Klaus bloggt – So denn…

…hier nun soll ich – wenn möglich – in schöner Regelmäßigkeit was zum Thema Segeln schreiben. Naja, es ist natürlich brillant, damit anzufangen, wenn die Segelsaison hierzulande faktisch mit der Flensburger Fördewoche beendet wurde.

Aber zum einen gibts ja nicht nur Regatten, über die man schreiben kann, sondern auch alle möglichen anderen Dinge (rund um’s Segeln natürlich) und zum anderen wird ja nicht nur in Deutschland gesegelt, sondern überall auf der Welt…

ALINGHI_AC2007_01

… Also werde ich versuchen, so gut es mir gelingt, Interessantes, Wichtiges (aber gut, was ist denn wichtig?), Lustiges und auch Kurioses zusammen zu tragen und Euch hier zu präsentieren.

Alles natürlich gefiltert durch mich und damit sicher eher subjektiv. Das mag evtl. den Einen oder Anderen stören, mich aber nicht. Kommentare, Kritik und Anregung werde ich sicher auch gerne lesen – inwieweit ich denen dann auch Beachtung schenke? Naja, mal sehen.

Jetzt aber zum Wesentlichen. Dem Segeln. Und die Flensburger Fördewoche ist da auch schon ein schöner Aufhänger.

Flensburg2008

(OK, OK, das war letztes Jahr! Bin dieses Jahr leider nicht dazu gekommen bei den Rennen zu Knipsen)

Auch wenn ich es in diesem Jahr – zur 99. Fördewoche – nur geschafft habe an einem Tag dabei zu sein, so hab ich mir wohl einen der schöneren ausgesucht. Ich bin auch erst morgens um 9:00 in Glücksburg angekommen. Und da war zwar herrliche Spätsommermorgensonne aber schlicht kein Wind. Der Eine oder andere bei uns an Bord war schon voll des Adrenalins (oder evtl. auch voll des Restalkohols vom Vorabend) und wollte unbedingt zum Trainieren raus aber wie man ein Großsegel setzt wissen wir bereits und zu mehr „Training“ war einfach nicht der Wind da. Der kam dann aber zum Glück noch und es hat sich eine ganz nette, nicht zu anstrengende Brise durchgesetzt. Wir hatten Gäste aus England (den RORC-Vice Commodore nebst Gattin) und den Eigner einer dänischen ILC40 (eine fast-Schwester unseres Bootes) an Bord, was zu einem netten Sprachwirrwar zwischen Dänglish -Denglisch und English geführt hat aber dennoch erstaunlich gut funktioniert hat. Weniger gut war dann zwar unser Ergebnis aber na gut, es gibt Tage, da verliert man, es gibt Tage, da gewinnen die anderen… das war eben einer davon.

Dafür war es ein herrlicher Tag auf See, genauer, auf der Flensburger Förde, auf der ja auch im Rahmen der Fördewoche die IDM-Seesegeln ausgetragen wurde.

Moment:

Man muss den Titel der Veranstalltung mal im Ganzen lesen, um nicht zu kapieren, was da alles sich dahinter verbirgt:

Internationale Deutsche Meisterschaft im Seesegeln 2009 – Inshore / Offshore

SEEsegeln getrennt nach Seesegeln und nicht-Seesegeln… Hmmmm…

DAS ist doch mal eine Veranstaltung! Auch wenn ich mich schwertue, auf der Flensburger Förde ein Offshore Race zu sehen. Nicht falsch verstehen. ich liebe die Förde. Ist sie doch ein wunderschönes Segelrevier, evtl. sogar eines der schönsten hierzulande. Aber Offshore? Ruppig kanns da mal werden, klar. Hab dort schon selbst lang genug bei Hack gegenan kreuzen müssen. Aber Offshore? Na gut, so heißt sie denn eben so die Veranstaltung wie sie heißt. Im übrigen der Versuch einer Antwort auf die – ich sage mal: Unruhe, die die German Offshore Owners Association im vergangenen Jahr in die deutschen Segelbehörden gebracht hat.

A pros pos GER-OO: Von denen wurde dann abends, nach der Wettfahrt am Samstag noch ein kleiner Empfang mit Pimm’s auf dem Rasen des FSC-Clubhauses gegeben, auch in schönster Spätsommersonne.

aber es gab ja auch noch andere Veranstaltungen im Rahmen der Fördewoche:

  • IDM Melges 24
  • German Open J/80
  • Nautor’s Swan Baltic Sea Challenge 2009

Entsprechend unübersichtlich waren dann auch die Ergebnislisten. Am besten mal selber nachschauen unter der Website des Flensburger Segel-Clubs.

Das alles unter einen Hut zu bekommen (und die ganzen Yachten in den Hafen!) ist schon eine echte Leistung. Demzufolge gab es natürlich auch gefühlt über hundert Bürgermeister Soundso Gedächtniswanderpreise. Ich hab dann so nach ner halben stunde der Preisverteilung nicht mehr ganz folgen können. Auch wenn sich die Schwäne wie üblich für ein wenig besser als den Rest der Welt hielten und ihre Preise gegenüber entgegen nahmen, obwohl hier auch genannt… was die Veranstalltung nicht gerade kompakter werden lies.

Mehr hab ich dazu erstmal nicht zu vermelden, außer: Schön war’s wieder auf der Förde. Wenn auch nur einen Tag (für mich)