Archiv der Kategorie: SY Marlin

Alte Liebe. The Bike.

Freiheit.

In meinem alten Leben, also bevor ich IRON LADY kaufte und meinen Traum „Weltumsegelung“ wahr machte, war „Käthy“ ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Damals war Käthy eine KTM LC620, die mir viel Ablenkung brachte, wenn ich grad mal die Schnauze voll hatte vom Alltag. Rauf auf den Bock, ran an den Asphalt und ab ins Gelände. Nun. Mit dem Gelände, dass muss nicht mehr sein, ich weiß schon, wie das endet, denke da an meine Schulter. Aber die Richtung sollte es dann schon sein. Da lächelte mich eine BMW F650 im Internet an, ich lächelte Käthy an und schon war es geschehen. Statt Wind braucht Käthy ein bisschen Liebe und ein paar Liter Sprit. Doch nicht nur das.

Das Wetter kotzt mich an. Härter und klarer kann ich es im Moment nicht ausdrücken. Nachts minus ein Grad hier an der Förde. Das geht gar nicht. Meine Gedanken schwojen, so wie die MARLIN. Ich sehe mich schon eher in Culatra in der Lagune von Faro, als einen weiteren Winter hier. Doch das ist nun ja auch in Gottes Hand. Wo ich gar nicht an Gott glaube.

Zumindest habe ich den schönsten Ausblick auf die Förde. Ich sitze im Pilothaus der MARLIN und starre auf den fast nicht endenden Horizont. Da hinten liegt das Meer, die Freiheit und vieles Meer, ja so ist das. Ein bisschen verwirrt mich das. Hier an der Förde. Ein bisschen hin und her bewege ich mich selbst, so wie mein Schiff. Gelassen, verwirrt und den Augenblick genießend. Mein Tag war Furuno, Victron und Sevdesk. Office halt. Alles sehr virtuell, jetzt sitze ich der Förde gegenüber, lasse Buchstaben den Bildschirm runterfallen wie in der Matrix und meine Gedanken schweben genauso umher. „Ja. Schön hier an der Elbe!“, sagen dann meine Flensburger Freunde. Ich verziehe mich gerne am Nachmittag auf die MARLIN. Ein bisschen wie mein schwimmender Balkon.

 


 

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Blog Sperre. Was mich bewegt.

Wemeldinge II. Kurz vor Leinen los.

Da bin ich wieder. Sperre im Kopf. Ein Mail von Xara hat mich kotzen lassen. Da habe ich einfach mal die Finger von den Tasten gelassen. Ich finde man sollte seine mails, wenn es problematische mails sind, unter Entwurf speichern sollte und vorm Wegschicken, am nächsten Tag noch mal lesen sollte, bevor man spontan so eine Überheblichkeit über den Äther schickt. Blacklist. No comment! Geht gar nicht. Hat mir echt den Wind aus den Segeln genommen. Manchmal frage ich mich eben doch, ob es so sinnvoll ist mein Leben auf meinem Blog so auszubreiten. Jetzt erhole ich mich so langsam.

