Archiv der Kategorie: törn.de

Video-Botschaft für Patrick Lehner

Lieber Patrick, hier wie versprochen deine persönliche Video-Botschaft aus dem hohen Norden. Vielen Dank für deine Unterstützung und ich hoffe es gefällt dir. Ahoi !



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Ab jetzt bergab

Puh. Das war ein Ritt. Fast 18 Stunden war ich in Kälte und Dauerregen unterwegs. Dazu erst wenig, dann viel Wind und ganz schön hohe Wellen. Dazu Nebel und Fischerbootterror. Alles war nass und als es heute morgen um vier mit über 30 Knoten bläst, finde ich im Haupthafen von Honningsvag auch noch keinen Platz. Also weiter in die Bucht. Hier liege ich nun in einem Vereinshafen auf Päckchen und bin völlig alleine. Im Boot ist es mittlerweile trocken und die Klamotten hoffentlich auch bald. Komme mir gerade mehr wie auf einer Expedition als einem Törn vor. Morgen mache ich erst mal nen Ausflug zum Nordkap. Mittwoch dann weiter. Einsame Grüße in die Heimat. All good & Ahoi.

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Wo sind die Pontons ?

Diese Frage habe ich mir gestern gestellt, als ich nach gut 9 Stunden Fahrt in Batsfjord angekommen bin. Es war mittlerweile halb zehn abends und schon ziemlich dunkel, als ich in den großen Fischerei- und Frachthafen eingelaufen bin. Laut meinem für teures Geld gekauften Revierführer (1000 Orte und so weiter) sollen hier am Ende des Hafenbeckens drei Schwimmstege sein, die der örtliche Bootsclub für seine Mitglieder aber auch Gäste bereitstellt. Als ich dann das Ende des langgezogenen Beckens erreiche schaue ich erst mal blöd drein. Denn da is außer Wasser nix. Noch einmal schaue ich auf der Karte nach, ob ich nicht vielleicht in den falschen Fjord eingebogen bin. Aber ich bin richtig, nur die besagten Stege fehlen. Das einizge was noch da ist sind die alten die alten Zugänge zu der Anlage an Land. „Watt soll der Scheiß jetzt ?“, knötere ich prompt. Außerdem schwillt mir langsam der Kamm. Den das Revierhandbuch bietet nicht zum ersten mal falsche bzw. unzureichende Infos. Gut das ich noch Ersatz von Judy Lomax und den großen grünen Havneguide habe. Den darin finden sich gleich zwei Hinweise auf einen weiteren Steg im nördlichen Becken des Hafens. Also drehe ich um 180 Grad und fahre in das kleine Becken. Dort dann tatsächlich ein Schwimmponton mit Fingerstegen. Allerdings sind alle Plätze durch Fischerboote besetzt. Nur am Kopf der Anlage finde ich noch ein Plätzchen. Hier sind zwar auch Fender angebracht und es liegen einige Leinen auf dem Ponton, aber das ist mir jetzt echt Latte. Also festgemacht und erst mal durchgeschnauft. Die Fahrt war zwar nicht besonders lang aber wegen des wechselhaften Winds und vor allem der Kälte anstrengend. Um 13 Uhr war ich aus Vardoe aufgebrochen und mit der aufkommenden Tide und Brise Kurs 315 Grad gefahren. Da der Wind mal wieder genau vom Popo weht, nur mit ausgebaumter Genua. Schmetterling geht mit Windpilot und der trotz schwächelndem Wind ordentlichen achterlichen Welle nicht wirklich. Dann ist der Wind an, aus, an, aus. Erst am späteren Nachmittag stabilisiert sich die Brise und damit auch unsere Fahrt. An Backbord zieht die schroffe und bergige Küste vorbei. Zwischendurch geht’s immer wirder mal in einen Fjord. Sehr schön und imposant zugleich. Unter Deck ist es derweil mal wieder wie im Kühlschrank. Aber so iss datt nun mal im hohen Norden und ich will da nicht zu viel meckern. Etwas später taucht dann hinter mir die „Konig Harald“ auf. Ein Schiff der Hurtigrutenflotte, das genau auf mich zu halten. Also funke ich vorsichtshalber mal den Kapitän an der sich auch brav bedankt. Scheinbar haben die mich tatsächlich noch nicht gesehen. 30 Minuten später zieht der Koloss dann ebenfalls backbord an mir vorbei. An Deck ein paar versprengte Touristen die mir freundlich winken. „Was es da wohl heute zu essen gibt ?“, frage ich mich wie üblich kurz. Im Batsfjord, der zu gleichnamigem Ort führt, weht der Wind dann wieder genau auf die Nase. Also nutze ich für die letzten 5 Meilen den Jockel, bis sich im Hafen oben genanntes zugetragen hat. Als ich an Land bin suche ich auf den umstehenden Fischerbooten nach irgendjemandem, der mir Auskunft geben kann, ob ich hier stehen bleiben kann. Ich habe nämlich kein Bock mitten in der Nach geweckt zu werden und dann hier rumzumanövrieren. Aber obwohl auf den Kähnen alle Lichter brennen, die Plotter brummen und sogar ein Radio läuft, sind keine Menschen an Bord. Vielleicht hängen die gerade in dem nahen Pub rum, der auf der anderen Seite des Hafens Licht macht. Also suche ich weiter und finde in einer kleinen Holzbaracke Eugene. Ein Ukrainer der gerade mit seiner Familie chattet. Dazu stehen eben diese Holzboxen im Hafen rum. Darin Strom, ein Tisch mit Stuhl und viel Charme der 70er. Ich frage also ob mir Eugene helfen kann und ob ich da wovich bin bleiben kann. Eugene sagt alle 5 Sekunden OKAY, bis ich irgendwann bemerke, dass er mich überhaupt nicht versteht. Geil. Dafür kann ich meine neu erlernten russischen Sprachbrocken jetzt nutzen, um mein Problem zu schildern. Und siehe da, er will sich bei seinem eigenen Kapitän erkundigen und mir morgen Bescheid geben. Er selbst ist nämlich auf einem der vielen russischen Trawler Matrose, die hier im Hafen vor sich hin stehen und teilweise rotten. Heute morgen war er dann auch tatsächlich da. Ich könne bleiben, müsse aber bei der Polizei einklarieren. Geld gebe es um die Ecke beim Automat und ein Supermarkt sei auch nicht weit. Sehr nett und hilfsbereit die Russen (oder Ukrainer), wie üblich. Das mit dem Einklarieren ist allerdings Kappes. Denn erstens reise ich ja nicht ein und bin außerdem Bewohner des Schengenraums. Anyway …

