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	<title>Segel-Filme &#187; Iron Lady</title>
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		<title>Cape Hoorn gerundet!</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 02:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CREW IRONLADY</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Cape Hoorn gerundet!
This was NOT a Sunday Morning Sail!
Um 09:15 sind wir ausgelaufen um das Kap Hoorn von West nach Ost zu umrunden. Die Nacht hatten wir nun ja auf spiegelglattem Wasser in einer der hübschesten Ankerbuchten bisher verbracht. Kaum draußen, legen uns die WillyWallys schräg auf den Backbord Bug, so dass wir schon gefragt [...] <a href="http://www.ironlady.de/?p=4871">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter  wp-image-137270" title="20120203" src="http://www.segel-filme.de/wp-content/uploads/2012/02/20120203.jpg" alt="" width="600" height="360" /></p>

<h2>This was NOT a Sunday Morning Sail!</h2>
Um 09:15 sind wir ausgelaufen um das Kap Hoorn von West nach Ost zu umrunden. Die Nacht hatten wir nun ja auf spiegelglattem Wasser in einer der hübschesten Ankerbuchten bisher verbracht. Kaum draußen, legen uns die WillyWallys schräg auf den Backbord Bug, so dass wir schon gefragt haben, ob das denn nun so eine gute Idee gewesen ist auszulaufen. „35-40 Knoten aus NW! Böen mit 10 Knoten mehr. 8 Km Sicht. 3-4 Meter See aus SW.“, schreibt Nathalie den Wetterbericht von der Chilenischen Armadastation vom Kap mit. Gut, dass wir gestern Abend keinen Funkkontakt mehr hinbekommen haben, sonst wären wir vielleicht gar nicht ausgelaufen.

Gestern noch Windstille und eine Damenbrise, heute Böen, die sich gewaschen haben. Auf den 15 Meilen zum Kap, mehr und mehr Wind, mehr und mehr Welle. Ob das so eine gute Idee war? Kirmes total. Das Kap will sich noch nicht am Horizont zeigen. KLEINER BÄR tanzt einige Bootslängen hinter uns, kommt auf gleiche Höhe und gegenseitig fotografieren wir. Kleiner Bär verschwindet immer wieder bis zur Saling in den Wellentälern. Maya und Lena verschwinden mit Nathalie in den sichernen Bauch der LADY. Kalter Wind bläst mir um die Nase. Die Segel werden immer kleiner, bis ich die optimale Größe gefunden haben und finally zeigen sich die ersten Umrisse des Hoorns am Horizont ab. „Mein Gott ist das windig.“, fluche ich. Zu dem Wind kommen dicke Regenwolken die in einer irren Geschwindigkeit über uns hinwegziehen. In jeder Wolke steckt eine dicke Böe von 40 und mehr Knoten. Old LADY zieht mit ihren Relingskante durch die Wellen, Brecher waschen über das Deck. Ich verzichte auf Reffen und mit Rumpfgeschwindigkeit geht es am Wind die Wellenberge rauf, runter surfen wir mit etwas mehr.

Das Kap zeigt sich und liegt an. Langsam bewegt sich das kleine rote Schiffchen auf der elektronischen Karte. Die Wellen werden höher und höher, der Autopilot meldet sich auf immer wieder „OFF Course!“, warnt er immer wieder. Nathalies Kopf erscheint im offenen Niedergang. „Alles Klar? Brauchst Du meine Hilfe? Der Autopilot piepst! Hörst Du das?“ KLEINER BÄR tanzt wild auf den Wellenkämmen, so in etwa muss das bei uns auch aussehen. „Tsst.“ Meine Hände sind kalt. Eiskalt. Die Stumpenhandschuhe helfen, aber damit kann man die Leinen so schlecht führen, winschen und sich vor allen Dingen festhalten. Ich stehe auf den Kanten der schräg stehenden Sitzbänke. „Alles klar. Die LADY macht das.“ In Wirklichkeit zittern mir die Beine vor Aufregung. Plötzlich kommt Nathalie fast weinend aus dem Niedergang. „Arm! Ich muss in den Arm. Ich habe grade einen Kinderbeschützanfall. Alles gut? Sollen wir abdrehen?“ „Abdrehen? Wohin? Zum Horn?“