Die Sonne hat geschienen, heute in Wemeldinge, im königlichen entspannten Holland. Für mich, für Gaby, für Markus. Die Beiden durften draußen arbeiten und sich auf ihre baldiges „Leinen los. Wir segeln jetzt mal um die Welt.“ – Manöver freuen. Auf ins Paradies. Beneidenswert. „Ihr habt noch Träume“, grinse ich vor mich hin. Ich durfte im Keller der KISU arbeiten. „Das Kellerkind“, haben sie mich gerufen, wenn meine Größe von Nöten war, beim klarmachen des Großsegels. Ich installiere wieder. Das geht eben nicht schnell. Auf Schiffen ist alles anders. Meist muss ich mich erst mal durch einen Salat von Kabeln denken. Meist ohne Zeichnung, ohne Schaltplan und wenn veraltet und nicht beschriftet. Nach mir die Sinnflut. So auch auf der KISU. Der von mir gelieferte VICTRON Multi Plus ist nicht schwierig zu installieren, aber eben doch. Markus hat die Leitungen schon vorbereitet. Aber so, wie nix grade ist auf einem Schiff, geht eben immer was schief auf einem Schiff. Erst einmal finden wir eine Batterien von sieben, die nur noch sechs Volt hat und dadurch alle anderen sechs Batterien, während der Markus Abwesenheit zerstört hat. Die neue Balmar 200A Lichtmaschine leistete volle Arbeit. Drei Batterien fangen an zu kochen. Ende vom Lied, die gut zehn Jahre alten Batterien müssen alle ersetzt werden. Nun. Zehn Jahre für Batterien sind bei anstehender Weltumsegelung eh nix gut. Das ist einfach besser so. Und so darf ich das dann wohl auch machen. Aber das war noch nicht das Ende vom Lied. Beim Laden macht der VICTRON Multi Plus Geräusche wie eine Espresso Maschine, ein sehr laute Espresso Maschine und gar nicht so gleichmäßig. Die Schuld fällt vor allen Dingen von mir selbst zugewiesen, auf mich selbst. „Mensch Micha, was hast Du denn da gebaut? Mist?“ Merklich nervös gehe ich alle Kabel durch. Der Himmel über Wemeldinge wird dunkel. Sehr dunkel.

Ich übernachte bei meinen Jobs gern auf den Schiffen meiner Kunden. Gaby und Markus sind toll. Trotz aller Probleme bleiben sie ruhig und wir erzählen über ferne Küsten über murphy’s law, das auf Schiffen nun mal gerne mitsegelt. Heute bin ich dran mit Kochen. Klar, ich zaubere mit Tante Green und Onkel Curry. Das beruhigt die Nerven. Mit dem iPhone habe ich ein Video gemacht von der Brummmaschine und bei VICTRON haben die, die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. „Nein, das ist nicht normal. Alles richtig installiert. Ihr bekommt sofort ein neues Gerät.“ Und ich dachte schon, ich habe Tomaten vor den Augen. Prost. Jetzt schmeckt der Wein wieder. Gaby und Markus auch.

Anderer Schauplatz. Da man öffentliche Medien ja nun nicht mehr lesen kann, aufgrund der andauernden Horrornachrichten, möchte ich an dieser Stelle mal auf die Glüxspiraten verweisen. Eric hat einen tollen Törnbericht mit der MARLIN online gestellt. Auch gibt es ein Podcast mit dem Interview mit mir. Nein Eric, ich habe mir das nicht angehört, ich will es auch nicht hören, was ich wieder so erzählt habe. Hast Du toll gemacht, aber es ist damit, wie mit den Photos von einem selbst. Da geht man so kritisch dran.


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Wohin geht der Weg?

Lena und ich

Nathalie wandert mit Maya die Berge rauf und runter zum Kloster Llub. Micha und Lena sind nicht so die Bergwanderer. Also trennen wir uns mal für einen Tag und gehen different ways. Ich fahre mit Lena nach Pollença an den Stadtstrand. Herrlich. Einfach nur am Strand rumhängen im flachen Wasser Schlammschlachten verlieren, Frisbee spielen, Sandburgen bauen und sich einen leichten Sonnenbrand holen. Das ist doch jetzt mal richtig Malle – Oder was? Lena hat den totalen Spaß, Papa ebenso.

Unsere Kurzurlaub Tage vergehen wie im Flug. Schade. Batterien sind aber auch gut wieder aufgeladen. Ich bin mit meinem Kopf schon wieder auf der MARLIN. Checke ToDo Listen und chatte mit Tobias, der die Stellung am Ostseebad hält. Der Richtungsanzeiger auf unserer Finka zeigt auch schon nach Nord. Wenn da im Norden nur ein bisschen besseres Wetter wäre, na ja, wenigstens etwas wärmer. Hallo Frühling? Oder sollen wir den Frühling hier auf Malle einpacken und mitnehmen? Ja genau. Das machen wir so.