Der Ort ist wie Vardoe, urig und rau. Der Supermarkt ist gut sortiert und in der Bäckerei kann man sich so viel Kaffee reinschütten wie hineinpasst. Jetzt sitze ich Carpes Bauch während es leise tröpfelt und bei der gegenwärtigen Flaute plötzlich sehr warm ist. Merkwürdig. Morgen früh geht’s dann für mich los Richtung Nordkap. Gute 90 Meilen will ich entlang der Nordküste segeln, um dann abzufallen und den Hafen von Honningsvag anzusteuern. Der liegt an der südlichen Küste des „Nordkap“ Inselchens. Ob ich das Kap anschließend wirklich nördlich runde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Erstens wäre das ein ganz schöner Umweg. Und zweitens bin ich ja ohnehin schon die ganze Zeit auf dem Breitengrad des Kaps unterwegs. Im Grunde wäre das nur für die Galerie und ein weiterer Felsen den ich an Backnord liegen lasse. Der Weg durch den Sund im Süden ist zudem kürzer und ruhiger. Denn bei dem angesagten steifen Wind der nächsten Tage wird’s mit der Welle auf See aber insbesondere am steil aufsteigenden Festlandschelf schon wieder ganz schön knackig. Also dann. Wir werden sehen .. bis denne .. Ahoi !

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Eine Steckdose

Takk zusammen! Wie versprochen hier also ein paar aktuelle Zeilen aus dem hohen Norden, genauer gesagt aus Vardoe (ich habe noch immer keine Ahnung wie ich das mit dem durchgestrichenen O auf der Tastatur hinbekomme). Draußen hats gerade angefangen zu pullern und der gemeldete Starkwind aus West beginnnt auch zu blasen. Benannter Westwind ist auch der Grund warum ich noch hier bin. Denn schließlich ist West und später Süd sowas wie miene Generalkurs für die nächsten Wochen. Mal schauen obs morgen besser passt. Stress mache ich mir hier jedenfalls keinen mehr. Der unangenehme Zeitdruck den ich zuletzt in Russland hatte reicht mir erst mal. Nun gilt es langsam und gemütlich voran zu kommen. Hier und da wirds auch mal wieder einen längeren Schlag brauchen .. aber in der Ruhe liegt die Kraft.

