Archiv der Kategorie: Yachtblick

Wing ist King – jetzt auch auf Mirabaud LX

Der Genfer Segler und Ingenieur Thomas Jundt hat am Mittwochabend im Segelclub Société Nautique de Genève die 2011er Version seines experimentellen Segelboots, der Mirabaud LX, vorgestellt.

Die Mirabaud LX, ein offenes Segelboot in Karbonbauweise, verfügt nun über einen Flügelmast der neuesten Generation, vergleichbar – dieselben Proportionen – mit jenem Flügelmast, mit welchem der letzte America’s Cup gewonnen wurde, sein stehendes Gut ist dasselbe wie bei den C-Class Katamaranen, die den „Little America’s Cup“ aussegeln.

„Ich verfolge die Entwicklung der Flügelmasten schon seit vielen Jahren“, erklärte dazu Thomas Jundt. „Heute ist ein solcher Flügelmast, wie wir ihn für die Mirabaud LX konstruiert haben, dank der technischen Weiterentwicklungen im Materialbereich Realität geworden. Die ersten Tests, die wir vergangene Woche auf dem Genfersee gemacht haben, waren erfolgreich, und so freuen wir uns nun darauf, eine neue Saison mit neuen Herausforderungen und Rekordjagden in Angriff zu nehmen.“

Die Mirabaud LX ist das zweite Segelboot auf dem Genfersee, welches über einen Flügelmast verfügt. Sie ist die Nachfolgerin der berühmten Altaïr XII von Philippe Stern, welche vor nunmehr 19 Jahren erste Rekordjagden versucht hatte.

„Die enormen Fähigkeiten von Thomas Jundt und seinem Team, stetig neue High-Tech Technologien zu erforschen, zu entwickeln und umzusetzen, erstaunen uns immer wieder“, erklärte Antonio Palma, Kommanditgesellschafter und CEO von Mirabaud. „Ich freue mich schon jetzt darauf, die Mirabaud LX mit ihrem neuen Flügelmast auf dem Wasser zu sehen. Die Saison 2011 kündigt sich erneut voller Spannung und Leidenschaft an.“

Die Mirabaud LX, die erstmals im April 2008 vorgestellt wurde, hat über die Jahre stetig Neuerungen und Weiterentwicklungen erfahren. Dazu gehören: neue Schwimmer, neue Segel, neue Hydrofoils sowie weitere, zum Teil nach aussen hin nicht wahrnehmbare, Verfeinerungen an der Gesamtstruktur des Bootes. Sie ist heute – zusammen mit den Moths (ein Einhandsegelboot) – das einzige Hydroflügel-Boot auf dem Genfersee, welchem es gelungen ist, seine Ziele umzusetzen, Regatten zu gewinnen und Rekorde zu brechen.

Die Mirabaud LX hat in der Saison 2010 in ihrer Kategorie die mythische internationale Geschwindigkeitswoche in Weymouth gewonnen, indem sie über eine Distanz von 500 Metern eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 23–24 Knoten erreichte mit Spitzen von bis zu 25,8 Knoten. Des Weiteren hat sie in der Kategorie Einrumpfboote im Jahr 2009 die klassische Regatta Genf-Rolle-Genf gewonnen und mit einer Siegerzeit von 3h 43’ und 47’’ einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt, wahrlich ein historischer Sieg!

Thomas Jundt wird auch im Jahr 2011 in der gewohnten Teamzusammensetzung segeln, dazu gehören der Steuermann Antoine Ravonel und der Vorschiffmann Eric Gobet.

Dank der Steifheit ihrer Konstruktion ist das Boot perfekt aerodynamisch, sein Flügelmast verbessert die Leistungsfähigkeit des Segelbootes ganz entscheidend. Zugleich ist dieses High-Tech Boot die Umsetzung einer veritablen technologischen und logistischen Herausforderung. Die perfekte Handhabung indes wird noch einiges an Zeit, Geduld und Fingerfertigkeit benötigen.

Wir hatten den Film hier schon einmal, doch sollte euch die Mirabaud LX noch nicht vertraut sein, ist dieser Film euer Einstieg in das Thema:

Weitere Artikel zum Thema:

Read more

ISAF bestätigt Bootsklassen für RIO 2016

Der folgende Bericht stammt aus der Feder von Roland Gäbler, der in Bezug auf die ISAF Entscheidung zu den olympischen Spielen, als Tagessieger, hervor geht. Wo viel Licht ist, ist auch Schatten und wo es Sieger gibt muss es auch Verlierer geben. Auch wenn mir das Herz blutet, das Starboot ist raus!

So sehen die 10 Bootsklassen derzeit aus:

Men’s Board or Kiteboard – evaluation
Women’s Board or Kiteboard – evaluation
Men’s One Person Dinghy – Laser
Women’s One Person Dinghy – Laser Radial
Men’s 2nd One Person Dinghy – Finn
Men’s Skiff – 49er
Women’s Skiff – Evaluation
Men’s Two Person Dinghy – 470
Women’s Two Person Dinghy – 470
Mixed Two Person Multihull – Evaluation

Roland Gäber:

Der Gewinn der Tornado Segel-Weltmeisterschaft als Mixed Team ist gerade mal 9 Monate her und schon ist unser Sportart eine Olympische Disziplin. In Rekordzeit haben wir es geschafft aus einem aus einer bunten Idee eine Olympische Sportart zu machen. Noch nie in der Sport-Geschichte ist so etwas so schnell geschehen. Wir können es selber kaum glauben und sind begeistert.

Auch im Wintersport ist 3 von 6 neuen Olympia-Disziplinen ein Mixed Sport. Wenn die meisten Menschen auf der Welt als Paar zusammen Leben, warum sollen sie nicht auch zusammen Leistungssport betreiben. Es macht ja viel Spaß. Es ist emotionaler. Es spricht ein größeres Publikum an. Und on-top die schnellen Katamarane, die extreme spektakulär sind.

