Archiv der Kategorie: Lobster One

Annapolis to Newport Race – die Atlantikflotte macht sich warm

Selten (wenn überhaupt) hat sich eine so starke deutsche Flotte an einer Regatta innerhalb der USA beteiligt. Als Teil der Atlantic Ocean Racing Series, die ihren Höhepunkt im Transatlantikrace von Newport nach Lizard Point finden wird, startet heute das 2011 Annapolis to Newport Race, gleichzeitig ein Zubringer oder Anwärmer für den Sprung über den Teich. Mit von der Partie sind unter deutscher Flagge:

PASSION 4 C (Stefan Lehnert, Tripp 56)
SCHO-KA-KOLA (Uew Lebens, Reichel/Pugh 56)
SHAKTI (Christopher Avenarius, Rogers 46)
VARUNA (Jens Kellinghusen, Rogers 46)

Und sonst so? Unter anderem:

VANQUISH (Ralf Steitz, R/P 65) - die Jugenyacht der Amerikaner für das Transatlantikrennen, wird dort gegen die NORDDEUTSCHE VERMÖGEN HAMBURG (Eike Holst) antreten, die noch verladen auf See unterwegs nach Newport ist. Der "US-Jugendwahn" für diese Regatta, der in der Gründung des All American Offshore Team gipfelte, wurde von Lobster One losgetreten

BEAU GESTE (Karl Kwok, Farr 80) - immer gern gesehenes Drachenboot aus Hong Kong

RAMBLER 100 - kein Kommentar notwendig

BELLA PITA (Jim Grundy, Tripp 75) - die hübsche high-tec "Tourenyacht" des Versicherungsmagnaten aus Carbon und mit dem Namen, der an Fladenbrot erinnert

BRITISCH SOLDIER (Nick Bate, Archambault RC40) - die britische Army greift inzwischen überall an, vornehmlich auch in Gewässern, die rumpunsch-affiner sind als die Heimat der Queen

CARINA (Rives Potts, Mc&R 48) - ein Klassiker, an Bord neben Rives auch andere Helden des Strippenziehens, die dem NYYC die Transatlantikregatta um den Hals gehängt haben

ICAP LEOPARD - kein Kommentar notwenig, ausser dass Clarke Murphy und nicht Mike Slade die Kampagne verantwortet

JAZZ - Mike Broughtons Cookson 50 aus Australien. Cookson 50 wie in SHOGUN und CHIEFTAIN. Und PRVATEER, die ebenfalls am Start ist.

Jeweils drei Boote bilden ein Clubteam für eine gesonderte Wertung. SCHO-KA-KOLA, SHAKTI und VARUNA bilden das Team Norddeutscher Regatta Verein. Wir drücken die Daumen.

Das komplette Line-Up gibt es hier.

Foto: Scho-ka-kola Racing Team

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Myth of Malham Race – SJAMBOK gewinnt IRC Z

Jens Kühne und seine Crew haben auf ihrer Reichel/Pugh 48 SJAMBOK beim Myth of Malham Race (Round Eddystone Lighthouse) so richtig Spaß gehabt. Nur 11 Sekunden ging SJAMBOK hinter Derek Saunders 60-Füßer VENOMOUS über die Ziellinie und lag damit berechnet satte 2 Stunden vor der Zweitplatzierten in der Klasse IRC Zero.

KERONIMO (Jonathan Goring, Ker 40) gewann IRC One (15 Starter), RORC Vice Commodore Mike Greville landete mit ERIVALE III auf Platz 3. SCARLET OYSTER (Ross Applebey, Oyster 48) gewann IRC Two (35 Starter), RORC Commodore Andrew McIrvine mit seiner First 40 LA RÈPONSE auf Platz 3.

Jens Kühne nimmt häufig an RORC-Regatten teil und hat auch für das diesjährige Fastnet Race gemeldet. Von der Größe her ähnlich, aber deutlich neuer ist Piet Vroons Ker 46 TONNERRE DE BRESKENS, die im letzten Jahr ordentlich abgeräumt hat. Trotzdem spürte sie zeitweilig den heißen Atem von SJAMBOK im Nacken. Jens beschreibt es so:

"Das Beste am MoM war, dass wir nach 120 m Upwind vor der Tonnerre waren. Und das, obwohl sie schon fast ausser Sichtweite waren. Die Ker ist einfach 0,3 schneller Upwind... Hätten wir auf dem Gang zurück nicht unseren C4 aufgeben müssen, wäre die Tonnerre vielleicht 2 m vor und durchs Ziel. Der Umbau auf Bugspriet in Verbindung mit den 225 qm-Spis hat sich auf jeden Fall gelohnt". Wie das im Original aussah, zeigt das Video:


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Normandy Channel Race 2011 – Zieleinläufe der Top Teams in Bildern

Und jede Menge Chance, sein Französisch zu üben....



Wer sagt denn, dass Gaffelriggs out sind?

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Normandy Channel Race 2011 – Die Plätze sind vergeben

Tanguy de Lamotte und Sébastien Audigane haben auf INITIATIVES SAVEURS das Normandy Channel Race 2011 gewonnen. Die letzen 70 Meilen nur unter Gennaker, nachdem das Groß geplatzt war. Fabien Delahaye und Bruno Jourdren auf PORT DE CAEN - OUISTEHAM sind Zweite.

