Archiv der Kategorie: Yachtblick

12 mR Yacht Sphinx steht zum Verkauf

Aktuell gehört die 12 mR Yacht Jochen Frank und Gorm Gondesen. Ursprünglich gehörte auch Oliver Berking, von Robbe & Berking zu den Eignern dieser Schönheit. Letzterer hat sich aber mittlerweile anderen Projekten zugewandt und deshalb suchen die beiden übrig gebliebenen Eigner jetzt einen Käufer oder einen neuen Partner um das Schiff zu unterhalten.

"Jenetta"

Mit anderen Projekten ist hier zum Beispiel die Restauration der “Jenetta” gemeint oder wie ein Bekannter von mir gestern meinte, als wir über den Verkauf der Sphinx sprachen: “davon hab ich gelesen, die Flensburger haben ein moderndes Stück Holz in Kanada gekauft”. Wenn man die Bilder der Jenetta sieht, kann man auf jeden Fall gespannt sein was da raus kommt und ich kann mir gut vorstellen, dass wir über das neue Projekt auch noch berichten werden.

Aber zurück zur Sphinx und ihrer Geschichte:

Die Sphinx wurde 1939 als Clubschiff für den Norddeutschen Regattaverein (NRV) bei Abeking & Rasmussen gebaut. Für Henry Rasmussen, den Werftchef, war es nach seiner ersten 12mR Yacht „Skeaf“ im Jahre 1914, der zehnte und letzte Zwölfer, den er bauen durfte. Insgesamt hat Abeking & Rasmussen in seiner Firmengeschichte 102 Meterklasse Yachten gebaut. Sphinx lief am 28.4.1939 und damit wenige Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges vom Stapel. Man hatte offenbar den Blick auf die Olympiade gerichtet, deren Segelwettkämpfe 1940 in Helsinki stattfinden sollten. Gesegelt wurde sie im Sommer 1939 von Konsul Franz Brinkmann, der auf der Kieler und der Travemünder Woche stets vor allen anderen 12mR Yachten lag. Auf der dänischen Öresundwoche brach dann aber der Mast, so dass Sphinx erst nach dem Krieg wieder an Regatten teilnehmen konnte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Seglerwelt am Boden. Auch der NRV hatte sein Clubhaus und die meisten seiner Schiffe verloren, hatte aber den Zwölfer retten können. Nach der Kapitulation legten die alliierten Siegermächte aber fest, dass Deutsche ohne Ausnahmegenehmigung nur Schiffe segeln durften, die kleiner als 6m waren. So kam es auf Initiative des damaligen Vorsitzenden des Norddeutschen Regattavereins, Erich F. Laeisz, zu einem legendären Ringtausch. Laeisz, war ein weltweit bekannter Hamburger Reeder, dessen Großsegler alle Namen trugen, die mit einem „P“ begannen – darunter die berühmten Windjammer „Pamir“, „Passat“ und „Preußen“. Er war einer der treuesten Kunden von Abeking & Rasmussen. Laeisz verkaufte Sphinx an die beiden Clubmitglieder des NRV, Hans und Wolfgang Freudenberg, die nicht nur über einen chilenischen Pass verfügten, sondern auch Inhaber einer großen Hamburger Holzhandlung waren. Unter chilenischer Flagge durften sie die Yacht segeln und bezahlten sie mit einer Wagonladung Eiche, Lärche und Mahagoni. Dieses Holz reichte der NRV an Abeking & Rasmussen weiter und Henry Rasmussen lieferte im Gegenzug 12 Hummelboote, fünf Piraten, zwei kleine Kielboote vom Typ Sonderling und acht Hansajollen.

Diese Hansajollen waren die ersten Exemplare, dieses später weit verbreiteten Bootstyps, den Henry Rasmussen vor dem Hintergrund der alliierten Statuten mit einer Länge über alles von 5,85m, und damit unter 6 m, konstruiert hatte. Der NRV verkaufte diese Boote an seine Clubmitglieder und legte so den finanziellen Grundstock zum Bau des neuen Clubhauses an der Alster, in dem er auch heute noch zu Hause ist. Ein in der Wand eingelassenes Modell der Sphinx erinnert dort bis heute an diesen Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg.

Freudenbergs segelten die Yacht nach dem Krieg unter dem Namen „Lobito“ und gewannen mit ihr 1948 die traditionsreiche Regatta um das „Blaue Band der Niederelbe“. Zehn Jahre später, 1958, wurde Sphinx an die Marineschule in Mürwik verkauft, die sie bis zum Jahre 2004 unter dem Namen „Ostwind“ als Ausbildungsschiff von Flensburg aus nutzte. In den 60er und 70er Jahren gewann die Marine mit ihr insgesamt 9 mal das „Blaue Band der Flensburger Förde“ für die schnellste einheimische Yacht.

