Monatsarchive: März 2017

Abenteuer: Matt Kent will den Atlantik im kleinsten Boot aller Zeiten bezwingen

Der Amerikaner Matt Kent will den Rekord für die Atlantik-Überquerung mit dem kleinsten Boot brechen. Er muss überwiegend im Stehen segeln und rechnet damit, zehn Kilo Körpergewicht zu verlieren. Weiterlesen

Vega VG-304

Es ist vollbracht !! Seit heute bin ich (fast) stolzer Besitzer eines russischen Vega VG-304, einem Handfunkgerät speziell für die russischen Binnenfunk-Frequenzen. Am Ende hat dann plötzlich doch alles sehr schnell und unkompliziert geklappt. Schuld daran ist mein Facebook-Kontakt Michael. Seines Zeichens Schweizer und zur Zeit wohnhaft in Moskau. Er hat das mal eben in die Hand genommen und schon heute das Gerät geliefert bekommen. Klasse ! Der nächste Glücksfall ist, dass Michael in der kommenden Woche nach Europa reist und so auch den Transport der Funke übernehmen kann. Man muss eben nur die richtigen Leute kennen. DANKE Michael !!

Heute war übrigens die erste Kontrolle nach der Tumor-OP in Bonn. Alles gut soweit, keine Entzündungen oder sonstige Komplikationen. Wenn`s so bleibt, sollte ich bald wieder fit sein und kann mich dem Tiger widmen. Ahoi !

Maxi Trimaran: 32 Meter Einhand-Monster auf Flügeln – Seb Josses neues Spielzeug

Gitana

Die nächste verrückte Phase in der Entwicklung des Einhand-Segelns ist eingeläutet. Das Gitana Team will mit dem Maxi-Trimaran für Seb Josse das Geheimnis des Hochsee-Foilings knacken. Weiterlesen

Neue Perspektiven

Liebe Leser, unsere Inseln der Exumas sind so mit Abstand das Schönste, was wir kennen. Die Sandbänke, das türkise Wasser, die Wracks und Riffe, … Als wir vor etwa einem Jahr aber einmal mit einer Propellermaschine von Staniel Cay nach Nassau…

Mein Winterprojekt: Das neue Teakdeck

Ich gehöre zu den Menschen die auch im Winter ihr Boot nicht lange alleine lassen können. Manchmal habe ich fast das Gefühl ich verbringe fast genau so viel Zeit in der Winterlagerhalle wie im Hafen. Oft sitzt man auch einfach nur auf dem Boot rum, beschäftigt sich mit sinnlosen „Arbeiten“ und träumt dabei vom letzten und vom nächsten Sommer. Trotzdem fließt aber auch jeden Winter richtig viel Arbeit ins Schiff. Mindestens ein großes Projekt nehme ich mir jeden Winter vor, und habe die Nonsuch so in den letzten Jahren zum echten Schmuckstück gemacht. Zumindest finde ich das ;)

Dieses Jahr war dann mal wieder ein richtiger Hammer dran. Das Teakdeck der Nonsuch hat mit den Jahren gelitten. Immer öfter trocknete es nach Regen und Tau unregelmäßig, es blieben kleine Feuchtigkeitsnester an den Rändern einiger Fugen. Ein sicheres Zeichen, dass die Fugenmasse hier ihre Haftung verliert. Wenn das Deck nicht leiden und Feuchtigkeit in den Unterbau sickern soll muss jetzt was passieren. Also stand die Erneuerung des Decks mit neuen Fugen, neuen Schraubenpropfen und allem Pipapo an. Da ich selbst im Internet nur wenige brauchbare Anleitungen gefunden habe möchte ich hier für Nachahmer mal einen kleinen Überblick über den Aufwand, einiges an  benötigtem Spezialwerkzeug und die Arbeitsschritte geben. Ich habe als ambitionierter Hobbyhandwerker etwa 8-10 volle Wochenenden für die Arbeiten ohne Trödeln gebraucht. Eine leere Halle ist von Vorteil, denn dann hört niemand die vereinzelten Flüche und Verwünschungen. ;)