Nach meiner Landung im kühlen Kirkenes habe ich den Dienstag mit ein paar kleineren Arbeiten an Carpe und einem Einkauf verbracht. Am späten Abend gings dann mit der Tide los Richtung Vardoe. Die Nächte sind mittlerweile zwar noch nicht ganz duster, aber deutlich dunkler als noch vor Wochen. Also schön Ausguck nach den vielen Mooringbojen und den daran befestigten Booten halten. Der Wind soll eigentlich aus West blasen und später leicht rückdrehen. Als ich den Ausgang des Kirkenesfjords erreiche, bläst es allerdings mit guten 5 Beautfort genau aus Südsüdwest. Datt mit dem Wetter hier ist schon echt ne Nummer. Die Vorhersagen kann man wirklich nur als groben Anhaltspunkt nehmen. Alles was über einen Tag hinaushgeht ist zudem reine Kaffeesatzleserei. Aber wurscht. Ich setze die Genua und lasse Carpe die Zügel. Mit der Tide laufen wir so mit 7-8 Knoten über Grund Kurs 40 Grad. Zeit für ein Nickerchen. Unter Deck ist es nicht nur frisch, sondern schweinekalt. Kälter als draußen im Wind. Das muss an dem kalten Wasser der Barentsee liegen. Jedenfalls bibbere ich mir trotz mehrere Lagen Thermowäsche ganz schön einen ab. Alle halbe Stunde schaue ich nach dem rechten. Denn hier gibts doch ein paar Fischer die kreuz und quer fahren und ihre Netze einsammeln. Und apropos Netze. Ab hier muss man auch wieder nach den vielen Reusen und Stellnetzen Ausschau halten. Neben den bekannten Fähnchen schwimmen daneben auch eine ganze Reihe großer Bojen die das ganze bei Tageslicht recht gut erkennbar machen. Ich vermute hier wird hauptsächlich nach Königskrabben gesucht. Jedenfalls werden die hier an jeder Ecke angeboten und die großen Fangkörbe mit ihren unendlich langen Leinen stehen auch überall an Land herum. Kurz vor Vardoe muss ich dann noch etwas anluven und kann endlich das Groß zur Genua nehmen. Jetzt läufts auch gegen die zwischenzeitlich gekenterte Tide gut und schnell. Die Sonne ist mittlerweile auch aufgegangen und meine Stille Sehnsucht nach dem Heizlüfter verschwindet mit den schnell steigenden Temperaturen immer mehr. Im Hafen von Vardoe komme ich dann sogar regelrecht ins schwitzen, als ich mir zwischen den vielen Fischerbooten ein freies Plätzchen suchen muss. Am Ende stehen Carpe und ich eingkeilt zwischen Duzenden Trawlern und kleineren Fischerbooten. Gemütlich ist es hier und interessant zudem. Denn hier passiert eigentlich die ganz Zeit etwas. Mein eigentliches Highlight ist aber die Steckdose am Steg. Ja genau !! Am Steg gibt es eine Steckdose wie man sie aus Marinas und Sportboothäfen (meine Güte ist das lange her :-)) kennt. Sowas habe ich seit St. Petersburg nicht mehr gesehen. Selbst in Kirkenes gabs keinen Strom am Ponton. Was für ein Luxus.

Nach einen Schläfchen bin ich dann noch ne Runde durch den Ort. Eine typisch nordisches Städtchen. Alles ist relativ einfach und wirkt grob. Das wird nicht zuletzt den hier sehr strengen Wintern geschuldet sein. Da bleibt kein Platz für irgendwelchen Firlefanz. Mir gefällts hier dennoch gut. Ich habe ein Fable für die nordische Einfachheit und die raue Schönheit der Natur. Den Tag lasse ich dann bei einem Asia-Imbiss und später an Bord ausklingen.

Heute habe ich dann mal etwas klar Schiff gemacht und mein Druckwassersystem nach einem vermeintlichen Leck abgesucht. Leider brummt nämlich meine Wasserpumpe alle paar Minuten, um den Druckverlust im System auszugleichen. Ich glaube ich habe es mittlweile gefunden. Die blöde Heckdusche mal wieder. Alles nur Plaste und Elaste. Das kann ja auf Dauer nicht dicht sein. Der hölzerne Leckstopfen steckt jetzt im Schlauch und quillt langsam vor sich hin. Mal schauen obs nachher dicht ist. Ansonsten muss ich andere Maßnahmen ergreifen. Wenn das Wetter nicht noch derber wird, will ich nachher auch nochmal in den Ort ins Internet, watt dillen (so sagt man in Koblenz zum essen :-)) und vielleicht auch mal die lokale Feste und das berühmte Hexen-Memorial besuchen.

