decisions


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Jörg Riechers und Axel Strauss sind gut dabei.

Da draußen alleine die taktischen Entscheidungen zu treffen muss grausam sein.

12.11.
Mare.de:
Fliegende Fische schwirren hier rum. Da muss man echt aufpassen, dass man nicht getroffen wird. Übrigens ist es sehr, sehr heiß. Ich weiß, dass ich deswegen kein Mitleid erwarten kann – vor allem nicht, wenn ich an das Hamburger November-Schietwetter denke. Aber die Hitze macht den Job nicht unbedingt leichter.
Tzu Hang: Die Wettermodelle unterscheiden sich wieder kurz-und mittelfristig, dh. bis in ca 4 Tagen , und ich werde jetzt schwerpunktmaessig auf die Amis/GFS setzen. Schliesslich sind wir fast vor deren Haustür und da sollten die schon wissen was los ist.
11.11.
Mare.de:
Heute Nacht bin ich in eine schwarze Wolke gesegelt. So was habe ich noch nicht erlebt. Heftiger Wind, Starkregen – ich musste aufpassen, dass das Boot nicht auseinander bricht. Und dann Flaute. Den kleinen Vorsprung vor Troussel, den ich heraus gesegelt hatte, schmolz wie Eis in der Sonne dahin. Noch dazu war ich komplett übermüdet. Fertig. Das sind so Augenblicke, in denen man alles in Frage stellt. Jetzt geht es mir wieder besser. Ich wage aber keine Prognosen mehr. Hier ist alles möglich.
Tzu Hang: Der Wind hat heute das gemacht, was er nach „Vorgabe“ des heutigen amerikanischen GFS Modells machen soll: nach SSE gedreht und zugenommen, jetzt so um die 16, 17 knoten. Ich habe vorhin auf die Solent gewechselt, da der Winkel fuer den Gennaker zu spitz wurde, und ein Riesendruck auf dem Teil war. Und voila. Mit der Solent lauft es einen Tick schneller. Und vor allem muss ich keinen Kurskompromiss machen. Ich kann genau dort hinfahren wo ich hin will. Sehr gut!
Die Wetterdaten von gestern abend und heute morgen, und die damit berechneten Routings bevorzugen insgesamt die Suedgruppe. Zwar noch nicht heute oder morgen, aber danach wird es fuer sie wieder gut laufen. Voraussichtlich wird zwar das Podium von Nordlern besetzt sein, aber dann werden ganz viele Südler kommen.
10.11.
Mare.de:
Das Leben hier an Bord geht ganz schön an die Substanz. Aber da müssen alle Segler durch. Übrigens glaube ich, dass die Entscheidung zwischen Platz 2 und 6 kurz vor Guadeloupe fallen wird.
Tzu Hang: Ich habe auf den Gennaker gewechselt. Der Wind ist sehr wechselhaft, und ich will meinen Spi nicht mit einem zu kleinen Windwinkel riskieren.Der Wind sollte in Richtung Sued drehen, und das wuerde mir gut passen. So fällt mein fehlendes Segel nicht so auf.
09.11.
Mare.de:
Was das Segeln betrifft, ärgere ich mich immer noch, dass ich nicht früher nach Süden abgebogen bin – so wie Thomas Ruyant.
Tzu Hang: Mein Kursoption geht zumindest kurzfristig auf, ich habe etwas mehr Wind und dadurch speed als die Kollegen weiter im Norden oder Nordwesten, obwohl diese mit ihrem grossen Spinnaker (heul…) unterwegs sind. Hoffentlich bleibt das so. Ich muss allerdings auch ein bisschen mehr nach Westen und so habe ich nach dem Positioning um 1030 gehalst.
Europäisches und amerikanisches Wettermodell geben mir kurz- und langfristig die gleichen Werte, mittelfristig (4-7tage) liegen sie etwas auseinander. Beide Modelle sehen eine Ankunftszeit in 9-10 Tagen. Hoffen wir mal, dass das so stimmt.

http://segeln.mare.de

http://www.windquestsailing.com/logbook.html?name=RdR2010

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