Archiv der Kategorie: Yachtblick

Ich erkläre die Krise hiermit offiziell für beendet!

Zumindest aus der Sicht von Yachtblick.de und der Yachtbranche! Seit es diese Seite gibt, habe ich hier über insgesamt 4 Werft Pleiten geschrieben. Jede dieser Werften hatte seinerzeit die Gunst der Stunde genutzt und ihre Insolvenz auf die Weltwirtschaftskrise zurückgeführt. Dass es nach meinem Dafürhalten jeweils hausgemachte Fehler waren die jeweils zum Scheitern führten, steht auf einem anderen Blatt und wurde hier bereits erwähnt.

Ich kann euch heute also die freudige Mitteilung machen, dass jede dieser Werften gerettet wurde! Dehler wurde in den Hanse-„Konzern“ aufgenommen, die SMG-Werft (Mazarin Yachts) wurde von Tamsen-Maritime übernommen und wie man seit kurzem weiß, hat sich auch für die Saaler Kaiserwerft ein Investor gefunden. Die Werft die seit 1989 Motoryachten zwischen 31 und 41 Metern gebaut hat, will zukünftig Teile der Produktion in die Türkei auslagern um fortan Yachten bis 65 Meter bauen zu können. Der Standort Saal soll aber erhalten bleiben. Die neue Investorengruppe möchte sich auf leichte Aluminium- und Stahlkonstruktionen spezialisieren und dabei sowohl Segel- als auch Motoryachten bauen. Der Ansatz bei den ersten Projekten nur mit renommierten Designer und Konstrukteuren zusammen zu arbeiten, klingt erst einmal vielversprechend. Da die Saaler Werft und ihre ehemaligen Betreiber nicht immer nur den besten Ruf genossen haben, wird es das neue Management nicht unbedingt leicht haben, an die Sparstrümpfe der Kunden zu kommen. Der Käuferkreis für Custom-Yachten dieser Größenordnung ist klein, handverlesen, anspruchsvoll und vergisst nur langsam. Wir wünschen dennoch viel Erfolg!

Einzig um Etap ranken sich Gerüchte, dass der vom neuen Investor durchgeführte Umzug von Belgien nach Polen, nur so medium erfolgreich war. So erzählte man sich das zumindest beim Kaffee auf der Boot in Düsseldorf.  Ich weiß nicht ob das richtig ist und wenn die Vertreter von Etap mir den Gegenbeweis liefern, werde ich natürlich darüber berichten, doch es ist schon verdächtig still geworden um die eigentlich unsinkbaren Yachten.

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Die bodenlose Kanne verlässt Europa!

