Monatsarchive: November 2012

Abschied nehmen

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Artikel schreiben soll. Denn wie viel Öffentlichkeit verträgt das Privatleben? Interessiert es überhaupt Menschen, die ein Segel-Musik-Abenteuer verfolgen, was bei mir so ganz persönlich vorfällt? Andererseits waren wir schon immer ehrlich und vielleicht erklärt sich so zumindest die Funkstille in der letzten Zeit.

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, bin ich gerade in Deutschland. Eigentlich könnte ich es mir nicht leisten, nur um persönlich auf der „SAE Alumni Award“ Verleihung unseren „Special Judges’ Prize“ abzuholen, durch die Welt zu jetten. Doch dies ist nicht der wahre Grund der Heimreise.

Als wir im März 2011 aufbrachen, um die große Welt zu entdecken, waren vor allem unsere Eltern nicht sehr begeistert. Bei größtem Verständnis für ihr Unverständnis rückten wir jedoch nicht von der einstmaligen „Schnappsidee“ ab und ließen unsere Eltern in großer Sorge zurück. Doch bereits im Anschluss unserer Jungfernfahrt von den Salomonischen Inseln nach Papua-Neuguinea sollte ich nicht mehr das Sorgenkind sein. Bei meiner Mutter wurde ein bösartiger Gehirntumor diagnostiziert.

Für mich stellte sich damals natürlich die Frage, wie sinnvoll so ein Projekt für mich noch sein könne, wenn zu Hause meine Mutter einem viel zu kurzen und qualvollen Lebensende gegenüber steht. Sollte ich bei ihr sein oder weiter machen, um ihr und mir Vorwürfe über gescheiterte Träume zu ersparen? Keiner der beiden Alternativen konnte die „richtige“ sein, jedoch gaben mir die Reaktionen von Freunden, Musikern und natürlich euch – unseren Anhängern – das Gefühl, mich nicht total falsch entschieden zu haben.

Auch die Einstellung meiner Eltern, und vor allem meiner Mutter, haben mich in dieser Entscheidung schließlich bekräftigt. Letztes Jahr zu Weihnachten sagte sie zu mir: „Hannes, mach das, was Dir Spaß macht – so lange Du noch kannst.“

Am 29. September 2012 schlief meine Mutter friedlich im Hospiz ein. Wir befanden uns zu diesem Zeitpunkt auf See von Madagaskar nach Südafrika. Dass ich auf ihrem letzten Weg nicht für sie da sein konnte, wie sie es immer für mich war, tut mir unendlich weh. Doch möchte ich nicht in Selbstmitleid versinken, denn schließlich ist es ja sie, die das größte Leid zu tragen hat.


Auf der Trauerfeier brechen beide Welten auf mich herein, als unsere Aufnahme aus Australien zu hören ist.

Ich möchte nach vorne blicken, möchte bewegen, verändern und versuchen, meine Mutter so stolz zu machen, wie ich auf sie bin.

Danke Mutti. Für Alles.

Bild: blog.sae.edu

flattr this!

Günter S.Hamacher – von Mann zu Mann

Offener Brief an Günter S.Hamacher Contadora Panama
Lieber Susanne, lieber Günter,
QRA 808.
Jetzt müssen wir aufpassen, dass das nicht zum Nachruf gerät! Darum kommt der Schluss hier an den Anfang:
Wir wünschen Euch, samt Euren schnurrenden Gross Raubkatzen viele schöne Jahre in Eurem neuen Heim in Panama.

Du hast Dein Haus bestellt und einen engagierten Nachfolger gefunden, das gelingt heute so selten.
Noch einmal hast Du Dein Leben umgekrempelt, angepasst, ohne selbst je angepasst zu sein. Das Pacific Island Net wird weitergeführt und so können auch kommende Seglergenerationen einmal am Tag in ihren Booten außer den eigenen auch andere Stimmen hören, Nachrichten aus der Heimat, Positionen anderer Yachten, small talk und wichtige Informationen über Routen und Ankerplätze, Einklarierungsbedingungen u.s.w..

Mit Contadora Günter am Mike war das immer abwechselungsreich, manchmal frech aber immer informativ und wer den Kölsche Jung nicht mochte….Pech gehabt! Wieviele tausende mails hast Du wohl geschrieben, wieviele Stunden in Deiner Funkbude gehockt, wieviele Zigaretten geraucht, wieviele Drinks gekippt. Ich darf das Fragen ohne es wissen zu wollen und Du lieber Günter, könntest es Dir leisten diese Fragen zu beantworten, denn, nicht wahr: an Selbstbewußtsein mangelt es Dir nicht…..und alles hast Du selbst verdient!