Das Innere der LADY hat sich in ein Schlachtfeld verwandelt. Bücher sind aus den Regalen gefallen. Ein Schapp hat sich entleert. Segelzeug ist aus dem Schrank gerutscht. Maya und Lena habe sich in Lee gelegt. „Was machen wir hier? Warum machen wir das?“, ich führe Selbstgespräche mit mir und mit Huhibuhu, dem eiskalten Wind aus NW Zwei Rocks liegen auf dem Weg ums Kap, die wir lieber links liegen lassen. Dann endlich können wir in kleine Schritten abfallen.
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter  wp-image-137273" title="20120203a" src="http://www.segel-filme.de/wp-content/uploads/2012/02/20120203a.jpg" alt="" width="600" height="360" /></p>
Und da ist er. „The bloddy fucking last rock of South America.” Manchmal muss man fluchen, obwohl das ja nicht Nathalies Art ist. Heute darf sie es. Der Anblick ist atemberaubend. Ich bekomme eine Gänsehaut, erst auf dem Rücken, dann an den Gliedmaßen. Ja, es hat sich gelohnt. „Mein Gott ist der schön.“ Nathalie und ich fallen uns in die Arme. „Danke, dass Du das mit mir gemacht hast!“ „Das kostet extra!“, meint die Capitana. Mehr verrate ich aber nicht. Ein totales Glücksgefühl befällt uns gleichzeitig, der Himmel tut sich auf und zirrendes Blau schenkt uns das so seltene glasklare Licht am Kap um diese Felsenkomposition zu bestaunen. Im Aufzug geht es rauf und nieder. Der liebe Gott schenkt uns 15 Minuten. Ich nehme die Pinne in die Hand und wir tanzen mit den hohen Wellen, dem Wind und dem Kap. Wunderschön. Berauschend. Ja, es hat sich gelohnt. Ja, zu Recht ist die Rundung des Kap Hoorns der Traum jedes Seglers. Der Traum ist wahr geworden. We did it!

Das Kap gibt uns Zuckerbrot und Peitsche. Nach den schönen 15 Minuten rückt eine graue Wand an und wir kommen in den Bereich der Kapwinde. Düsen-Effekt. Auf der Rückseite des Kaps gibt es die Peitsche. Regen und Böen drücken die LADY auf die Seite und in den Wellen zieht das Wasser am Deckshaus vorbei. Schräg, schräger, geht es noch ein bisschen mehr? Die Gravitation gewinnt und stellt den Mast immer wieder senkrecht. Mir läuft das Wasser der Brecher den Rücken runter bis zum Arsch. Die Segel werden immer kleiner. Reffen. Wenn der Gedanke auftaucht, sollte man diesem folgen.
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter  wp-image-137272" title="20120203b" src="http://www.segel-filme.de/wp-content/uploads/2012/02/20120203b.jpg" alt="" width="600" height="360" /></p>
Auf der Rückseite der Insel wird aus dem NW Wind mit (40 Knoten, oben an der chilenischen Station messen sie die Böen zu der Zeit mit 70 Knoten) ein am Wind Kurs. In der Bucht zum Anlanden steht der Wind voll rein. Wir verzichten auf Anlaufen und leider auch auf den Stempel im Pass und laufen unter größten Mühen den Al Paso del Mar Sur an. Zwischen der Isla Henschel und der Isla Hornos drückt es den Wind aus NW erst so richtig zusammen. Jetzt ist es nicht mehr die Welle die uns zu schaffen macht, sondern der Am Wind Kurs, das Kneifen um noch ein Grad um in den Passo einzulaufen. Es geht grade so eben noch. Im Pass soll Strom stehen, der Guard auf der Isla Hornos weiß aber nicht ob rein oder raus. Starker Strom steht bei Gorgio im Handbuch. Wir haben Glück, 50 Meter vor den Klippen wird es etwas ruhiger, zwei Knoten Strömung ziehen uns in den Paso. Wir nehmen die erste Bucht links. Kein Ankerzeichen, keine Genehmigung, keine Karte. Uns ist alles egal. „Deine Seglerbatterie war leer Papa!“, sagt Lena später. Der Anker fällt auf sieben Meter. Fallböen spielen mit der LADY. Der Anker hält. Da kommt lautes Gejubel und Geschrei aus dem Inneren der LADY. Maya und Lena springen wild auf den Polstern und feiern den Ankerfall. Ich werden Giorgio ein Mail schreiben und ihn bitten dieser namenlosen Bucht einen Namen zu geben. Caleta Mayalena!]]></content:encoded>
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		<title>Wecken</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 02:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CREW IRONLADY</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wecken
Und zum Horn
4:00 Nachdem Gestern erst mal Abwettern am Ankerplatz angesagt war, heißt es Heute:  „Wecken“ um 3:30. Das leise Geräusch von PACTOR zieht durch Boot um den letzten Wetterbericht zu bekommen, nebst dem Geruch von Kaffee und dem leisen Rauschen der Eberspächer Heizung. Draußen Sterne und Wolken die mit 15 Knoten aus West [...] <a href="http://www.ironlady.de/?p=4865">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter  wp-image-137130" title="20120202" src="http://www.segel-filme.de/wp-content/uploads/2012/02/20120202.jpg" alt="" width="600" height="360" /></p>

