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Archiv der Kategorie: Allein rund Ostsee 2011
jolågo GER 1744 steht zum Verkauf
Verkaufe mein geliebtes IF-Boot – jolågo GER 1744 -, da meine Familie nach etwas mehr Wohnkomfort ruft…
Die Entscheidung fällt mir nicht leicht, zumal die jolågo mich sicher einhand um die gesamte Ostsee und auch ansonsten immer sicher überall hin geführt hat.
jolågo ist Baujahr 1974 und verfügt über folgende Ausstattung :
Großsegel durchgelattet Pentex (2 Reffreihen) aus 2009 nur eine Saison gesegelt
Genua Square Triradial Elvström Racing aus 2009
Genua Kevlar 3DL von North aus 2008
Fock Smog Pentex von Kangaroo Sails aus 2009
sowie ein neuer Satz Dacron (2 Reffreihen) Klassenkonform von North aus 2010 ( 2 mal gesegelt )
Spinnaker ( ca 10 Jahre alt )
neue Spischoten
neue Travellerschoten
neue Genua / Fockschoten
Alle Fallen ins Cockpit gelenkt und aus LIROS Dyneema (Regatta 2000) in 2011 erneuert
Fallenstopper von easylock neu
neue Wanten mit Selden Bronzespannern aus 2010
neue, verstärkte Unter- und Oberwanten Püttinge
neuer Baum 2012
Ausreitgurte von Clownsails 2012
Seezaun inkl. Bug- und Heckkorb ( momentan nicht montiert )
Außenborder Yamaha Langschaft 4 PS 4 Takt, aus 2010 – jährlich vom Fachbetrieb gewartet
Außenborderhalterung wie bei den Nordischen Folkebooten 2011
30 Liter Kraftstofftank
Garmin GPS 60
Seefunk Standard Horizon 2010
Toplaterne mit LED Leuchtmittel
Innenbeleuchtung
Landstrom mit FI Schutzschalter und Ladegerät CTEK
Anker mit Leine
zwei voneinander getrennte Batteriekreisläufe mit je 75 Ah ( Batterien aus 2010 )
Solarpanel 50 WP
Heißgeschirr
neue Polster in 2008
Im Innenbereich verfügt der Salon über einen Navigationstisch an der Stb. Seite und einem offenen Schrank an der BB Seite, sowie einen neuen, hellen und sehr freundlichen Anstrich. Der Teppich im Rumpf wurde entfernt, innen mit Epoxy glatt gespachtelt und weiss lackiert. Die Bodenbretter sind mit einem Teakboden versehen.
Das Boot befindet sich in einem sehr schönen, gepflegten Zustand und ist in jedem Hafen ein absoluter Hingucker.
Ausreichendes Bild- und Infomaterial findet ihr unter www.allein-rund-ostsee.de
Aktueller Liegeplatz Travemünde, Probesegeln und Besichtigung bei ernsthaften Interesse selbstverständlich möglich.
Lieferung bundesweit inkl. Aufriggen nach Absprache möglich.
Weitere Infos gern unter 0179 9777844
Preis 14.000 € VB
Für einen guten Zweck…
…werde ich am Freitag, dem 25.11.2011 im Rahmen des Adventsbasars vom Ostsee Gymnasium Timmendorfer Strand, zwei 1/2 stündige Vorträge über meine Reise halten.
Der Eintritt kostet pro Vortrag 2 €, der eingenommene Erlös geht an ein Waisenhaus in Sri Lanka.

Der Adventsbasar hat sich in den letzten Jahren als weihnachtliches Highlight des OGT etabliert. Ab 15.00 Uhr bieten die Schüler, Lehrer und Eltern – schlemmen singen und spielen für einen guten Zweck ! – Gäste sind also herzlich willkommen!
Ansonsten gibt es nicht viel neues. Buch schreiben, Vorträge halten und am Samstag werde ich mal so langsam anfangen, die ersten Winterarbeiten an der jolågo in Angriff zu nehmen
Glücklicherweise ist nicht all zu viel zu tun und so habe ich beschlossen mit dem Abschleifen des Antifouling an der Kielsohle zu beginnen… An den Stellen wo ich den Kiel während meiner rund Ostsee Tour in Polen ausgebessert habe will ich noch einmal nachsehen, ob alles so hält wie es oberflächlich aussieht.
Und… die unangenehmen Arbeiten lieber jetzt als im Frühjahr, wenn es wieder schnell ins Wasser gehen soll
Am Samstag den 3.Dezember segel ich dann doch noch mal – die Eisarsch Regatta vom Lübecker Yachtclub – zum Leidwesen meiner Familie, die ja nun inständig gehofft hat, dass die gut 4000 Meilen in 2011 genug seien sollten. Mal sehen welche Segelevents vor Weihnachten noch dazukommen
Schoten dicht
jolågo und Ingo
meet the expert(s)…
… die Expertenbühne auf der Hanseboot.