Groß geworden am Nabel der Bonner Republik, hast Du in Contadora Deinen eigenen Gegenentwurf gelebt. Galapagos war Dein Steckenpferd. Die Vorträge in Deiner ganz eigenen Sprache waren an Deutlichkeit nie zu überbieten – sie sind überall verstanden worden, es sei denn… man wollte Dich nicht verstehen! Erinnerst Du Dich noch? Romero, hieß der Kerl, war TO-Stützpunktleiter in Galapagos und verkaufte den TO Yachten mit großem Erfolg ungültige Fahrterlaubnisse. Er hatte für dieses Geschäft als verurteilter Betrüger keinerlei staatliche Genehmigung. Yachten, die sich sich beim TO beschwerten, wurden von Bernt Luetgebrune als Lügner bezeichnet, manche traten aus. Monatelang ist das weiter so gelaufen, und als Romero schriftlich befragt, dann sogar alles leugnete, wurde ihm in Cuxhaven Glauben geschenkt, keinesfalls den eigenen Seglern und Mitgliedern! Erst, als die Dinge immer weiter gingen, haben sie ihn endlich rausgeschmissen. Viele Segler unterwegs haben das damals alle nicht verstanden, nicht glauben wollen, inzwischen sind wir im TO mit derlei Sachen bereits vertrauter, weil der TO seinen Ruf verloren hat.

Du hast Deine Klappe nie gehalten. Du wusstest, das Ärger nicht glücklich macht, Ungerechtigkeit aber auch nicht. Sie haben Dich nicht in den Griff bekommen und das ist gut so. Solche Menschen fehlen, das Stromlinienförmige ist nur solange schön, wie es Menschen gibt, die ein wenig aufpassen und es ist kein Zufall, das diese Menschen hier auf dieser Seite überproportional vertreten sind. Der Beitrag über Dein Netz und Dein Leben hätte auch woanders stehen können, nein müssen…..Pech gehabt. Du wirst uns treu bleiben als Berater des Pacific Island Netz (und wenn Du die Antenne putzt) und als Beobachter der Segler und des TO und als Mensch, auch wenn der Günter ein ganz klein wenig anders geraten ist, als der Durchschnitt und uns schon deshalb immer so viel Freude bereitet hat.

Wir wünschen Susanne und Dir keine gesundheitliche QRM und macht bitte nie QRP
Wir hören, nein, wir lesen voneinander.

Beate und Detlev
SY Kira von Celle oder einfach nur 808 jetzt QRT

Günter S.Hamacher – Contadora, Panama

Günter S.Hamacher – ein rasantes Leben zwischen Köln und Panama

Das PACIFIC ISLAND NET ist jedem Segler, der einmal die große Runde gesegelt ist, zum festen Begriff geworden. Unzählige Yachtie´s haben in der Bucht von Contadora, Panama für ein paar Tage ihre Anker im Sand vergraben um bei Guenter und seiner Frau Susanne unvergeßliche Abende zu verbringen, meist am Ende anstrengender Tage, wenn Guenter bei ihnen an Bord Funkanlagen und Antennen akribisch untersucht, und für besseres Senden und Empfangen aufbereitet – kurz: zum Fliegen hat bringen können.WEITERLESEN>

SV Semana Santa – Navegación extrema

Pacific Island Net – Günter S.Hamacher, Contadora, Panama

Pacific Island Net, Guenter S.Hamacher, Contador, Panama

Danke Dir Peter,
wenn man Dein Blog liest, dann erscheint der Eindruck, dass verschiedene Segler noch immer nicht begriffen haben, was der TO in Jahrzehnten mit ihnen gemacht hat!
Für viele gerät der TO unwichtig, sie beklagen sich nie, sie segeln einfach weiter. Andere, wenige, die sich beklagen oder an die Öffentlichkeit gehen, werden nicht beachtet oder im TO-Forum gelöscht, da ist HvS schon immer in seinem Element gewesen. WEITERLESEN>

Drifter Netz – Wetterinformationen für Yachten im Pacific

Wetter Informations Netz für deutschsprachige Yachten im Pacific
Beate und Detlev Schmandt, SV Kira von Celle, befinden sich mit Ihrer HR 42 seit 8 Jahren auf Weltreise.
Seit vier Jahren befinden Sie sich im Pacific und kreuzen zwischen den Pacifischen Archipelen und New Zealand, wo sie mehrere Wintermonate, die dort Sommer sind, verbracht haben.