 


 

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Tage auf Malle

Tage auf Malle

Philosophischer Grillmaster

Trotz Sonnenschein und Malle halt. Trotz Urlaub und ohne WLAN, die Welt ist klein. Mayas Schulfreundin ist auch auf Malle mit ihrer Familie und so laden wir ein. MayaLena haben mit den befreundeten Zwillingen einen Mordsspaß im kleinen Pool unseres gemieteten Anwesens. Ich stelle mich an den Grill und verarbeite Kilos an Gambas, Merluza und Spare Ribs zu einem gedeckten Tisch voller Köstlichkeiten. Ob auf der MARLIN oder privat. Es gehört eben zu meinen Vorlieben, die ich aus Südafrika, aus Chile und Argentinien mitgebracht habe. Hier und heute habe ich einen spanischen Gasgrill zur Verfügung. Eine vollkommen neue Erfahrung. Das wäre ja auch was für die MARLIN, aber wohin damit. Am Heck hängen ja schon zwei Außenborder. Hmm. Da muss ich noch mal drüber nachdenken. Vielleicht kann ich die 3PS Seekuh ja zum Umziehen überreden. Aber wohin?

Trotz Urlaub denke ich natürlich viel über die kommende Zeit nach. Mein Betrachtungswinkel ist ja nun viel kurzweiliger geworden und der Genussfaktor steht deutlich im Vordergrund. Und ganz ehrlich, ich bin viel egoistischer geworden, in Sachen Zeit, die ich bereit bin, in irgend einer Weise mit anderen Menschen oder der Kommunikation mit ihnen zu verbringen. Was ich früher für eher schlecht empfunden habe, heute sehe ich es als mein gutes Recht: Eher mal Nein sagen. Das kommt nicht immer gut an, ist aber ehrlich. Hier in Malle habe ich Zeit mal ein bisschen die Weichen zu stellen. Wo wird der Zug in den kommenden Monaten hin fahren? Das war in den letzten Monaten sehr fremdbestimmt und das war mein größtes Problem. Nun stehe ich wieder am Steuerstand und muss mit dem persönlichen Treibstoff deutlich ökonomischer umgehen. Eine vollkommen neue Herangehensweise. Ich muss meine persönlichen regenerativen Energien wiederfinden. Am besten klappt das bei Segeln. Das kann und will ich vermitteln, meinen Mitseglern und Kunden. Woraus ich wieder Energie bekomme.


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Tage auf Malle

Philosophischer Grillmaster

Trotz Sonnenschein und Malle halt. Trotz Urlaub und ohne WLAN, die Welt ist klein. Mayas Schulfreundin ist auch auf Malle mit ihrer Familie und so laden wir ein. MayaLena haben mit den befreundeten Zwillingen einen Mordsspaß im kleinen Pool unseres gemieteten Anwesens. Ich stelle mich an den Grill und verarbeite Kilos an Gambas, Merluza und Spare Ribs zu einem gedeckten Tisch voller Köstlichkeiten. Ob auf der MARLIN oder privat. Es gehört eben zu meinen Vorlieben, die ich aus Südafrika, aus Chile und Argentinien mitgebracht habe. Hier und heute habe ich einen spanischen Gasgrill zur Verfügung. Eine vollkommen neue Erfahrung. Das wäre ja auch was für die MARLIN, aber wohin damit. Am Heck hängen ja schon zwei Außenborder. Hmm. Da muss ich noch mal drüber nachdenken. Vielleicht kann ich die 3PS Seekuh ja zum Umziehen überreden. Aber wohin?

