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Archiv der Kategorie: Iron Lady
Verlegt

So, wir haben unsere Schrittweite wieder angepasst.
Heute ist Geburtstag von Lukas. Lukas ist der Jüngste von der KLEINER BÄR. Elf Jahre wird er alt und er ist fast schon um die Welt gesegelt. Von hier bis Neuseeland wird er auch noch schaffen. Inzwischen haben sich die vier jungen Piraten ja gut angefreundet und so wird am Vormittag gefeiert und weiter zum nächsten Ankerplatz fahren wir mit vier Kindern. Laut, können Maya und Lena ja schon gut, jetzt wird es richtig laut. Ich verdrücke mich ins Cockpit, bugsiere den Bug der LADY durch Lachs und Muschelfarmen der Insel Chiloe bis zum nächsten Ankerplatz. Marina war ja mal ganz nett, doch für eine Liegeplatz 15 Euro am Tag zu bezahlen sind wir ja nun gar nicht mehr gewohnt. Auch wirklich nicht ernsthaft notwendig, auf der Insel Chiloe gibt es auf jeder Insel genügend Ankerbuchten. Ein wunderschönes Crusingrevier.Brainstorming
What’s up in your mind?
Ein normaler Tag endet, doch was ist den eigentlich normal? Normaler Wahnsinn, normaler Arbeitstag, normaler Sonntag. Ein Brainstorming ist ein Sturm im Gehirn, zugleich eine kreativer Abklatsch von verschiedenen Ideen am Konferenztisch einer Werbeagentur. So was vergisst man eben sein ganzes Leben nicht. Einmal Werber, immer Werber. Ne Johann? Ne Lars? Wahrscheinlich gibt es noch viel mehr Werber, die diese Zeilen lesen. Wir hatten mal wieder einen schönen Wintersonntag. Die Tage in der südpatagonischen Einsamkeit sind noch nicht vergessen. Chiloe ist schon ein bisschen komfortabler vom Wetter her. Wir erholen uns grade auch wenn wir immer noch weiter und weiter müssen. Die Entscheidung Puerto Montt ist quasi gefallen. Ich habe dann in Facebook schon mal meinen Wohnort dort angegeben. Ob mich jemand besuchen kommt? Unwahrscheinlich. Puerto Montt ist quasi eine Stadt, aber nicht zu viel Stadt, Valdivia ist in der Nähe erreichbar und überhaupt wollen wir hier noch ein bisschen mehr segeln, es gibt noch so viel zu sehen, kennenzulernen. „Chile tut gut“, ist also mein Vorschlag zum Claim. Morgen werde ich erst einmal den Antrag losschicken dass die LADY hier länger bleiben darf, dass geht jetzt für ein Jahr, was aber nicht für uns gilt, wir müssen regelmäßig das Land verlassen. Na, Argentinien ist nicht weit und somit ist das kein großes Problem. Ja, wir mögen Südamerika. Hmm. Ich muss noch nen bisschen über den Claim nachdenken.Digitalpaintboat

Es sind manchmal die kleinen Dinge
Nun, mit Segeln haben wir grade weniger zu tun, dafür mehr mit Leben. Eine Marina ist für uns ungewohnt. Es ist off Season, kein Schwein hier. Noch nicht einmal der Besitzer und große Aufregung als wir ohne Vorankündigung einlaufen. Georg, der Schreiner hilft uns festzumachen und Mark der Sohn von William taucht auf, um die Gasflasche für das Warmwasser auszutauschen, den Internetrouter zu rebooten. Tja, so kann es gehen. Die Mädels sind dann wech in die Stadt, weil Lucia von der Kleiner Bär dringend einen Arzt braucht, ich mal ganz froh bin mit Lena alleine zu sein und Nathalie in der Ferne zu wissen und überhaupt waren wir jetzt einen Monat in der Einsamkeit, und es ist schon mal einen Steg zu haben, wo man einfach so an Land gehen kann. Wenn die kaputte Stromleitung dann auch wieder gehen würde, wäre alles prima. Lena und ich verbringen einen tollen Tag. Ich dusche, Lena badet, wir schneiden Möhren für die Pferde auf der Koppel und los´geht es. Die Pferde kommen nicht zu uns, also wir zu den Pferden. Im Gegensatz zu Maya ist Lena nicht feige! Wir verfüttern unsere Möhren also mitten auf der Koppel und als die drei Pferde uns dann umzingelt haben, war klar was die wollten. Mehr Karotten! “Wir haben aber keine mehr !”, sagt Klein-Lena, ich bekomme einen zarten Pferdebiss in den Hintern, aber den kann man auch nicht essen und so sind wir schneller wieder aus der Koppel raus, als wir reingekommen sind. War irgendwie klar.Ein Steg für die Lady