Unter dem Motto Rund Ostsee werde ich ab morgen täglich -außer am 5.11.2011 -um 13.30 Uhr mit weiteren Experten auf der Hanseboot in Halle B5 über unsere Rund Ostsee Touren diskutieren. Ich freue mich auf acht spannende Tage mit vielen interessierten Besuchern und ein persönliches Kennenlernen
Die letzten Wochen waren sehr angefüllt ! Neben den ersten Vorträgen habe ich damit begonnen mein Buch zu schreiben, was mich noch einmal die letzten Monate neu erleben lässt.
Der nächste öffentliche Vortrag findet am Sonntag, dem 13.November ab 14.00 Uhr im Clubhaus der ASC/AYCS/WSVB Vereine in Olpe im Sauerland statt.

Gäste sind herzlich willkommen !
Weitere Infos findet Ihr unter der Rubrik Vorträge.
Ansonsten gibt es nicht viel neues. jolågo schlummert wohlverdient und gut verpackt im Winterlager, die ersten Eisarschregatten stehen an, die – zu meinem Erstaunen – sehr kurze to do Liste steht und die Vorfreude auf die kommende Saison beginnt langsam zu wachsen…
Glücklicher Weise liegt die Felja Finn noch im Wasser und so kam ich noch einige Male in den Genuss, die schönen Spätherbsttage mit Freunden und unter Segeln in der Lübecker Bucht zu geniessen und selbst meine Kinder und meine “nicht” segelnde Frau waren mit Begeisterung an Bord

Südöstliche Winde um die 22 Knoten, strahlend blauer Himmel und Sonne satt haben uns am letzten Sonntag einen herrlichen Segeltag beschert. Es war herrlich, mal nicht zu steuern, herrlich mal nicht allein an Bord zu sein und herrlich in dieser kühlen und sehr klaren Herbstluft durch die Wellen zu rauschen.
In diesem Sinne Handbreit und fair winds
jolågo und Ingo
erster öffentlicher Vortrag…
…am 8.10.2011 in Travemünde.
jolågo steht eingemottet und noch recht allein im Winterlager und ich widme mich der Vorbereitung erster Vorträge
Am 8.10.2011 findet um 18.00 Uhr der erste Diavortrag zu meinem Segelabenteuer allein rund ostsee 2011 in den Räumen von Haase Segel in Travemünde statt.

Da der Eintritt frei ist, uns jedoch nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen, ist eine Voranmeldung über das u.g. Formular oder telefonisch unter 0179 9777 844 zwingend erforderlich.
[contact-form]schöner Abschluss…
…letztes Wochenende bei der Gemeinschaftswettfahrt der Travevereine.
Die letzte Woche war sehr komisch für mich. Zum einen da ich geistig noch nicht so richtig angekommen bin und zum anderen, da der Rhythmus zuhause komplett anders ist als in den vergangenen Wochen. Ziemlich viele Probleme hatte ich in den ersten Tagen beim Autofahren, die Geschwindigkeit, die Scheibe vor meinem Gesicht und die vielen anderen Autos um mich herum haben mich anfangs total irritiert
Nach so langer Zeit Einhandsegeln bleibt dann die Frage ob ich überhaupt noch Teamfähig bin… Während meiner Reise hatte Thomas bei seinem Besuch ja moniert, dass ich alle Einstellungen noch einmal nachbessere und permanent ins Segel, in die Pinne oder sonstige Manöver eingegriffen habe
Die beste Möglichkeit, dies in Erfahrung zu bringen, bot mir die Gemeinschaftswettfahrt der Travevereine, auf welche ich mich sehr gefreut habe.
Leider waren die Winde am Samstag so gar nicht IF-Boot freundlich. Mit gut 2,15 Tonnen braucht die kleine schon etwas mehr Wind um in Fahrt zu kommen.