Trotz Urlaub denke ich natürlich viel über die kommende Zeit nach. Mein Betrachtungswinkel ist ja nun viel kurzweiliger geworden und der Genussfaktor steht deutlich im Vordergrund. Und ganz ehrlich, ich bin viel egoistischer geworden, in Sachen Zeit, die ich bereit bin, in irgend einer Weise mit anderen Menschen oder der Kommunikation mit ihnen zu verbringen. Was ich früher für eher schlecht empfunden habe, heute sehe ich es als mein gutes Recht: Eher mal Nein sagen. Das kommt nicht immer gut an, ist aber ehrlich. Hier in Malle habe ich Zeit mal ein bisschen die Weichen zu stellen. Wo wird der Zug in den kommenden Monaten hin fahren? Das war in den letzten Monaten sehr fremdbestimmt und das war mein größtes Problem. Nun stehe ich wieder am Steuerstand und muss mit dem persönlichen Treibstoff deutlich ökonomischer umgehen. Eine vollkommen neue Herangehensweise. Ich muss meine persönlichen regenerativen Energien wiederfinden. Am besten klappt das bei Segeln. Das kann und will ich vermitteln, meinen Mitseglern und Kunden. Woraus ich wieder Energie bekomme.

 


 

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Über die Serpentinen

Und noch eine

Mallorcas Küstenstraßen im zerklüfteten Nordwesten laden zum Fahren mit Spaß ein. Nach einem Kaffee in Soller heißt unser heutiges Ziel Torrent de Pareis, ein berühmte Badebucht. Die letzten Meter geht es durch einen Tunnel, danach blaues Wasser was zum Baden einlädt „Komm Papa, wir gehen schwimmen.“ Lena zieht mich zum Strand. Das Wasser ist schweinekalt. Aber: Die Sonne scheint. „Lass uns nicht nachdenken. Einfach fallen lassen. Komm. Bis da vorne schaffen wir es.“ Lena springt ins Wasser. Laut schreiend und pustend schwimmen wir los. Wir haben einen Mords Gaudi. Nathalie und Maya liegen lieber am Strand.

Den weiteren Tag verbringen wir in den Serpentinen. Kurve rechts. Kurve links. Malle halt. Das schönste: Die Sonne scheint. Und das ständig und stetig. Jeden Tag. Täglich schaue ich auf den Windfinder um die Lage von Tobias und der MARLIN in Flensburg zu checken. Sonntag war es schön. Es folgen Regentage. Westwind. Flensburg. Nun. Wir genießen jeden Tag, jede Stunde, den wir hier unser lokales mediterranes Wetter haben.

 


 

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Spanische Entschleunigung

Spanische Entschleunigung

Es ist wie es immer schon war

Den Sonntag verbringen wir faul auf unserer Finka. Ich falle immer wieder mit MayaLena in den doch noch recht kühlen Pool. Mit uns leben auf dem Landgut noch 30 Hühner, ein paar Enten, ein Hund und der Besitzer, der mallorcinisch wortkarg einmal am Tag zur Essensausgabe der Tierwelt vorbeischaut. Tiererlebniswelt für Lena. Die Sonne scheint mal wieder, Maya holt sich einen dicken Sonnenbrand, Micha’s große Küche direkt an der Terrasse lädt zu Spare Ribs mit Salat und entsprechenden Getränken ein. Es lässt sich aushalten.

Mit den letzten Sonnenstrahlen verschlägt es uns nach Muro, dem nächsgelegenen Dorf. Hier sind keine Touristen. Spanisch einfältig, spielen hier die Alten Karten in den Bars oder laufen am Stock um die Kirche, ein einsamer Dorfpolizist kontrolliert den Dorfplatz davor und die pubertierenden Jugendlichen tauschen kleine Plastikpäckchen mit Marihuana vor dem nächstgelegenen Kiosk ungeniert direkt vor meinen Augen. Ich bekomme aber nichts ab frage auch nicht nach. „Hi!“, haucht eine vierzehnjährige mit schiefen Zähnen zu mir. „Hola!“, versuche ich ebenfalls cool rüberzubringen. Für einen kurzen Moment lachen wir uns an, dann ist der Moment der Kommunikation schon wieder vorbei. Mit ihren rot geschminkten Kumpaninnen zieht sie Leine, MayaLena packen meine Hand und ziehen mich weiter ins nächste Cafe. Spanien halt. Eigentlich viel mehr mein Land. Ich hätte damals vor 30 Jahren hier bleiben sollen.


