Archiv der Kategorie: Segeln Magazin

Sturm und Drang

Es scheint sich ausgepustet zu haben. Gestern fegten wieder den ganzen Tag lang Boeen bis 40 Knoten durch die Sandduenen um mich, heute frueh weht nur noch ein laues Lueftchen zum Sonnenaufgang. Eben klingelte der Wecker “Another Day in Paradise” steht da obwohl die Sonne noch nicht einmal aufgegangen ist. Ein letztes Aufklaren vor dem Start. Laut Chris Parker, meinem neuen Wetterguru auf Kurzwelle f

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Und nun? – Pensacola, FL

30 19.630N 087 19.141W Pensacola, FL. – Nun ja, einen Hops weiter. Eine “Scenic Anchorage” soll das hier sein. Ist es auch! Rundherum weisser Strandsand, vom Deck aus sehe ich hinter dem Boot einen streifen Atlantik. Und nun? Raus aufs grosse Wasser. Nach den etlichen Meilen im Binnenland kommt mir das vor, wie der erste Schlag ueber die Ostsee in meinem Leben. Der fuehrte damals quer ueber die Neustaedter Bucht. Etwas weiter wird es diesmal werden. Wenn ich hier den Anker Lichte, stehen mir je nach Wetter zwischen 300 und 500 Meilen segeln bevor. Minimalziel ist Tampa. Vier Tage Kreuzen gegen Suedostwind. Ich werde mit einem Schlag nach Sueden beginnen. Weit raus ins tiefe Wasser. Sonntag soll dafuer mit Ostwind eine gute Chance sein, aber auch – mal wieder – jede Menge Gewitter mitbringen. Ein Willkommen auf See mit Pauken und Trompeten. Vorher muss ich noch eine offene Frage klaeren, und vielleicht hat ja jemand einen Tipp: Marschfahrt unter Motor ist kein Problem, 3000 Umdrehungen und alles schnurrt. Aber bei geringer Drehzahl neigt Madame seit neuestem zum Stottern, gelegentlich sogar zum Ausgehen. Das Problem ist schon mal eingekreist: Luft im zweiten Injector. Aber 1. wie kommt die dahin, 2. wieso nur bei langsamer Drehzahl? – Denke, das war auch das Problem am ersten Tag. Da ging der Motor 100 Meter vor der Tankstelle aus, heute zwischen zwei Sandbaenken kurz vorm Ankerplatz. ****

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Schiffbruch einer X-442 in Portugal: 2 Tote

Zwei Personen starben, als die X-442 Meri Tuuli der Hamburger Segelschule Well-Sailing am späten Nachmittag des 10. April beim Versuch, den Hafen von Figuiera da Foz in Portugal anzulaufen, Schiffbruch erlitt.

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Wolkenwettrennen

Paulinchen liegt fest verankert in Ingrams Bayou und wartet auf die ersten Gewitter der kommenden Front. Ein guter Platz, gegen Wind aus allen Richtungen geschuetzt. Trotzdem bleibt das Unwohlsein vor einem Gewitter.

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In Florida

30 19.178N 087 33.331W Ingram Bayou, FL. – Richtig, Florida, nicht Golf, nicht Alabama. Plan B! Es scheint nicht, als wuerde sich noch ein Fenster oeffnen, dass mit halbwegs vertraeglichem Wetter eine Woche nach Kuba haelt. Statt weiter darauf in der Turner Marina in Mobile zu warten, habe ich heute Morgen die letzte Chance vor der naechsten Front genutzt und bin noch vor Sonnenaufgang ueber die Bucht Richtung Golf-Coast-Intra-Coastal-Waterway gestartet. Kein einfaches Unterfangen, denn auch dahin wehten bereits ab dem Vormittag zwanzig Knoten vierkant auf den Vorsteven. Zu viel fuer Paulinchen, die sich in der flachen Bucht immer wieder feststampfte und selbst mit Maschine ging es gegen die Wellen nur mit kreuzen. Bei einem halben Meter Wasser unterm Kiel Zickzack zwischen Schuettstellen und Sandbaenken. Der Yanmar hat sich tapfer geschlagen, war aber auch prompt, kaum ueber die Bucht, aus der Puste: Drehzahl weg, stottern, aus. Im ruhigen Wasser hatten sich wohl alle in den Wellen aufgewuehlten Dreckpartikel kollektiv vor dem Stutzen versammelt und den Filter verstopft. Zeit, den Umschaltfilter endlich mal zu realisieren. – Inzwischen sitze ich in Ingrams Bayou, um mich breitet sich der vertraute Suedstaatendschungel aus und ich Trockne mich und die Vorschiffspolster (Notiz: neue Lukendichtung besorgen). Aber immerhin, ich bin schon mal 40 Meilen naeher an Kuba und habe meinen ersten Sonnenbrand des Jahres. Die kommenden zwei Tage aber werde ich wohl bei Regen, Gewitter und Pfannkuchen hier geniessen, 30 Knoten wind morgen, Hagel und schwere Gewitter am Donnerstag. Zeit, endlich etwas zu schreiben und zu versuchen, am Wochenende den naechsten “Hops” hinter der Front zu schaffen. Traumziel: Sonntag abend in die Gegend von Tampa kommen. – Aber abwarten! ****

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Yanmar übernimmt Vetus

Große Fusion: Der japanische Motorenhersteller Yanmar übernimmt die niederländische Firma Vetus. Das Kerngeschäft der Niederländer besteht aus Bootszubehör wie beispielsweise Batterien. Aber bekannt sind sie für Schiffsdiesel und weiteres Motorenzubehör

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