Monatsarchive: April 2013

505 worlds

SAP 505 worlds

Auszeit

Auf alten Spuren

Samstag Morgen hatten wir die Schnauze gestrichen voll von der heißen Bucht i nChaguaramas, von Bootsausrüstern, Marinas, Werkstätten und Geldausgeben. Die Solarpanele sind montiert, geben, sollte die Sonne scheinen, Strom und der Autopilot funktioniert wieder. Auf dem Markt haben wir uns noch schnell mit frischem Obst, Gemüse und Fisch eingedeckt und so gab es keine Entschuldigung mehr, die Leinen nicht zu lösen, um das Wochenende woanders zu verbringen.

Etwa 6 Meilen entfernt liegt die unbewohnte Insel Chacachacare, 2001 haben wir hier Weihnachten und den Jahreswechsel verbracht, auch damals erschöpft und erledigt von viel Arbeit und Maintenance am Schiff. Eine Herde Delfine begleitet uns in die Bucht, die ersten, seitdem wir mit der Marlin unterwegs sind, ein perfekter Wochenendanfang. Wir werfen den Anker in derselben Bucht wie vor 11 Jahren und lassen uns ins Wasser fallen. Klar ist das Wasser nicht, dafür ist die venezolanische Küste mit ihren Flüssen zu nahe, aber verglichen mit dem Wasser in Chaguaramas ist es einigermaßen sauber. Was für eine Erholung. Rene und Marion von der Mira trudeln keine Stunde nach uns ein, angesteckt von der Arbeitsflucht.

Die Insel ist eine alte Quarantäneinsel für Leprakranke, Krankenhäuser, Apotheke und Schlafsäle sind aber mittlerweile verlassen, die Häuser verfallen langsam und werden von den Trinis als Ausflugs- und Partyziel genutzt. Auf dem höchsten Punkt der Insel steht noch immer der Leuchtturm, mitterlweile erweitert durch eine Radaranlage zur Überwachung der Küste. Immer noch schweißtreibend ist der Aufstieg, doch zur Belohnung gibt es Mangos, die gerade im Dutzend reif an den Bäumen hängen.

Man soll Orte ja nicht vergleichen und denselben Ort nach mehreren Jahren wieder aufzusuchen ohne in die ewige Litanei von :“Früher war aber…..“ zu verfallen, ist verdammt schwierig. Die Insel ist immer noch schön, ja, aber schrecklich ist der Müll, der hier sowohl in den Häusern, als auch an den Stränden zu finden ist. Unzählige Plastikflaschen, Bierbüchsen und Take-away Packungen aus Styropor, gedankenlos von den Partybooten über Bord geworfen. Auch der Müll auf See wird durch die Strömung mit jedem auflaufenden Wasser in die Bucht getrieben, an die Strände und zwischen die Mangroven gespült. Die Lust aufs Schwimmen vergeht so schnell, wie sie gekommen ist. An Land findet sich ein Schild vom „Beach Cleaning Day“ am 2.6.2012, um das Schild stapelt sich der Plastikmüll. War das vor 11 Jahren auch so? Nein, definitiv kann ich mich nicht an eine derart lawinenartige Plastiküberschwemmung erinnern. Unsere anfängliche Euphorie, den Aufenthalt zu verlängern, schwindet. Noch ein BBQ am alten Anleger mit Fisch und Würstchen am Abend, und Montag geht es zurück nach Chaguaramas. Packen wir die letzten Jobs an und ziehen wir nach Norden.

hike man!

Trans-Ocean e.V. offener Brief an Andreas Huelsenberg

TOter-ZwergAPPELL AN DIE RESTVERNUNFT
Werter Herr Huelsenberg,
Sind Sie im Vorstand noch aktiv? Seit Februar 2012 kein Lebenszeichen, dem man entnehmen könnte, dass Sie den Verein noch aktiv mit gestalten! Der Vorstand als Ganzes scheint abgetaucht, verlautet nur hin und wieder eine Scheinwelt in den EDITORIALS – meist fernab der Vereins Realität! WEITERLESEN>

luscious friday

Sportbootführerscheine künftig auch beim ADAC

Der ADAC soll künftig Prüfungen für Sportbootführerscheine abnehmen und die Führerscheine ausstellen. Das Bundesverkehrsministerium möchte den ADAC als dritte Organisation neben dem Deutschen Seglerverband (DSV) und dem Deutschen Motoryachtverband (DMYV) dazu beauftragen.

Details der sogenannten Beleihung, etwa zur künftigen Zusammensetzung der Prüfungsausschüsse werden derzeit noch ausgearbeitet. Da eine Änderung der Sportbootführerscheinverordnungen unter Einbeziehung aller Beteiligten noch umgesetzt werden muss, ist der Praxisstart nicht vor der Wassersportsaison 2014 zu erwarten.

Durch die Beleihung des ADAC soll frischer Wind in das Sportbootführerscheinwesen kommen und damit konsequent die bereits erreichten Verbesserungen der letzten Jahre, z.B. bei der Praxisausrichtung der Prüfungsfragen weiter fortgesetzt werden. Das Ziel des Clubs ist die Steigerung der Attraktivität der Sportbootführerscheine und damit den sicheren Wassertourismus in Deutschland zu fördern. Für Einsteiger und damit auch für junge Leute soll der Zugang zum Wassersport interessanter werden! Nach den Vorstellungen des ADAC wird mittelfristig unter anderem der Führerschein aus Papier in eine Plastikkarte im Kreditkartenformat umgestellt und mit einer modular erweiterbaren Form dem Wunsch vieler Skipper entsprechen.

Insgesamt soll die Qualität der Prüfungen durch die Einbeziehung des ADAC langfristig gesichert werden. Der ADAC übernimmt damit mehr Verantwortung und unterstützt das BMVBS, Verbesserungen für den Verbraucher zu schaffen.

Im Oktober 2012 traten die neuen Führerscheinfreigrenzen in Kraft. Für den See- und Binnenbereich, mit Ausnahme des Rheins, wurde auf Bundesgewässern die Grenze, ab der ein Führerschein nötig ist, von 5 auf 15 PS angehoben und damit an die Standards in anderen europäischen Ländern angepasst. Zugleich wurde auch im Seebereich ein Mindestalter von 16 Jahren für führerscheinfreie Sportboote eingeführt. Diese Änderung wurde vom ADAC unterstützt, da sie aus Sicht des Clubs den Zugang zum Wassersport erleichtern. Allerdings hatte sich der ADAC von Anfang an für eine verbindliche Einweisung für Motorboot-Einsteiger ausgesprochen, die in Form von freiwilligen Angeboten zwischenzeitlich von der Branche aufgegriffen wurde.

Diese neue Führerscheinregelung wird vom ADAC durch verschiedene Aktionen begleitet. Aktuell können Besucher des Hafenfests Bergkamen vom 8. – 9. Juni 2013 das Ruder selbst in die Hand nehmen und kostenlos Probe fahren.

Seit über 100 Jahren fördert der ADAC die maritime Mobilität seiner Mitglieder im Wassersportbereich. Er vertritt die Interessen von den heute rund 2 Mio. Skippern und Bootsfahrern unter seinen 18,5 Mio. Mitgliedern.