<h2>Und zum Horn</h2>
4:00 Nachdem Gestern erst mal Abwettern am Ankerplatz angesagt war, heißt es Heute: „Wecken“ um 3:30. Das leise Geräusch von PACTOR zieht durch Boot um den letzten Wetterbericht zu bekommen, nebst dem Geruch von Kaffee und dem leisen Rauschen der Eberspächer Heizung. Draußen Sterne und Wolken die mit 15 Knoten aus West nach Ost ziehen. Wir warten auf das erste Licht um den Weg aus der Tres Mares Bucht und den davorliegenden Kelbfeldern mit dem Track vom Hereinfahren zu finden. Die LADY ist vorbereitet für den 45 Meilen Schlag Isla Henschel, dem nächsten Wegpunkt auf der Liste, dem nächsten sicheren Ankerplatz um zum Horn zu kommen. Wir sind aufgeregt. Warum eigentlich? Haben wir schon hunderte Male gemacht. Es sind max. 20 Knoten Halbwind angesagt. Also nichts Aufregendes, aber eben doch. Wir befinden uns jetzt so weit südlich wie nie zuvor und kurz vor dem gesteckten Ziel.]]></content:encoded>
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		<title>Etappenziel erreicht</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 00:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CREW IRONLADY</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Etappenziel erreicht
Sockenlos im Cockpit
20:38 Ein anstrengender Tag liegt hinter uns. Um halb vier aufstehen, Warten auf die Dämmerung, Motoren, Segeln, wieder Motoren. Denn mitten in der Bahia Nassau, der so gefürchteten Straße, verlässt uns mal wieder der Wind. Typisch Iron Lady, motort bei Windstille durch die Biskaya, entlang der patagonischen Küste und durch die Bahia [...] <a href="http://www.ironlady.de/?p=4863">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Sockenlos im Cockpit 20:38 Ein anstrengender Tag liegt hinter uns. Um halb vier aufstehen, Warten auf die Dämmerung, Motoren, Segeln, wieder Motoren. Denn mitten in der Bahia Nassau, der so gefürchteten Straße, verlässt uns mal wieder der Wind. Typisch Iron Lady, motort bei Windstille durch die Biskaya, entlang der patagonischen Küste und durch die Bahia Nassau. Wir nutzen die Zeit, um endlich die Krabbenfalle zu Ende zu knüpfen, während die Kinder unten bei lauter Musik das hundertfünfzigste Geheimbuch basteln. Alle paar Stunden müssen wir uns bei den chilenischen Stationen melden, die allesamt ausgesprochen nett und höflich sind. Alle Sorgen und Bedenken, welche Buchten und Kanäle man nun anfahren darf, scheinen überflüssig gewesen zu sein. Hier draußen sieht man das anders, als in Puerto Williams.

