Archiv der Kategorie: Yachtblick

AC World Series – ein Rückblick

© ACEA 2012/ Photo Gilles Martin-Raget

Als Aufwärmübung für den 34. America’s Cup, der auf 22 Meter langen Katamaranen mit Flügel ausgetragen werden soll, wurde die World Series ins Leben gerufen, um mit ähnlichen, aber nur halb so grossen Booten erste Erfahrungen zu sammeln. Zuerst waren Fans und Journalisten skeptisch, aber die America`s Cup World Series hat sich schnell an der Spitze der professionellen Inshore-Serien etabliert. Der Film blickt zurück auf die erste Saison, die in Newport zu Ende ging.

Read more

André Budzien vom Schweriner Yachtclub wird Deutscher Meister im OK-Dinghy

André Budzien (Jahrgang 1962) war bereits vor dem Auslaufen am heutigen Regattatag zuversichtlich. „Ich sehe gute Chancen, zu gewinnen, aber leicht wird es nicht.“ Zwei Punkte trennten ihn am Morgen vom Briten Nick Craig. „Ich möchte den Abstand nicht unbedingt vergrößern, sondern einfach nur gewinnen.“ Am Ende baute Budzien jedoch seinen Vorsprung aus, Craig wurde sogar nur Dritter. Der gestrige Segeltag war für Budzien eine völlig neue Herausforderung, da er im OK noch nie bei derartigen Windverhältnissen gesegelt ist. Sonst segelt Budzien Finn, der im Vergleich nicht so wackelig und instabil ist. Der Schweriner wurde zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister und setzte sich gegen seine 58 Konkurrenten durch.

(Auszug aus dem Pressetext der Warnemünde Woche)

Herzlichen Glückwunsch

WW_OK-Aktion-2484 WW_OK-Budzien

Read more

Philipp Buhl – Gold, aber diesmal bei den Senioren!

“Nach dem Gewinn von drei Weltcup-Medaillen – Bronze (Weymouth / England) und zweimal Gold (Hyeres / Frankreich und Kiel) bestätigt Philipp Buhl weiterhin seine Topform. Er führt bei der Laser-EM im französischen Hourtin zur Halbzeit das Feld über 98 Boote aus 43 Nationen an.

1. bis 3. Tag (Montag bis Mittwoch): Qualifying Race 1 bis 6

Am ersten Tag ersegelte Buhl bei extremen und sehr schwer einschätzbaren Windveränderungen einen zweiten Platz und noch einen kleinen Ausrutscher (Platz 18, wurde später sein Streicher), was bei solchen Bedingungen durchaus normal ist.

Am zweiten Tag preschte der Segler vom Alpsee mit zwei Wettfahrtsiegen und schließlich auch dem Tagessieg unaufhaltsam vom siebten Rang in die Führung.

Auch am dritten Tag herrschte ein Windspektrum von leicht bis mittelmäßig, alledings war der Wind weniger unverschämt. Und Buhl hatte seiner Konkurrenz bereits wiederholt gezeigt, dass er auch bei Leicht- und Mittelwind gefährlich schnell sein kann, so auch in den letzten beiden Qualifying-Races. Er hatte offensichtlich ganz und gar nicht im Sinn, das gelbe Trikot wieder abzugeben. Mit einem vierten Platz und einem weiteren Wettfahrtsieg sticht er erneut als Tagesbester hervor und baut damit seine Führung aus.

Ashley Brunning (Australien), Juan Maegli (Guatemala) und Jesper Stahlheim (Schweden) belegen die Plätze zwei bis vier.

4. und 5. Tag (Donnerstag und Freitag): Finale-Races 1 bis 4 (gesamt 10)

Kleine Fehler und eine gelbe Flagge der Jury führten zu einem 17. Platz. Anschließend konnte Philipp Buhl das Lot wieder herstellen: Platz drei. Allerdings griff nun sein gefährlichster Gegner, der Australier Ashley Brunning, erfolgreich nach der Führungsposition.

Am 5. Tag kämpft sich Buhl aufgrund seiner stabilen und soliden Leistung (5. und 3.) wieder in die Führungsrolle zurück und tauscht mit dem Australier das blaue gegen das gelbe Trikot. Auf die dritte Position dringt der Tagessieger Sergey Komissarov (Russland) vor.”

(Text: Friedl Buhl)

Und wie nun aus zuverlässigen Quellen zu hören ist, hat Philipp heute den Sack zu gemacht und seinen ersten großen Titel im Senioren Bereich gewinnen können.

Herzlichen Glückwunsch!

img_7236-4 titelbild-img_2058-2-2
Bilder: Friedl Buhl
Mehr Infos zu Philipp findet ihr hier

Read more

Newport – der letzte Stop der America´s Cup World Series

Der Countdown läuft, es sind nur noch 47 Tage und einige Stunden, bis der Louis Vuitton Cup in die nächste Runde geht, um den Herausforderer für den 34sten America´s Cup in San Francisco auszusegeln.

Am vergangenen Wochenende fand das Finale der America´s World Series in Newport/USA statt, die ins Leben gerufen wurde, um Cup Racing an die interessantesten und verschiedensten Orte der Welt zu bringen. Mit dabei auch ein Team aus Frankreich. Das Energy Team France wird u.a. von der weltbekannten Uhrenmarke Corum aus der Schweiz supported und konnte den wohl bekanntesten Skipper von Mehrrumpfbooten Loick Peyron für die Pinne gewinnen. Schon in der AC World Series ist zu erkennen, dass dieses Team ein sehr großes Potenzial besitzt und mit Sicherheit ein gewichtiges Wort mitreden wird, wenn es darum geht, den Louis Vuitton auszusegeln.