Zuallererst müssen sämtliche Beschläge abgebaut werden und die alte Fugenmasse raus. Es gibt viele Meinungen wie das am Besten funktioniert, doch für mich hat am Ende eine Kombination des elektrischen Fein Multimasters mit dem Fugenmesser und einem Anschlag zur sauberen Führung und einem speziellen Fugenhaken gut funktioniert. An engen Stellen wie den Butten auf dem Vordeck kam zusätzlich noch ein Skalpell zum Auftrennen und ein Dremel zum Einsatz. Am wichtigsten war letztendlich jedoch der Fugenhaken. Dieser hat 3 scharfe Kanten und funktioniert wie eine Mischung aus Unkrauthaken und Hobel. Vor allem für exaktes Arbeiten und ein leichtes tiefer Hobeln der Fugen ist der Fugenhaken fast unverzichtbar für diese Arbeiten. Sollten die Fugen flächendeckend weniger als etwa 4mm Tiefe haben kommt man um den Einsatz einer Oberfräse kaum herum, da die Fugenmasse für eine gute Haftung mindestens diesen Platz an Klebefläche braucht, für partielle Vertiefungen wie bei mir hat die Methode mit dem hobelnden Fugenhaken allerdings gut funktioniert. Für die Vorbereitung habe ich am Ende etwa 5 Wochenenden, also den Großteil der Zeit gebraucht.

Danach kommt die Vorbereitung für die neue Fugenmasse. Zuallererst müssen jetzt die Flanken der Fugen von letzten Rückständen der alten Fugenmasse befreit und geschliffen werden um eine gute Haftung der neuen Masse sicherzustellen. Auch hier hat sich wieder eine Kombination aus Maschinen- und Handarbeit bewährt. Ein Schleifaufsatz für den Multimaster und ein spezieller Schleifklotz zum Anschleifen der Fugen kamen zum Einsatz. Letzterer genau wieder wie der Fugenhaken ein Spezialwerkzeug welches man vermutlich selten sonst brauchen wird, für diese Arbeiten aber fast unverzichtbar ist. Gleichzeitig habe ich es für sinnvoll gehalten das Deck bereits jetzt einmal grob anzuschleifen. Beim Neuverfugen arbeitet man großzügig und mit viel Überstand und die Fugenmasse könnte sich in die durch Abnutzung und Verwitterung entstandenen Riefen im Holz setzen. Das später wieder rauszukriegen wird deutlich anstrengender als das Holz vorher etwas zu glätten. Also erst mal ein schneller Schleifgang. Außerdem kann man dann auch besser abschätzen wieviele Teakpropfen neu zu setzen sein werden, da einige bestimmt jetzt noch wegfliegen werden.



Anschließend werden die Fugen mit Aceton entfettet. Auch hier hilft der Fugenschleifklotz „Seam Sander“ oder alternativ ein Esstäbchen aus Holz weiter, da hiermit recht leicht ein mit Aceton getränkter Lappen durch die Fugen und wirklich bis in die letzte Ecke geführt werden kann. Als letzter Vorbereitungschritt wird nun ein Fugenband in die gesäuberten Fugen eingelegt. Dieses dient dazu zu verhindern, dass die Fugenmasse auch am Boden haftet. Dadurch kann sie sich bei wechselnden Wetterbedinungen nämlich weniger bewegen und leidet deutlich mehr. Auch wenn heute oft vertreten wird bei modernen Fugenmassen sei das nicht mehr zwingend notwendig beeinflußt es die Haltbarkeit der Fugen doch deutlich. Doch hier muss ich euch warnen, dieses Sch**&$s-feine Klebeband ist echt widerspänstig und dröselt sich wie Geschenkband auf. Am besten drückt man es mit einm dünnen Schlitzschraubenzieher auf den Boden der Fuge. Vereinzelte Wutausbrüche sind dennoch fast garantiert ;)

Doch von nun an wird es langsam angenehmer. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben sich die Teakpropfen über einzelnen Decksschrauben gelöst und müssen erneuert werden. Häufig müssen die Schrauben auch noch tiefergelegt werden. Nicht um den Coolnessfaktor zu steigern, sondern weil ein Teakpropfen mindestens 3-4mm Platz haben sollte. Dazu einfach die Schraube ausbohren, mit einem Forstnerbohrer (gibts im Werkzeughandel) das Loch vertiefen, und die Schraube wieder einsetzen. Habe ich vorher auch noch nie gemacht, ist aber wirklich kein Hexenwerk. Die neuen Propfen werden anschließend mit Resorcinharzleim (Ich habe Bindan CIN verwendet, da die dunkle Farbe später wenig auffällt) oder wasserfestem PU Leim wieder eingesetzt. Das abschließende Kürzen der überstehenden Propfen habe ich übrigens nicht wie von Puristen vorgeschlagen mit einem Stecheisen, sondern wegen der geringeren Gefahr etwas kaputtzumachen mit einem feinen Sägeblatt gemacht. Und nun kommt aber der Höhepunkt:

Die neue Vergußmasse kommt in die Fugen. Allein die Auswahl der Vergußmasse ist heillos umstritten. Ich habe mich nach etwas Recherche für TDS 440 entschieden. Erschien mir einfach am hochwertigsten und einfachsten zu verarbeiten, da kein Primer notwendig war und der Kram bereits ab 5 Grad aushärtet.
Die Fugen werden dann großzügig vom Boden aus aufgefült und die Vergußmasse mit einem Spachtel mit leichtem Druck zusätzlich in die Fuge gedruckt. Dabei muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Fugenmasse während der Aushärtung minimal schrumpft, man sollte den Spachtel also nicht direkt auf das Deck aufsetzen und fest drücken, sondern einen leichten Abstand wahren. Ähnlich wie beim Streichen ist dieser Arbeitsabschnitt übrigens der kürzeste. Für das Deck der 26ft großen Nonsuch habe ich 12 600ml Kartuschen benötigt.

Nachdem das Ganze gut durchgetrocknet ist kommt nun der Höhepunkt. Die überstehenden Fugen werden abgestoßen. Dazu habe ich ein Schneideblatt für den Multimaster verwendet. Für die überstehenden Teakpropfen analog dazu ein feines Sägeblatt. Leider kann es abhängig von Alter und Zustand des Teaks hier leicht passieren, dass man leichte Späne aus den Decksstäben schlägt. Die Späne am besten aufheben und sofort mit dem selben Kleber der für die Teakpropfen zum Einsatz kam wieder einkleben.
Und nun kann man zum ersten Mal erahnen wie schön das Deck nach Abschluss der Arbeiten aussehen wird, denn der nächste Schritt folgt sogleich: Das Abschliefen der letzten Reste. Ich habe zwei Schleifgänge durchgeführt, einen mit K80 und einen mit K100. Glatter sollte das Deck eigentlich gar nicht werden, um seine Rutschfestigkeit nicht einzubüßen.

Nun wird man wahrscheinlich erstmal einige Zeit schmachtend vor dem aufgearbeiteten Deck stehen. In den allermeisten Fällen ist die Arbeit aber noch nicht vorbei, es sei denn ihr seit echte Naturtalente. Es ist seht wahrscheinlich, dass sich einige Luftblasen gebildet haben, oder die Fugen nicht überall perfekt an der Stabflanke haften. Solche Stellen habe ich anschließend mit einem Skalpell so weit wie nötig aufgetrennt, gesäubert, und mit einer Spritze ohne Nadel noch einmal neu verfugt. Wenn man exakt arbeitet lassen sich große Sauereien hierbei allerdings ganz gut vermeiden. Auch einige Propfen könnten eventuell noch nachgearbeitet werden müssen. Ich würde etwa ein Wochenende, also 2 volle Arbeitstage für Heimwerker für solche Nacharbeiten einplanen.

Nun müssen nur noch sämtliche Beschläge wieder montiert und eventuelle Abschlußfugen zum Decksaufbau oder Deck hin gezogen werden. Für diese sollte allerdings nicht die Teakdeckvergußmasse, sondern ein normaler MS Polymer Kleber verwendet werden. Einfach aufgrund der deutlich höheren Haltekraft…

Und nun könnt ihr euch ein Bier aufmachen und dem Frühjahr entgegensehen. Viel Aufwand liegt hinter euch, aber der Anblick des messetauglichen Decks im Wasser ist alle Mühen wert und die nächsten Jahrzehnte Benutzung können kommen! Ich hoffe ich konnte euch mit dieser kleinen Anleitung aus Laienperspektive ein wenig helfen und euch dazu motivieren auch euer Teakdeck aufzumöbeln. Es lohnt sich! Wenn ihr noch weitere Fragen habt, stellt sie gerne in den Kommentaren ;)

Palma Week: Formate bestrafen Überlegenheit – Jurczok/Lorenz könnten Medalrace schwänzen

Zur Halbzeit der Trofea Princesa Sofia kommen die verschiedenen neuen Rennformate zum Einsatz. Ein deutsches Team könnte zeigen, dass Handlungsbedarf besteht. Weiterlesen