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Archiv der Kategorie: Yachtblick
Bilder vom Bau der F-Class Firefly
Wir haben euch hier kürzlich die F-Class Firefly vorgestellt und euch den aufwendig produzierten Imagefilme gezeigt. Ich bin ja sonst auch so frei und präsentiere euch englische Filme, weil ich davon ausgehe, dass ihr das was wichtig ist schon irgendwie versteht. Heute gehe ich mal noch einen Schritt weiter und mute euch einen Film auf holländisch zu. Wenn ihr euch mühe gebt, versteht ihr sicher auch ein paar Fakten von dem was unsere liebgewonnenen Nachbarn so erzählen.
An Bord von Neckar Belle
Die ehemalige Olympionikin Shirley Robertson ist mittlerweile als Moderatorin für das monatlich ausgestrahlte Segelmagazin Mainsail der BBC unterwegs. Robertson gewann 2000 in Sydney olympisches Gold im Europe und 2004 im Yngling vor Athen. Im Rahmen der 40th British Virgin Islands Spring Regatta hat Sie an Bord der Neckar Belle von Virgin Gründer Richard Branson gedreht. Neben diesem war auch Kate Winslet mit an Bord und musste natürlich aufs Vorschiff, die Arme ausbreiten und “Titanic” nachspielen … irgendwas sagt mir, dass Sie das seit dem Film schon einige hundert mal machen musste … würde mir das auf den Kranz gehen.
Das Boot wurde 2003 als Lady Barbaretta bei CMN in Frankreich als Kooperationsprojekt mit JMV Industries gebaut. Bis 2009 wurde der 32 m Lange und 14 m Breite Katamaran, einem zweijährigen Refit bei Azzura Marine unterzogen. Für Selbiges gab es im Folgejahr auch gleich den Titel “Best Refitted Yacht at World Superyacht Awards 2010″. Was soll man sagen … der “Krähennest-Fahrstuhl” ist schon eine ziemlich coole Geschichte. Wenn ihr das nächste mal im Bootsmannstuhl hängt, werdet ihr daran denken! =) Besonders erwähnenswert ist hier sicherlich noch Neckar Nymph, ein Unterwasserflugzeug, das mit 3 Personen bis zu 30 m in die Tiefe tauchen kann. Der Charterpreis liegt bei 110.000 $ pro Woche.
Yacht Charter Specifications
Type/Year: Luxury Catamaran/2003
Refit: 2009
Beam: 14.00m (45′ 11″)
L.O.A.: 32.00m (104′ 11″)
Crew: 7
Charter Guest: 10-12
Max Speed: 20+ knots
Cabins: 4
Engines: 2 x 425 HP Caterpillar
Cruise Speed: 14 knots
Gunboat 78 – Bilder vom Bau des schnellen Fahrtenkatamarans
Die leidige Debatte über die Vor- und Nachteile und die Sicherheitsaspekte von Fahrtenkatamaranen sollen andere führen – ich zeig euch hier nur was ich schick finde und die Gunboats sind recht nett anzusehen was bei Katamaranen nicht unbedingt die Regel ist.
Gründer Peter Johnstone hat zusammen mit Julian Bethwaite, dem Erfinder des 49ers, die Vision vom schnellen Fahrtenkatamaran umgesetzt. Die Vermarktungsmaschine läuft, flankiert von wunderschönen Videos der Carbon-Bauten, bereits seit ein paar Jahren erfolgreich durch das Netz. Mir war gar nicht mehr klar, dass Sie hier auf Yachtblick noch nie Erwähnung gefunden haben.
Das Geschäft mit den Wohn-Rennern scheint ganz gut zu laufen, denn kürzlich hat die Unternehmensleitung in der Presse erklären lassen, dass man eine neue Fabrik in North Carolina eröffnen wird und mit einem Investment von 1.8 Million $ bis zu 71 Arbeitsplätze schaffen will. Was die Sicherheit angeht, so habe ich bisher noch nicht vernehmen können, dass einer der Gunboat Katamarane gekentert ist – oder hat irgendjemand andere Informationen?
Im Video (oben) führt euch Chef-Bootsbauer Phil Harvey durch seine Hallen und gewährt euch einen Einblick in den Bauprozess des neuen Gunboat 78. Das untere Video zeigt Toby Hodges beim Test der Gunboat 66 für Yachting World. Die Videounterschrift auf Youtube ist neben dem ein oder anderen beeindruckten Kommentar im Film auch sehr schön: “Yachting World’s test of the ‘ultimate fast cruiser’ in the Bahamas, where 20 knot cruising looks easy.”
Wahre Worte eines Fliegers und Autors
Im Rahmen meines Studiums befasse ich mich derzeit mit dem strategischen Marketing und wie ich gestern so meine Vorlesungsfolien durchblättre, fällt mir ein sehr nettes Zitat von Antoine de Saint-Exupéry in den Schoß.
“Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.”
Ich wollte natürlich wissen, was es denn mit diesem Mann auf sich hat. War er ein bedeutender Segler zu Beginn unserer Regattatage und ich hatte bisher noch nie etwas über ihn gehört?
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) war zu Lebzeiten Pilot und Schriftsteller, der es schaffte, auch in den Vorkriegszeiten schon einen sehr noblen Ruf als Schriftsteller zu genießen, dennoch packte ihn die Leidenschaft des Fliegens und er agierte im zweiten Weltkrieg als Ausbilder und später als Pilot eines Aufklärungsgeschwaders. Im Rahmen seiner Tätigkeit verlor er am 31. Juli 1944 sein Leben, als er auf seinem planmäßig letzten Aufklärungsflug nach Grenoble unterwegs war.
Mit der Segelei hatte der gute Mann also gar nichts zu tun, dennoch wird er wohl das Gefühl genossen haben, um sich herum nichts als die Weite zu haben und sich auch einfach mal treiben zu lassen. Es heißt nicht umsonst, dass nur das Fliegen schöner ist!
Die Bilder stammen von wikipedia