Dazu kam dann auch noch ein völlig verkorkster Start und als dann an der Luvtonne wegen völliger Flaute kein Ruderdruck mehr zu spüren war, wuchs die Hoffnung, dass die Regattaleitung das ganze wegen der vorherrschenden Flaute vorzeitig beendet…
Wir wollten jedoch das beste draus machen und wenigstens das schnellste der drei gestarteten IF-Boote sein

Eine nicht so einfache Sache nach dem fatalen Start und der Tatsache das die vienna calling bereits an der ersten Tonne um gut fünf Bootslängen vor uns war und während wir in völliger Flaute dümpelten, hatten Max und sein Vorschoter dann ein Windfeld nach dem anderen auf ihrer Seite
Ruhig bleiben und taktisch agieren, wenig bewegen, Segel offen fahren und möglichst weit nach Luv gehen um keine Windabdeckung der Konkurrenz zu bekommen – dies waren die Tipps meiner Segelfreunde und vom schwedischen IF Båtförbundet und … sie sollten Recht behalten !
Unmittelbar vor der zweiten Tonne hatten wir die vienna calling gepackt, jetzt blieb noch ein nordisches Folke und ein Danboot 28 in unserer Gruppe. Das Danboot hatten wir recht schnell, jedoch müssen wir denen laut Yardstick vergüten. Das nordische Folkeboot war dann die etwas härtere Nuss, die es zu knacken galt. Immer wieder versuchen wir an Luv zu überholen, ohne Chance. Da wir nichts zu verlieren hatten, bin ich dann gut 2 NM vor der Ziellinie abgefallen um den Windschatten auszuweichen und dann an Lee zu überholen.
Die Rechnung geht auf und wir gewinnen auf jolågo die Wettfahrt in Gruppe 2 und werden schnellster Langkieler mit Yardstick über 112. Die Freude ist riesig und das Ergebnis ist ein toller Abschluss von der für mich bislang schönsten Segelsaison .
Gestern musste ich dann ein Versprechen einlösen, welches ich meiner Frau und meinen Kindern gegeben hatte… Für jolågo ist diese Saison zu Ende ! Sie wird ins Winterlager gebracht, gekrant und geht in die mehr als wohlverdiente Winterpause.

Beim Kranen blieben vier ungläubige Eigner und die beiden Brüder von der Trave Werft mit offenem Mund vor dem Unterwasserschiff der jolågo stehen.
Der Grund : Keine einzige Pocke am Rumpf !

So etwas habe ich noch nie erlebt, der Non Stop Unterwasseranstrich von Jotun hat sich extrem gut bewährt ! Und – auch die Kielreparatur meiner polnischen Freunde hat perfekt gehalten, wegen der Kälte und der kurzen Aushärtezeit waren wir seinerzeit etwas skeptisch…
Im Winterlager werden dies Jahr nur einige Kleinigkeiten im Innenausbau, nach dem Vorbild des für mich schönsten deutschen IF-Boot, verändert. Dieses Boot gehört meinem Segelfreund Frank, der umsteigen will und seine Aiolos gegenwärtig zum Verkauf anbietet
Das Boot ist komplett erneuert wurden, mit extrem viel Liebe zum Detail restauriert und mit seiner Segelgarderobe und den Veränderungen zu 100% auf Regatten getrimmt.
Übrigens verkaufe ich folgendes Equipment nach meiner Ostseereise :
- zweiflammiger Petroleumkocher Optimus
- Seekartensatz komplette Ostsee
- Windpilot Pacific Light
- aktiver Radarreflektor X-Band von sea me
Details zu Preisen und weitere Infos erhaltet ihr gern per Mail an ingo@jolago.de oder unter 0179 9777 844
So, nun werde ich mich meinem Glas Rotwein widmen und aus dem schönen, trocknen und warmen Wohnzimmer heraus dem Regen lauschen
Handbreit und fair winds
jolågo und Ingo
Mission accomplished …
noch nicht ganz
Meine Frau und meine Kinder konnte ich bereits am Freitag Nachmittag in die Arme schliessen und gemeinsam haben wir einen sehr schönen Tag in Neustadt verbracht. Während meine Frau mit unserem jüngsten dann abends wieder nach Hause fuhr, verbrachten mein großer Sohn und ich wie geplant einen letzten Abend an Bord um am kommenden Tag gemeinsam die letzten Etappe in meinen Heimathafen zu segeln.
Am Samstag früh erklingt aus dem I Phone Nana Mouskouri´s Hit “Guten Morgen Sonnenschein” – was für uns bedeutet : aufstehen, auch wenn der Tag nach allem anderen als Sonnenschein aussieht
Gegen 8.00 Uhr ging es erst einmal in den Neustädter Rundhafen, wo Thomas und seine Crew von der Schnussi III auf uns warteten um uns zu einem lecker Frühstück, das letzte auf dieser Reise, zu begrüßen.
Das Frühstück auf der Schnussi III tat sehr gut und anschliessend ging es dann auch los. Bei raumen Winden um die 14 – 17 Knoten Wind ging es direkten Kurs Travemünde. Magda, Dietmar, Thomas und Nils kamen uns bereits unmittelbar an der Ansteuertonne Neustadt mit der Felja Finn entgegen und haben uns den gesamten Weg begleitet. Leider war diese letzte Etappe von einem ekelhaften Sprühregen begleitet sehr feucht, umso besser jedoch das ich für diese letzte Etappe meinen Sohn als Steuermann hatte und mich so sehr entspannt Travemuünde entgegen segeln lassen konnte