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Malle halt

Sun is shining. Bild ohne MARLIN.

Die Sonne scheint in Malle Deutschland heute schon wieder. War ja auch so gebucht. Im BILD heute Meer ohne MARLIN. MARLIN – Wo bist Du? Da hilft ein Click auf die AIS App auf dem iPhone. Uns MARLIN ist zu Hause an der Förde und Bootsjunge Tobias ist eingezogen für die Zeit unseres Urlaubs. Wir liegen am Strand der Cala Figuera, lassen die Zeit Zeit sein, schauen auf das Türkise Wasser, die Schatten der Felsen und genießen jede Minute. Wieder Vitamin D. „Was bewirkt eigentlich Vitamin D?“ „Zum Beispiel die verbesserte Aufnahmen von Calcium in die Knochen.“ Mein sprechendes Lexikon Nathalie liegt neben mir. Lena geht schwimmen. „Ist das nicht kalt?“ „Ja, aber ich muss mal und wohin soll ich sonst gehen.“ Nun. Wir sind nicht alleine, aber voll ist es auch nicht im Cala Figuera. Der Weg hierher war allerdings recht beschwerlich. Hunderte, ja tausende von Rennradfahrern, die Besitz von der Straße genommen haben. Erst habe ich gedacht, es handelt sich um ein Rennen. Tour de Malle – oder so. Aber dem ist nicht so. Am Leuchturm des Cap Formentor, der Nordspitze von Malle treffen sich die Rennradfahrer alle zum Kaffeetrinken. Klack, Klack, gehen sie mit ihren Rennradschuhen über den Steinboden zum Klo, noch nicht einmal da ziehen sie ihre Helme aus, alle in kunterbunten Kunststoff T-Shirts und engen Hosen. Jung und alt, dick und dünn, schwitzendend, riechend, mit aufgenähten Taschen auf dem Rücken und flachen Smartphones im Gestell am Lenker ihrer Carbonradrahmen. Ich muss zugeben, den Trend habe ich irgendwie verpasst. Davon wusste ich nichts, dass sich hier Tausende von Radbegeisterten treffen und um die Wette die Serpentinen rauf und runter radeln. Im Cala Figuera kommen sie nicht hin. Aber wir. Wir klettern gerne rauf und runter. Vor allen Dingen die Capitana.

Irgendwann sind auch die Sonnenstrahlen in Malle vorbei. Früher wären wir jetzt romantisch Essen gegangen. Mit Kindern macht man andere Sachen. Wir kochen besser als der Italiener und Seeteufel Rape springt dann doch gerne auf den Grill unseres Hauses. Die Zitronen kann man aus dem Fenster der Küche direkt vom Baum pflücken. Na so was. So ein Zitronenbaum hätte ich auch gerne in Flensburg oder auf der MARLIN. Aber man kann eben nicht alles haben. Irgendwann ist auch da romantischen Familienessen vorbei . Früher wären wir jetzt vielleicht tanzen gegangen. Mit Kindern in der ersten Etage sieht das anders aus. Da sitzen wir am Brunnen und trinken Rotwein mit Gasioa und Zitronengeschmack, so wie vor zwanzig Jahren, als wir noch jung und schön waren. Heute Abend reden wir darüber ob man mit meiner Diagnose besser in Flensburg sein nicht zeitlich definierbares Restleben in Krankenhausnähe verbringt oder noch mal um die Welt segeln geht oder alternativ vielleicht eine meditative Indienreise macht? Das Ergebnis der Gesprächs? Jeder von uns allen kann ja auch morgen einen Unfall haben und tot sein. Von daher. Prost. Ich nehme noch einen Schluck Roten.