Doch kaum haben wir den Kanal Bravo durchquert und die Schnauze nach West gedreht, um die Isla Maxwell und damit eine westlich von Kap Horn gelegene Bucht anzulaufen, fängt es an zu blasen. Erst 15, dann 20, dann 30, vielleicht mehr? Wir haben ja kein Windmeter, aber die See ist in Sekundenschnelle weiß, nasses Amwindsegelnmotoren. “Sollen wir nicht doch in die Caleta Martial? Gleich hier um die Ecke?“ fragen wir uns. Doch die günstigere Ausgangsposition für die Umrundung und die Tatsache, dass die Kleiner Bär dort gerade vor Anker geht, entscheiden gegen das Abdrehen. Fast zwei Stunden bolzen wir hoch am Wind gegen die einlaufende Pazifikdünung an, Fallwinde düsen die Berge hinunter, im ständigen Wechseln von Wolken und Sonnenschein leuchten die Felsen in wechselnden Farben. Dann endlich haben wir es geschafft, vor uns liegt der Ankerplatz, perfekt geschützt durch drei kleine Inselchen und einen ausgedehnten Kelpwald, das Wasser ist glatt wie ein Spiegel. Die Sonne kommt heraus während wir mit Leinen an der schon fest vertäuten KLEINER BÄR festmachen. Ohne Socken sitzen wir an Deck bei Windstille und stoßen mit Weißwein auf den Trip an. Kap Horn ist Luftlinie 12,4 Seemeilen entfernt. Was für ein Tag!]]></content:encoded>
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		<title>Beerensuche</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 14:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CREW IRONLADY</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beerensuche
Überlebenstraining
In Ermangelung eines Fernsehers müssen wir hier unten notgedrungen unser eigenes Dschungelcamp eröffnen, Reality TV zum Anfassen und Mitfrieren.
Der eingefleischte Patagoniensegler, zu denen wir uns mittlerweile zählen,  lässt sich auch von 8°C Außentemperatur nicht davon abhalten, in einer geschützten Bucht ein schönes Lagerfeuer für ein zünftiges Asado anzuzünden. Wozu hat man schließlich Technikunterwäsche, doppelwandige [...] <a href="http://www.ironlady.de/?p=4861">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-165" style="max-width:480px;" alt="" src="http://www.ironlady.de/wp-content/uploads//0/20120201.jpg" /><br />
<h1>Beerensuche</h1>
<h2>Überlebenstraining</h2>
<p>In Ermangelung eines Fernsehers müssen wir hier unten notgedrungen unser eigenes Dschungelcamp eröffnen, Reality TV zum Anfassen und Mitfrieren.</p>
<p>Der eingefleischte Patagoniensegler, zu denen wir uns mittlerweile zählen,  lässt sich auch von 8°C Außentemperatur nicht davon abhalten, in einer geschützten Bucht ein schönes Lagerfeuer für ein zünftiges Asado anzuzünden. Wozu hat man schließlich Technikunterwäsche, doppelwandige Socken, Gummistiefel, Wollmützen, Goretex und Co. den weiten Weg mitgeschleppt. In unserer Bilge lagert vakuumverpacktes argentinisches Rind, die Crew von KLEINER BÄR hat eine Lammschulter in Puerto Williams gekauft und ein paar Kartoffeln finden sich auch noch, mehr braucht der Südamerikaner nicht für ein echtes Asado. Feuerholz gibt es genug und während die Erwachsenen sich mit ausgestreckten Händen und einem Glas Roten um das Lagerfeuer sammeln, verschwinden die Kinder in das Unterholz, bauen eine typische Feuerlandhütte und spielen mit imaginärem Pfeil und Bogen Yaghan Indianer auf der Robbenjagd. Viel erlegt haben sie anscheinend nicht, denn pünktlich zum Anschnitt der saftigen Lammkeule kommen alle vier wieder angestürmt.  Das Feuer brennt schnell runter und ohne die wärmende Glut wird auch uns kalt, die Sonne geht hinter den Bergen unter und wie die Wiesel verschwinden die beiden Besatzungen wieder in ihre wohlgeheizten Höhlen, sprich Kojen. Nochmal kurz die Außentemperatur gecheckt: 3°C. Wir sind ja verrückt.</p>
<p>Heute Morgen geht es weiter mit dem Überlebenstraining. Lena hat nämlich gestern beim Landleinenmanöver mit Papa Magellan-Erdbeeren entdeckt. So heißen die wilden Beeren, die von Form und Geschmack eher an Himbeeren erinnern, während Blüten und Blätter denen der Erdbeere ähneln. Die Beeren zu ernten ist ein ziemlicher Zeitaufwand, da sie häufig tief im Moos versteckt wachsen und von außen nicht zu sehen sind. Doch Lena hat wirklich ein gutes Feld entdeckt, so dass wir eine ganze Tasse voll sammeln können. Wir sind ganz froh, dass wir nicht auf das Beerensammeln zum Überleben angewiesen sind, sondern sie dafür benutzen, Magellanerdbeeryoghurt mit Sahne herzustellen. Yummie!</p>
<p>Und wann geht es weiter? Geplant war ein weiterer Schritt Richtung Kap Horn, in den drei Stunden entfernten Puerto Torro, doch kaum haben wir Landleinen eingeholt und das Dinghi an Bord genommen, frischt der Wind auf. Es bläst konstant mit 35 Knoten, in Böen sicher mehr. Brauchen wir das? Nee, warten wir ab. Morgen sieht es gut aus, gut um die Bahia Nassau zu durchqueren, 10 Meilen näher dran wäre schön, aber zwei Stunden früher aufstehen geht auch, um 4 wird es schließlich hell. </p>
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		<title>Verliebt, Verlegt und Geankert</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 14:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CREW IRONLADY</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verliebt, Verlegt und Geankert
Fluch vom Club de Yates Micalvi
Puerto Williams sieht so aus wie man sich Ushuaia vor zwanzig Jahren vorgestellt hat. Schräge, bunt gestrichene Holzhäuser, mit Wellblech verkleidet. Nathalie und ich verlieben uns direkt in das  für uns pittoreske Wild West Städchen. Leider ist das Licht nicht gut um schöne Fotos zu machen, [...] <a href="http://www.ironlady.de/?p=4859">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-165" style="max-width:480px;" alt="" src="http://www.ironlady.de/wp-content/uploads//0/20120131.jpg" /><br />
<h1>Verliebt, Verlegt und Geankert</h1>
<h2>Fluch vom Club de Yates Micalvi</h2>
<p>Puerto Williams sieht so aus wie man sich Ushuaia vor zwanzig Jahren vorgestellt hat. Schräge, bunt gestrichene Holzhäuser, mit Wellblech verkleidet. Nathalie und ich verlieben uns direkt in das  für uns pittoreske Wild West Städchen. Leider ist das Licht nicht gut um schöne Fotos zu machen, aber dazu wird es noch einen anderen Tag geben.</p>
<p>Das ganze Hin- und Her im Club Milcavi ist vor allen Dingen mir mächtig auf den Senkel gegangen. Ständig trampelt einer über mein Vordeck, die für einen großen Kat zu klein dimensionierte, lautstarke Heizung meines Nachbars macht das im Cockpitsitzen unmöglich und 10 Euro am Tag für nix. „Brauchen wir noch was?“ „Ne, wir haben alles.“ Also schnell noch ne Dusche und Leinen los. Das Wetter für die Folgetage sieht schlimm aus. Mittwoch 40 Knoten + Böen aus West. Donnerstag Starkwind aus Nordwest. Freitag, Starkwind aus West. Moment. Wind aus Nordwest. Das geht doch, um zum Kap Horn zu segeln oder zumindest durch die Bahia Nassau.</p>
<p>Unser Ziel ist klar. Das Kap Horn. Das wo bei jedem Segler irgendwelche Gehirnzellen verrückt spielen. Und wenn man schon mal hier ist.</p>
<p>Zuerst einmal braucht man eine Zarpe, eine Genehmigung der chilenischen Hafenbehörden. Die haben wir uns gestern schon geholt. KLEINER BÄR ist auch dabei und gemeinsam segeln wir durch den Beagle Channel nach Tres Mares, einem Schlupfloch, ohne Marina, Charterbooten und teuren Drinks in der Micalvi Marinabar. Die Ankerwinsch verweigert ihren Dienst und in stürmischen Böen schmeißen wir unser Eisen erst mal auf den sechs Meter tiefen Grund. Anker hält und erst mal die Heizung an. Was wäre das Leben hier unten ohne unsere Eberspächer? Nicht vorstellbar. Maya macht Schule und Lena bringt mit mir erst mal eine Landleine aus. Das werden aber für den Wind morgen noch zwei mehr.</p>
<p>Am Ufer tauchen Pferde auf, ob wild oder nicht, können wir denn noch ein bisschen diskutieren. Heute Abend machen wir ein Feuer und schmeißen eine Lammkeule auf das Rost wenn die Glut schön rot ist und werden mit unseren gelbgrünen Kiwifreunden dinieren. So schön kann das Leben sein.</p>
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		<title>Underway to the Horn</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 14:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CREW IRONLADY</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Underway to the Horn
Damenbrise aus NW

