Archiv der Kategorie: Digger Hamburg

Mein Link des Tages.

Michael Schmidt über die Varianta 18 in der FAZ. Ganz wunderbare Ideen. Es gibt leider zu wenig Visionäre in der Szene.

FAZ Interview


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Ist es doch!

Hab eben wieder in einem Fachmagazin einen Bericht über Tablet-PCs an Bord gelesen. Fazit wie immer: “ein Ersatz für den Plotter ist es nicht, aber als Backup und Planungshilfe willkommen.”

Komisch. Bei mir ist das nach 2 Monaten intensiver Nutzung in der Praxis andersrum. Bei mir läuft der Plotter meist nur als Backup mit und als Reisedatencomputer.

Auf DIGGER ist das iPad ist Wetterstation, Kommunikationszentrale, Spielekonsole, PC, TV, Planungsgerät und ein ganz wunderbarer Touch Screen Plotter.

Ich kann mich aber noch dran erinnern, dass vor nicht allzu langer Zeit genauso über Plotter und GPS Handgeräte geschrieben wurde. So wie jetzt über Smartphones und Tablets. Die Branche ist und bleibt schwerfällig. Und viel zu altbacken.

Gruss von vorm iPad!

Nachtrag: Seekarten finde ich übrigens nach wie vor unverzichtbar. Darüber gibt hier auch nen Artikel.

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Puh, doch nicht.

Ich hatte schon Angst, einer Hitzewelle ausgeliefert zu sein. Zum Glück ist aber wieder das gute alte 2012-Sommerwetter zurück gekehrt. 20120706-163408.jpg

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Stand heute

Unsere bisherige Route als grobe Übersicht.

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Polly’s bester Tag bisher.

Sein Boot näher am Strand zu parken, als wir das gestern gemacht haben, geht nur wenn man strandet. Einmal über den Steg hüpfen und man ist an einem breiten Sandstrand, der auch noch ziemlich verlassen ist. Sieht irgendwie aus wie bei LOST. Die Badegäste in Øster Hurup liegen alle nördlich vom Hafen, denn da sind die Eisläden und Ferienhäuser. Hier am Südstrand ist nix. Gut für uns. Wir sind gestern  bei 3-4 Bft. hierher gesegelt. Halbwindkurs mit Strömung von vorn. Aber wenn man keinen Zeitdruck hat, ist Strömung von vorn sogar ziemlich klasse, denn man kann länger segeln. Die Einfahrt in den Hafen war bei der stärker werdenden Welle zwar ein wenig wie das Einfädeln eines dünnen Zwirns in eine Nadel, aber zum Glück haben wir die Segel erst ganz kurz vor der Hafeneinfahrt runtergeholt und es war nur kurz rollig. 5 Minuten nach dem Anlegen waren wir auch schon am Strand. Sandbank besetzt, schön im Wasser in der Brandung gelegen. Und danach Polly mit einem selbst gefundenen Tennisball lange bespasst. Ihr bester Tag bisher. Und es gab bereits viele beste Tage. Heute habe ich in beiden Armen Muskelkater. Links von der Arbeit an der Pinne, rechts vom Ballwerfen. Ich werde die Arme heute aber schonen können, denn wir haben wieder bis 6 Bft. und da modelliert das Kattegat eine Welle, die für uns nicht mehr drin ist. Ach ja, Gewitter solls auch geben. Sieht nach Hafentag aus.
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Irgendwas hat sich bei Dänen hier verändert…

In den letzten 5 Jahren hat sich in Dänemark irgendwie sehr viel verändert. Wie ich finde, nicht nur zum Vorteil. Dass es mittlerweile kaum noch Hafenmeister gibt und man stattdessen von einem Havnepenge-Automaten begrüßt wird, ist die eine Sache.

Die andere: der dänische Segler hat sich verändert.

Vor gerade mal 5 Jahren sah man auch ohne der Nationalen am Heck, welcher Nation das Segelboot sein muss, dass da gerade herein kommt. Ich fand es immer typisch, dass der Däne bis in die Box segelt. Und coole Boote hatten sie irgendwie. Klein, teilweise auch leicht angeranzt, aber saucool. Folkeboote gehörten zum Hafenbild wie Möwen. Und bei 1 Knoten Wind sah man draussen immer noch den ein oder anderen Dänen, der seinen Motor nicht benutze, sondern wohl ich Kauf nahm, dann halt erst Nachts in Dyreborg anzukommen. Egal – hauptsache Segeln. Und mit der Etap 28 gehörte ich im Hafen immer so zu den mittelgroßen Booten.

Das scheint alles Geschichte zu sein. die Bavaria-Dichte ist höher als in deutschen Charterbasen. Unter 30 Fuss sieht man nur noch selten. Eher 40 Fuss Wohnblocks. Da wo sonst eine ausgekreidete LM stand, glänzt nun die 38 Fuß Yacht mit Rollgroß und elektrischen Winschen. Mit Sektgläsern auf dem Teak-Tisch, vom Bimini-Top vor der Sonne geschützt.

Aber das allerschlimmste ist: die motoren so viel. Heute haben uns wieder 4-5 Schiffe mit der rot-weissen Heckflagge überholt – alle unter Maschine. Volle Kraft voraus. Bei halbem Wind – so 10-15 Knoten, moderater Welle, Sonnenschein. DAS perfekte Segelwetter. Und die motoren. Gestern kam uns eine Bavaria 40 Cruiser entgegen. Hat uns fast übersehen. Die hatten auch halben Wind, und hinten im Cockpit sassen 4 Leute und tranken Kaffee – mit Tischdecke. Und der (weiss qualmende) Diesel lief. Segel eingerollt.

Und die schönes Folkeboote? Verschwunden. Man sieht kaum noch welche. Ab und zu mal ein vergammeltes auf dem Winterlagerplatz. Aber unter Segeln fast gar nicht mehr.

Ich freue mich über den Wohlstand – aber in dieser Form finde ich ihn traurig.


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