Monatsarchive: Mai 2017

Wetterphänomen: Hohe Flutwelle am Strand von Holland

Zwischen Zandvoort und Katwijk an der niederländischen Nordseeküste ist eine meterhohe Flutwelle auf den Strand getroffen. Dahinter steckt ein meteorologisches Phänomen. Weiterlesen

Download: das Desktopmotiv für Juni 2017

America's Cup: <p>
	Desktopmotiv Juni 2017</p>

YACHT online bietet jeden Monat ein spektakuläres oder einfach nur schönes Bild für Ihren Rechner. Hier geht’s zum Bildschirmhintergrund für diesen Monat …

Ostsee-Fjord für Feinschmecker

Das neue Restaurant Hafenheimat am Speicher 5 in Kappeln: <p>
	Das neue Restaurant &quot;Hafenheimat&quot; am Speicher 5 in Kappeln</p>

In Kappeln und Schleimünde tut sich was – Neue Hafen-Restaurants machen den Aufenthalt für Segler künftig noch attraktiver

Schweden 2

Hihi aus dem Espressohouse in Vestävik. Ich habe gerade einen köstlichen Kyckling Hickory Bagel verschlungen und dazu einen Eimer Kaffee inhaliert. Da es in der Marina mal ausnahmsweise wieder kein Internet gibt, bin ich eben in die Stadt getapert. Hier gibts gleich so viele Netzwerke, dass man gar nicht weiß, in welchen Laden man denn nun gehen soll. Zeit also, ein paar Zeilen zu schreiben. Eins vorab. Ich weiß nicht genau, wie lange der Akku des Laptops hält und schreibe daher so flink wie es geht. Sollte der Beitrag plötzlich abbrechen, wurde ich nicht erschossen, sondern mir ist schlicht und ergreifend der Saft ausgegangen. Also los …

Mein letzter Stopp im Blog war ja Kalmar mit der nervigen Kabeltrommel-Story. Nach einer bemerkenswert lauten Nacht (die Promenade scheint der allgemeine Treffpunkt für Halbstarke, Autoraser und sonstige Spezialisten zu sein) stieg ich morgens wie gewohnt ins Cockpit und staunte nicht schlecht über die allgegenwärtigen Müllberge, welche die nächtlichen Besucher hier zurückgelassen haben. Und während ich noch so staune, rückt eine kleine Putzkolonne an und macht in nullkommanix wieder klar Schiff. Ich hab das Ganze mit dem üblichen Kaffee beobachtet und überlegt, warum die doch eigentlich sehr ordnungsliebenden Schweden hier nachts so ne Sauerei veranstalten. Gestern Abend hatte ich noch eine ausgedehnte Runde mit der Kamera durch den großen Hafen von Kalmar gedreht. Dabei traf ich auch wieder auf den Segler, welcher mich bei meiner Einfahrt in den Hafen so freundlich begrüsst hatte. Da geh ich doch gleich mal hin. Der grauhaarige Lockenkopf winkt mich gleich heran und fragt, ob ich Lust auf einen Teller Spaghetti mit Tomatensauce habe. Das lehne ich zwar dankend ab, gehe aber trotzdem zu ihm an Bord. Dort werde ich erst mal von seiner lieben Hündin Jamie abgelutscht und beschnüffelt. Dann beginnt Thomas zu erzählen, dass er sich wegen meiner Filme dazu entschlossen hat Segler zu werden, alle Scheine gemacht hat und sich vor zwei Jahren dann seinen stattlichen höllandischen Segelkutter gekauft hat. Mittlerweile lebt er sogar auf dem Boot und ist ein echter Vollblut-Segler geworden. Vor sechs Wochen ist er im Ijsselmeer gestartet und nun steht er schon im Kalmarsund .. Respekt! Die ganze Geschichte macht mich ziemlich platt. Nie hätte ich gedacht, so viele Menschen mit meinen doch eher dilletantisch gedrehten Filmem zu erreichen und am Ende noch den einen oder anderen zum segeln zu bringen. Das macht mich froh, ein bißchen stolz aber auch irgendwie verlegen. Jedenfalls quasseln wir noch ein wenig, ich unterziehe Jamie einer ausgedehnten Kraul-Kur und dann verabschieden wir uns wieder voneinander. Das war wirklich nett Thomas !