Resultate der AC World Series

Mehr Informationen und einige wirklich gut gemachte Videos findet ihr hier

_L076747 _O9F5533schiller_myimage _O9F5556schiller_myimage _O9F6003schiller_myimage

Die Photos wurden yachtblick.de von Corum zur Verfügung gestellt

Read more

Friedel is back!!!!

Seit dem letzten Newsletter im September ist viel Zeit ins Land gegangen und es hat sich einiges getan. Nach dem Rückzug aus dem Leistungssport in der Bootsklasse „Laser“  entschloss ich mich auch dazu den Norden Deutschlands zu verlassen. Die Vorlesungen an der FH Kiel hatte ich erfolgreich abgeschlossen und es fehlte nur noch ein Praktikum und die Abschlussarbeit, um das Maschinenbaustudium abzuschließen.  Fast nahtlos gelang mir der Übergang. Ich zog nach Ingolstadt und begann ein Praktikum bei der AUDI AG in der Ottomotoren – Entwicklung.

Recht schnell merkte ich aber, dass der Segelsport mir fehlte. Ich suchte nach einer neuen Bootsklasse und entdeckte dabei die kompromisslose Einmann – Gleitjolle „Musto Performance Skiff“. Bei gleichem Gewicht, aber dreifacher Segelfläche vor dem Wind war ein hohes Spaßpotential vorprogrammiert. Ich fackelte nicht lange und kaufte ein günstiges Gebrauchtboot. Nach einigen Segeltagen im Winter auf Mallorca war klar, dass es die richtige Entscheidung war.

Im April wagte ich mich erstmals ins Regattageschehen. Bei der Auftaktregatta belegte ich am Wittensee bei Kiel den guten zweiten Rang von insgesamt zehn Teilnehmern. Wenige Wochen später konnte ich dem Erfolg noch einen drauf setzen. Ich gewann das „Alpsee – Skiff – Weekend“ bei Kempten und konnte dabei Roger Oswald, den Vizeweltmeister von 2006, hinter mir lassen.

Mit einem gesunden Selbstvertrauen fuhr ich Ende Juni zur Weltmeisterschaft an die britische Südküste nach Weymouth. Dort werden in einem Monat die olympischen Segelwettbewerbe ausgetragen und die Musto Skiffs waren die letzten, die dort eine Veranstaltung absolvieren durften.

„English summer“ war das Schlagwort der Woche. Sturm, Flaute, Nebel, Regen und maximal 16°C machten das Regattasegeln zu einer echten Herausforderung. Dennoch konnte ich mich auf das Wesentliche konzentrieren und sorgte zwischenzeitlich für eine kleine Sensation. Der zweite Platz im Gesamtklassement nach den ersten Tagen überflügelte nicht nur meine Erwartungen, sondern überraschte auch das restliche Starterfeld. Der Wetterbericht drängte sich aber recht schnell wieder in den Vordergrund. Die angesagten 5-6 Windstärken sollten für diese Bootsklasse die Grenze des Segelbaren darstellen. Die Wettfahrtleitung blieb hart und zog weitere Rennen durch. Zerrissene Segel, gebrochene Masten und Bootsgeschwindigkeiten bis 20 Knoten waren keine Seltenheit. Auch ich musste einige Verluste hinnehmen. Die wenigen Trainingsstunden im Musto Skiff machten sich bemerkbar. Ich kenterte zu oft und verlor wichtige Punkte.  Am Ende landete ich dennoch auf dem hervorragenden achten Platz in dem 105 Mann starken Starterfeld und wurde damit bester Deutscher.

Nach dem sechsmonatigen Praktikum bot mir die AUDI AG auch noch eine Abschlussarbeit an. Ich zögerte nicht lang und nahm das Angebot an.  Seit Mitte März bearbeite ich nun meine Bachelorthesis im Bereich der Vorentwicklung für Ottomotoren und werde diese in den nächsten Monaten abschließen. Ab Herbst wird es mich wahrscheinlich wieder in den Norden ziehen um dort ein Masterstudium aufzunehmen.

 

Mast und Schotbruch

Frithjof Schwerdt

 

Resultate

Fotos: ©Tania & Sergei Samus, photoskiff.com

DSC_8355-copy-sm Foto1 Foto2 Foto3 Foto4 Foto8 Foto13 Foto14

Read more

Skythia – der Film!

segelyacht-skythia.de / helgenug.de

Irgendwann im letzten Jahr hatte sich Jochen von segel-filme.de für ein paar Tage nach Rostock begeben, um sich einige der segelnden Schönheiten dieser Stadt vorzunehmen. Im Rahmen dieser Drehtage ist neben dem hier gezeigten Film über die Skythia auch ein Film über die “Eigenart”, die “Atalanta” und ein “Vorgestellt” über Speedsailing entstanden. Ich erinnere mich dunkel, dass wir die Termine einige Male verschieben mussten um ein anständiges Wetterfenster abzupassen, finde aber es hat sich gelohnt. Vielen Dank an alle beteiligten!

Über die Skythia und ihre “Vorgängerin”, die erste Cup-Yacht “America”, findet ihr hier und hier bereits 2 Artikel auf Yachtblick. Skythia ist wirklich eine große Yacht und hat nicht diesen eigenwilligen Großsegler-Charakter. Skipper Johannes ist einfach ein guter Typ und ich kann euch das Schiff als Charter-Option guten Gewissens empfehlen.

P.S. Ich glaube für den “Workshop der Fotografie” unter Segeln werd ich mir auch mal noch einen Termin frei halten lassen.

Read more