des Tals und haben die in den rohen Fels gehauenen Badewannen gefunden, in die das viel zu heiße Wasser durch ein Rinnensystem geführt wird. Direkt an der Quelle sprudelt das kochende Wasser, was aus der Erde kommt. Über dem kleinen, romantischen Platz liegt der Geruch von Schwefel und der Eindruck eines Jungbrunnens bleibt uns nicht verwehrt. Die Romantik zerstören wir mit Haar-Shampoo und Einwegrasierern. Ungeliebte Haare im Gesicht des Skippers und auf der Beinen der Capitana weichen dem heißen Wasser des Pumalin Parks, dazu die Aussicht über den Fjord. Wir sind wieder mal alleine.

Der Rückweg ist abenteuerlich, zum Teil müssen wir das Dinghi hinter uns herziehen, weil nicht genug Wasser im Fluss ist. Ob es hier Forellen gibt? Ich glaube morgen müssen wir doch mal die Flyfishing-Angel auspacken. Heute reicht es nicht mehr für solch Abenteuer, heute schütten wir alle vier das eiskalte Wasser aus den Gummistiefeln, Maya und ich ziehen los und pflücken einen halben Eimer voller frischer Muscheln von den Felswänden direkt am Ankerplatz. Ein bisschen Weißwein, ein bisschen Gemüse und Maya darf heute so viel Muscheln essen, wie sie will. Lena probiert auch, obwohl sie ja eigentlich nicht so auf Mariscos steht. Jetzt schlafen alle, inklusive der Capitana, der der Kopf über dem Buch nach vorneüber gesackt ist. „Nathalie, aufwachen. Ich lese Dir mal den Logbuchbericht vor!“

Rolex Sydney Hobart – Start

SV Drifter and Cyclone Evans, Savusavu Fiji

December 25th 2012
SV Drifter and Cyclone Evan

Since about a week it becomes more and more clear that there is a cyclone developing. We’re in Savusavu, Fiji. It supposes to be a cyclone hole here and it has a good reputation. However one never knows in advance what can happen.

It’s clear now that Evan will hit Fiji probably close to where we are. People start to prepare their boats and stuff. Moorings are checked by divers and if necessary ropes are replaced. It’s remarkable that no one is nervous, there’s no panic at all. read more>