Zurück zum nächsten Tag. Es geht eine gute Stunde nach dem ersten Kaffee los. Heute solls nach Figeholm gehen. Ein Name der irgendwie für komische Assoziationen sorgt. Laut Revierführer soll es auch hier schön ruhig und muckelig sein. Außerdem führt ein schönes Schärenfahrwasser zu dem kleinen Ort. Das will ich natürlich befahren und meine ersten wirklichen Schärenmeilen – möglichst unter Segeln – sammeln. Und so kommt es dann auch. Der Wind bläst erneut aus Süd und dengelt schon nach kurzer Zeit mit guten 25 Knoten von achtern. Wieder ein Kurs nur für die Genua. Schmetterling geht bei der Welle und dem Windpilot als Steuermann nicht wirklich. Ist aber sowieso nicht nötig, denn mit der großen Genua läuft Carpe auch so wie der Teufel Richtung Norden. Bei Borghholm komme ich dann an einem entsprechend betonnten Sperrgebiet vorbei. Dahinter ein imposantes Anwesen mit eigenem Bootshaus und Steganlage. „Das muss das Feriendomizil der schwedischen Königsfamilie sein“, plappere ich mal wieder mit mir selbst. Und genau so isses. Im Revierhandbuch steht nämlich, dass hier ein entsprechendes Sperrgebiet eingerichtet ist, in das man nicht einfahren sollte, wenn man keine Bekanntschaft mit dem schwedischen Geheimdienst machen möchte. Also belasse ich es bei einem staunenden Blick durch das Fernrohr. König, Königin oder einen der Sprösslinge kann ich aber nicht entdecken. Also weiter …

Es beginnt die Anfahrt ins Schärenfahrwasser. Ich bin doch ein bißchen aufgeregt, zumal ich unter Segeln da durch fahren will. Immer wieder bläue ich mir im Geiste ein: „Die grünen rechts, die roten links“. Denn man kommt in den engen Fahrwassern doch schneller Durcheinander als man es vorher für möglich hält. Am Ende klappt es aber echt gut. Kreuz und quer durch eine echte Lönneberga-Landschaft mit hunderten kleinen Inseln, schroffen Felsen und kleinen urigen Ferienhäusern gleite ich lautlos nach Figeholm. Die letzten anderthalb Meilen schalte ich dann doch den Jockel ein. So habe ich noch genug Zeit alles für den Anleger vorzubereiten. Auch hier legt man mit den quietschorangen Heckbojen an. Das klappt wieder verdächtig gut und so langsam weicht meine diesbezügliche Unsicherheit immer mehr.

Figeholm hält dann auch was es versprochen hat. Ein netter kleiner Ort, mit sehr freundlicher Hafencrew (Kaffee und Kekse inklusive), einer parkähnlichen Hafenanlage, Top-Sanitäranlagen und einer Pizzeria mit eigenem Hausbier in Spuckweite. Was will man da mehr. Hier bleibe ich doch gleich mal zwei Nächte. Denn auch wenn ich zuletzt nicht die wirklich wahnsinnig langen Schläge rausgehauen habe, merke ich die letzte Woche doch schon ganz gut. Also erst mal n büschen ausruhen. Am Boot gibts wie üblich auch was zu fummeln .. aber nix Ernstes. Den kommenden Tag verbummele ich also im Hafen, besuche ausgiebig die Dusche, lasse Drohne und Kamera fliegen und und und. Ein bißchen anstrengend ist dann noch ein Segelkollege der sich trotz leerem Hafen genau neben mich quetschen muss, mich dabei fast rammt und sein Boot anschließend so merkwürdig vertäut, dass es die ganze Zeit vom Wind auf mich getrieben wird. Mein entsprechender Hinweis wird aber geflissentlich irgnoriert und so belasse ich es eben dabei. Manchen ist halt nicht zu helfen.