Das Video zeigt den Zusammenschnitt vom 2. Rennen des 33. America’s Cup! Der Cup ist vorbei und der Vollständigkeit halber will auch ich meinen Senf noch einmal dazu geben. Wie ihr ja sicherlich alle schon mitbekommen habt, ist BMW-Oracle auch im zweiten Rennen nur Vorletzter geworden. Der Cup befindet sich in nächster Zeit also erst einmal wieder auf der falschen Seite vom großen Teich. Dass ich mir ein anderes Ergebnis gewünscht hätte, ist ein offenes Geheimnis, aber ich muss ganz ehrlich eingestehen, hier hat das bessere Team und das bessere Boot gewonnen. Ich habe keine große Ahnung vom Match Race und meine Regelfestigkeit reicht mal gerade um ein Rennen zu verfolgen ohne dauernd nachzufragen, was da eigentlich gerade passiert. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle in Frage stellen, wie es sein kann, dass sich ein Boot voller Profisegler ein Penalty einhandelt, weil es nicht rechtzeitig hinter der Start-Ziel-Linie ist? Kann man ihnen das Penalty im ersten Rennen, mit viel gutem Willen, noch als den gelungenen Versuch durchgehen lassen BMW-Oracle „einzuparken“ und dabei den Kringel in Kauf zu nehmen, gibt es für die zweite Strafe meiner Ansicht nach keine Rechtfertigung. Auch dass der Kat möglicherweise schwer zu manövrieren ist, lass ich nicht als Antwort gelten, schließlich hatte man mit Loick Peyron einen der erfahrensten Multihull-Segler der Welt an Bord. Das war eine schwache Kür meine Herren! Ihr habt mich enttäuscht und mir 2 Tage ein wenig die Laune versaut. Das nehm ich euch übel! Da ich aufgrund von Uni-Prüfungen nicht selbst in Valencia sein konnte, war ich komplett auf die Berichterstattung im Netz angewiesen. Auch wenn die Server hin und wieder mal auf wackeligen Füßen standen und ihre Kapazitätsgrenzen erreichten, bin ich alles in allem zufrieden mit den Übertragungen. Die Qualität der Bilder und der Kommentare haben gezeigt was möglich ist, wenn das Budget stimmt. Für das Fernsehen ist die Übertragung von Segelveranstaltungen immer schwierig, da sich der Wind nicht an Sendezeiten hält. Dennoch haben 39 Fernsehsender, insgesamt 15 h live in 216 Ländern über den Cup berichtet. Allein die Seite americascup.com hatte über die Zeit des Cups 2,8 Millionen Besuche von denen 656.000 den Cup Live auf dieser Seite verfolgten. Bedenkt man, dass noch 350 weitere Webseiten den Cup gestreamt haben und americascup.com stets als erstes überlastet war, kann man davon ausgehen, dass eine ganze Menge Menschen an diesen zwei Tagen auf das winterliche Valencia geschaut haben. Etwas enttäuschend finde ich da fast schon die „wirklichen“ Besucherzahlen. In der Zeit vom 7.-14. Februar besuchten 201.000 den Hafen von Valencia. Vergleicht man das mit den knapp 80.000 Leuten, die den iShares-Cup in Kiel im Jahre 2008 verfolgt haben sollen, muss man das als eher magere Ausbeute betrachten. Wer sich für derlei Zahlenspiel interessiert, findet hier den „America’s Cup in Zahlen“. Der Cup ist vorbei, die „bodenlose“ Kanne macht sich auf den Weg in die USA, draußen liegt immer noch Schnee und Russell Coutts & Co. überlassen uns damit wieder der allgmeinen Winterdepression in Seglerkreisen. Ich verkneife mir jetzt irgendwelche Fußballer-Weisheiten, die uns erklären, was „nach dem Spiel“ so alles los ist und hoffe einfach mal, dass der 34. America’s Cup ohne Rechtsstreitigkeiten, auf interessanten Booten und mit einem oder mehreren adäquadten Herausfordereren stattfindet und die Kanne danach wieder in Europa ist – da wo sie her kommt und hin gehört! Der italienische Reeder Vincenzo Onorato hat sich bereits mit dem Yachtclub Nautico de Roma zum neuen „challenger of record“ erklärt. In den nächsten Tagen werde ich euch noch ein paar Bilder zur Stimmung im Yachthafen präsentieren, die „unser Mann in Valencia“ gemacht hat. Seid gespannt! P.S. Mich würde interessieren, was jetzt mit den beiden Mega-Multis passiert – wenn ihr da irgendwas hört, bitte ich euch mir Bescheid zu geben.

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Video! Zusammenschnitt vom 1. Rennen des America’s Cup!

via Valenciasailing

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BMW-Oracle leider nur Vorletzter!

Oh oh! Ein schwarzer Tag für den europäischen Segelsport. Wenn Alinghi in den nächsten beiden Nächten nicht noch eine Geheimwaffe auspackt, dann geht der Cup wohl wieder nach Amerika. Das wäre für andere europäische Cup-Projekte sicherlich mit enormen Kosten verbunden, sodass sich einige wohl noch überlegen werden, ob sie da teilnehmen. Aber [...]

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