11:00 Wir sind froh den Motor endlich ausschalten zu können. Eine leichte Brise schiebt uns unter Vollzeug Richtung Horn, besser gesagt zur Carleta Martial. Die Route ist von der chilenischen Armada streng abgesteckt und auf jeder Insel gibt es Beobachtungsposten, die die Boote via VHF anrufen. Von Freiheit ist da [...] <a href="http://www.ironlady.de/?p=4857">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Underway to the Horn</h1>
<h2>Damenbrise aus NW</h2>
</p>
<p>11:00 Wir sind froh den Motor endlich ausschalten zu können. Eine leichte Brise schiebt uns unter Vollzeug Richtung Horn, besser gesagt zur Carleta Martial. Die Route ist von der chilenischen Armada streng abgesteckt und auf jeder Insel gibt es Beobachtungsposten, die die Boote via VHF anrufen. Von Freiheit ist da nicht viel übrig geblieben. Die Armada macht das recht eigennützig, sie machen das gut, denn die vorgeschriebene Strecke ist durchaus die sicherste für all die besuchenden Yachten und ebenfalls für die Charter fahrenden. So minimiert sich der Aufwand für Rescue Einsätze.</p>
<p>Maya und Lena sitzen barfuß und im Pyjama in der Familienkuschelecke und genießen das Leben; heute ist schulfrei, Zeit zum ausgiebigen Spielen. So schön kann Segeln sein, wenn man das richtige Wetter abwarten kann. Hoffen wir, dass es für den Rest weiterhin so bleibt.</p>
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		<title>Wecken</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 08:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CREW IRONLADY</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Iron Lady]]></category>
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		<description><![CDATA[Wecken
Und zum Horn