Die nächste Etappe ist wieder ein überschaubare mit etwa 30 Seemeilen. Es geht nach Vestävik, einem Tipp von Schärenbsegler Claus Aktoprak. Wieder durch die Schären geht es hinaus aufs freie Wasser und hier unter vollen Segeln etwa 17 Meilen bis zur Schärenzufahrt vor Vestävik. Ein abslolut traumhaftes Fahrwasser! Oft weit und unter Segeln ohne Probleme zu managen, dann plötzlich sehr eng und das ganze umgeben von einer wahren Modelleisenbahnlandschaft. Knappe 10 Meilen geht es so noch einmal nach Vestävik, wo dann die Suche nach einem Liegeplatz beginnt. Als erstes fahre ich kurz die Vestsävik Marina an (die mittlerweile Pampas Marina heisst). Dort sieht es aber nicht wirklich schön aus. Also gehe ich erst mal auf die andere Seite der Bucht in den großen Gasthamn. Hier liegen gleich Duzende Boote längsseits an den Stegen, die normalerweise fürs anlegen mit Heckboje gedacht sind. Ergebnis .. alle halbwegs vernünftigen Plätze sind voll. Nur der Außensteg mit zentnerweise Vogelkacke und eine halbe Weltreise vom Ufer entfernt ist noch frei. Der Rest des Hafens besteht aus Stegen ohne Landverbindung und privaten Landebrücken an denen man nicht festmachen darf. „Hmmmm ….“, denke ich und fahre kurzentschlossen nochmal zurück zur Pampas Marina. Die ist zwar wie gesagt auch nicht viel schöner, aber dafür zumindest stadtnäher. Ich fahre also hinein, mache irgendwo fest und werde keine 3 Minuten später von einem Hafen-Jonny wieder rausgeschmissen. „No Gasthamn here ..“, heisst es und ich solle wieder auf die andere Seite fahren. „Mann ey ..“, meckere ich kurz und fahre wieder raus. Jetzt weiß ich auch, warum der Laden „Pampas Marina“ heisst. Um dke Ecke seh ich dann noch einen ganz kleinen Hafen mit zwei Schwimmstegen. Mir ist langsam alles wurscht weil es mittverweile auch angefangen hat zu regnen. Ich fahre also zu dem offensichtlich privaten Yachthafen und lege einfach mal an. Danach drehe ich eine Runde über den Werfthof, finde aber niemanden. „Ich bleibe jetzt einfach mal ne Nacht hier“, denke ich noch, da erscheint Magnus. Magnus ist der Hafenbetreiber und er gibt mir mehr oder weinger deutlich zu verstehen, dass er mich hier nicht gerne sieht. So ganz langsam reicht es mir hier. Zum dritten mal lege ich wieder ab und fahre wieder in den großen Gasthamn auf der anderen Seite. Es schüttet wie aus Eimern. Am erstbesten Platz mit seitlichem Schwimmfinger mache ich fest, steige von Bord und bekomme augenblicklich einen Fön. Dort steht nämlich in grossen Buchstaben PRIVAT auf dem Steg. Das kann doch wohl echt nicht wahr sein. Dennoch entscheide ich mich hier jetzt stehen zu bleiben und es drauf ankommen zu lassen. Als um halb acht der nette Hafenmeinster kommt, gibt dieser dann auch Entwarnung. Ich darf stehen bleiben und alles ist gut. Der Rest ist eine Dusche, ne Dose Schweinegulasch mit Eiernudeln und eine Cola. Denn selbst zum Bier trinken habe ich heute keine Lust mehr.

Nun werde ich heute Abend mal überlegen wie es weiter geht. Das Wetter ist gerade nicht so optimal und von daher werde ich in den kommenden Tagen wohl wieder mal eine lange Etappe Richtung Alands oder Finnland raushauen. Dort wartet am 10. Juni ja bekanntlich Viktor auf mich.

Bald mehr …Ahoi !

Havarie: Hallberg Rassy sinkt nach Wal-Kollision bei Flaute

Kollision, Wal, Schiff sinkt

Nach rauen Sturmtagen erfreut sich die Crew an ruhigen Stunden unter Motor in der Flaute. Bis ein Wal ihren Weg kreuzt. Weiterlesen

Next Generation. Zukünftige Weltumsegler.

