Monatsarchive: November 2011

Copying Is Not Theft

ikke werd pirat!

ein fotograf fotografiert einen nudelauflauf. im rahmen der dokumentation einer segelreise mit einer jugendgruppe veröffentliche ich das bild auf meiner seite, erhalte eine abmahnung und soll 120,- euro zahlen. schon bald ist offensichtlich, dass der fotograf die bilder auf der rezeptseite seiner frau nur veröffentlicht, um copyright-verletzungen zu provozieren und kohle zu machen.

ein fotograf fotografiert mein boot auf einer regatta. ohne dass ich mein einverständnis gegeben habe, veröffentlicht er die bilder. auch ich veröffentliche sie unter angabe des fotografen auf meiner seite. eines samstagnachts bekomme ich eine drohende e mail – offensichtlich unter alkoholeinfluss – die bilder zu entfernen.

eine fotografin fotografiert boote während einer regatta. ich bitte sie, mir für die präsentation auf der siegerehrung die bilder zur verfügung zu stellen. sie schickt mir die bilder unter der bedingung, dass ich mit einem flyer für sie werbung mache, auf den ich bis heute warte.

ein fotograf fotografiert mein boot auf einer regatta. ohne dass ich mein einverständnis gegeben habe, veröffentlicht er die bilder. da ich an abzügen kein interesse habe, frage ich nach dem preis digitaler rohware.  Antwort: die überlasse ich nur agenturen.

ein fotograf fotografiert eine regattayacht. ich veröffentliche das foto, das ohne copyright-angabe im netz kursiert, auf meinem nicht-gewerblichen blog. Die agentur des fotografen schickt mir eine abmahnung und kassiert 192,60 euro.


ikke hab die schnauze voll und werde pirat!


Piratenmeinung zum Urheberrecht

[…] In einer Welt, in der Bild, Ton, Text und Video völlig frei fließen und in der jeder Konsument auch Produzent ist, lässt sich nicht mehr unterscheiden zwischen Kommunikation und Kultur. Kommunikation und Kultur werden eins, denn Kultur wird kommuniziert und Kommunikation wird kultiviert. Das führt den juristischen Begriff vom künstlerischen Werk mit Schöpfungshöhe ad absurdum. […]

Das jetzige Urheberrecht
· wurde für die digitale Welt nie gemacht
· ist nicht durchsetzbar und führt daher zu einem Bruch zwischen Recht und Rechtswirklichkeit bzw. Rechtsempfinden
· hemmt die Verbreitung und Nutzung von Wissen und Kultur und mindert so den Wohlstand
· beeinträchtigt bzw. kriminalisiert heute die digitale Kommunikation und das Zitierrecht (z. B. Sampling/Cover)
· kann zur Zensur missbraucht werden bzw. diese begünstigen: […]

Wir stehen an der Schwelle zum Informationszeitalter und viele Menschen haben offensichtlich noch nicht begriffen, was das bedeutet: Information ist entweder ein Geheimnis oder ein freies Gut, das sich nicht zu wirtschaftlichen Zwecken verknappen lässt. […]
Der Verkauf von nicht geheimen Informationen im Informationszeitalter ist kein funktionierendes Geschäftsmodell. Es ist nicht Aufgabe des Staates, durch völlig unverhältnismäßige Gesetze und Kriminalisierung veraltete Geschäftsmodelle künstlich aufrecht zu erhalten und den Strukturwandel zu behindern. […]
Das Kopieren von bzw. der Zugriff auf Informationen ist nicht mit Diebstahl gleichzusetzen. Stehlen lässt sich nur ein Gut mit natürlicher Knappheit, das dem Bestohlenen dann fehlt. Information/Kultur ist aber nicht knapp und kann daher nicht gestohlen werden. Dem Autor entsteht durch den Zugriff auf sein Werk kein Schaden, da der Autor lediglich fixe Kosten (oder lediglich Zeit) investiert hat, und durch die Kopie keine Kosten entstehen. Die Unterstellung, dass der Konsument die Kopie stattdessen gekauft hätte, ist nicht haltbar, denn der Wert eines Kulturgutes für einen Einzelnen ist subjektiv und nicht messbar. […]
Es werden derzeit verschiedene Lösungsansätze, die eine möglichst gerechte Verteilung von Geldern erlauben sollen, diskutiert. Hierbei sind vor allem die Kulturflatrate, das Spendenportal, das Release-Modell und die Creative-Commons-Lizenz zu nennen. […]
Der Künstler hat ein moralisches Recht auf Vergütung und der Nutznießer eine moralische Pflicht zur Vergütung. Ziel ist es, den jetzigen, auf künstlicher Verknappung und Drosselung des Zugangs basierenden Urheberschutz durch ein reformiertes Urheberrecht und einen gesellschaftlichen Vertrag zu ersetzen. Wir müssen Menschen dazu bringen, für Inhalte zu bezahlen, obwohl diese frei zugänglich sind, denn eine Verknappung ist nicht mehr möglich. […]

http://wiki.piratenpartei.de/Argumentation#Argumente_gegen_das_jetzige_Urheberrecht

MOB

via:  www.sailinganarchy.com

Wilkommen im Dschungel!