4:00 Nachdem Gestern erst mal Abwettern am Ankerplatz angesagt war, heißt es Heute:  „Wecken“ um 3:30. Das leise Geräusch von PACTOR zieht durch Boot um den letzten Wetterbericht zu bekommen, nebst dem Geruch von Kaffee und dem leisen Rauschen der Eberspächer Heizung. Draußen Sterne und Wolken die mit 15 Knoten aus West [...] <a href="http://www.ironlady.de/?p=4855">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Wecken</h1>
<h2>Und zum Horn</h2>
</p>
<p>4:00 Nachdem Gestern erst mal Abwettern am Ankerplatz angesagt war, heißt es Heute:  „Wecken“ um 3:30. Das leise Geräusch von PACTOR zieht durch Boot um den letzten Wetterbericht zu bekommen, nebst dem Geruch von Kaffee und dem leisen Rauschen der Eberspächer Heizung. Draußen Sterne und Wolken die mit 15 Knoten aus West nach Ost ziehen. Wir warten auf das erste Licht um den Weg aus der Tres Mares Bucht und den davorliegenden Kelbfeldern mit dem Track vom Hereinfahren zu finden. Die LADY ist vorbereitet für den 45 Meilen Schlag Isla Henschel, dem nächsten Wegpunkt auf der Liste, dem nächsten sicheren Ankerplatz um zum Horn zu kommen. Wir sind aufgeregt. Warum eigentlich? Haben wir schon hunderte Male gemacht. Es sind max. 20 Knoten Halbwind angesagt. Also nichts Aufregendes, aber eben doch. Wir befinden uns jetzt so weit südlich wie nie zuvor und kurz vor dem gesteckten Ziel. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Beerensuche</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 00:38:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CREW IRONLADY</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Iron Lady]]></category>
		<category><![CDATA[News & Blogs]]></category>

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		<description><![CDATA[Beerensuche
Überlebenstraining

In Ermangelung eines Fernsehers müssen wir hier unten notgedrungen unser eigenes Dschungelcamp eröffnen, Reality TV zum Anfassen und Mitfrieren.
Der eingefleischte Patagoniensegler, zu denen wir uns mittlerweile zählen,  lässt sich auch von 8°C Außentemperatur nicht davon abhalten, in einer geschützten Bucht ein schönes Lagerfeuer für ein zünftiges Asado anzuzünden. Wozu hat man schließlich Technikunterwäsche, doppelwandige [...] <a href="http://www.ironlady.de/?p=4852">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<h2>Überlebenstraining</h2>
In Ermangelung eines Fernsehers müssen wir hier unten notgedrungen unser eigenes Dschungelcamp eröffnen, Reality TV zum Anfassen und Mitfrieren.

Der eingefleischte Patagoniensegler, zu denen wir uns mittlerweile zählen, lässt sich auch von 8°C Außentemperatur nicht davon abhalten, in einer geschützten Bucht ein schönes Lagerfeuer für ein zünftiges Asado anzuzünden. Wozu hat man schließlich Technikunterwäsche, doppelwandige Socken, Gummistiefel, Wollmützen, Goretex und Co. den weiten Weg mitgeschleppt. In unserer Bilge lagert vakuumverpacktes argentinisches Rind, die Crew von KLEINER BÄR hat eine Lammschulter in Puerto Williams gekauft und ein paar Kartoffeln finden sich auch noch, mehr braucht der Südamerikaner nicht für ein echtes Asado. Feuerholz gibt es genug und während die Erwachsenen sich mit ausgestreckten Händen und einem Glas Roten um das Lagerfeuer sammeln, verschwinden die Kinder in das Unterholz, bauen eine typische Feuerlandhütte und spielen mit imaginärem Pfeil und Bogen Yaghan Indianer auf der Robbenjagd. Viel erlegt haben sie anscheinend nicht, denn pünktlich zum Anschnitt der saftigen Lammkeule kommen alle vier wieder angestürmt. Das Feuer brennt schnell runter und ohne die wärmende Glut wird auch uns kalt, die Sonne geht hinter den Bergen unter und wie die Wiesel verschwinden die beiden Besatzungen wieder in ihre wohlgeheizten Höhlen, sprich Kojen. Nochmal kurz die Außentemperatur gecheckt: 3°C. Wir sind ja verrückt.