 

sphinx-100 sphinx-103 sphinx-109 sphinx-655 sphinx-674 Die "Jenetta" das neue Projekt von Oliver Berking

Am 30.9. 2005 wurden die beiden 12mR Yachten „Ostwind“ und „Westwind“ der Marineschule Mürwik versteigert. Eine Reihe Flensburger Bürger hatte bis zum Schluß versucht, dies zu verhindern .Als der Versteigerungstermin feststand entschlossen sich die die drei Flensburger Segler Jochen Frank, Gorm Gondesen und Oliver Berking mit einem eigenen Gebot zumindest ein Schiff für Flensburg zu retten. Das gelang. Im Januar 2006 konnte Restaurierungsarbeiten an der„Ostwind“, die in Zukunft wieder ihren ursprünglichen Namen „Sphinx“ trug begonnen werden. Nach zweieinhalb jähriger Restaurierungsphase ist die Yacht seit 2008 wieder unter Segeln unterwegs.

Ich habe mal ein wenig im Archiv gewühlt und gesehen, dass es von segel-filme.de aus dem Jahr 2008 noch einen Film gibt … damals noch im Auftrag der anderen alten Yacht gedreht.

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Bilder von der Fiven WM

Noch bis 1. April finden auf Hamilton Island (Australien) die Weltmeisterschaften der 505er aka “Fiven” statt. Aus Deutschland sind natürlich die Weltmeister 2010, Hunger & Kleiner, mit dabei, um ihren Titel zu verteidigen. Aber auch die aktuellen deutschen Meister Schomäker / Jess (Platz 5 und bestes mixed Team 2010) oder Lehmann / Oehme (Platz 9) und Birkner / Stenger (bestes Frauen Team) haben den Weg nach Australien auf sich genommen. Insgesamt stehen 11 deutsche Teams auf der Liste, darunter auch Altmeister Hasso Plattner, hinter dessen Namen allerdings bereits drei “dnc” stehen. Überflüssig zu erwähnen, dass mir die ganze Geschichte um das GPS tracking ausgenommen gut gefällt, deshalb auch dieser Post nach Wochen der “Regattalosigkeit” hier auf Yachtblick. Durchaus “gelungen” sind auch die Bilder.

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Film zum Stapellauf der Superyacht Cakewalk

Am 8. August 2010 lief bei Derecktor Shipyards in Bridgeport die größte (nach verdrängtem Volumen) Yacht die jemals in den USA gebaut wurde vom Stapel. Designer Tim Heywood äußert sich im Film zu der Yacht. Die wirklich großen Yachten werden bestimmt auch in den nächsten Jahren noch auf dieser Seite des Atlantik gebaut, aber das mit den Imagefilmen haben die Amis drauf.

  • LOA:   281.0ft (85.60m)
  • LWL:  248.07ft (75.08m)
  • Gross Tonnage:  2998
  • Beam:  46.92ft (14.30m)
  • Draught:  13.1ft (4.0m)

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Knierim B60 by Luca Brenta Design

Das Video von der bei Knierim in Kiel gebauten B60 war kürzlich Thema auf der Facebook Fanseite von segel-filme.de. Vereinzelte Kritiker stellten die Seetüchtigkeit des flachen Hecks in Frage. Schaut man sich moderne Offshore Rennyachten an, die mittlerweile durch die Bank weg alle breite flache Hintern haben, wird schnell klar, dass diese Diskussion bestenfalls unter “Seglerlatein” zu verbuchen ist.

Ein paar Tage später habe ich mich dann mit unserem Kumpel Jensi über das Schiff unterhalten, natürlich über das Internet, da sich Jens derzeit auf der MS Turanor/PlanetSolar Expedition befindet. Genau wie die Turanor, ist auch die B60 bei Knierim entstanden, daher habe ich Jens gebeten, kurz ein paar Zeilen zu dem Schiff zu schreiben.

Hallo Yachtblick

Wenn ich mich an die Bauzeit der “Almost Nothing” zurück erinnere, fällt mir spontan ein, wie beeindruckt wir seinerzeit von dem damals neuartigen Luca Brenta Riss, seinen schönen Lienen und dem eleganten Design waren. Das Boot ist ein Daysailer Konzept, dass heißt, es wird mehr Wert auf Tagestörns und Wochenendtrips gelegt und es gilt dabei maximalen Segelspaß zu erreichen. Durch die Negativbauweise und die Verwendung hochwertiger Prepreg-Karbonfaser in Sandwich-Bauweise, konnte ein sehr niedriges Gewicht bei einem Höchstmaß an Steifigkeit erreicht werden. Das Interieur Design ist typisch Luca Brenta – klare Linien und sehr aufgeräumt. Für den Innenausbau wurden, dem Leichtbau entsprechend, Aluminiumwaben mit Holzfurnier überzogen. Spätestens bei diesem Produktionsschritt wurde deutlich, wie viel Wert darauf gelegt wurde, durch optimierte Gewichtsverteilung das Geschwindigkeitspotential der Yacht zu optimieren.

