Monatsarchive: Februar 2014

Caribbean 600


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Mottenflug


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luscious friday

Neuigkeiten vom ADAC Mittelmeerskippertreffen zu Kroatien und Italien

München – Bei dem diesjährigen ADAC Mittelmeerskippertreffen anlässlich der f.re.e. wurden schwerpunktmäßig Themen zu Kroatien behandelt.

Segelyacht in den KornatenWolfgang Götzinger (www.wosamma.at) berichtete über Bojenfelder und Ankerplätze entlang der kroatischen Küste. Der Vertreter der Kroatischen Handelskammer, Branimir Mader bestätigte die Mitteilung, dass die gesetzliche Regelung zu Konzessionsvergabe der Bojenfelder in den nächsten Monaten verabschiedet werden soll. Konzessionen für Bojenfelder werden demnach in Zukunft nur noch dann vergeben, wenn das Bojenfeld bereits Teil eines Bebauungsplanes ist. Regional zuständig sind die Gespanschaften (Kommunale Ebene). Mit der Neuregelung der 150m- bzw. 300m-Bestimmungen soll ebenfalls festgelegt werden, dass einzig in den Bojenfeldern Gebühren erhoben werden. In der Vergangenheit wurden häufig auch dann Gebühren erhoben, wenn Eigner im Bojenfeld oder im Umfeld des Bojenfeldes vor Anker lagen.
Herr Götzinger wies darauf hin, dass die haftungsrechtlichen Fragen zu den Bojenfeldern weiterhin ungeklärt sind. Die Lage der Bojenfelder an der kroatischen Adriaküste werden auf wosamma.at übersichtlich dargestellt und beruhen auf den mehr oder weniger aktuellen Daten des Ministeriums für Seefahrt, Transport und Infrastruktur.

Vento di VenziaAxel Brinkmann (Redaktionsleiter ADAC Marinaführer) gab einen kompakten Überblick über die Neuigkeiten und Kapazitätserweiterungen in Marinas an der italienischen und kroatischen Adriaküste. In Kroatien ist kurzfristig ein Neuprojekt geplant, die ACI Marina Slano in Dubrovnik. Langfristig sind drei weitere Projekte in Trogir, Pirowatc, Tisno geplant.
In Italien sind zahlreiche Neuprojekte bereits in der Bauphase und weitere Projekte genehmigt, insgesamt entstehen hier massive Überkapazitäten, diese schlagen sich natürlich auch auf die Preise nieder. Man bewegt sich heute auf dem Preisniveau von 2008, insb. bei langfristiger Vertragsbindung gibt es bereits sehr hohe Nachlässe. – Gute Zeiten für Eigner!

Branimir Mader, Vertreter der kroatischen Handelskammer, informierte über die Zolldeklaration in Kroatien sowie zu den Gebühren für Skipper in 2014. Herr Mader gab zu folgenden Themen Auskunft:

  • Crewliste: Diese muss nur noch dann beim Hafenamt vorgelegt werden, wenn das Einklarieren und Ausklarieren über den Seeweg erfolgt. Für Boote, die auf dem Landweg nach Kroatien gebracht werden, ist die Crewliste nicht mehr erforderlich. Die Personenliste entfällt demnach gänzlich. 
  • Dokumente an Bord: Folgende Dokumente müssen künftig mitgeführt werden:

Nachweis über gezahlte Aufenthaltsgebühr (Kurtaxe), Sicherheits- und Umweltgebühr
Gültige Bootsregistrierung
Haftpflichtversicherungsschein
Eigentumsnachweis bzw. beglaubigte Vollmacht
Bootsführerschein
Nachweis über gezahlte Umsatzsteuer (T2L-Papier, Originalrechnung)

  • Gebühren: Folgende Gebühren (HRK = Kuna) sind von allen Bootseignern zu entrichten

Gebühr für Info-Karte: HRK 20
Verwaltungsgebühr: HRK 40 (Sicherheit, Schutz vor Meeresverschmutzung, Nutzung der Meeresinfrastruktur)
Berechnung nach Bootslänge: HRK 20 / m
Berechnung nach Leistung: HRK 2 / Leistung in kW
Leuchtfeuergebühr HRK 10 x Bootslänge in m

Beispiele gem. Gebührenrechner von SeaHelp
8 m Boot mit 40 kW = 380 HRK
10 m Boot mit 100 kW = 560 HRK

Rabatte sind nicht mehr vorgesehen, die neuen Gebühren gelten jeweils vom 1.1. bis 31.12 eines Jahres. Die alten Vignetten behalten bis zum unterjährigen Ablauftermin ihre Gültigkeit, jedoch muss dann für die verbleibende Zeit die komplette Jahresgebühr entrichtet werden, auch wenn die Nutzungszeit vielleicht nur noch wenige Wochen beträgt.