Heute Morgen geht es weiter mit dem Überlebenstraining. Lena hat nämlich gestern beim Landleinenmanöver mit Papa Magellan-Erdbeeren entdeckt. So heißen die wilden Beeren, die von Form und Geschmack eher an Himbeeren erinnern, während Blüten und Blätter denen der Erdbeere ähneln. Die Beeren zu ernten ist ein ziemlicher Zeitaufwand, da sie häufig tief im Moos versteckt wachsen und von außen nicht zu sehen sind. Doch Lena hat wirklich ein gutes Feld entdeckt, so dass wir eine ganze Tasse voll sammeln können. Wir sind ganz froh, dass wir nicht auf das Beerensammeln zum Überleben angewiesen sind, sondern sie dafür benutzen, Magellanerdbeeryoghurt mit Sahne herzustellen. Yummie!

Und wann geht es weiter? Geplant war ein weiterer Schritt Richtung Kap Horn, in den drei Stunden entfernten Puerto Torro, doch kaum haben wir Landleinen eingeholt und das Dinghi an Bord genommen, frischt der Wind auf. Es bläst konstant mit 35 Knoten, in Böen sicher mehr. Brauchen wir das? Nee, warten wir ab. Morgen sieht es gut aus, gut um die Bahia Nassau zu durchqueren, 10 Meilen näher dran wäre schön, aber zwei Stunden früher aufstehen geht auch, um 4 wird es schließlich hell.]]></content:encoded>
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		<title>Verliebt, Verlegt und Geankert</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 19:55:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>CREW IRONLADY</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verliebt, Verlegt und Geankert
Fluch vom Club de Yates Micalvi

Puerto Williams sieht so aus wie man sich Ushuaia vor zwanzig Jahren vorgestellt hat. Schräge, bunt gestrichene Holzhäuser, mit Wellblech verkleidet. Nathalie und ich verlieben uns direkt in das  für uns pittoreske Wild West Städchen. Leider ist das Licht nicht gut um schöne Fotos zu machen, [...] <a href="http://www.ironlady.de/?p=4849">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter  wp-image-136935" title="20120131" src="http://www.segel-filme.de/wp-content/uploads/2012/01/20120131.jpg" alt="" width="600" height="360" /></p>

<h2>Fluch vom Club de Yates Micalvi</h2>
Puerto Williams sieht so aus wie man sich Ushuaia vor zwanzig Jahren vorgestellt hat. Schräge, bunt gestrichene Holzhäuser, mit Wellblech verkleidet. Nathalie und ich verlieben uns direkt in das für uns pittoreske Wild West Städchen. Leider ist das Licht nicht gut um schöne Fotos zu machen, aber dazu wird es noch einen anderen Tag geben.

Das ganze Hin- und Her im Club Milcavi ist vor allen Dingen mir mächtig auf den Senkel gegangen. Ständig trampelt einer über mein Vordeck, die für einen großen Kat zu klein dimensionierte, lautstarke Heizung meines Nachbars macht das im Cockpitsitzen unmöglich und 10 Euro am Tag für nix. „Brauchen wir noch was?“ „Ne, wir haben alles.“ Also schnell noch ne Dusche und Leinen los. Das Wetter für die Folgetage sieht schlimm aus. Mittwoch 40 Knoten + Böen aus West. Donnerstag Starkwind aus Nordwest. Freitag, Starkwind aus West. Moment. Wind aus Nordwest. Das geht doch, um zum Kap Horn zu segeln oder zumindest durch die Bahia Nassau.

Unser Ziel ist klar. Das Kap Horn. Das wo bei jedem Segler irgendwelche Gehirnzellen verrückt spielen. Und wenn man schon mal hier ist.

Zuerst einmal braucht man eine Zarpe, eine Genehmigung der chilenischen Hafenbehörden. Die haben wir uns gestern schon geholt. KLEINER BÄR ist auch dabei und gemeinsam segeln wir durch den Beagle Channel nach Tres Mares, einem Schlupfloch, ohne Marina, Charterbooten und teuren Drinks in der Micalvi Marinabar. Die Ankerwinsch verweigert ihren Dienst und in stürmischen Böen schmeißen wir unser Eisen erst mal auf den sechs Meter tiefen Grund. Anker hält und erst mal die Heizung an. Was wäre das Leben hier unten ohne unsere Eberspächer? Nicht vorstellbar. Maya macht Schule und Lena bringt mit mir erst mal eine Landleine aus. Das werden aber für den Wind morgen noch zwei mehr.