Letzter Landgang in Dnemark

Von der Weltumsegelung trumen viele. Diese beiden jungen Menschen haben frh angefangen. Mit knapp ber 20 Jahren schon besitzen sie ein Schiff. Nun. Noch nicht ganz. Aus Karton ist es schon lange fertig, die Reinke 13M. Aber auch aus Aluminium ist der Rumpf kurz vor seiner Vollendung. “Wie knnen die sich das denn in dem Alter leisten?” Diese Frage liegt Dir jetzt auf der Zunge. Auch ich war neugierig. David war kreativ und hat zuknftige Charterreisen an Familie, Bekannte, Verwandte, Freunde und deren Bekannte verkauft, bevor das Schiff berhaupt Realitt war. Interessantes Geschftsmodell. Zwischen Vertrag und Realisation liegen ja nun mal Jahre. Aber anscheinend kann David berzeugen. Vor allen Dingen aber macht er auf mich den Eindruck, dass er sein Ziel ein Schiff zu besitzen zumindest so hartnckig verfolgt wie ich es getan habe. Stefanie, auch aus der Schweiz, untersttzt ihn tatkrftig und auch mit ihrem letzten Penny. Na dann. Dann wird das wohl klappen.Auf der MARLIN zumindest fhlen sie sich mehr als pudelwohl. David inspiziert mein Schiff bis ins kleinste Detail, immer auf der Suche nach etwas, was er noch abgucken kann, was er als Optimierung fr sein Schiff nach diesem Trn mit zu seiner Werft und nach Hause nehmen kann.

“Wollt ihr in den Hafen oder lieber vor Anker? Wenn wir morgen vor Anker liegen, werden wir einen Tag auf Legerwall liegen. Das wird ganz schn schaukeln. “Vor Anker. Am besten dort”, und zeigt auf einen Platz weit, weit weg von der Hafeneinfahrt. Ich grinse. Du gefllst mir David, denke ich mir im Stillen. Und so verbringen wir den Tag tanzend mit der MARLIN. Nun gut. So viel tanzen tut sie eigentlich nicht bei 10-15 Knoten Wind. Die Welle hlt sich in Grenzen. Gestern Abend haben wir schon das rote NAIAD Dinghy Beiboot zu Wasser gelassen und den 30PS Auenborder montiert. Mit dem neuen Kran am Radarmast jetzt ein Kinderspiel. David, sein Vater Martin und Stefanie habe wieder eine Einweisung von mir bekommen und schon mal eine Runde gedreht. Nach dem heutigen Frhstck geht es dann mit sechs Leuten im Beiboot doch in den Hafen. Am lokalen Ruderklub docken wir an und gehen auf dem Simms der hohen weien Kalkfelsen wandern, denn der Wind zum Segeln kommt erst heute Abend. David ist von mir schnurstracks zum Co-Skipper befrdert worden und wir haben gemeinsam beschlossen erst morgen frh loszusegeln. Fr die unerfahrene Crew besser so. Der mehrstndige Spaziergang tut allen gut und Ende finden wir unweit des Hafens einen gut sortierten Supermarkt. “Eigentlich brauchen wir ja gar nicht einkaufen”, vermeldet das TEAM DAVID. Dreiig Minuten spter haben alle, je zwei Einkaufstaschen voll in den Hnden. Tja. Segeln und Wandern macht eben hungrig und hungrig solle man nicht in den Supermarkt gehen.

Die Rckfahrt ber fast eine Meile wird doch feucht. Gischt kommt ber den Bug des voll besetzten Beiboots. Alle lachen. Alle freuen sich auf das Abendessen. Denn Koch Thomas und Micha kochen heute gemeinsam. Ein vegetarisches Gemseallerlei. Thomas zeigt mir ein paar Tricks aus seiner Kochzauberkiste. Dazu gibt es Kochwein. Wie alle Tage bisher endet der Tag satt, zufrieden und gut gelaunt. Ich falle zuerst in die Koje, denn TEAM DAVID beschliet am nchsten morgen um fnf aufzustehen. Sie wollen wirklich, wirklich jede Minute auf der MARLIN nutzen. Es ist Wind bis zu 35 Knoten in Ben aus West angesagt. Das wird sportlich. Na dann. Gute Nacht.

 


 

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