  • Zolldeklaration für Boote in Kroatien:

Für alle Schiffe, die sich zum Zeitpunkt des EU-Beitritts Kroatiens am 01.07.2013 in einem Zolllager, d.h. in einer kroatischen Marina, befanden, müssen die Eigner eine Zolldeklaration in Kroatien durchführen.
Damit wird das Boot für den freien Verkehr in der EU zugelassen. Dieses Verfahren ist verpflichtend, unabhängig von der Größe und des Alters des Bootes und ob eine Zollabgabe fällig wird oder nicht. Nähere Informationen zum Zolldeklarationsverfahren in Kroatien finden Sie  hier.

Auf Nachfrage bestätigt Herr Mader, dass für die Abwicklung des Zolldeklarationsverfahrens zwar nicht zwingend eine kroatische Spedition beauftragt werden muss, jedoch äußerte er zugleich seine Zweifel, dass in der Praxis die Abwicklung ohne Mithilfe einer Spedition möglich sei.

Die Zolldeklaration muss spätestens 18 Monate nach dem letzten Termin des Einklarierens durchgeführt sein, also nicht zwingend zum weitläufig kommunizierten Stichtag 31.03.2014. Sollte die Deklaration nach Ablauf der 18-Monate-Frist nicht erfolgt sein, müssen betroffene Eigner mit der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben in Kroatien rechnen. Darunter können ein Strafzoll, die Nachverzollung und eine Neuerhebung der Mehrwertsteuer verstanden werden.

ADAC Yachtcharter-Suche auf der Austrian Boatshow in Tulln

Austrian Boat Show - Boot TullnTulln ist und bleibt der sichere Hafen und wird im März wieder zum
Treffpunkt der Yachties und Wassersportfans. 370 nationale und
internationale Aussteller zeigen vom 06. bis 09. März auf einem
komplett ausgebuchten Messegelände auf 25.000 m2 einen Querschnitt
der Branche. Das vielfältige Angebot reicht von: große Yachten,
kleine Jollen, alles rund um den Tauchsport, Bootsausrüstungen,
maritime Dienstleistungen und Infos über die schönsten Destinationen
für den nächsten Urlaub.

Auch die ADAC Yachtcharter-Suche wird durch den Kooperationspartner CharterCheck auf der Boatshow in Tulln vertreten sein.

Das Online-Portal der ADAC Sportschifffahrt www.adac.de/yachtcharter unterstützt alle Freizeitskipper bei der Suche nach der passenden Charteryacht für den nächsten Törn. Weltweit können die Angebote von mehr als 7 000 Haus-, Segel- und Motorbooten an über 400 Standorten verschiedener Charterflotten auf dem Portal verglichen und gebucht werden. Durch die Darstellung der tagesaktuellen Belegung wird für den Kunden die tatsächliche Verfügbarkeit sichtbar. Bereits heute sind über 3500 Kundenbewertungen abrufbar. Attraktiv: Kunden können jetzt auch mit Kreditkarte zahlen und so beispielsweise von den weitreichenden Versicherungs- und Bonipaketen der ADAC mobilKarten profitieren.

Die ADAC Plattform bietet einen schnellen Marktüberblick und umfassende Preistransparenz. Gesucht werden kann beispielsweise nach dem Revier, Buchungszeitraum sowie der Dauer der Anmietung. Die Suchergebnisse können anschließend noch nach Preis, Ausrüstungsmerkmalen und Ausstattung detailliert abgefragt werden. In der Ergebnisliste werden nur tatsächlich buchbare Yachten dargestellt. Die Abwicklung der Buchungen wird von etablierten Yachtcharteragenturen übernommen.

Die ADAC Sportschifffahrt möchte mit dem Online-Portal gemeinsam mit dem Partner CharterCheck für mehr Markttransparenz sorgen und Wassersportlern die Törnplanung erleichtern. Darüber hinaus erhalten ADAC Mitglieder bei der Buchung über die ADAC Yachtcharter-Suche Sonderkonditionen, diese Sonderkonditionen gelten ausdrücklich auch für Mitglieder des österreichischen Partnerclubs ÖAMTC.