Auch die Deutschen im Feld haben sich super geschlagen: Jörg Riechers hat mit MARE2.DE den vierten Platz ergattert, Axel Strauss auf DEFI GDE - TZU HANG den 7ten, Mathias Blumencron und Boris Herrmann auf RED den 8. Die GORGirls Anna-Maria Renken und Hanna Jenner liegen auf Platz 10 von 12 übrig gebliebenen Teilnehmern und haben derzeit noch 40 Meilen bis zum Ziel. Nach dem vielen Geballer von vorn kam tatsächlich das versprochene Geballer von hinten und es ging auf der Welle Richtung Ziel. Selbiges Geballer zieht weiter gen Osten und wird uns morgen von dem schwülen Wetter befreien.

Foto: Sirius Evènement

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40 DEGREES – Bordbericht vom ersten Tag des Normandy Channel Race

Über David Hughes tickerte der Bericht der Girls von 40 DEGREES ein, wie sie den ersten Tag des Normandy Channel Race erlebten - und die Stunde davor ersteinmal ihren Van retten mußten:

"Well race start day didn't quite start as planned. After doing a few last minute jobs on the boat we decided to move the van around to the hotel so we could put all our shore stuff in. We woke up to find it had been towed so instead of being on the boat at 8 we were in a cab going first to the police followed by the car yard. Still got it sorted in time.

Race start was pretty hectic, 17-20 kts and short tacking/gybing around the course was tricky but we got away mid fleet and were not too far behind at the turning mark to cross the channel. Had an awesome reach across the channel doing 12-13 kts with full main and gennaker. We went a bit easterly but we were having too much fun to take it down. So as we started to think about hoisting the solent in 19 kts of wind the gennaker decided to take itself down. The halyard blew and we had a tennis courts worth of sail under the hull around the rudders and lord know where the ropes had gone. So we very quickly went from 13 knots to 1. Soooooo annoying as we had worked hard to build our lead over the other girls. I have no idea how long it took to sort but long enough for the girls to overtake. It has left us exhausted by we recovered the full sail and sheets, although one did have to be cut so fingers crossed with a little TLC she will be back in action. We then ended up with a horrible short tacking session out of the needles only just catching the last of the tide and are now slamming into 29 knots and a very lumpy sea. I though this was meant to be fun!!!

So we are back at the bottom of the fleet but only because of gear failure and a few other bits are showing their age. Lets hope mother nature gives us a reprieve soon, we are knackered and its only day 1.

Han and Anna xxx"

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Normandy Channel Race 2011 – Bahnverkürzung

Etwas Entspannung bringt der Vorwindskurs und die abflauenden Winde auf dem Weg von Land's Ende nach Tuskar Rock. Von kurzer Dauer wird sie sein, denn ein starkes Tief zieht in die Irische See und wird morgen 40 - 45 Knoten Wind aus Südost und schwere Seen mit sich bringen. Die Wettfahrtleitung hat sich daher entschlossen, die Bahn zu verkürzen und Fastnet Rock auszulassen, um die Boote nicht mit der Nase in den Sturm zu schicken. Statt dessen wird direkt zurück um Land's Ende und zum Wegpunkt Guernsey gesegelt, mit dem Extra-Charme, dass die Boote die letzten 130 Meilen nach Caen wohl mit dem Tief im Rücken auf der Welle verbringen dürften.

Um die Spitze prügeln sich immer noch de Lamotte und Delahaye, zur Zeit etwa 30 sm vor Tuskar Rock. Jörg Riechers auf MARE".DE klebt ihnen immer nohc auf den Fersen, nur 8.3 sm dahinter und auf Platz 5. Mathias und Boris liegen mit RED 26.6 sm hinter der Spitze auf Rang 8, keine halbe Meile hinter Axel Strauss auf DÈFI GDE - TZU HANG (Platz 7). Anna und Hannah führen ihren Privatkampf mit GRYPHON SOLO 2 aus, mit Joe Harris und Josh Hall an Bord. Die GORGirls liegen blanke 1.4 sm vor Hall, und werden sicherlich ihr Bestes geben, dem Race Director des Global Ocean Races, bei dem die Mädels auf 40 DEGREES antreten wollen, auch im Ziel das Heck zu zeigen. Wir drücken mächtg die Daumen.

Nach einer Kollision, höchstwahrschienlich mit einem Pipelinerohr, dass auf See geschleppt wurde, brach auf MARIE TOIT - CAEN LA MER ein Ruder und Michel Kleinjans und Marc Lepesqueux gaben das Rennen auf. Weitere Schäden scheinen nicht entstanden zu sein. Für Kleinjans dürfte dies böse Erinnerungen wachrufen, nachdem er beim Portimao Global Ocean Race sein Boot aufgeben mußte.

Aufgegeben haben auch Andrew Dawson und Rune Aasberg auf SPLIFF. Die dreckigen Amwindbedingungen haben sie bewogen, sich und das Boot zu schonen.

Hier geht es zum Tracker, wer es als Tabelle mag, hier zu den aktuellen Zwischenständen.

Und noch ein paar Eindrücke vom Start (für alle, die keinen gesteigerten Nährwert in Interviews auf Französisch sehen, geht es ab 1:15 mit Booten los):


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