Es ist ein Gewinn für die Olympischen Spiele generell. In 2016 finden die Spiele in Rio de Janeiro (BRA) statt. Dort wird eine Segel-Arena erbaut. In der werden wir sicher das Publikums Magnet sein. Segeln in seiner aufregendsten Form. Frau und Mann auf einem Boot. Besser kann man unseren Sport nicht präsentieren.

Denn die Zuschauer wollen nicht nur reinen Männer- oder Frauensport sehen. Wenn Frau und Mann zusammen segeln, kommt das nicht nur sympathisch rüber, sondern spricht eine viel größere Fan-Gemeinde an.

Der Gewinn einer Segel-Weltmeisterschaft vor Travemünde im Juli 2010 als Mixed Team in der Formel-1 des Segelns vor der Männer-Elite, war für uns ein unglaubliches Erlebnis. Jetzt ist daraus eine Olympische Sportart geworden. Wir können es kaum fassen.

Weitere Artikel zum Thema:

Read more

52 % der Erde umrundet! PlanetSolar feiert Bergfest!

Hallo Yachtblicker,

Unsere Position: 21°38.225 Süd und 179°59.999 Ost bedeutet, dass wir die westliche Halbkugel überquert haben und jetzt wieder auf der östlichen Halbkugel unterwegs sind. Wir haben somit 52% des Erdglobus gerundet und dabei 14438 nm zurückgelegt, darauf haben wir richtig die Korken knallen lassen.

Da wir leider in Bora Bora mit der Reparatur des Bootes viel Zeit verloren haben, mussten wir unseren Stopp in Tonga stark verkürzen. Lediglich 24 Stunden Aufenthalt waren uns vergönnt, ich hoffe aber, dass wir trotzdem einen kleinen Denkanstoß geben konnten und den Einwohnern zumindest ein kleines bisschen helfen konnten, denn auf Tonga sind wir nicht nur mit dem Boot angereist, sondern haben einen Solargenerator der dortigen Schule gespendet.

Wir befinden uns jetzt auf dem Weg nach New Caledonia (1035nm) und haben bereits etwas mehr als 300 nm hinter uns bringen können. Das Wetter hier ist, wie schon die letzten Tage, sehr verregnet und nur wenige Wolkenlöcher sind zu finden. Die Wetterprognose sieht leider auch nicht besser aus. Sorgen macht uns gerade das Niederdruckgebiet, welches sich vor New Caledonia aufbaut, in unsere Richtung zieht und den Himmel komplett dicht machen wird.

Momentan haben wir 60% in den Akkus und wir laden im Schnitt 315kw pro Tag.

Besten Grüße von der Planet Solar

Save the Future
Jens

SONY DSC IMG_0008 IMG_0011 IMG_0175 IMG_0619 IMG_0700

Weitere Artikel zum Thema:

Read more

Fazit von Franzi Goltz zur Semaine Olympique Francaise

Franziska Goltz

Am vergangenen Freitag endete die Semaine Olympique in Südfrankreich, in einem sehr starken Feld konnte ich nur auf dem 27ten Platz landen. Noch ist das Ergebnis nicht so wichtig, außerdem weiß ich, warum ich meiner Zielstellung nicht gerecht werden konnte. Noch darf man Fehler machen, im Juni muss erst alles Stimmen!

Die vergangene Woche war wieder nicht einfach. Am ersten Tag hatten wir viel Wind und ich
war guter Dinge. In beiden Rennen des Tages rundete ich die erste Marke immer in den „Top
Ten“, nur vermasselte ich es auf den Vorwinden und dann bei einem Chaosmanöver, bei dem ich
fast kenterte.

Die nächsten Tage fingen meist mit warten an. Wir schafften aber trotzdem alle 11 geplanten
Rennen, das bedeutet unter anderem, den halben Tag auf dem Wasser zu sein und sich auf immer
neue Bedingungen einzustellen.
An einem Tag segelten wir drei Rennen und jedes war anders, was die Windrichtung als auch die Stärke des Windes anging. Für mich war das zum Teil nicht wirklich einleuchtend und nur schwer einzuschätzen.

Mein größtes Manko allerdings waren meine Starts. Ohne einen vernünftigen Start kommt man
leider nicht all zu weit. Auch wenn ich mich meistens noch ganz gut retten kann, gelang es mir
leider in der vergangenen Woche nicht so gut. Die letzten Jahre der vielen Frühstarts haben wohl doch so ihre Spuren hinterlassen…

Am letzten Tag dachte ich mir nur noch, mach das Beste draus und riskier nochmal alles. Ich versuchte zwei gute Starts hinzubekommen. Im ersten Rennen wohl doch etwas zu aggressiv, holte ich mir 5 Sekunden vor dem Start eine gelbe Flagge von der Jury ein. Bedeutete also, dass ich gezwungen war, zwei Strafkringel zu machen, während alle anderen schon mal ohne mich starteten. Es war am Ende mit Abstand mein bestes Finalrennen, ich fuhr als letzte los und segelte noch als 17te ins Ziel.

Ich weiß, was ich zu trainieren habe – starten, starten, starten und nochmal starten, sich aber auch mental damit auseinandersetzten.

Die kommenden 1 1/2 Wochen werde ich wieder in Kiel trainieren, dann geht es für eine Woche zum Training nach Weymouth, wo ich mich dann mit meinem Team auf die erste Entscheidung vorbereite.

Also auf bald

Eure Franzi

1 2 3 4 5 6 7 8 9 Franziska Goltz

Weitere interessante Artikel:

Read more