Mehr Informationen zur ADAC Yachtcharter-Suche gibt es unter www.adac.de/yachtcharter, weitere attraktive Rabatte finden Skipper & Crew sind unter www.adac.de/vorteilspartner.

 

BSV-Wassersportgespräch im Rahmen der Messe ‘f.re.e’

Logo f.re.e.München – Beim traditionellen Wassersportgespräch im Rahmen der Messe f.re.e in München trafen am 22. Februar 2014 etwa 50 Vertreter von Behörden und Verbänden aufeinander, um unter Leitung des Präsidenten des Bayerischen Seglerverbandes (BSV), Joerg von Hoermann, wichtige Themen zwanglos zu besprechen und nach geeigneten Lösungen zu suchen.

Nach der Begrüßung durch BSV-Präsident Joerg von Hoermann und Messegeschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer startete der traditionelle Informationesaustausch.

Der 1. Polizeihauptkommissar Peter Werner stellte fest, es habe auf bayerischen Gewässern 63 Sportbootunfälle gegeben. Erschreckend sei die Zahl von 30 Badetoten, das seien doppelt so viele wie im Vorjahr. Klaus Achtelstetter, Leiter der Wasserschutzpolizei Lindau ergänzte, am Bodensee habe es neun Badetote gegeben und 25 Unfälle mit Sportbooten.

Gute Tipps von der Polizei gab es zum Thema Prävention gegen Bootskriminalität. Es seien in Bayern 84 Motoren gestohlen worden, nur sechs seien wieder gefunden worden. „Die Motoren werden gestohlen, auf Kraftfahrzeuge aufgeladen und ab geht es, vorwiegend gegen Osten oder Süden. Bis wir vom Diebstahl erfahren, sind Täter und Beute weg“, so Werner. Sinnvoll sei es die Schraubbefestigungen zu verschweißen. Gut wäre auch eine Motorennummer in den Motorblock zu prägen. Fremde Personen, die mit Handys serienweise Fotos von Motoren machen, sollten der Polizei gemeldet werden.

Zum Managementplan ‘Natura 2000′ für das Gebiet Bodensee monierte Dr. Andreas Lochbrunner, DSV-Präsident und bayerischer Reviervertreter für den Bodensee, die Segler hätten eine Stellungnahme eingereicht, in der sie Antworten zur Notwendigkeit, Wirksamkeit und Angemessenheit des Bodensee-Management-Planes eingefordert, leider stünde eine Antwort der Regierung von Schwaben noch immer aus. Der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner und Roland Weid von der Regierung von Oberbayern, Höhere Naturschutzbehörde, sagten zu, sie würden sich dafür einsetzen, dass bald eine Antwort käme.

Zum Managementplan ‘Natura 2000′ für die Seen Chiemsee, Starnberger See und Ammersee, sagte Weid, das sei eine Erfolgsgeschichte, die freiwillige Vereinbarung Wassersport-Naturschutz habe sich bewährt, es sei ein gutes Zusammenwirken von naturnahen Tourismus und Naturschutz. „Wir haben großes Interesse, dass die ‘Natura 2000′ überall funktioniert, wir sehen darin einen Schatz für die Zukunft“, so Weid. Das gute Miteinander bestätigte auch Horst Guckelsberger, Vorsitzender der Kreisgruppe Starnberg des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern.

Peter Kathan, Vorsitzender des YC Bad Wiessee, beklagte, dass es Schwierigkeiten mit ‘wilden’ Kitesurfern gebe. Bayerns Surfobmann Uli Gasch meinte dazu, das Problem sei bekannt, auch dass nur etwa fünf Prozent der Kitesurfer organisiert seien. Kathan sprach auch eine angeblich geplante große Staumauer am Tegernsee zum Hochwasserschutz an. Dr. Martin Grabow vom Bayerischen Ministerium für Umwelt, erwiderte „Eine Staumauer am Tegernsee ist Unfug, ich weiß nicht, woher dieses hartnäckige Gerücht kommt“.

Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst warnte davor, Starkwindwarnungen nicht ernst zu nehmen. Daraus könne schon bald danach eine Sturmwarnung werden. In Bayern seien 819 Starkwindwarnungen ausgesprochen worden und 204 Sturmwarnungen. Die Systeme seien wesentlich verfeinert worden, die Trefferquote dadurch sehr hoch.

BSV-Präsident Joerg von Hoermann und Moderatorin Gabi Toepsch bedankten sich für den offenen, von gegenseitigem Vertrauen geprägten Meinungsaustausch.