Das musikalische Abenteuer geht weiter!
In meinem letzten Eintrag habe ich euch von tollen Recordings, ein Bisschen Freizeit und viel Arbeit rund um das Boot berichtet. Und gerade jetzt sind wir dabei die letzten Vorbereitungen zu treffen, um Thailand verlassen zu können.
Die letzte Woche war ziemlich aufregend. Wir durften eine Nacht in einem Dorf für Karen Flüchtlinge (http://de.wikipedia.org/wiki/Karen_%28Volk%29) verbringen. Samson Sriprasur lud uns dazu ein, die Schüler bei den Proben für ihre Weihnachtslieder zu filmen. Bereits einige Wochen zuvor hatten wir Gelegenheit dazu, das Dorf zu besuchen. Connect3e unterstützt diese Gemeinschaft (http://www.connect3e.org/index.php?pg=homeforstudents1) und wir unterstützten Connect3e mit einem Charity Konzert in Hua Hin. Das Dorf liegt nahe an der burmesische Grenze und tief im Dschungel. Auf dem Weg dort hin sahen wir einige Affen am Straßenrand und eine echt große Schlange aber leider war weit und breit kein Zeichen von wilden Elefanten. Außer ihre riesigen Haufen am Wegesrand vielleicht…
Im Dorf wurden wir von Jesse (ursprünglich aus Singapur) herumgeführt, der dort eine Art Praktikum absolvierte. Er übte mit den Kindern auch die Weihnachtssongs ein und formierte mit wenigen Anweisungen den Chor.

Die Jungs und Mädels waren einfach großartig! So energiegeladen und nicht ein Bisschen schüchtern, ständig am Lachen und unentwegt bemüht mit uns Englisch zu sprechen. Bei einem kleinen Fußballspiel gegen uns haben diese Energiebündel dann auch tatsächlich gewonnen, obwohl sie nur Flip Flops hatten.

 Samson, Manager und Supervisor der Schule

Samson, Manager und Supervisor der Schule

 Jesse und die Kinder

Jesse und die Kinder

So viel zur Überschrift. Auf dem Heimweg hielten wir dann an einer Höhle an, in der wir einen gereiften Musiker aufnahmen. Leider hat sich unser Verhältnis zu ihm danach etwas verschlechtert, sodass wir diese Aufnahmen wohl niemals veröffentlichen werden können. Schade.
Und hier kommen ein paar Bilder, um euch davon zu überzeugen, dass wir wirklich sehr viel zu tun haben, damit ihr hier regelmäßig eure Nachrichten bekommt… Dabei hilft uns derzeit Ae, ein großartiger Mechaniker, der selbst auch segelt. Wann immer wir ihn brauchen, er hat für uns Zeit. Zum Beispiel hat er unsere Bugspitze geschweißt, die Fockschotleitschiene / Traveller Schiene fixiert, unsere Dieselpumpe ausgetauscht und noch tausend andere Dinge gerichtet. Das Beste ist, dass wir mit ihm in all den Läden nicht den Weißen-Aufschlag bezahlen müssen! Somit wäre die Hälfte gespart. Als erfahrener Segler konnten wir uns dann auch noch bei einem entspannten Bier Tips abholen, wie wir am Besten nach Vietnam kommen. So ein cooler Typ!

 Ae, unser Helfer in der Not!

Ae, unser Helfer in der Not

Wo wir gerade von coolen Thailändern sprechen. Die Schneider vom Boworn Fashion Team sind einfach aus Bangkok zu uns nach Hua Hin gefahren, um mit uns feiern zu gehen! Bei ihrer Abfahrt in Bangkok riefen sie kurz durch: „Wir sind dann in 2,5 Stunden da.“ Und los ging’s. Die Typen sind einfach unglaublich. Schaut selbst!


Gerade habe ich unsere geflickten Segel abgeholt und sie sehen zum Glück echt gut aus. Benni ist derweil nach Bangkok gefahren, um unseren Autopiloten aus der Reparatur abzuholen und unseren Boworn Freunden einen letzten Besuch abzustatten. Wir sind also fast fertig mit unseren Erledigungen. Jetzt müssen wir nur noch die Muscheln vom Boot kratzen, die Ratte an Bord erlegen und Nahrungsmittel tanken für die Reise nach Vietnam!
Während unseres Aufenthaltes in Thailand konnten wir sehr viel Musik aufnehmen. Benni und Hannes kannten bereits Paul Bankes, der uns seine Bar für ein paar Aufnahmen zur Verfügung stellte. In Pauls Suoay Vista Social Club hatten wir auch eine Blues Jam Night und ein weiteres kleines Konzert. Benni hat mit Pi Noi ein paar Songs mit Cello und Akustikgitarre gespielt und Hannes und ich waren Teil der Blues Band.