Also dann .. ich bin wieder unterwegs. Auch wenns mir hier und da noch schwerfällt, glaube ich mittlerweile auch, dass das hier vielleicht gar nicht so schlecht für mich und meine Rübe ist. Ahoi !

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Vardø

Carpe ist vorübergehend zum Fischerboot mutiert und steht seit heute morgen sicher inmitten des Fischereihafens von Vardø. All good & arschkalt. Morgen mehr. Ahoi.

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Start heute Nacht

So … da bin ich wieder bei Carpe Diem. Sie hat die Zwangspause gut überstanden und so musste ich heute nur ein paar Kleinigkeiten erledigen und einkaufen. Das ist in Norwegen immer ein Erlebnis, denn für eine gute Tüte Lebensmittel waren gleich mal 100 Euro fällig. Dafür war mein Platz mit gerade mal 9 Euro pro Tag ein echter Schnapper. Vielen Dank an Freddy und das ganze Hafenteam für eure Gastfreundschaft und Hilfe. Heute Nacht gegen elf will ich dann mit der Tide auch los. Ziel ist Vardø in etwa 50 Meilen Entfernung. Der Wind sollte mit 20 Knoten aus West gut passen. Ein paar Tage wird’s allerdings noch brauchen bis ich richtig angekommen bin. Es fühlt sich doch alles noch sehr komisch an. Auch wenn mein Papa kein wirklicher Seemann war, so fehlt er mir doch gerade an allen Ecken und Enden. Ich hoffe der Segelalltag wird’s bald richten. Also dann … es geht weiter. Ahoi.

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Start heute Nacht

So … da bin ich wieder bei Carpe Diem. Sie hat die Zwangspause gut überstanden und so musste ich heute nur ein paar Kleinigkeiten erledigen und einkaufen. Das ist in Norwegen immer ein Erlebnis, denn für eine gute Tüte Lebensmittel waren gleich mal 100 Euro fällig. Dafür war mein Platz mit gerade mal 9 Euro pro Tag ein echter Schnapper. Vielen Dank an Freddy und das ganze Hafenteam für eure Gastfreundschaft und Hilfe. Heute Nacht gegen elf will ich dann mit der Tide auch los. Ziel ist Vardø in etwa 50 Meilen Entfernung. Der Wind sollte mit 20 Knoten aus West gut passen. Ein paar Tage wird’s allerdings noch brauchen bis ich richtig angekommen bin. Es fühlt sich doch alles noch sehr komisch an. Auch wenn mein Papa kein wirklicher Seemann war, so fehlt er mir doch gerade an allen Ecken und Enden. Ich hoffe der Segelalltag wird’s bald richten. Also dann … es geht weiter. Ahoi.

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So … da bin ich wieder bei Carpe Diem. Sie hat die Zwangspause gut überstanden und so musste ich heute nur ein paar Kleinigkeiten erledigen und einkaufen. Das ist in Norwegen immer ein Erlebnis, denn für eine gute Tüte Lebensmittel waren gleich mal 100 Euro fällig. Dafür war mein Platz mit gerade mal 9 Euro pro Tag ein echter Schnapper. Vielen Dank an Freddy und das ganze Hafenteam für eure Gastfreundschaft und Hilfe. Heute Nacht gegen elf will ich dann mit der Tide auch los. Ziel ist Vardø in etwa 50 Meilen Entfernung. Der Wind sollte mit 20 Knoten aus West gut passen. Ein paar Tage wird’s allerdings noch brauchen bis ich richtig angekommen bin. Es fühlt sich doch alles noch sehr komisch an. Auch wenn mein Papa kein wirklicher Seemann war, so fehlt er mir doch gerade an allen Ecken und Enden. Ich hoffe der Segelalltag wird’s bald richten. Also dann … es geht weiter. Ahoi.