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This is not Flensburg

Abgehauen

Die Sonne scheint in Malle Deutschland. Der Flug ist kurz und das Ergebnis nennt sich Urlaub mit der Familie. Ein schnuckeliges Haus in der Nähe von Muro hat die Capitana für ein paar Tage gemietet um dem Alltagsleben aus Flensburg zu entfliehen. Gelungen! Die Fischtheke des Mercadona Supermarkt bietet alles was unser spanisches Inneres verlangt. Guter, günstiger Rioja Rotwein, Gambas a la plancha, Unmengen von Salat und ich zaubere am Nachmittag eine Tortilla für meine Liebsten. Ein kleiner Pool, viel Ruhe und eben: Sonne. Viel Sonne, die Vitamin D erzeugt. Das Stoff aus dem die Zufriedenheit und Glücksgefühl geboren wird. Unsere jungen Damen springen in das eiskalte Wasser des Pools. Was brauchen wir Meer? Da werden wir morgen hin fahren. Glücksgefühl. Zeit für: Enjoy Life.

 


 

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Stand Up Paddle Surfing

Aller Anfang ist schwer

“Und? Bist Du ins Wasser gefallen?“ Nein, ich bin nicht ins Wasser gefallen und gut eine Stunde war ich mit dem SUP unterwegs um die Dyvig zu erkunden. Jetzt bin ich angefixt und morgen werde ich bestimmt harten Muskelkater haben. Bei so Flautentagen wie gestern ist das Touren mit dem SUP in den Ostseebuchten einfach der Hit. Entspannung, Urlaub und gleichzeitig Fitness. Natürlich wollte ich dann direkt das SUP mit meinem Kite Kissen bewegen. Das scheitert allerding leider an Windmangel. Nächste Mal. Wie bei allen Sportarten gibt es natürlich wieder die Profis. Wer mehr wissen will zum SUP, der schaut mal hier. Wer Lust auf auf SUP und Segeln hat, der kommt einfach mal mit auf Törn in der Ostsee.


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Dänische Schönheiten auf der Insel Alsen

Ein bisschen wie Patagonien gar nicht weit weg von Flensburg. Nkerbucht Dyvig.

“So jetzt die nächste Tonne scharf backbord liegen lassen. Gut so. Jetzt sind wir durch und drin.“ Dyvig gilt als einer der schönsten Ankerplätze Dänemarks und wir kennen ihn nun auch. Ob es der schönste Ankerplatz in Dänemark ist, wage ich zu bezweifeln, aber er ist schon wunderschön. Ich habe auf dem ganzen Törn mit Bootsjunge Tobias und Reporter Eric das Ruder so gut wie gar nicht angefasst. Die beiden machen das wirklich prima allein, in der bestimmt kleiner als 10 Meter Durchfahrt steuert Tobias sicher und gelassen durch die Fahrwassermakierungen. Es wird flach. Grade mal 3,5 Meter zeigt der Tiefenmesser in der Durchfahrt an. Wir sind früh im Jahr und das ist auch gut so, denn im Sommer kuscheln hier die Schiffe am Anker und in der Marina. Da möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie die anderen Ankerlieger schauen, wenn wir mit unserer MARLIN den Anker mitten im Ankerfeld schmeißen. Aber wie gesagt, es ist früh in der Saison und wir sind alleine, dass einzige Schiff vor Anker.

Es gibt keinen Wind und das ist auch gut und geplant so, denn endlich kann Eric sein Interview machen, aus dem ein Podcast auf seiner Seite entstehen soll. Ich bin ja gespannt wie der so wird. Tobi ist das zu langweilig: Mucksmäuschenstill sein zu müssen über anderthalb Stunden. Er freundet sich mit dem kleinen Außenborder unserer Seekuh an und erkundet das nahliegende Mjels Vig. Da sagt mir mein Gefühl, ist es denn doch etwas zu flach für uns. Mehr was für ein Ausflug mit einem unserer Standup-Paddelboards. Auch ist der Tag schon fortgeschritten, fast neigt sich die Sonne schon wieder dem Horizont zu. Nach einem Bier in der Süllkante mit meinen Freunden, verschwinde ich in der Küche und zaubere wieder einmal in der Küche. Keiner sagt was beim Essen. Ist wohl wieder mal gut. Wir verquatschen uns im Pilothaus, lassen die Aura dieses schönen Ankerplatzes auf uns wirken. Das Hotel am Ufer stört ein bisschen. Trotzdem, es ist ein bisschen wie an den nicht ganz so schönen Plätzen in Patagonien, in den Nebenkanälen des Beaglechannels. Deshalb habe ich wahrscheinlich im Interview auch viel von dieser Reise erzählt. Es geht uns allen gut, besser könnte es nicht gehen und ich genieße jede Sekunde auf der MARLIN wohlwollend.