Seit vielen Jahren betreut Detlev deutschsprachige Segler mit seiner sorgfältigen Auswertung und Ausarbeitung von Wetter Informationen, die täglich über HAM Radio die Runde machen. Dies Netzwerk hat seit einigen Wochen einen Namen: DRIFTER NETZ, benannt nach den heute engen Freunden Coby + Arnold Lelijveld, die seit einigen Jahren lowbudget im Pacific mit ihrer SV Drifter unterwegs sind, nachdem ihnen ihre Lebensersparnisse für die Reise durch schwere Krankheit verloren gegangen ist. Coby und Arnold werden im Pacific von vielen Seglern unterstützt und erfahren auch landseitig, wo immer Menschen von dem besonderen Schicksals dieser Familie erfahren, Hilfsbereitschaft und Unterstützung. So haben sie in New Zealand viele Monate lang einen Campervan für ihre Landausflüge gratis überlassen erhalten. Durch das DRIFTER NETZ erfahren nun auch andere Segler vom Schicksal dieser Familie – und können besser helfen.  WEITERLESEN>

SV Windigo, Tania Davies NZ+Steve Jones GB

Durchgekentert zwischen Tonga und New Zealand – verletzt und abgeborgen – Schiff verloren

SV Windigo, family picture

07. 11. 2012 06:30 pm:Auf der Segelyacht “Windigo”, 38ft, Neuseeländische Flagge, wird die Eprib ausgelöst, nachdem das Schiff ca 500 sm südwestlich von Tonga bei 40 Knoten Wind in zehn Meter hohen Seen durchgekentert ist. Beide Personen an Bord sind an Kopf und Rücken mittelschwer verletzt. Das Boot hat Wasser gemacht, ist aber wieder aufgeschwommen.

08. 11. 2012 01:00 am: Die Windigo wird von einem neseeländischen Marineflieger überflogen, dabei wird eine Rettungsinsel abgeworfen. Das NZ Warship “Ontago” unterbricht eine Übung vor der Neuseeländischen Küste und nimmt Kurs auf die havarierte “Windigo”, ebenso die Segelyacht “Adventure Bond”, die in schwerer See aber nur langsam vorankommt. Die Crew der “Windigo” bleibt an Bord, ein Übersetzen von der schwer beschädigten Yacht in eine Rettungsinsel ist zu gefährlich. Das Containerschiff “Chengtu” nimmt ebenfalls Kurs auf die “Windigo”.

09. 11. 2012 03:40 am: “Chengtu” und “Adventure Bond” sind an der Unglücksstätte eingetroffen und haben Kontakt zur Crew der “Windigo” aufgenommen.
5 Meter hohe Wellen machen eine Bergung der “Windigo” Crew unmöglich, man wartet auf Wetterberuhigung.

Steve Jones and Tania Davies, family picture

09.11 2012 09.55 am : Die beiden Verletzten sind von Bord der “Windigo” geborgen und befinden sich auf der “Chengtu”, die nimmt Kurs auf die “Otago” um sie zu übergeben. Die “Windigo” ist verloren.

Die Windigo ist am Montag dem 5.11.2012 in Tonga mit Ziel Neuseeland ausgelaufen. Bereits am Mittwoch, dem 31.10.2012 wurde von den maßgeblichen Wetterdiensten ein Trog aus der South Pacific Convergence Zone gemeldet, der zwischen Vanuatu und Fiji nach Süden geht und ein tropisches Tief bilden würde.
Ab Freitag war bekannt, das dieses Tief sich vertiefend in südliche Richtungen bewegen würde, möglicherweise Richtung Neuseeland.

Am Wochenende wurde die Zugrichtung von allen maßgeblichen Wetterdiensten Richtung Tonga vorhergesagt. Das Tief wurde permanent kräftiger und weitläufiger dargestellt.
Am Montag wurde klar, das es der erste Tropical Storm werden könnte und das er vertiefend und vergrößernd südlich Tonga Richtung Kermadecs ziehen würde.

Es stellt sich die Frage, welche Wetterinformationen auf der “Windigo” eingeholt wurden und wie es zu der Auslaufentscheidung kam.

Ein Bericht von Detlev Schmandt SV Kira von Celle, derzeit in Malolo Lailai

Step Out Of The Ordinary

luscious friday


thx Bertil

50/50


via: pressure-drop

DesTopNews 2012-45

Trans Ocean e.V. Gate

Der NEUANFANG im Februar 2012 ist eine Mogelpackung gewesen, weil er mit der Aufarbeitung alter Skandale und unguter Details hätte beginnen müssen. Fakten, die am RUNDEN TISCH einigen Teilnehmern der Runde, vor allem Andreas Huelsenberg und wahrscheinlich den ehemaligen Kassenprüfern Martin Birkhoff und Dirk Mennewisch bekannt gewesen sind, dies gleichwohl in Düsseldorf und im Verlauf der folgenden 9 Monate bis heute der Mitgliederschaft gegenüber verschwiegen wurden. Fakten und Gemengelagen, die nun ans Tageslicht drängen und deren Bekanntwerden nicht mehr zu verhindern ist. WEITERLESEN>