Der erste Segeltag nach der Fertigstellung hatte unsere Erwartungen nochmals übertroffen. Wir wussten, dass die Yacht “anspringen” würde, aber das die Kiste so losrast, war der absolute Wahnsinn! Der kleinste Windstoß reicht, um die Yacht leicht zu krängen und dabei einen ruckartigen Sprung nach vorn zu machen.

Beste Grüße von den Marquises Islands
Jens

Als die Yacht seinerzeit auf den Markt kam, hatte ich irgendwo einen Artikel gelesen, den ich jetzt auf die schnelle nicht wieder finden konnte. In diesem Bericht wurde der Aufwand beschrieben, den man betrieben hat, um die Weißtöne aufeinander abzustimmen. Wenn ich mich richtig erinnere, musste man bei den Segeltuchen auch durchaus etwas suchen, bis man die richtige Farbe gefunden hatte. Klingt erstmal übertrieben, aber wenn man sieht wie sich die Diva durch die Sonne dreht, scheint es aller Mühen wert gewesen zu sein.

Ich glaube, ich bin ein bisschen verliebt … hach!

Ich habe gerade mal ein bisschen in der Datenbank vom Boatshop24 rumgewühlt und gesehen, dass mit einer Maxi Dolphin ein anderer Luca Brenta Entwurf zum Verkauf steht. Diese Maxi Dolphin ist zwar nicht weiß und mit 1,4 Millionen € auch nicht gerade geschenkt, aber sie zeigt, dass es Luca Brenta einfach auch ein bisschen besser als andere zu verstehen weiß, wie man “Emotionen” zu konstruieren hat.

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Der kleine SpeedDream in der Welle

Ich habe in dem Artikel “Schnelle Kiele befinden sich oberhalb der Wasserlinie”, bereits umfassend über das radikale SpeadDream Projekt von Vlad Murnikov und seiner Crew berichtet. Der Artikel erklärt auch, warum Murnikov der festen Überzeugung ist, dass sein Monohull schneller sein wird als die neueste Generation der Mega-Multis.

Nachdem der Hype um die ersten bunten Renderings abgeflaut war, wurde es für ein paar Monate ruhig um das Projekt und es hätte wohl niemand gewundert, wenn die Pläne ganz in der Schublade verschwunden wären. Mitte Januar wurde das Geschrei in den Yachtmedien dann aber um so lauter, als die “SpeedDreamer” Vlad Murnikov und Brian Hancock ankündigten, ein verkleinerten 35 Fuß Prototypen zu bauen. Originalzitat: “…will start construction on a scaled down prototype of the record setter monohull SpeedDream.” Ich bin zwar prinzipiell auch der Meinung, dass man krach machen darf um gehört zu werden, aber die Kiste jetzt schon als “record setter” zu bezeichnen ist natürlich mutig.

Es wird sicher interessant zu sehen, wie sich der nach achtern geneigte Steven auf die Kursstabilität auswirkt. Das die Jungs dadurch permanent im fließenden Wasser stehen, ist aber jetzt schon absehbar … ein Netz als Boden des Cockpits soll zum Glück für guten Ablauf sorgen.

 

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Doku: “Mit Arved Fuchs durch den Nordatlantik”

Arved Fuchs war schon so ein wenig der Held meiner Jugend und ich glaube es gibt kaum ein Buch von ihm, das ich nicht gelesen habe. Ich freue mich euch heute diese Dokumentation zeigen zu können.

Vor ein paar Tagen hatte ich noch die Rechte-Abteilung vom NDR am Telefon und wollte herausfinden, ob man die Möglichkeit, einige Dokus Online auszustrahlen, käuflich erwerben kann … sagen wir mal so … das Internet ist ganz offensichtlich die dunkle Seite der Macht.
Daher freut es mich um so mehr, dass Arte die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich gegenüber anderen Webseiten nicht versperrt. Marcel hatte recht ….

Update: … das ihr die anderen 4 Dokus zum Thema dann in der Arte Mediathek findet habt ihr hoffentlich schon mitbekommen.

Update II:  … das Video passt nicht mehr zum Artikel! Ich habe einen anderen aktuellen Bericht über Arved Fuchs dahin gesetzt, wo einst eine 5-teilige Doku zu sehen war. Die Doku ist mittlerweile wieder aus der Arte Mediathek verschwunden – blöde 7 Tage Regelung!

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