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© K.E.Vögele

Travemünde – Ein mit zwei Mann besetztes Segelboot, das von See kommend in Richtung Fischereihafen segeln wollte, lag quer im Fahrwasser, in Höhe der Nordermole. Es hatte nur ein Vorsegel gesetzt und eine Person war in ein mitgeführtes Beiboot geklettert.
Der Kapitän der 11030 Tonnen großen Fähre verminderte seine Fahrt und kam dabei bedrohlich nahe an die rechte Seite am schnell flach werdenden Priwallstrand. Als der Segler erkannte, dass die Fähre immer näher kam, kletterte er kurz darauf wieder auf seine ca. 9 m lange Segelyacht und stieß sich dann mit einem Bootshaken von dem Schiffsrumpf der 170 m langen Fähre, die bereits fast keine Fahrt mehr machte, ab. Nachdem er genügend Abstand zur Fähre erreicht hatte, konnte sie ihre Fahrt fortsetzen. Zu Personen- oder Sachschäden kam es dabei nicht.
Ermittlungen ergaben, dass der Schiffsführer des Segelbootes bei Fahrtantritt kaum Kraftstoff im Tank hatte. Einen Reservekanister hatte er nicht an Bord. Nachdem der Wind nachmittags nachließ, musste er den Motor anwerfen, um nach Travemünde zurück zu kommen. Kurz vor der Nordermole ging der Motor aus. Der Kraftstofftank war leer.
Da sich die Segelyacht mit dem Vorsegel nicht manövrieren ließ entschloss er sich, sein Segelboot mit einem mitgeführten Beiboot zu ziehen. Dieses war aber aufgrund der schwachen Motorisierung (4 PS) völlig überfordert.

http://www.travemuende-aktuell.de/aktuell/nachrichten_14669-Gefaehrliches_Manoever_auf_der_Trave.htm

thx Lutz