Gegen 12.00 Uhr kam uns dann auch noch Tom mit seiner Pangea, einer Alpha 32, entgegen und begleitete uns ebenfalls auf den letzten Metern
Die Freude ist sehr groß als wir die Travemünder Mole passieren und ich hier nach fünf Monaten und 3500 NM meinen Ausgangskurs kreuze. Freudentränen laufen über meine Wangen und ich denke an die vielen tollen Erlebnisse, die netten Menschen die mir begegnet sind, die vielen Unwegbarkeiten die mir auf meiner Reise passiert sind, die unbequemen Wege die ich teilweise gegangen bin, die einsamen Entscheidungen die ich treffen musste und die Grenzen, welche ich immer wieder überwinden musste. Es sind Freudentränen und – einen Moment halte ich inne !

Die Freude über unseren Empfang ist riesig, auf der Pier des Fischereihafens warten neben Familie und Freunden auch einige Vertreter der regionalen Presse und einige Vereinskameraden um mich im mittlerweile strömenden Regen willkommen zu heissen.

Nach einigen Interviews und einem kurzen Aufklaren der jolågo ging es dann auch prompt nach Hause, wo meine Frau eine tolle Willkommensparty mit unserer Familie, Nachbarn und den engsten Freunden organisiert hat. Pünktlich zum Beginn der Party kommt die Sonne raus und es herrscht bestes Wetter

Nun sind einige Tage vergangen und ich merke, dass ich zwar körperlich anwesend bin, mein Geist sich jedoch noch irgendwo draussen auf unserer Ostsee befindet. Ein Sprichwort der Indianer sagt :
“Der Körper reist schneller als der Geist”
Nach dieser Reise kann ich das nur bestätigen !
Die letzten Tage habe ich damit verbracht, jolågo von allem Reiseballast zu befreien, Rettungsinsel runter, Klamotten raus, Lebensmittel raus, Hochsee Equipment demontieren usw… Schliesslich wollen wir am Samstag noch die Gemeinschaftswettfahrt der Travevereine segeln
Was wird jetzt aus dieser Seite ?
Ich werde diese Seite weiter pflegen ! Es wird Infos zu meinen Vorträgen geben, ich werde über meine Gefühle und Erfahrungen des wieder einlebens und auch über meine künftigen Törns auf der Ostsee werde ich berichten.
Das nächste Projekt ist bereis in meinem Kopf und St Petersburg steht auch noch auf dem Plan ! Es bleibt also spannend
Bis dahin möchte ich mich noch bei allen Lesern für die netten Mails und die vielen motivierenden Worte, insbesondere in den letzten Tagen, bedanken und freue mich den einen oder anderen von euch auf einen meiner künftigen Vorträge persönlich kennen zu lernen.
Handbreit, fair winds und am Samstag hoffentlich eine gute Platzierung
jolågo und Ingo