 Peter Barry (Pete), von dem ihr bald noch mehr hören werdet

Peter Barry (Pete), von dem ihr bald noch mehr hören werdet

Schaut bald wieder vorbei und viel Spaß mit diesen Bildern!

tape it

http://minbaad.dk

thx Lutz

ARC 2011

Las Palmas Sonntag 20.Nov. 2011
Die ARC Flotte ist unterwegs nach Westen, der Hafen leergefegt. Pedro von der TEXACO Tankstelle macht Hafendisco für ein paar flotte Stunden, die Uferpromenade ist voller Canario Flaneure, die einmal im Jahr die Gelegenheit nutzen, statt gewohnter Frachtschiffe und Tanker vor der Stadt, hunderte Segler bis zum Horizont zu bewundern, die dann wenig später hinter demselben verschwunden sind.

ARC #26 hat den Hafen verlassen, vielleicht die richtige Zeit, sich wieder einmal die Frage zu stellen, die so viele Yachties alljährlich bewegt: Soll ich mich anschließen, oder soll ich das lieber nicht?


Die Grenzen sind heute durchlässiger geworden. Galt früher die von der ARC genutzte Funkfrequenz als Geheimnis, das nur hinter vorgehaltener Hand kolportiert wurde, so ist sie heute nahezu jedermann zugänglich. Eine Geisterflotte von Nicht-ARC Seglern folgt traditionell in Lee dieser Grossveranstaltung und schlüpft unter den virtuellen Schutz eines Funk-Rettungsschirmes. Wie von Geisterhand brechen zeitgleich in vielen anderen Inselhäfen die Yachten Richtung Westen auf.

Hier geht´s weiter zum ganzen Bericht

Hanseboot 2011 – Ein Messerundgang mit Frank Germighausen (Teil 1)

Was hatte die Hanseboot dieses Jahr den Fahrtenseglern zu bieten? Wir freuen uns, in Frank Germighausen  jemanden für unseren Messerundgang gefunden zu haben, der als Moderator des Segeln-Forums und Eigner einer Hanse 331 dies ganz sicher einschätzen und beurteilen kann. segel-filme.de hat ihn bei seinem Messebesuch begleitet. Zu Wort kommen u. a. Kapitän Reiner Dietzel (DP07), Alexander Zabré (Yachticon) und Peter Wrede (Peter Wrede Yachtlackierung).

Unser tiefster Dank geht an…

(in ungeordneter Reihenfolge)

Familie Michaelis, Polly Pop!, Stefan Dräger, Heinz + Ulrike Gillmaier, Matthias Nimz, Peter Sorowka, Marie-Christin Küster, Matthias Holl, Rainer Meyer, Sarah Schaschek, Martin Plueckhahn, Eric Stange, Michael Leyendecker, Nathalie van den Bergh, Anne Cutchin, Gabriele Cornelius, Christian Körber, Mike Freytag, Laura Haustein, Christian Nordhorn, Fabian Schaschek, Beatrix Michels, Dr. Radmann + Partner, Jürgen + Karin Schaschek, Familie Laufer, Angret + Ralf + Nina Koch, Hans-Jürgen + Roswita Lübcke, Claus + Brigitte Koch + Franz Schaschek, Marina und Wolfram Schmidt!

Insgesamt ist eine Summe von 1.983 $ zusammen gekommen. Dank euch können wir bald neue Segel setzen und sicher durch die kommenden Jahre schippern. Es ist sooo gut zu wissen, dass ihr an uns glaubt. Ohne euch, wären wir nichts. DANKE!!!

doggy style

luscious friday

TO – Bilanz – Anspruch und Wirklichkeit

Nun haben wir es schwarz auf weiss!

Wir wissen, dass statt der 6000 nur 4800 Mitglieder Beitrag bezahlt haben, 330 weniger als im Vorjahr.

Wir wissen, dass TEU 125 fuer Verwaltung und Miete ausgegeben wurden, also 85% der Beitragseinnahmen. Das Verhältnis ist ungewöhnlich, keineswegs zeugt es von solider Geschäftsführung. Als Gegenwert allerdings erhält der Verein nicht einmal eine effektive Verwaltung mit aktualisierten Adressen Listen, zumindest der so wichtigen TO Stützpunkte.

Wir wissen nun, dass die neue Website EUR 17.000 gekostet hat. Ein professioneller Webauftritt wäre erheblich preiswerter gewesen, das Ergebnis sicherlich zeitgemäßer. So bleibt zu bemerken, dass eine moderne Open Source Software am Markt gratis zu haben ist, CMS ist Stand der Technik. Wer mit diesen Tools umzugehen in der Lage ist, für den ist diese Website in wenigen Stunden erstellt.

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DesTopNews 2011-46