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Start heute Nacht

So … da bin ich wieder bei Carpe Diem. Sie hat die Zwangspause gut überstanden und so musste ich heute nur ein paar Kleinigkeiten erledigen und einkaufen. Das ist in Norwegen immer ein Erlebnis, denn für eine gute Tüte Lebensmittel waren gleich mal 100 Euro fällig. Dafür war mein Platz mit gerade mal 9 Euro pro Tag ein echter Schnapper. Vielen Dank an Freddy und das ganze Hafenteam für eure Gastfreundschaft und Hilfe. Heute Nacht gegen elf will ich dann mit der Tide auch los. Ziel ist Vardø in etwa 50 Meilen Entfernung. Der Wind sollte mit 20 Knoten aus West gut passen. Ein paar Tage wird’s allerdings noch brauchen bis ich richtig angekommen bin. Es fühlt sich doch alles noch sehr komisch an. Auch wenn mein Papa kein wirklicher Seemann war, so fehlt er mir doch gerade an allen Ecken und Enden. Ich hoffe der Segelalltag wird’s bald richten. Also dann … es geht weiter. Ahoi.

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Die Sache mit dem U-Boot

Es wird mal wieder Zeit für einen kleinen Happen Film-Material von unserer bisherigen Reise um den Tiger. Diese mal gehts in das Weisse Meer, wo wir eine unerwartete Begegnung mit einem russischen U-Boot hatten. Ganz schön spannend …



Die Vorbereitungen für meine Rückreise nach Norwegen sind derweil so gut wie abgeschlossen. Mal schauen, wie es sich anfühlt wieder an Bord zu sein. Ihr hört von mir. Bis dahin. Ahoi !

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Pläne

Hallo zusammen,
nach einigen Tagen des innehaltens, wird es Zeit, mal wieder ein paar Zeilen in den Blog zu schreiben. Noch immer sitze ich oft wie paralysiert da und kann nicht so recht begreifen, was sich in den letzten Tagen und Wochen alles abgespielt hat. Manchmal fühlt es sich fast an, als müsse ich plötzlich aufwachen, um mich irgendwo anders wiederzufinden und alles ist gut. Aber ich bin wach. Und so muss und will ich irgendwie weitermachen. Nicht zuletzt weil es im Leben nun mal so läuft und weil mein Papa das ohne Zweifel auch so für mich gewollt hätte. Dennoch fällt es schwer, in eine wie auch immer geartete Normalität zurückzukehren. Das Gefühl der Trauer und des Verlusts sitzt tief und nimmt mir oft jeglichen Antrieb, den ich ansonsten von mir kenne. Wie eine Bleiweste, die man imaginär trägt und die einen unendlich schwer und träge macht. Aber nicht nur der Tod meines Vaters und der schwere Abschied lasten gerade auf mir. Auch die sich zuletzt überschlagenden Ereignisse verursachen ein merkwürdig hohles Gefühl. Eben noch auf Carpe und in der russischen Barentsee, sitze ich plötzlich in einem Flugzeug und stehe nur wenige Stunden später zu Hause vor meiner Wohnungstür. Das alles passiert so schnell, dass mein Kopf nicht so richtig hinterherkommt. Dieser „Abstand“ zwischen dem was faktisch passiert und dem was im Bewusstsein ankommt und verarbeitet wird, ist nach wie vor groß; wird aber kleiner. Dabei helfen Partner und Familie, aber auch Freunde, Erinnerungen und die unglaublich große Aufmerksamkeit und Anteilnahme der vergangenen Tage. Dafür möchte ich mich bei allen von ganzem Herzen bedanken.

Wie geht es nun aber weiter ? Ich mache es kurz. Am 14. August werde ich zurück nach Norwegen reisen und versuchen, Carpe zurück nach Hause zu segeln. Ob und inwieweit ich auch diesen Teil des Törns weiter dokumentieren werde, weiß ich zur Zeit ehrlich gesagt noch nicht. Ich muß erst mal ankommen und schauen was geht. Denn der Gedanke, bald wieder auf Carpe und See zu sein ist noch ganz schön fremd.

Vielleicht hilft ja ein Blick in die vielen Bilder und Filmaufnahmen, die ich mit nach Hause gebracht habe. Auf bald ….

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Trauer

Leider mussten wir am Samstag für immer Abschied von unserem geliebten Papa nehmen. Ich bin sehr dankbar, dass ich es rechtzeitig nach Hause geschafft habe und wir so bis zuletzt bei ihm sein konnten. Dem Wunsch meines Papas entsprechend, werden wir versuchen Schmerz und Trauer schnell zu überwinden und ins Leben zurückzukehren. Danke auch für die vielen lieben Nachrichten und die große Anteilnahme.

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