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ROCNA hält nicht. Upps.

Wieder unterwegs.

“Ich fahr dann mal den Anker ein Chef!“, Tobias und Eric sind in die nächsten Tage mit an Bord. Das Wetter ist gut, der Frühling lässt sich blicken, also warum weiter auf Reede liegen in Flensburg? „Jou. Mach mal.“ Tobias, Bootsjunge, mangelt es noch an Praxis unter Segeln und er soll das Schiff, das Leben unterwegs, besser kennenlernen. „Dreißig Meter Kette sind drin. Aber der Anker schliddert.“ Ich komme raus und sehe das Malheur. „So schlecht kann der Ankergrund doch gar nicht sein. „Das habe ich ja noch nie erlebt. Steck noch mal 10 Meter mehr Kette.“ Auf der Karte sieht man, wie wir 80 Meter über Grund Richtung Osten gedriftet sind. Dann hält der Anker endlich, aber ich bin unklar im Kopf, tue etwas was seit Erwerb des ROCNAS eigentlich noch nie getan habe. Ich schalte den Ankeralarm am Vesper Marine AIS ein. Nacht träume ich komisch.

Eric wollte eigentlich nur ein Podcast Interview mit mir machen letzte Woche. Das ist aber aufgrund technischer Schwierigkeiten auf seiner Seite voll in die Hose gegangen. „Eric, bist Du spontan? Komm doch einfach am Sonntag mit, wir wollen ein paar Tage raus, Richtung Dänemark. Dann kannst Du mich und die MARLIN live erleben.“ Eric stutzt am Telefon. „Aehm. Ja.“ Ruhe in der Leitung. „Mann. Das ist gar keine schlechte Idee. Ich spreche mal mit Babsie und melde mich.“

Am heutigen Morgen entpuppt sich das Problem. Nachdem der ROCNA über die Wasserlinie kommt, sieht man, dass ein halber Weidezaun sich auf drübergelegt hat und den Anker am Eingraben gehindert hat. „Na dann ist ja alles klar!“, wohlwollend nicke ich Tobias zu. „Die Wirkung war nur noch die eine 15kg Ankers. Hätte mich auch gewundert.“

Inzwischen ist Eric an Bord und wir hatten gestern noch einen wunderschönen Segeltag. Das Beste war allerdings nicht Eric, sondern die neuen Bullenstander, die jetzt die MARLIN zieren. Statt einer, der immer, egal welches Wetter und wie viel Welle von bb nach stb und umgekehrt gesetzt werden musste, haben wir jetzt zwei, die einfach nur entsprechend des Segelbugs achtern dicht geholt werden. „Wat für nen Luxus!“ Die Konstruktion ist perfekt und sicherer für die zukünftige Crew. Es muss nach dem Halsen keiner mehr auf das Vordeck.

Der Frühling bringt Sonnenstrahlen und heute leider zu wenig Wind für Rund Als. Allerdings beste Vorrausetzungen für einen Expeditionstörn in den Als Fjord. Das kenne ich noch gar nicht. Morgen mehr dazu.

Mangels Buchungen für den April werden die Törns nicht zustande kommen, wie man auf der MARLIN Buchungsseite sehen kann. Stattdessen bieten wir weitere Schnuppertörns an. Wer also an einem Wochenende schon mal mitsegeln will, der schaut am besten auf die Buchungsseite.


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