Am Ufer tauchen Pferde auf, ob wild oder nicht, können wir denn noch ein bisschen diskutieren. Heute Abend machen wir ein Feuer und schmeißen eine Lammkeule auf das Rost wenn die Glut schön rot ist und werden mit unseren gelbgrünen Kiwifreunden dinieren. So schön kann das Leben sein.]]></content:encoded>
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		<title>Bordgeflüster</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 10:57:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bordgeflüster
Ein Tag im Club de Yates Micalvi
Ob es an den beiden Fußbädern im kalten Wasser in den letzten drei Tagen lag, oder an den neuen Zähnen, die die alten zum Wackeln bringen, wissen wir nicht, aber Fakt ist, dass nachts um drei eine glühende, schlotternde Maya zu uns in die Koje gekrabbelt kommt. Eine lebende [...] <a href="http://www.ironlady.de/?p=4845">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-136757" title="20120129" src="http://www.segel-filme.de/wp-content/uploads/2012/01/20120129.jpg" alt="" width="600" height="480" /></p>

<h2>Ein Tag im Club de Yates Micalvi</h2>
Ob es an den beiden Fußbädern im kalten Wasser in den letzten drei Tagen lag, oder an den neuen Zähnen, die die alten zum Wackeln bringen, wissen wir nicht, aber Fakt ist, dass nachts um drei eine glühende, schlotternde Maya zu uns in die Koje gekrabbelt kommt. Eine lebende Wärmflasche im Bett. Die Arme. Heute Morgen ist es nicht viel besser und so nutzen wir die natürlich gegebene Auszeit für einen arbeitsreichen Bordtag. Die Sonne scheint, schon wieder, fast unglaublich für diese Ecke der Erde, aber Berge, Täler und Städtchen müssen heute ohne uns auskommen. Während Maya, wie es so ihre Art ist, ihr Fieber weg schläft, kümmern wir uns um Fotoordner, Fotoauswahl und noch so manch andere ungeliebte Aufgabe.

Währenddessen ist mal wieder Schichtwechsel im Yachtclub, die Charterboote, die ihre Gäste wahlweise zum Horn oder zu den Gletschern bringen, müssen nach Puerto Williams um einzuklarieren, auszuklarieren oder das Cruising Permit zu beantragen. Es gibt viele Boote, die ihr Geld mit der Route verdienen, und so herrscht hier ein ständiges Kommen und Gehen. An der MICALVI, haben an Steuerbord drei, an Backbord zwei Schiffe Platz, wer danach kommt, wandert ins Päckchen. Drei, vier, bis zu sechs Yachten liegen so bunt gewürfelt nebeneinander und Leben kommt dann in die Bude, wenn die erste Yacht auslaufen will. Viel Platz zum Manövrieren ist nicht vorhanden, ganze Schiffspakete werden zusammen einige Meter verholt, um die auslaufende Yacht aus ihrem Verbund zu entlassen. Wir haben Glück und liegen als dritte Yacht an der MICALVI, Yacht Nummer eins wird gerade repariert, Yacht Nummer zwei ist die KLEINER BAER, die eh mit uns auslaufen wird. Wer an uns hängt, kann ohne unsere Hilfe von dannen ziehen. Trotzdem ist es ein komisches Gefühl, wieder auf so engem Raum zusammenzuliegen. Im Geiste schmieden wir schon Pläne für die Weiterfahrt. Dienstag vielleicht, oder Mittwoch?

Wir haben nämlich noch eine Verabredung hier, wie so viele, mit dem Kap Horn. Das Wichtigste an der Verabredung ist gutes Timing. Natürlich zu allererst aufgrund des Wetters, denn mit einem richtig guten Wetterfenster (Da ist es wieder, das geliebte Wort) könnte es uns vielleicht sogar gelingen, an Land zu gehen. Der zweite Punkt betrifft die Kreuzfahrtschiffe, denn welcher Segler, der über 25.000 Seemeilen im Kielwasser hat, bevor er diesen magischen Punkt der Seefahrt erreicht, möchte den Felsen schon gerne mit 150 Kreuzfahrttouristen in Ballonseide teilen?]]></content:encoded>
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