Monatsarchive: September 2012

Der Preis der Moral – offener Brief an den Vorstand

OFFENER BRIEF AN DEN VORSTAND des TRANS OCEAN e.V.

Der traurige Fall der SV DRIFTER verfolgt unseren Verein seit Jahren wie eine blutige Spur – viele Segler sind deshalb bereits ausgetreten, ohne dass aus Cuxhaven je ein Signal ertönte – geschweige denn eine Aufarbeitung und Wiedergutmachung aktiv angegangen worden wäre!

Welchen Sinn bitte macht ein NEUANFANG, wenn kapitale Fehler einer Vorstands Riege nicht nachhaltig aufgearbeitet und beendet werden?

MARTIN BIRKHOFF und DIRK MENNEWISCH waren vormals Kassenprüfer, ANDREAS HUELSENBERG ist seit Jahren im gleichen Amt – Sie wollen uns sicher nicht erzählen, dass Ihnen die FAKTEN nicht seit Jahren auf den Füssen liegen! Welchen Sinn bitte machte ein RUNDER TISCH, wenn die Hälfte der dort Beteiligten als Mitwisser dieser rabenschwarzen Tat, sich in Stillschweigen hüllen? Vorstand, Kassenprüfer, Webmaster, Versicherungs Vertreter, Sekretariat, Mitwisser, Unterstützer – habe ich was vergessen?

TRANSPARENZ haben Sie versprochen – ich nehme Sie heute nun beim Wort!

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Bei den Westcotts

Bei den Westcotts

Martin und Melanie laden ein. Blumenkinder

Heute Morgen stehen vier Pferde für uns bereit. Direkt nach dem Frühstück geht es los über die Farm der Westcott’s, der Familie unseres Segel-Freundes Martin. Die Farm ist 25×10km, 2.500 Hektar groß. Das ist für ein Grundstück so groß, wie wir es uns nicht wirklich vorstellen können, auch nicht mit Pferd.

Melanie sehen wir leider nicht so oft, wie wir es gerne tun würden, denn sie ist kurz vor der Geburt ihres ersten Sohns. Das die Beiden uns trotzdem als Gäste empfangen wissen wir um so mehr zu schätzen!

Wir haben ja nun seit Bolivien ordentlich Gas gegeben und die Wüste Atacama hinter uns gelassen. Hier in der Nähe von Valparaiso, auf der Höhe von Santiago ist eindeutig der Frühling ausgebrochen. So war es ja nun auch geplant. Felder voller blühender Blumen sind der Beweis. Es ist warm und schön, was wollen wir mehr.

Die verlorene Ehre des Trans Ocean e.V.

Fiji, Nabouwalu Bay, Insel Ono, Position : 18°53.2 Süd, 178°27,8 Ost, Mittwoch 26.09.2012

Arnold und Coby Lelijveld, SY Drifter zu Gast auf der SY Kira von Celle

Detlev: Wir haben über Euch in den letzten Jahren immer mal wieder etwas gehört. Stets ging es um Cobys Krankheit und Eure Not. Was ist in Panama geschehen?

Arnold: Ich möchte das Gespräch mit Dir führen, Coby ist dazu nicht in der Lage. Wir hatten gerade den Panamakanal passiert und lagen vor Anker in La Plaita. Coby joggte täglich über den Damm nach Panama City und zurück, wir waren glücklich den Pacific vor uns zu haben. Dann klagte Coby über Schmerzen in der Brust und Magengegend und die Schmerzen nahmen zu. Eines Abends war es so schlimm, dass wir in ein Krankenhaus fuhren. Coby wurde als Notfall aufgenommen.
Die Diagnose: Gallensteine. Nähere Untersuchungen ergeben, das Coby Wasser in der Lunge hatte und eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Eine Operation der Gallenblase war in diesem Zustand nicht zu verantworten. Coby ging es immer schlechter, sie wurde auf die Intensivstation verlegt. Ich blieb praktisch Tag und Nacht bei ihr.

Detlev: Gute medizinische Versorgung gibt es in Panama nur in Privatkliniken, bei wem wart ihr Krankenversichert?

Arnold: Wir sind 2003 in den TO eingetreten und waren dort in einem Gruppenvertrag ab 2004 krankenversichert. 2006 erfuhren wir von einem Wechsel des Versicherers und erhielten eine Police der “Würtembergischen”. Die Zahlungen haben wir jährlich im Voraus an den TO geleistet, so wie es auf der Internetseite gestanden hat. Wir haben sogar immer zeitgleich mit der Zahlung ein mail an die Geschäftsstelle in Cuxhaven geschickt. Ich habe sofort nach Cobys Einweisung Unterstützung von guten österreichischen Seglerfreunden erhalten, die sich auch sofort mit der Würtembergischen in Verbindung gesetzt haben.

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luscious friday

DesTopNews 2012-39

Observatorio Mamalluca

Zweiter Versuch

Nach zwei Tagen Verschnaufen in Antofagasta mit heisser Dusche und zivilisierter Küche sind wir wir wieder auf dem Weg nach Süden, nach Hause. Das Reisen per Auto, das doch soviel schneller ist, als das gemächliche Tempo der Lady, zehrt an unseren Nerven. Alle freuen sich auf zu Hause, auf die eigenen, vier, wenn auch wackelnden Wände, den festen Bordrechner, die Playmobilkiste, andere Bücher und vor allem auf die Bordroutine. Museen, Kirchen, und andere Sehenswürdigkeiten interessieren uns nur noch am Rande, wir wollen Meilen machen. Doch ein paar Ausnahmen gibt es natürlich noch.

Die erste heisst Mamalluca und ist das Observatorium, dass wir auf der Hinfahrt schweren Herzens ausfallen lassen mussten, da einer der wenigen Wolkennächte im Jahr heraufgezogen war. Vier Tage vor Vollmond sind die Bedingungen zwar aufgrund der Helligkeit, über die wir uns beim Segeln immer freuen, nicht ideal, dafür ist der Himmel wolkenfrei. Um halb neun werden wir in der kleinen Stadt Vicuña in Busse verfrachtet und zur Sternwarte gebracht. Die Sternwarte ist rein auf Tourismus ausgelegt, geforscht wird überall in der Umgebung mit VLTs (very large telescope) und demnächst sogar ELTs (extremely large telescope). 30% aller Teleskope der Welt stehen in Chile, und wer den klaren Himmeln über der Wüste hier jemals gesehen hat, weiß warum. Superlative gibt es in Mamalluca nicht, aber wir sind ja auch keine Hobbyastronomen und sind schon froh, wenn wir hier unten im Süden den Skorpion, Orion und das Kreuz des Südens finden können.

Mit Hilfe unseres enthusiastischen Führers blicken wir vier das erste mal durch ein Teleskop und erwischen gerade noch Saturn mit bunten Ringen und einem Mond, bevor er untergeht, dann Mars und ein paar Sterne. Doch am beeindruckendsten ist die Vergrößerung des Mondes, jeden Krater können wir erkennen, die Oberfläche leuchtet so hell, dass man fast geblendet wird. Unser Führer zeigt uns die Stelle, wo Neil Armstrong einst seine Fahne platzierte, sehen können wir sie nicht, aber das muß ja nichts heissen.

Die Führung endet mit einem Vortrag über die verschiedenen Sternenbilder der südlichen Hemisphäre und einer schlafenden Lena auf dem Schoß. Halb 12 ist eben doch keine Kinderzeit mehr, Maya hält sich wacker und schläft erst in dem Moment ein, als ihr Kopf im Hotel aufs Kissen fällt.